Wie nun die Besucher dem Hüttlein unter dem Moosdach sich näherten,
öffnete sich die niedere Thür und heraus trat eine sehr alte Frau,
gestützt auf ihren auch schon betagten, aber noch vollrüstigen Enkel.
Die Züge der Greisin waren immer noch schön -- so friedlich waren sie!
-- und das silberweiße Haar stand ihr gut zu den rosigen Wangen. Diese
zarte Gesichtsfarbe und das Milde in den Mienen und im ganzen Wesen
hatte der Enkel von ihr geerbt.
»+Dort+ steht der hochehrwürdige Herr Bischof, dort, zur Rechten,
Großmütterlein!« mahnte der Führer, indem er den aus Mainschilf
geflochtenen Flachhut, wie ihn in der heißen Zeit während der Arbeit
in den Weinbergen die Winzer trugen, demütig abnahm. »Dank Euch, Herr
Bischof, daß Ihr auch die Hütten der Geringen aufsucht. Ihr seid wie
des lieben Herrgotts Sonne! Die grüßt und erfreut auch nicht bloß,
was ihr stolz das hohe Haupt entgegenrecken mag, -- auch das geringe
Blümlein sucht sie segnend auf, das sich bescheiden duckt am Raine.«
Der Bischof nickte ihm freundlich zu: »Ich fand schon oft, wer viel mit
Blumen und Pflanzen zu thun hat, dessen Seele wird sanft und sinnig.«
Er faßte jetzt die Hand der Alten: »Nun, Mutter Ute, wie steht's?
Ihr tragt Euer schweres Los so lang -- so lange schon! -- mit echt
christlicher Geduld.« -- »Ach, gütiger Herr Bischof, es ist nicht
schwer, wenn man nur einen recht festen Glauben hat. Und den, seht, --
den hab' ich! -- Und daß ich ihn habe, -- das dank' ich auch -- +Ihm+!«
-- »Gott dem Herrn!« »Mag wohl sein,« erwiderte die Greisin zögernd.
»Will gewiß nicht nein sagen. Der Herr mag es wohl meinem armen Konrad
auf die Lippen gelegt haben, bevor er starb.« -- »Euer Mann! Was hat
er Euch gesagt damals? Er starb', mein' ich, in derselben Nacht, da
Ihr, da die Ungarn --« -- »Ganz recht, Herr Bischof! Hunnen nannte man
sie. Bald sind's nun siebzig Jahre.« »Siebzig Jahre blind!« seufzte
der Kellerer mitleidig. »Ja, das war noch unter Bischof Dietho,« fuhr
die Alte fort, immer lebhafter redend in dem Eifer der Erinnerung
und wiederholt mit der Hand über ihr dichtes weißes Haar streichend.
»Damals war noch Sankt Burchhards heiliger Leib nicht erhoben. Da war
der Graben um die Stadt noch nicht gezogen, noch nicht einmal der
Pfahlhag war ganz fertig geworden. Wir wohnten in einem Hüttlein dicht
hinter dem Pfahl im Osten der Stadt am dürren Bach. Mein Mann, ein
Freigelassener des Bistums, war gar geschickt, mit Axt und Stemmeisen
zu bauen und zu zimmern; er war vom Knaben auf im Bischofshaus als
Zimmerer verwendet worden, hatte daselbst gar frommen, frommen Sinn
gewonnen und nun hatte ihm vor Jahr und Tag der Herr Bischof Dietho
das Hüttlein am dürren Bache zur Leihe gegeben, damit er mich heiraten
konnte: ich war Magd von Sankt Andreas, wie man damals statt Sankt
Burchhard noch sagte. Ich hatte meinem Konrad gerade ein paar Nächte
vorher Zwillinge gebracht: -- einen Knaben und ein Mägdlein. Wir waren
so glücklich! Auf einmal -- in der Nacht -- ein Gejohle, wie wenn der
Höllenwirt tausend böse Geister losgelassen hätte! Konrad springt
ans Fenster -- das war offen: denn warmer Sommer war's, wie jetzt --
›Helft‹ rief er, ›Sankt Kilian, Sankt Koloman und Sankt Tetnan!‹ --
Rings Feuer! Rings Flammenschein! Des Nachbars Hütte zur Rechten brennt
lichterloh! Und in dem Flammenschein Hunderte von Teufeln und Unholden,
zu Roß, zu Fuß, schreiend, jauchzend, mit Äxten an die Nachbarhöfe
zur Linken, auch schon an unsere Hausthüre schlagend. ›Das sind die
Hunnen!‹ rief mein Konrad, schloß rasch den Laden und griff nach einem
Beil. Wie aus dem Abgrund aufgestiegen, so plötzlich waren sie da.
Schon brannte auch unser Heim, das Strohdach und die rechte Holzwand!
Aber hinaus? Wehe, wir sahen durch die Ritzen des Ladens, wie die
Unholde da draußen die Weiber, die Kinder, die aus den brennenden
Hütten flüchteten, griffen und in ihre Lanzen oder zurück in die
Flammen warfen.
So blieben wir an dem Herd zusammengedrängt, mein Kurt das Mägdlein,
ich den Knaben im Arm und beide schreiend zu Gott und den Heiligen.
Da plötzlich -- von oben her -- ein Krach und eine Lohe über uns hin!
Der Firstbalken war gerade auf uns herabgestürzt, über meine Augen ein
brennender Span. Das that weh, Herr Bischof! Noch spür' ich's, denk'
ich daran. ›Kurt,‹ gellte ich in grellem Schmerz, ›wo bist du, ich sehe
dich nicht.‹ ›Hier,‹ stöhnte er, ›ich sterbe, arme Ute.‹ ›Wo? Wo denn?‹
schrie ich und tastete nach ihm. Ach -- ich sah ihn nicht mehr -- ihn
nicht und nichts mehr auf Erden. Er merkte es bald: ›Utelein,‹ sprach
er, ›liebes Weib, schönes Weib‹ -- so sagte er, Herr Bischof: O ich
hab' mir's seither vorgesagt tausend, tausendmal! -- ›das Mägdlein an
meiner Brust ist tot, zerschmettert. Und ich -- ich muß sterben. Aber
der Knabe in deinem Arm ist ganz unversehrt. Du -- glaub' ich -- siehst
nicht mehr ganz gut. Das ist hart! Aber sei getrost: der Himmelsherr
hat's so gewollt. Und horch -- es wird schon stiller draußen -- die
Hunnen haben sich verzogen‹. ›Blind!‹ schrie ich. ›Blind fürs Leben?
So soll ich niemals dein helles Antlitz, wiedersehen?‹ ›Du vergissest,
liebes Weib,‹ sprach er sanft, ›ich muß jetzt sterben. Aber dereinst,
wann auch +du+ stirbst, dann wirst du wieder sehen. Im Himmelreich da
oben, bei dem milden Gott, giebt es keine Lahmen, Krüppel und Blinde:
dort ist lauter Vollkommenheit: erst gestern hat's der Herr Bischof
gepredigt im Dom. Also sei ganz getrost! Kommst du zu sterben, wirst du
sehen, wirst du mich wiedersehen. Mit dem Mägdlein auf dem Arme schweb'
ich dir aus den Wolken entgegen und hole dich ab aus der Not und der
Nacht der Erde in das ewige Licht. Leb' wohl! Gewiß ist's wahr --
glaub' mir -- du wirst mich wiedersehen, wann du stirbst.‹ Das war sein
letztes Wort.
Bald darauf gruben mich die Reisigen des Herrn Grafen und die
Dienstmannen des Herrn Bischofs -- die Hunnen waren hinweggestoben,
nachdem sie die Häuser vor der Mauer verbrannt -- aus dem noch
qualmenden Schutt, mich und den unverletzten Knaben und ach! die beiden
Toten. -- Und nun leb' ich und zehr' ich bald siebzig Jahre von dem
letzten Wort meines Konrad. Ich glaube an sein Wort wie an Gottes Wort
so fest.«
Gerührt sprach der Bischof: »Gott der Herr hat dich gesegnet, arme
Frau, in deinem Elend durch deinen Glauben.« »Ja, Herr, da sprecht Ihr
wahr,« bestätigte ihr Enkel, sich aufrichtend: er hatte sich gebückt,
die Schnecken von seinen Blumen abzulesen und auf dem Sandwege zu
zertreten. »In aller Not hat sie dies Wort aufrecht erhalten. Und es
ging ihr früher doch oft recht übel.« »Nicht Schuld meines braven
Sohnes Konrad,« fiel die Alte eifrig ein -- »und seines lieben Weibes:
Gott lohnt ihnen längst schon beiden in der lichten Himmelsaue! Und
auch wahrlich nicht, sobald die irgend eine Arbeit leisten konnten --
meine beiden Enkel. Denn darin muß ich den Schwarzen loben wie den
Blonden -- so ungleich sonst sie geartet sind, die seltsamen Brüder.
Auch mein Rado -- ... wo ist er? ich höre ihn nicht --?« -- »Zu Walde
gegangen, Großmutter.« »Schon wieder!« seufzte die Greisin. »Das ist
sein Unsegen! Weiß Sankt Kilian, immer in den finstern, verrufenen
Grafenwald! Böse Geister sollen dort hausen« -- sie bekreuzte sich
Stirn und Brust -- »der wilde Jäger hetzt ob seinen Wipfeln und jagt
die Holzweiblein darin mit lautem Huhu, Huhu. Bald als Hirt, bald
als Jäger, bald als Köhler, aber immer in jenem Wald macht er sich zu
schaffen. Schon vom Knaben auf! Seine Mutter -- will sie sonst gewiß
nicht schelten! -- ist schuld daran: sie erzählte ihm viel, viel mehr
vom wilden Jäger und vom bergentrückten Kaiser und von Waldschrat und
Rauchries' und Drachenries' als von den lieben Heiligen. Aber was er
früher im Waffendienst der Rothenburger verdiente und was er später
hier im Hirtendienst der Bürger erarbeitete, -- alles brachte er mir,
der Schwarze wie mein Blonder -- wie ihr Vater sie nannte. Aber der
Blonde ist immer gern bei mir geblieben.«
»Nun, Großmütterlein, jetzt sind wir schon lange beide grau. Und es ist
doch nicht mein Verdienst, daß es mich von Kind auf mehr freute, hier
im Gehöft zu bleiben, das die Bürger dem Vater als Gemeindehirten zur
Erbleihe gegeben und dies Gärtlein anzulegen und meiner lieben, lieben
Blumen zu pflegen und an den Zäunen des Edelobstes und der Reben.« --
»Er hat eine so glückliche Hand, mein Wartold. Alles gedeiht unter
seinen geschickten, geschmeidigen Fingern ...« »Der Herr hat sie ihm
gesegnet, diese Hand,« sprach der Bischof, »die so getreulich die
blinde Ahnin geführt hat.« »Aber auch Rados Hand!« fiel der Gärtner
eifrig ein. »Wohl ist sie härter als die meine hier, aber stärker
und sicherer. Er trifft den fließenden Fisch im Main! Und Bär, Luchs
und Wolf, sie kennen seinen Speerwurf gut.« »Wie weiland Saracenen,
Wenden und Welsche,« nickte Herr Heinrich. »Aber die Heiligen schlecht
sein Beten!« »Zürnt ihm nicht, Herr,« bat Wartold. »Lieber Gott,«
raunte Supfo ungeduldig, »ich kenne einen, -- einen Seelenhüter, nicht
bloß Gemeindehüter -- der hat die längste Zeit seines Lebens auch
viel lieber den Auerhahn im Buchenwald balzen als den Pfaffen im Dom
Messe singen hören.« »Und nun geht ja doch bald alles zu Ende, Gott
sei Dank,« erinnerte Frau Ute. »Da gönnt ihm doch noch sein bischen
Jagen.« -- »Meint Ihr, gute Frau? Noch hat sich die heilige Kirche
nicht ausgesprochen über jenen Glauben.« »Herr Bischof,« fragte
Wartold, sehr ernsthaft, »was meint Ihr? Giebt's im Himmelreich auch
Blumen?« Herr Heinrich schwieg verdutzt einen Augenblick. »Das ... das
hat mich noch kein Mensch gefragt! Und ich mich selber auch nicht!
-- Blumen? -- Weiß nicht! -- Aber ja! Doch wohl! Palmen, Palmen für
die Märtyrer.« »Ach, die wachsen nicht bei uns,« klagte Wartold ganz
betrübt. »Hab' sie immer nur gemalt gesehen in den Kapellen. Von denen
hab' ich kein Verständnis; werde sie am Ende zu trocken halten,« schloß
er nachdenksam. »Die Wipfel in Glut, die Wurzeln in Wasser taucht die
Palme, so lehrte mich der Araber, den Ihr eine Weile hier als Geisel
gehalten.« »Nun, Gärtner, verzagt mir nur nicht,« lachte Herr Heinrich.
»Eben fällt mir bei: auch Lilien brauchen sie da oben für die Jungfrau
Maria. Und um die Stirnen der Seligen zu kränzen. Und auch Engelein sah
ich zu Rom im Sankt Peter auf Goldgrund fliegen, -- die trugen weiße
Lilien in den Händen.« »Eia, Eia!« rief der Alte vergnügt und rieb sich
die Hände in heller Freude. »Gott lohn' Euch dieses Wort, Herr Bischof!
Lilien! Lilien, sagt Ihr? Nun seht: das sind ja gerade meine Lieblinge.
Und ein klein wenig,« nickte er lächelnd, »ein klein wenig verstehe
ich mich auf deren Pflege! Habe dafür am meisten Geschicklichkeit. --
Oder Gnade von Sankt Gertraud, will ich sagen. Seht nur, frommer Herr
Bischof, dort das runde Beet. Zwei neue Arten! Haben hier zu Lande
noch nie geblüht. Die eine -- die weiße -- gefüllt! Und die andre --
die feuerrote -- noch viel süßer duftend als die weißen! Ein Freund
von mir, der Klostergärtner von Herrieden, der seinen Abt auf einer
Pilgerfahrt nach Rom begleiten durfte, brachte mir die Zwiebeln mit
aus einer welschen Stadt: -- die soll nach den Blumen benannt sein:
ach diese Stadt möcht' ich wohl gesehen haben! Aber nun ist's zu
spät. Seht nur, wie sie gedeihen! Und noch schönere hab' ich in dem
Neubruch, den ich angelegt -- weiter gegen die Stadt und den Main hin,
die solltet Ihr mal sehen!« »Der Alte hat eine Liebe zu den unnützen
Stingel-Stengeln,« brummte Supfo, »als wären's wirklich Reben vom
Stein!«
»O, Herr Bischof,« fuhr Wartold fort und faltete die Hände, »komme ich
-- Unwürdiger! -- doch etwa in den Himmel ... --« »Er ist dir sicher,
schon wegen des vierten Gebots,« sprach die Blinde. -- »Dann legt ein
gutes Wort für mich ein bei Eurem Amtsbruder, Sankt Petrus -- der hat
ja doch wohl das Ganze des himmlischen Hauswesens unter sich, nicht?
Ich meine: die Vergebung der Ämter zu Lehen! -- Bittet, daß ich sein
Gärtner ..., ach so, wegen der Palmen? Nun, die werd' ich mir wohl auch
anlernen können! -- o wenn ich nur sein Gärtnergehilfe werden darf.
Ewiglich der Lilien pflegen, wie selig!« Und seine sanften blauen Augen
leuchteten ganz verklärt. »~Sancta simplicitas!~« sprach Herr Heinrich
gerührt zu sich selber. »Mir ist, diesem reinen Herzen ist der Himmel
gewisser als mir.« »Soll ich einmal selig werden im Himmel -- aber es
eilt nicht, gar nicht!« -- raunte Supfo -- »reiß' ich ihm die Lilien
aus und setze Leistenschößlinge!« -- »Wenn nur dein wilder Bruder,«
warnte Herr Heinrich, »nichts Ähnliches wünscht wie du: zwar nicht
ewig gärtnern, aber ewig jagen!« »Sankt Kilian schütze ihn,« rief die
Alte, »vor solch' frevelem Wort! Da müßte er ja dem wilden Jäger folgen
immerdar.«
Der Bischof wandte sich zum Gehen; vorher aber zog er noch ein
Geldstück aus seiner ledernen Gürteltasche, reichte es dem Alten und
sprach: »Da! Nimm! Ich kaufe dir all' deine Lilien ab. Das heißt:
-- erschrick nur nicht! -- alles soll dein eigen bleiben: Beet und
Zwiebeln und Stengel und Blätter und Blüten --« -- »Ja, aber was -- was
ist denn dann die Ware, die Ihr kauft?« -- »Du sollst mir nur, soviel
ich davon brauche, an Sonntagen zum Schmuck des Hauptaltars des Domes
liefern. Bist du's zufrieden?« -- »Gewiß, Herr! Welche Ehre für meine
Blumen! Meine Fullrun soll sie Euch immer, frisch geschnitten, bringen.
Aber -- es ist des Geldes ja viel zu viel. Und für so kurze Zeit! Wie
viele Wochen wird denn die Welt noch stehen?« »Es ist zum Lachen,«
schalt Supfo in sich hinein. »Sie glauben fest an die Dummheit.« --
»Nun, für so lange eben gilt der Handel, als die Welt, der Dom und die
Lilien noch stehen.« -- »Gut, gut. Aber ...« -- »Noch ein Bedenken,
Alter?« -- »Wenn der jüngste Tag an einem Sonntag gerade hereinbricht
...?« -- »Nun, was dann?« »Dann,« rief der Greis tief erregt, »dann
geht der Himmel Euerem Altare vor! Die letzten, die ich hier gezogen,
die nehm' ich mit hinauf, die Stirnen der Seligen dort oben damit
zu schmücken. Zumal Eine Stirne ...!« Die Stimme versagte ihm: --
die blauen Augen wurden feucht. »Nun, Wartoldchen, mein Junge, nun!«
tröstete die Blinde. »Mußt nicht weinen! Siehst sie ja nun bald wieder,
Friedlindis, deine gute Frau! Hast sie nicht so lange entbehren müssen
wie ich meinen Kurt. Sie starb, nachdem sie ihm das liebe, schlimme
Kind geboren. Sind erst fünfzehn Jahre. Da thut so was noch heiß und
bitter weh!« »Sind erst fünfzehn Jahre,« wiederholte Herr Heinrich
tonlos, »da thut so was noch heiß und bitter weh. Ach, und er hat nur
ihren Leib, nicht ihr Herz verloren!« brütete er still weiter. »Und
kann der Mann ein Weibesherz verlieren, das er einmal besessen? Weh,
ich bilde mir nur ein, ich hab's verloren. Sie +hat+ kein Herz. Oder
ich hab's nie besessen.«
»Was ist Euch, Herr Bischof?« fragte die Blinde. »Ihr leidet! Ich
hör's! Ihr atmet so schwer.« Supfo zupfte sie am Rock, sie möge
schweigen.
Aber Herr Heinrich hatte sich schon wieder emporgerafft: »Lebt wohl,
ihr guten Leutchen. Bald komm' ich wieder zu euch. -- Friedlich ist's
bei deinen Blumen, Wartold. Ich will beten für euer Heil im Himmel.
Betet ihr für meinen Frieden -- auf Erden! Komm, Supfo! Nach Hause! In
die Einsamkeit.« Und hastigen Schrittes eilte er aus dem Garten.