In den höher gelegenen Wiesen am Rande unsres Gebiets hört man, wenn
schon ganz vereinzelt, die gedehnten, und oft stundenlang fortgesetzten
rrr(ä)rb-rrr(ä)rb-Rufe des _Wachtelkönigs_ oder der _Wiesenralle_.
Aus den Feldern, insbesondere der Lehnen und auf den Höhen steigen
zahlreiche _Feldlerchen_ singend empor. Ihnen gegenüber tritt die
mehr auf Ödland und Bauplätzen sich aufhaltende _Haubenlerche_ recht
zurück. Überall kann man auch _Rebhühner_ beobachten oder verhören.
Am 27. Juli 1925 vernahm ich zwischen Dölzschen und Pesterwitz
sogar den Schlag einer _Wachtel_, während in Getreidefeldern beim
Juchheschlößchen, oberhalb vom Steiger, ein paar _Getreiderohrsänger_
um die Wette sangen[46]. Auf einzeln stehenden kleinen Bäumen in den
Wiesen und Feldern am Fuße der Ober-Pesterwitzer Lehne beobachtete und
verhörte ich an zwei weit voneinander liegenden Tagen eine _Grauammer_,
die hier ansässig sein dürfte, während in den Obstalleen zwischen
Ober-Pesterwitz und Dölzschen schon früher und jetzt erneut von mir die
_Gartenammer_ festgestellt worden ist, deren süße, harmonische, meist
in zwei oder drei Tonstufen abfallende Liedchen jeden erfreuen, der mit
offenen Ohren auf die Musik in der Natur achtet.