Die Wanderung durch die reizenden Gegenden auf dem südwestlichen Ufer
der Elbe wird am beßten auch von +Schandau+ aus gemacht. Wir fahren
nach +Krippen+ über, und wenn wir zunächst den +Zschirnstein+ besuchen
wollen, wenden wir uns hinter dem Lehngerichte auf den Kirchweg nach
+Reinhardsdorf+, wo wir uns der schönsten Ansicht des Elbthales bei
+Schandau+ und der anmuthigen umliegenden Landschaft erfreuen.
Wir aber folgen zuerst dem Wiesenpfade, der uns von +Krippen+
längs der Elbe in einer Stunde zur +Hirschmühle+ führt, die am
Ausflusse des +Zschiepbaches+ unter einem überhangenden Felsen den
+Schrammsteinwänden+ gegenüber liegt. Ein Fußweg hinter der Mühle
bringt uns zur +Hundskirche+ und am Mühlbach hinauf, der in vielen
Fällen im Thale hinab stürzt, nach +Schönau+. Unter diesem Dorfe liegen
an der Elbe die +Teichsteinbrüche+, und nicht weit davon kommen wir zu
der +Zschiepmühle+, der letzten Wohnung auf sächsischem Boden. Bei
+Schönau+ erhebt sich der +Kahlstein+ (gewöhnlich +Gallstein+), oder
+Kronenberg+, ein Sandsteinfelsen, auf dessen Gipfel wir ein reiches
Landschaftbild überschauen, worin besonders der +Winterberg+ in seinen
großartigen Umrissen hervortritt. Südwestlich liegt der +Zirkelstein+,
der aus unzähligen, in zwei Absätzen aufgethürmten Schichten besteht,
wovon die unterste so weit vorspringt, daß man den ganzen Felsen
umgehen kann. Durch eine enge Schlucht ersteigen wir den Gipfel, wo
wir fast dieselbe Landschaft überschauen, die wir vom +Kahlstein+
erblickten, aber die Gegend um den +Rosenberg+ näher sehen. Am Fuße des
Felsens sieht man viele Fuchs- und Dachshöhlen, die in weiten Irrgängen
durch den Felsen zu laufen scheinen. Vor mehren Jahren folgte ein Hund
einem Dachse in eine dieser Oeffnungen, und kam zur Verwunderung seines
Herrn, des Bezirkförsters, erst am neunten Tage heraus.
Wer auf der oben angedeuteten Abschweifung, die über 3 Stunden Zeit
fodern würde, uns nicht begleiten kann, weil er wenigstens in den
Morgenstunden auf den