Wir brauchen, den Rückweg mitgerechnet, zu dieser Wanderung ungefähr
10 Stunden. Es öffnen sich uns verschiedene, gleich angenehme Wege.
Wir können auf der hohen Straße nach +Lichtenhain+ gehen, und von hier
herab zur +Lichtenhainer Mühle+ (s. S. 90.) wo wir mit den Wanderern
zusammen treffen, welche vom +hohlen Stein+ (s. oben S. 56.) aufwärts
an der Kirnitsch zur Mühle gekommen sind. Der Weg läuft von hier über
Wiesen und weiter auf einem, jetzt sehr gangbaren Pfade am Fuße des
hohen +Kühnbergs+ durch ein wildes Thal zu +Keßlers Mühle+. Hier
treffen wir diejenigen Reisenden, die vom +Kuhstall+ über +Reinertshau+
und durch einen Theil des +kleinen Zschands+ kommen, der sich nahe
bei der Mühle öffnet. Gemeinschaftlich setzen wir nun unsre Wanderung
fort, und kommen bald zu einer andern Mühle, wo eine Brücke über
die +Kirnitsch+ in den +großen Zschand+ führt. An dem Bach aufwärts
wandernd, erreichen wir +Neumann’s+ (sonst +Puttrichs+) Mühle, deren
reizende Umgebungen uns einen Augenblick vest halten, ehe wir zur
+Buschmühle+ hinan gehen. Wir finden in einer dieser Mühlen, wenn wir
ausruhen wollen, freundliche und dienstfertige Wirthe, die uns immer
Milch und wohlschmeckende Butter reichen, und zuweilen gar Forellen
auftischen können. Auch werden wir hier gewöhnlich einen Führer finden.
Bei der +Buschmühle+ verlassen wir das Ufer der +Kirnitsch+, und dem
Wege folgend, der am +Ottendorfer Bach+ hinauf führt, kommen wir bald
an den Abhang des Berges, der die steile Felsenkuppe, den