Kuhstall

empor, durch dessen weiten Bogen eine waldige Felsenlandschaft schaut.

Gebüsch und Farrenkraut umgrünen das, 20 Fuß hohe und 28 Fuß breite

Eingangsthor. Das Innere der Halle wölbt sich weiter und höher; an

der jenseitigen Oeffnung aber, die 80 Fuß hoch und 70 Fuß breit ist,

steigt die schroffe Wand aus einer tiefen waldigen Felsenschlucht

empor, über welche die zackigen Gipfel des +kleinen Winterbergs+ hervor

ragen. Die merkwürdige Bildung dieser Felsenhalle ist ohne Zweifel

das Werk der Naturgewalt; ob aber hier, wie man vermuthet hat, die

Burg +Neu-Wildenstein+ gestanden, ist sehr ungewiß, da sich selbst das

Dasein dieser Burg keineswegs erweisen läßt. Während der Schrecknisse

des dreißigjährigen Krieges, die seit dem Jahre 1631 über ein

Jahrzehend lang diese Gegend verheerten,[4] war das ganze Felsengebiet

oberhalb +Schandau+ bis an die böhmische Gränze oft der Zufluchtort

der vertriebenen Bewohner, und wie die Ueberlieferung erzählt, erhielt

die Halle, wo das gerettete Vieh Sicherheit fand, in jener Zeit ihren

Nahmen.

Aus der innern Wölbung treten wir links in einen Gang, wo uns ein

schmaler Weg um die schroffe Wand des Felsens führt. Große Falze, die

wir hier im Felsen erkennen, scheinen Spuren alter Bevestigungen zu

sein, wenn auch nicht aus frühern Zeiten, doch aus der Zeit, wo die

Halle Zufluchtort war. Links trennt die Felsenwand ein enger Spalt,

der Weg, der auf den Gipfel des Felsens führt. Nicht weit von hier

öffnet sich eine Höhle, woran ein Felsengewölbe stößt, welches das

+Wochenbett+ heißt, weil hier in der Kriegszeit unglückliche Mütter

geboren haben sollen.

Der früher sehr beschwerliche Weg durch die enge Felsenschlucht ist

seit mehren Jahren durch Balkenstufen bequem gemacht worden, und

nach kurzer Anstrengung haben wir den Gipfel erstiegen, der 965

Par. Fuß über dem Meere und 615 Par. Fuß über dem Elbspiegel bei

Dresden liegt. Wir finden hier ein verfallenes Wasserbehältniß,

einen Keller und andere Spuren ehemaliger Bewohnung. Diese Zeugnisse

früherer Ansiedelung scheinen auch durch einige Groschen aus dem

14ten Jahrhunderte, die man vor mehren Jahren auf dem Gipfel ausgrub,

bestätigt zu werden.

Haben wir von diesem Standpunkte das umliegende Felsengebiet

überschaut, so kehren wir nicht durch den Spalt, sondern auf einem,

in neuern Zeiten bequemer gemachten Weg durch eine westliche Schlucht

zurück, der uns zu andern Felsengewölben und zu günstigen Standpunkten

führt. Wir gehen auf einer Felsenbank bis an den Rand des Abgrundes,

wo zwischen den hohen Wänden eine schöne Ferne durchblickt, die uns

den +Lilienstein+, die +Bärsteine+ und den +Pfaffenstein+ zeigt. Eine

tiefe Schlucht trennt den +Kuhstall+ von einem andern hohen Felsen,

wo wir eine Oeffnung mit einer angemahlten Schere erblicken, die

das +Schneiderloch+ genannt wird, wie die Sage erzählt, vor Zeiten

die Zuflucht eines geächteten Räubers. Wir verweilen hier einige

Augenblicke, um ein starkes, vielfach nachhallendes Echo zu hören.

In einer ähnlichen Höhle, nicht weit davon, die das +Pfaffenloch+

heißt, fand, wie die Sage will, im 15ten Jahrhundert ein Priester aus

Lichtenhain Schutz gegen die Verfolgungen seiner hussitisch gesinnten

Gemeine, bis man ihn entdeckte, und in die nahe Kluft, die noch jetzt

+Pfaffenklunst+ heißt, hinab stürzte. Am Rande dieser tiefen Kluft

verweilen wir einige Augenblicke, den Anblick der Landschaft zu

genießen, die sich hier vor unsern Augen ausbreitet. Auf dem Rückwege

finden wir einen vorspringenden Felsen, welcher die +Kanzel+ heißt,

weil man hier im dreißigjährigen Kriege gepredigt haben soll. Ein

bequemer Pfad führt uns bald zum Eingange der Halle.

Links vom Eingange senkt sich ein steiler, durch Stufen bequem

gemachter Weg in eine Schlucht, die in den +Habichtsgrund+ führt.

Wir verweilen an einer klaren Quelle und blicken zum Kuhstallfelsen

hinauf, der hier, über 700 Fuß hoch, prächtig sich erhebt. Links aber

wendet sich der Weg, der über das +Reinertshau+ zum +Arnstein+ und

+Kleinstein+ bringt, und den wir später beschreiben werden. Wir folgen

dem rechts laufenden Pfade und in einer Viertelstunde liegt der

kleine Winterberg

vor uns. Vom Fuße des Berges steigen wir nun auf einem, in neuern

Zeiten bequem gemachten Wege, der im Zickzack auf die steile

Felsenkuppe führt, durch Nadelholzwaldung aufwärts und auf

einigen Ruhesitzen, die für den Wanderer hier angebracht wurden,

genießen wir schöne Aussichten auf die entfernten Felsen. Der mit

Basalttrümmern besäete Weg führt uns zu dem +Winterhause+, das auf

einem Felsenvorsprunge unter dem Gipfel liegt, und seine ursprüngliche

Entstehung einem Jagdabenteuer verdankte. Kurfürst August von Sachsen,

von seinem Sohne Christian begleitet, verfolgte im Jahre 1553 einen

mächtigen Hirsch bis auf die steilste Kuppe. Er stand hier auf einem

schmalen Felsenpfade am Rande des Abgrundes, und über ihm, auf der

höheren Wand, der von Hunden gehetzte Hirsch, im Begriff auf den

Fürsten herab zu springen. Mit den Worten: „Entweder treff’ ich dich,

oder du bringst mich um“ er legte an, und der glückliche Schuß stürzte

den Hirsch in die Tiefe. Sein Sohn ließ späterhin zum Andenken dieser

Rettung einen, seit längerer Zeit herab gestürzten Denkstein errichten,

und auf der, 30 Fuß höhern Felsenfläche ein Jagdhaus erbauen, auf

dessen Dach man das Geweih des erlegten Hirsches setzte. Auf der Stelle

des verfallenen alten Gebäudes wurde 1818 ein neues errichtet, wo

über dem Eingange von außen eine lateinische, inwendig eine teutsche

Inschrift an das Jagdabenteuer erinnert. Die Aussicht aus den Fenstern

des Hauses ist so reich und weit, daß wir einige Augenblicke hier

ausruhen, ehe wir den Gipfel vollends ersteigen, der nach neuern

Messungen 1556 Par. Fuß über dem Meere liegt. In südlicher Richtung

setzen wir unsern Weg fort, der erst über Basaltstücke sanft ansteigt,

und dann ebener durch schattige Pflanzungen fortläuft, bis wir endlich

unter die hohen Buchen treten, die der

große Winterberg

auf seinem Rücken trägt. Der Weg zieht sich bis zu dieser Waldhöhe

über üppige Wiesen, die von Quellen getränkt werden, unter welchen

eine, die am südlichen Abhange entspringt, dem Wanderer die angenehmste

Erquickung spendet. Auf der offnen Kuppe, die nach neuern Messungen

1416 Par. Fuß über der Elbfläche bei Dresden, oder 1766 Par. Fuß über

dem Meere liegt, stehen nur noch an der östlichen Seite Ueberreste

der Buchen, die einst den ganzen Gipfel beschatteten. Eine Landschaft

von unbeschreiblicher Herrlichkeit liegt hier vor unsern Blicken,

aber besonders reich ist die Aussicht gegen Süden und Südost nach

Böhmen, dessen Gränze am Fuße des Berges hinläuft. Gegen Abend

senkt sich der Bergabhang in einen tiefen waldigen Abgrund, wo die

Elbe zwischen Felsenwänden hervorbricht, um ihren Lauf durch ein

fröhlich geschmücktes Gelände fortzusetzen, das rechts, vom Fuße des

+Winterberges+ an, die mächtigen +Goskenwände+, der +Reischenstein+ und

die +Schrammsteine+ begränzen. Dringt der Blick in die Ferne, so wird

der Gesichtskreis gegen Mitternacht vom +Falkenberge+, den Gebirgen

bei +Arnsdorf+ und +Wilthen+ und dem +Augustusberge+ bei Königsbrück

geschlossen. Ueber +Hohnstein+ ragen bei heiterm Himmel die Zinnen des

Schlosses +Moritzburg+ hervor. Gegen Nordwest verfolgen wir den Lauf

der Elbe über +Pillnitz+ bis +Dresden+, und sehen die Höhen um +Meißen+

hervor ragen, über welchen der +Colmberg+ bei Oschatz, 11 Meilen von

unserm Standpunkte, in blauer Ferne dämmert. Ueber die Felsengestalten

auf dem jenseitigen Ufer des Stromes sehen wir links vom +Nonnenstein+

die Höhen bei +Kesselsdorf+ und die Berge um +Tharand+. Hinter

Königstein blickt der +Tharander+ Wald hervor, an welchen sich hinter

+Maxen+ die Gebirge bei +Kreischa+ schließen, bis der +Luchberg+

den Gesichtskreis begränzt. Der +Geißingberg+ bei Altenberg sieht

über die +Kuppelberge+ herab; über den nahen +Zschirnstein+ ragt der

+Kahlenberg+, und über den +Kahlstein+ der +Sattelberg+ hervor. Vom

+Schneeberg+, der sich links vom Sattelberge erhebt, zieht sich nach

Süden und Südost eine Gebirgskette, in welcher die +Paszokopole+,

der +Donnersberg+ bei Bilin, der +Hasenberg+ über Theresienstadt,

der +Göltsch+ bei Ausche, der +Gräber+, welcher hinter dem nahen

+Rosenberg+ hervor blickt, und der +Forstberg+ mit dem Schlosse

+Kemnitz+ sich auszeichnen. Südöstlich erhebt sich der +Kaltenberg+,

und über dem Rücken des +Kreybitzer+ Gebirges der +Kleisberg+ bei

Zwickau in Böhmen, der +Falkenberg+ bei Gabel, und in blauer Ferne

der +Jeschkenberg+ im Bunzlauer Kreise. Der +Tollenstein+, der

+Nesselberg+ und die +Lausche+ ragen gegen Nordosten hervor und links

blickt über einen waldigen Bergrücken der +Spitzberg+ bei +Oderwitz+.

Im Nebel der Ferne endlich dämmert ein Theil des +Riesengebirges+.

Die längste Durchschnittlinie des Kreises, den man hier überschaut,

vom +Riesengebirge+ bis zum +Colmberg+, hat man zu beinahe 24 Meilen

gerechnet.

Die ganze Kuppe des Winterberges besteht aus Basalt, dessen

schwarzgraue Massen in einem langen Rücken gegen Mitternacht zu Tage

ausgehen. Auf mehren Seiten am Abhange des Berges, wie nach dem

+kleinen Winterberge+, nach dem +Zeughause+ im großen +Zschand+, und

nach +Hirniskretschen+ und +Schmilka+, liegt der Basalt in großen

Haufen aufgethürmt. Häufig findet man ihn in Säulen, wie in dem gegen

Mitternacht sich hinziehenden Rücken, die jedoch nicht die regelmäßige

Gestalt des Basalts von +Stolpen+ haben, meist 4 bis 6 Zoll stark und

gewöhnlich fünfseitig sind. Er zeichnet sich durch starkes Polarisiren

aus.

Auf dem Gipfel des Berges wurde vor einigen Jahren, als Obdach für

Reisende, ein einfaches hölzernes Gebäude angelegt, wo während der

Sommermonate ein Wirth wohnte. In den ersten Frühlingswochen des

Jahres 1821 ward es boshaft in Brand gesteckt. Seitdem wurde es durch

zwei schnell erbaute Hütten ersetzt, man ist aber jetzt im Begriff,

ein neues steinernes Gebäude aufzuführen. Vielleicht wird dann auch

der Wunsch erfüllt, auf der Brustlehne eines, oben um das Haus

laufenden Altans eine Tafel zu finden, welche alle Punkte des reichen

Rundgemähldes bezeichnete.

Wer die Reise zum +Prebischthor+, das eine Stunde vom

+Winterberge+ entfernt ist, nicht machen will, kann entweder

durch das +Heidelbeergründel+, oder den steileren +Heuweg+ nach

+Hirniskretschen+, oder auf einem nähern Wege nach +Schmilka+

hinab steigen, um in 2 Stunden nach +Schandau+ zu kommen. Wer vom

+Winterberge+ zum +Reischenstein+ wandern will, geht durch die

+Zwiesel+ und den +Reischengrund+. Ueber den +Roßsteig+, oder durch

+Richters Schlüchte+ (s. den IIten Abschnitt), kommen wir vom

+Winterberg+ in den +großen Zschand+.

Wir wenden uns von dem Standpunkt bei den, zu Tage ausgehenden

Basaltmassen südöstlich. Der Fußpfad läuft durch den Wald an einer

klaren Quelle vorbei, über die böhmische Gränze auf den +Brand+, eine

Felsenfläche, wo einst ein Waldbrand wüthete. Wählen wir hier den

rechts durch eine öde Schlucht sich hinziehenden Pfad, der mahlerischer

ist, als der Weg über die nackte Fläche. Durch einen dunklen Wald

kommen wir bald an den +Jordan+, wo sich links ein Seitenweg durch

Heidelbeerkraut zu dem Rande des dunkeln +Prebischgrundes+ wendet,

der über 1200 Fuß hinab fällt. Aus der Tiefe erhebt sich, von der

steilen Wand im Hintergrunde abgesondert, und mehre hundert Ellen

hoch, ein ungeheurer Felsenkegel, der +Prebischkegel+, der oben rund

zuläuft, nach der viereckigen Grundfläche hin, aber abnimmt. Wir

kehren auf demselben Pfade zurück, und verfolgen den, vom +Jordan

rechts+ ablaufenden Hauptweg, der uns auf eine Felsenzunge führt,

die links in den eben so tiefen +Hirschgrund+ sich hinab senkt. Die

gegenüber liegende Wand des Prebischgrundes, die +Stimmersdorfer

Wand+ genannt, trägt eine vom Hauptfelsen getrennte, einer Warte

ähnliche Felsengestalt, das +Prebischhorn+. Wir überschauen von

diesem Standpunkt eine reizende Landschaft, die sich jenseit des

Prebischgrundes nach Böhmen bis zum Elbthale bei +Tetschen+ zieht. Die

böhmische Gebirge ragen in der Ferne bis zur +Paszokopole+ empor.

Endlich treten wir aus dem Gebüsche auf den Rand des Abgrunds, und

finden einen Standpunkt, wo wir die, 120 Fuß hohe und eben so breite

Wölbung in der Felsenwand über die Tiefe hinaus ragen sehen. Es ist das

Prebischthor.

Ein bequem gemachter Weg führt uns auf die Decke der Wölbung, die ein

60 Fuß langer Schlußstein bildet. Wir sind hier 1402 Par. Fuß über dem

Meere. Ueber den tiefen, waldigen +Thorgrund+ blicken wir auf eine

schöne Gebirglandschaft, die vom Kaltenberge anfängt und sich über die

Gebirge bei Kreybitz, Hohenleipa und den Kamnitzer Schloßberg zum nahen

Rosenberg fortzieht, an dessen Fuße ein herrlich angebautes Gelände

sich ausbreitet, über dessen ansteigenden Hintergrund die Berge bei

Aussig in blauer Ferne hervor ragen. Die Elbe zieht sich unsichtbar in

der Tiefe durch ihr waldiges Felsenthal hinab. Auf ihrem linken Ufer

sehen wir rechts den Kahlstein und den Zirkelstein, über welche der

Zschirnstein hervor ragt, und von diesem steigt der Bergzug bis zum

Schneeberg und zu dem Rücken des Erzgebirges.

Wir steigen zu der innern Wölbung des Thores hinab, und ruhen unter

dem Felsenbogen, wo wir einen reizenden Abschnitt des von der Wölbung

gesehenen Landschaftbildes überblicken. Auf einem jetzt minder

beschwerlichen Pfade ersteigen wir die, der Wölbung gegenüber sich

erhebende Felsenwand, das +Böchhorn+, wo wir das Thor von einem sehr

günstigen Standpunkte betrachten.

Der Weg läuft nun anfänglich ziemlich steil abwärts durch das

+Harzgründel+. Am Fuße des Berges wollen wir einige Augenblicke

verweilen und in das prächtige Felsenamphitheater, das über himmelhohe

Tannen sich erhebt, zurück sehen. Diese anziehende Stelle hat man die

+heiligen Hallen+ genannt. Nach einer halben Stunde kommen wir auf

die, aus dem +großen Zschand+ nach +Hirniskretschen+ führende Straße.

Nicht weit von hier öffnet sich links der +Prebischgrund+, wo wir, wenn

Zeit zu einer Abschweifung von etwa fünf Viertelstunden übrig ist, das

+Prebischthor+ auf der Zinne der Thalwand, und den +Prebischkegel+

sehen können.

Das vom +Bielbach+ durchströmte Hauptthal, worin wir den Weg

fortsetzen, heißt der +Bielgrund+, und unter freundlichen

Landschaftbildern fortwandernd, kommen wir an den +Kamnitzbach+, der

den Bielbach aufnimmt, und bald in das böhmische Gränzdorf

Hirniskretschen,

das sich vom Ausgange des Kamnitzthales nach dem Ufer der Elbe

hinabzieht. Das Dorf, das lebhaften Holz- und Steinhandel treibt,

liegt in der, dem Fürsten Clary gehörenden Herrschaft Binsdorf. Wollen

wir länger hier verweilen, so wandern wir aufwärts am rechten Ufer

der Elbe, und kommen in einer Viertelstunde zu dem +Belvedere+, einem

Standpunkte, wo eine reizende Landschaft vor uns liegt.

Wir verlassen die Reisenden, die uns so weit begleitet haben, werden

aber künftig zu ihnen zurück kehren, wenn wir, von Schandau aus, die

östlichen Felsengebiete, oder die angränzenden Gegenden von Böhmen

besuchen, und sie endlich hier abhohlen, um eine Wanderung auf das

jenseitige Elbufer mit ihnen zu machen. Eine Gondel, die wir gewöhnlich

hier finden, soll uns durch ein reizendes Uferland, das die Strahlen

der sinkenden Sonne herrlich schmücken, nach +Schandau+ zurück bringen.

[4] Mehr darüber in +Götzingers+ Geschichte und Beschreibung des

Amtes Hohnstein (Freiberg 1786) S. 233 ff.

Zweiter Abschnitt.

Reisen von Schandau nach verschiedenen Gegenden der sächsischen Schweiz

und der Gränzgebiete.

Nach dem Plane, dem dieser Wegweiser folgt, vereinigen wir nun die

Beschreibungen derjenigen Gegenden des Gebirglandes, welche bei einem

längern Aufenthalte in +Schandau+ bequem auf einzelnen Wanderungen von

hier besucht werden können. Wenn auch die Mehrzahl der Reisenden diese

Gegenden seltner berührt, so können doch diejenigen, welche der, im

vorigen Abschnitte vorgezeichneten Hauptrichtung folgen, die meisten

der anzugebenden Reisen, mit Ausnahme einiger nach dem Gränzlande

gerichteten, an jene Linie knüpfen, wenn ihre Wanderung das +ganze+

Bergland umfassen soll. Wir werden dazu in der Folge, wie in der

vorhergehenden Uebersicht geschehen ist, Anleitung geben, so oft sich

Gelegenheit findet. Die vorgeschlagenen Wanderungen sind so gewählt,

daß die meisten, den Rückweg nach +Schandau+ mit gerechnet, höchstens

eine Tagereise fodern.

Vergißmeinnicht Ein Taschenbuch für den Besuch der sächsischen Schweiz und der angränzenden Theile Böhmens · 第 18 / 44 题