erhalten hat. Ein reiches Landschaftbild liegt vor unsern Blicken.
Die Elbe zieht sich im Thale zwischen Wiesenufern und Saatfeldern, am
Fuße der Sandsteinwände hinab. +Rathen+, +Wehlen+, und jenseit eine
Reihe von Dörfern, liegen längs ihrem Gestade. An den beiden Bogen,
die der Strom hier bildet, ragen die +Bärsteine+, der +Königstein+
und der +Lilienstein+ empor, und über ihre Felsenstirnen blicken
der +Pfaffenstein+, die +Kuppelberge+, der +Zschirnstein+ und aus
blauer Ferne der +Schneeberg+ und der +Sattelberg+ in Böhmen, und
der +Geisingsberg+ im Erzgebirge. Hinter dem +großen Winterberge+
und dem +Zirkelstein+ wölbt sich der mächtige Rücken des böhmischen
+Rosenberges+. Ueber +Rathen+ hinaus nach Morgen und Mitternacht
erheben sich die Felsenwände des Hohnsteiner Forstes, das Schloß
+Hohnstein+ und in der Ferne die Berge bei +Neustadt+. Kehrt unser
Blick zu den nächsten Felsenumgebungen zurück, so sehen wir den
+Neu-Rathen+ empor ragen, den ein tiefer Abgrund, die +Mardertelle+ von
uns trennt, aus welchem wir einen aufgemauerten Pfeiler hervor ragen
sehen, der die Brücke trug, die vor Zeiten das Felsenschloß mit der
+Bastei+ verband, und auf den Weg nach +Rathewalde+ führte. Von den
nächsten Felsen erblicken wir vor uns: die +große+ und +kleine Gans+,
das +Blankhorn+, den +Amselstein+ und den +Gamrichstein+.
Wer die Reise nach der +Bastei+ zu Wagen über +Rathewalde+ gemacht hat,
wird vielleicht, wenn er an demselben Tage wieder zurück nach Dresden
geht, den Rückweg durch den +Zschirregrund+ nehmen und weiter nach
+Ottowalde+ wandern, wo sein Wagen ihn erwartet. Geht er wieder über
+Rathewalde+, so verweilt er hier, um die, 1 Viertelstunde entfernte
+Hohburkersdorfer Linde+ zu besuchen, welche eine Höhe krönt, wo sich
eine der reichsten und reizendsten Aussichten öffnet.
[1] Zuerst Pirna 1803. und in der 4ten Aufl. Dresden 1821.