Packt den Schwaben, der aufschreit, ihn bettelnd anblickt, unter dem
Kinn, zerrt ihn in die Höhe. Der Teufel fällt ihm in den Arm: »Sie haben
mir den Mann nicht anzurühren. Ich laß Ihnen den hier liegen und hol ihn
nicht ab, bis Sie ihn verbinden. Und wehe, wenn Sie ihn mir kujonieren.«
Trottet zur Tür.
»Was soll ich mit dem Kerl hier?«
»Ich kann nicht den ganzen Tag mit dem verplempern. Will überhaupt
nichts mehr von dem wissen. Er ist mir zuviel und ist mir zuviel. Der
hat ja einen Fimmel. Sehen Sie, wie Sie mit ihm fertig werden.«
Greift nach der Türklinke. Strick zieht ihm die Hand von der Klinke.
»Was soll ich mit dem Kerl hier, Sie. Jetzt ist er doch tot, mehr kann
ich doch mit ihm nicht machen.«
»Lieber Herr, ick jeh was essen.«
»Sie sind faul. Faul sind Sie.«
»Ist mir jleich, Herr. Ick jeh was essen.«
»Ich bin nicht Ihr Herr.«
»Ick bin nich Ihr Hans Fipps. Ich bin ein biederer Deibel, der seine
Arbeit tut wie jeder andere. Hab auch nur zwee Arme und zwee Beene. Sie
haben mir meinen Dienst nicht zu erschweren.«
»Sie wollen mir Vorschriften machen. Lernen Sie erst Benehmen.«
Da nimmt der andere die Hand von der Klinke: »Benehmen? Det laß ich mir
nich gefallen. Det kann ich mir nich gefallen lassen. Det wär jelacht.
Feuchtedengel, hilfste mit?«
»Ich kann nicht. Er soll mich verbinden.«
»Nun komm mal. Den kriegen wir.«
Packt den schlappen Schwaben am Mantel zwischen den Schulterblättern mit
der linken Hand, rafft ihn hoch, zieht ihn vor sich wie ein Schild,
fängt an auf Strick loszugehen. Der in tobender Wut schlägt ohne Waffen
drauf los, dem keifenden, bettelnden, schluchzenden Feuchtedengel gegen
die Stirn, zwischen die auseinanderklaffenden Zahnreihen, am Hals
vorbei. Der andere versteckt sich. Der Medizinalpraktikant plärrt: »Du
willst mein Beschützer sein?« »Sei nicht feige,« keucht der hinter ihm,
»wir kriegen ihn schon.«
»Ich will ja nicht.«
»Wir kriegen ihn schon.«
Schwapp, hat der Medizinalpraktikant einen wuchtigen Stoß gegen die
Schultern. Und wie sich der Teufel vorbeugt, um zu sehen, was da los
ist, wettert ihm selbst ein Schlag gegen die Schläfe, daß ihm Nacht vor
den Augen wird, der Rumpf zusammenklappt, die Knie einknicken und er im
Umsinken nur noch die Kraft hat, Feuchtedengel über sich zu ziehen.
Strick steht lachend über den beiden. Er ist atemlos, öffnet alle
Fenster, gießt sich Kognak ein. Als er sich auf das Sofa gesetzt hat,
fragt er höhnisch herüber: »Es wird Frühling im Januar. Na, wie weit
sind wir?«
Neben dem Dicken rappelt es sich hoch, der dicke Körper schwankt,
schaukelt. Mühsam steht der Teufel hinter seinem Schild, stöhnt: »Wir --
wir -- wir sind so weit, meine Herren.«
Vom Sofa lacht es.