_Bienemann_
(am Telephon)
Ja? -- Ja! Eine Stunde früher? Danke. Schluß. (Läutet ab.)
Der Hoftrain mit dem Prinzen trifft also um eine Stunde
früher ein.
_Karinkel_
(der mit dem Polizisten gesprochen hat)
Also der Kommissär Binder hat den Hockenjos verhaftet und
ihn gleich in einen Wagen setzen lassen. Er ist jetzt in der
Wachtstube.
_Bienemann_
Dort kann er nicht bleiben.
_Karinkel_
Wie sagten Sie? Der Hofzug kommt um eine Stunde früher? Dann
ist ja kein Augenblick mehr zu verlieren. Es ist elf Uhr.
Mir ist ganz wirblig im Kopf. Wenn ich nur wüßte, wer an
alledem schuld ist! (Ausbrechend.) Sie sind schuld,
Bienemann! Sie haben seinerzeit die schwindelhafte
Todesnachricht in die Zeitung gebracht.
_Bienemann_
Ich weise Ihre Anschuldigungen zurück. Meine Pflicht ist zu
schweigen und zu schreiben, aber nicht den Sündenbock zu
machen.
_Karinkel_
Sie sind ein ganz gefährliches Subjekt.
_Bienemann_
(verdrossen)
Ich bin kein Subjekt, ich bin ein Prinzip.
_Karinkel_
Großer Gott, warum hast du mir das angetan! Bienemann,
liebster Herzensbienemann, laufen Sie schleunigst auf die
Wache. Sehen Sie zu, daß keine Dummheit begangen wird. Keine
Menschenseele darf dem Hockenjos nahe kommen. Niemand darf
mit ihm sprechen. Nehmen Sie noch ein paar Polizeileute zu
Hilfe. Nötigenfalls lassen Sie ihn binden --
_Bienemann_