II.

Eine Nacht, übergossen

und eingeschnitten von unbelaubten Zweigen,

schärfen in schreckenvollen Strichen,

und wie Messer stoßen sie mich ein.

Große aufgedunsene Steine

stehen einsam am Weg,

blähen meinen Hungermagen auf

und wackeln. Aber ich sehe

die beulende Landschaft aus Pappe,

schiefe Häuserfronten erzittern leinern und wild,

und ein Mensch mit aufgehobenem Kragen, und er

allein unter Regen,

spreizt sich, ein Drache, vor mir aus.

Zäune stehen stechend um leere

Bauplätze und Geröll. Große

Löcher schwimmen auf der Erde,

trockene Häuser sehe ich fern in den Dunkelheiten

eines Schlundes stehn. Es dröhnt nächtlich auf

aus den Kulissen, und ein Stück Eiter

springt mich an -- ein gelber Mensch

grinst höhnisch und schlotternd,

seine Zähne schwimmen

in einer roten Lache und wehen

hin und her. Ich fliehe

vor den Schrecknissen seiner Hände,

dieser gequälten, hungrigen und sprunglauernden Tiere,

die er an den Seiten hängen hat.

Der zerstörte Tasso: Ausgewählte Gedichte · 第 36 / 70 题