AN GIOVAN SIMONE ... IN SETTIGNANO.

_Florenz_, [1533].

Giovan Simone! -- Mona Margherita hat mich falsch verstanden. Als ich

vorgestern morgen von Dir und Gismondo sprach -- Ser Giovanni Francesco war

dabei --, sagte ich, ich habe für Euch stets mehr getan als für mich und

viele Mühen auf mich genommen, damit Ihr keine zu tragen hättet, Ihr aber

habet nichts getan, als mich in ganz Florenz zu verleumden. So viel habe

ich gesagt, und wollte Gott, es wäre nicht wahr, dass Ihr Euch wie Tiere

benommen habt! Was Deinen Aufenthalt in Settignano angeht, so bleib nur

dort, pflege dich und sieh zu, dass Du gesund wirst. Was an mir liegt, will

ich stets für Euch tun, denn ich achte nur auf meine Pflicht, nicht auf

Eure Reden. Dann wünschte ich, Du beschafftest dort eine Wohnung, damit

auch Mona Margherita hinkommen kann, denn mein Vater hat sie mir vor seinem

Tode empfohlen, und ich werde sie deshalb nie verlassen.

Michelangelo.

13.

Michelangelo Gedichte und Briefe In Auswahl herausgegeben von R. A. Guardini · 第 142 / 231 题