Item ich Sebolt Orttel reit zu Nürnperg aus gen sant Jacob an sant
Bartelmes abent d. 23 august. Da nam ich mit mir ein palbirers gesellen,
was bey Maister Nicklas Kun am pladenmarck, hies Christoff Melper. Sein
vatter sas zu München, den verzert ich mit mir aus vnd ein, vnd gab jhm
sonst nichts denn ein Rock in mein farb, vnd ich reit hie aus ein rots
fuchslein, was meines bruders Florentij [per] 20 fl. vnd ich gab meinem
diener ein clain schimle zu raiten, das kostet 14 fl. Kaufft ich es vom
Endres Rechen, der was bey dem Sebastian Melpar in gesellschalft. Item
so reit ich den ersten tag von Nurnperg aus mit meinem knecht gen
Guntzenhaussen an sant Bartolomeus abent, do lagen wir vber nacht was 6
meil da verzert ich 4½ h. gelts, darnach gen Ötting[124] was 3 meil,
[1b] verzert ich 2 h. 20 [Pfennig], von dann gen Nörling[125] was 2
meil, verzerten 28 kreutzer, von dann gen Genge[126] was 4 meil,
verzerten 16 +er, von dann gen New [?] was 2 meil, verzerten 24 +er. Von
dann gen Ulm was 2 meil verzerten 16 +er. Darnach rait ich gen
Waltringen[127] was 3 meil, do verzert ich vber nacht 25 +er. Von dann
Rait ich gen Pibrach[128] was 1 meil da regnets als sehr, daß ich den
halben tag dar belieb, da verzert ich 14 +er. Von dann gen waingarten
was 3½ meil, verzerten 30 +er, von dann gen Mersperg[129] was 3½ meil,
verzert 16 +er. Darnach fuhr ich vber den see, gab darvon 13 +er, da
lagen wir zu nacht zu Koßtznitz[130] verzert 24 +er, Darnach blieb ich
den andern tag zu Koschnitz, dann wir kunten vor wasser nit auskummen,
verzert 1 fl., darnach rait ich mit ietzlichen von Zürch gen sant Anna,
die thutt auch große Zaichen, vnd hatt gar hübsch geschnitten [2a] altar
taffel was 2 gros meil, da assen wir zu mittag, verzert ich 14 +er, von
dann gen Winterdurren[131] was 2 gros meil verzert 24 +er. Von dann gen
Zürch was auch 2 groß meil, verzert ich für 6 mal, vnd für 2 tag für die
pferd, die ich stehn hat lassen 1 fl. vnd 3 patzen, vnd so fuhr ich mit
dem Christoff den see ab piß gen [_Lücke_][132] verzert ich 12 +er.
Darnach morgens frü an sant Egidijtag giengen wir gen einsidel was 1
meil vber ein hohen berg, da beichten wir, vnd namen da das heilig
hochwirdig Sacrament, vnd befahlen vns vnsern lieben herrn, vnd assen,
daselbst verzert ich 15 +er. Darnach giengen wir wider an See, vnd
fuhren wider gen Zürch, da gab ich den schiffleuten ein S[avoyer] fl. zu
lon. --
[Fußnote 123: Den »Bädeker für die Santiagopilger aus Deutschland«,
welchen Röhricht (Deutsche Pilgerreisen nach dem heiligen Lande, Gotha
1889, S. 36, Anm. 11) erwähnt, mit dem Titel: »De overen vnde meddelen
Straten van Brunswygk tho Sünte Jacob in Galicien, Brunswygk 1518« 8.
konnte ich leider bisher nicht zur Hand bekommen. Vielleicht würden sich
aus demselben mancherlei Aufschlüsse insbesondere auch über die dem
eigentlichen Tagebuche angehängten Marschrouten gewinnen lassen.]
[2b] Da schenckten vns die Herrn von Zürch den wein, vnd liessen vns jhr
Zeughaus sehen vnd jhr geschos, beweisten vns viel ehr vnd
freundschafft, darnach reit ich zu mittag aus gen Lentzspurg[133] was 2
gros meil, verzert ich 24 +er: von dann gen Arburg[134] sind 2 groß
meil, verzert ich 4 batzen, von dann gen Doringen [?] 2 meil verzert ich
7 batzen. Von dann gen Purtdolf[135] sind zwei gros meil verzert 4
batzen. Item von Purtdolff gen Bern 2 meil, da verzerten wir 10 batzen,
von dann gen Freyburg ist 3 groß meil, da verzerten wir sieben Safoir g:
von dann gen Remund[136] ist 3 meil, da verzerten wir 16 Saffoir g. Von
dann gen Losanna[137] ist 5 meil, da verzerten wir 8 g., von dann gen
Niß[138] 4 meil, verzerten 7 g. Von dann gen Jenft[139], ist 3 meil, an
vnser lieben frawen abent. Da blieb ich den Sambstag, vnd vnser lieben
frawen [3a] tag zu Jenff, da verzerten wir bey dem Ulrich Embler 2 fl.
Item so ritten wir den montag zu Jenff wider aus, vnd ritten gen
Kolunge[140], das ist 4 meil, da verzerten wir 7 g. Von dann gen
Senpermann[141] ist 3 meil, verzerten wir 15 g. mit sambt den 2
Teutschen, die lud ich zu gast, von dann gen Scherdung[142] ist 4 meil,
do verzerten wir 6 g, von dann gen Samony[143] ist 3 meil, da verzerten
wir 14 g. Von dann gen Mulla[144] ist 3 meil, verzerten wir 7 g., von
dann gen Lion ist 3 meil verzerten wir nichts. Lagen bey meinem bruder
Florentius in seiner Herbrich bey 14 tagen, da zalt er für mich. --
[Fußnote 124: Öttingen.]
[Fußnote 125: Nördlingen.]
[Fußnote 126: Giengen.]
[Fußnote 127: Baltringen.]
[Fußnote 128: Biberach.]
[Fußnote 129: Meersburg.]
[Fußnote 130: Konstanz.]
[Fußnote 131: Winterthur.]
[Fußnote 132: Vielleicht Pfäffikon?]
[Fußnote 133: Lenzburg.]
[Fußnote 134: Aarburg.]
[Fußnote 135: Burgdorf.]
[Fußnote 136: Romont.]
[Fußnote 137: Lausanne.]
[Fußnote 138: Nyon (Neuss).]
[Fußnote 139: Genf.]
[Fußnote 140: Collonges.]
[Fußnote 141: Saint Germain de Joux.]
[3b] Item so luden mich die Teutschen zu Lion zu gast, nemlich der
Sebolt Schurstab, Schlisselberger, vnd der Hans Scheiffelein, der Hans
Schwab, vnd des Dürrer diener, vnd der alt Hans jr. So lud der
Florentius mir zu lieb zu 2 tisch Teutsche in des Marx Rauschen Hauß. So
sahen wir zu Sangust[145] 2 vnschuldige kindlein vnd ein stuck von der
seulen, da vnser Herr daran gegeisselt ist worden, vnd sonst viel
Heilthumbs von sant Anna.
Item so ritt ich zu Lion wider aus Adj 24 september, mit des Hans
Schwaben Sun, vnd sunst mit 2 Wallon, vnd ritten von Lion aus gen
Jfarung[146] ist 3 meil, da verzerten wir 7 ß, van dan gen
Sangervay[147] was 4 meil, da verzerten wir 14 ß, da selbens da hats ein
brunnen gehabt der hat geschmeckt als wein. Darnach ritten wir gen sant
bunet deschada[148], was 5 meil, da verzerten wir 7 ß, von dann gen pung
[4a] deperat[149] was 3 meil, verzerten wir 14 ß, von dann gen
Sassangen[150] was 5 meil, da verzerten wir 6 ß. Von dann gen allabantha
[?] was 3 meil, da verzerten wir 14 ß, von dann gen sant flor[151], da
verzerten wir 6 ß, was 5 meil, darnach blieben wir denselben tag dar,
vnd besahen ein grosse glocken, vnd ein stuck vom heiligen +, vnd ein
dorn von vnsers herrn kron, vnd 2 ohr von sant Johann vnd sunst viel
Hailthumbs. Im prediger closter da verzerten wir 14 ß, von dann gen
Schadesloy[152], was 4 meil, da verzerten wir 7 ß, von dann alla
giola[153] was 4 meil, da verzerten wir 7 ß, darnach ritten wir gen
Rodes[154] was 4 meil, da verzerten wir 22 ß. Da sahen wir in eins
pfaffenhaus, das hübschst selzamst ding von bildern vnd gemelden: vnd
hangen, niemands kan nit sehen war an. Darnach giengen wir, vnd besahen
vnsser lieben frawen schue, [4b] vnd ein seiden das sie selber gespunnen
hat, vnd 3 st. vom heiligen + vnd ein dorn von vnsers Herrn kron, vnd
mehr ein gar guldene Jungfraw Maria vnd sonst viel löblichs Hailthumbs,
von Rodes raiten wir alla motda [?] was 5 meil, verzerten 5 ß, von dann
gen Allerung[155] was 5 meil. Item do verzerten wir 12 ß. Von dann gen
Albis[156] was 3 meil verzerten wir 7 ß, da hats ein Hübsche kirchen,
vnd alle gemalt vnd vergult, vnd der kohr mit hübschen gehaunen steinen,
vnd man weisset vns den hohen altar, darinnen was vnssers herrn gepurt,
vnd die beschneidung, vnd die vnschuldigen kindlein, vnd die flucht in
Egypten, als von silbern bildern, vnd oben von sant Jorgen, von sant
Nicklas von sant Marta, von sant Barbara, von sant Steffan, von sant
Paul als in silber eingefast, vnd sonst 9 kopff von den 11 tausent
Jungfrawen, vnd sunst viel heilthumbs. Darnach wieß man vns [5a] im
Sagra viel hübsche guldene, perlene vnd sammete vnd damaskatine
Meßgewant vnd 2 silberne meßbücher, vnd ein guldes + mit viel hübschen
edelen steinen, vnd sunst viel silbernes gefeß, das alssams hat ein
Bischoff lassen machen. Von dann ritten wir gen Gelieck[157] was 4 meil,
verzerten wir 4 ß, von dann gen Bausset[158] was 4 meil, verzerten wir 7
ß, von dann gen Tolosa[159] was 4 meil, da blieben wir ij tag vnd
verzerten 1 Ducaten, vnd wir besahen viel löblichs Heilthumbs, als
nemlich 6 Zwelffbotten, vnd der hailig Ritter Sant Jörg, vnd sonst viel
Hailthumbs, als ich auff eim Zettel getruckt hab. Mehr das buch
Apocalipsis vnd ein Zan von sant Christoff, vnd ein perlemutter, darein
ist gar hübsch ding geschnitten[160], vnd wir ritten Zu Tolosa wider aus
am Donnerstag an sant Franciscitag [4. Oktober] Zu mittag gen
Lillagordung[161] was 4 meil, verzerten wir 12 ß darnach gen Lysignan
[?] was 3 meil verzerten [5b] wir 6 ß, von dann gen Asch[162] was 4 meil
verzerten wir 12 ß, von dann gen Wick[163], was 4 meil verzerten wir 7 ß
von dann gen naxaro[164] was 4 gr. meil, verzerten wir 18 ß von dann gen
Kasaras[165] was 3 gr. meil verzerten wir 6 ß. Von dann gen Garnada[166]
was ij meil, da ritten wir vber ein bruck, da must man 6 ß Zu Zol geben.
Darnach ritten wir noch gen sant Sotber[167] was ij meil, verzerten wir
12 ß, von dann gen Munfort[168] was 3 meil, verzerten wir 7 ß. Von dan a
Dax was 3 meil verzerten wir 14 ß, da ist ein Heiß wasser, das quilt von
der erden, als sunst ein quellender prun. Von dan gen sant Winssang[169]
was 3 gros meil verzerten wir 7 ß. Von dan gen Wayana[170] was 4 meil.
Da blieben wir ein gantzen tag stil liegent, vnd besahen die
befestigung, die der König von Franckreich lies machen mit pastey vnd
groß graben vmb das schloß, mehr besahen wir wie man die grossen ancker
macht, da einer 40 bis in 50 c. wigt, braucht man der fünff in ein groß
schiff, vnd die Jungfrawen sind alle beschoren, daselbsten verzerten wir
40 ß. Von dann ritten wir gen sant Jangdelus[171] [6a] was 3 meil,
verzerten wir 6 ß, ist ein port des Meers. Da besahen wir die grossen
schiff, vnd alle Zugehörung. Darnach ritten wir vber ein bruck vber das
Meer, da musten wir 6 [Pfennig] zu Zol Zalen. Darnach ritten wir noch 2
meil zu eim schloß, das ist des Königs von Spania; vnd sein Herrschafft
hebt sich her genseit des wassers an, vnd man lest kain Kauffmann heraus
raiten, man besucht ihn vor, daß er kein gelt mit ihm hraus fürt.
Darnach ritten wir noch ein halbe meil in ein stetlein hies
Dirrong[172], da verzerten wir 12 ß, von dann gen Armany[173] was 3
meil, verzerten wir 8 ß, von dann gen Dolosada[174] was 3 meil. Die
Statt ist mit eitel clein steinlein gepflastert, da verzerten wir 16 ß,
von dann gen Sigura[175] was 4 meil, da verzerten wir 8 ß. Ist daselbs
der weg 8 meil aneinander gepflastert. Darnach ritten wir gen
Sagama[176], was 1 meil. Da namen wir 2 essel oder meyler. Und ritten
den berg auff der ist fast hoch, vnd heißt der berg sant Atrion[177].
Ist der weg durch ein fels gehauen wunderbarlich, da must [6b] ich 1
Real von eim Esel geben. Und lagen darnach vnten am berg in eim dorff
das hies Galareda[178]. Was 2 meil, da verzerten wir 4 Reall. Darnach
ritten wir gen Odygany [?] am suntag. Do hörten wir meß, was 2 meil, da
verzerten wir 2 Real vnd 2 Darges, gilt ein Darges 8 Spanisch [Pfennig].
Von dann ritten wir gen Witdoria[179], was 3 meil, da beschreibt man die
Roß vnd die esel, die man hinein reit, da verzerten wir 4 Real. Von dann
alla punda Dormurug [?] was 4 meil, da verzerten wir 8 Dargeß, von dann
gen Mermiste[180] was 4 meil, verzerten wir l Real vnd 2 Dargeß. Von
dann gen Mestir Derodilla[181] was 3 meil, verzerten wir 2 Real vnd 2
Dargeß. Von dann ritten wir gen Wurges[182] was 5 meil. Do besahen wir
im Augustiner Closter ein Crucifix, [7a] das Nicodemus hat gemacht, das
thutt grosse Zaichen, vnd wenn man Ihm ein finger oder Zween beugt: So
richt es sich wider auff; Und niemand waiß nit warvon es gemacht ist.
Darnach besahen wir die grossen kirch: Und bey 3 hundert st. Heilthumb
in eim altar. Und in der kirch ein fast hoch durchsichtig gewelb, vnd
fast hübsch ausgehauen. Mehr besahen wir des Königs Spitall, vnd sonst
viel dings. Und wir blieben iij tag dar. Verzerten wir 15 Real. Darnach
ritten wir am sambstag wider aus, vnd ritten gen Hörvilles[183] was 3
meil, da verzerten wir 1 Real, von dan gen Casterseris[184], was 4 meil,
da verzerten wir 2 Reall 2 dargeß, von dan gen Formestein[185] was 5
meil, verzerten wir 2 Realen [7b] Von dann gen Carion[186] was 4 meil,
verzerten wir 3 Reall, von dann gen Kassadilla[187] was 4 meil,
verzerten wir 6 darges, von dann gen Sagona[188], was 3 meil, verzerten
wir 9 Darges. Von dann gen Gurgada [?] was 3 meil, verzerten wir 9
Darges. Von dann gen Mansille[189] was 4 meil, verzerten wir 10 Darges,
von dann gen Lion[190] in Spania, was 3 meil, verzerten wir 6 Darges. Da
namb ich 2 essel bis gen sant Jacob, gab ich darvon 24 Real, vnd dem
Knecht 11 Real, der die essel widerholet, dann das schimela was sehr
getruckt, von dann raiten wir noch gen noderdama daschaschinung [?] was
1 meil, verzerten wir 10 darges, von dan alla puntdy dorby[191] was 5
meil verzerten wir 7 darges. Von dan gen Sturges[192] was 3 meil, da
besahen wir ij Zan von sant Christoff sollen wegen 10 h ¾, vnd ein st.
vom heiligen +, vnd ein rören von sant Blasius, vnd ein rören von sant
Barbara. Und man weist vns wie der teuffel einen verstorbnen reichen man
het aus dem grab geholet [8a] Und wir besahen die ringmauren, ist fast
die best in Castillia. Von dannen ritten wir gen Spidall dowasch[193]
was 2 meil, da verzerten wir 4 Reall: von dann an den berg Rafanell[194]
was 4 meil. Darnach vber den halben berg gen Lassebo[195] was 3 meil,
verzerten wir 2 Real, von dann gen Pungferade[196] was 3 meil, verzerten
wir 4 Real, von dann a Willa franca[197] was 5 meil, verzerten wir 2
Real. Von dann auff den berg Malafaber[198] gen santa Maria[199] was 7
meil, verzerten wir 4½ Real, von dann gen Troi Castell[200] was 5 meil,
verzerten wir 2 Real, von dan gen Sorge[201] was 4 meil verzerten wir 3½
Real, von dann gen Legunda[202] was 8 meil, verzerten wir 2 Real. Von
dann gen Millisse[203] was 5 meil, verzerten wir 4 Real, von dann gen
troy Cassa[204], was 4 meil verzerten wir ij Real. Von dan gen
Compostell gen sant Jacob[205] was 3 meil, da lagen wir iij tag still,
vnd am aller Hailigen [8b] tag da liessen wir vns bewaren, vnd verzerten
wir 2 Ducaten. Und ich lies für 1 Ducaten meß lessen, vnd gab eim armen
Teutschen Weber 1 Ducaten, daß er aus der gefengnus kem. Und ich lies
des Zillers sohn, vnd den 2 Distlerren 1 Ducaten vnd gab den armen
leuten in dem Spital 1 Ducaten, vnd wir besahen den gantzen Spital, ich
habe kein hübschern nit gesehen. Darnach an aller seelen tag zu mittag,
Zugen wir zu St. Jacob wider aus, vnd ritten gen pattron[206], was 4
meil. Da ist St. Jacobs brun, vnd sein bett, vnd der felß da Sant Jacob
3 mal durch ist krochen, da jhn die baurn gejagt haben. Da verzerten wir
3½ Real. Von dan gen Goldaß[207] was 3 meil, verzerten wir 7 Dargeß. Von
dan gen Pundafedar[208] was 3 meil verzerten wir 4 Real. Von dan gen
Rodinidella[209] 3 meil, verzerten wir 6 Darges. Von dann gen Duya[210]
was 5 meil, verzerten wir 3 Reall. Darnach am morgens früh fuhren wir
vber ein wasser haist Muga[211] do ligt ein statt [9a] zunechst darbey,
heist Valentie[212], vnd wir ritten gen Egalunga [?] was 3 meil,
verzerten wir 2 Real 2 Darges. Von dan gen punda do limy[213] was 3
meill, da ist ein hübsche lange bruck, ist iij Hundert roßschritt lang,
da verzerten wir 3 Real. Von dann gen Warsselles[214] was 5 meil,
verzerten wir 60 portugal. Real, von dan in ein dorff heist gassy [?],
was 3 meil, verzerten wir 80 Real, von dan gen parda portugal[215] was 4
meil, da wolten wir auf das meer sein gesessen, da war kein schiff
vorhanden, das gen Lisabona gieng. Da verzerten wir 128 Real oder K. d.
Und am Donnerstag ritten wir gen Riffano[216], was 5 meil, da verzerten
wir 90 Real. Von dann gen Walantz [?] was 4 meil, verzerten wir 44 Real.
Von dann gen Albagaria[217], was 4 meil, verzerten wir 90 Real. Von dann
gen Quimer[218] was 5 meil, da verzerten wir 56 Real, da ist ein hubsch
Parfusser closter mit hübschen außgehawen steinen. [9b] Von dann gen
Sarnoschka[219] was 2 meil, verzerten wir 66 Real. Von dann gen
Warges[220] was 4 meil verzerten wir 42 Real. Von dann in ein eintzlich
Hauß was 3 meil, da verzerten wir 68 Real. Von dann gen Domner[221] was
3 meil, verzerten wir 42 Real. Von dann gen Woligany [?] was 4 meil, da
verzerten wir 70 Real, da machen die bauren gar eine hübsche kirchen.
Von dan gen Sant Darring[222] was 4 meil, da verzerten wir 48 Real. Von
dann gen Willa longa [?], was 4 meil, verzerten wir 90 Real, von dann
gen Willa noggra[?], was 5 meil, verzerten wir 48 Real. Von dann gen
Lissabona[223] was 5 meil, da blieben wir 6 tag dar stilligent, vnd
besahen die grossen schiff, die von Calecut kummen, vnd das ganze Haus
von India, vnd des Königs Zeughauß, gar viel hübsche büchssen, vnd die
Harnisch sollen sein für 40 tausent [10a] man zu fus, vnd für 10
taussent zu Roß, Und viel glocher zu den pferden, vnd ein Kalakudisch
Harnisch, vnd viel seltzamer waar, vnd fuhren zu dem newen schloß, vnd
zu dem newen Closter, das der König bawen lest, vnd besahen die gantz
statt, was darinnen zu besehen was. Da luden vns der Hirschvogd diener,
vnd der Welsser diener zu gast, vnd theten mir viel ehr vnd
freundschafft, Und ich lud die andern Teutschen auch all zu gast, kostet
mich das mal vnd Zerung was ich verzert hett 5 Ducaten. Darnach am
Erichtag vor sant Katharina tag [19. November] 7 stund nach mittag
sassen wir auff das meer, vnd fuhren vber 3 meil gen Aldegaloga[224],
[10b] Da assen wir zu nacht, vnd verzerten wir da 90 Real, von dann gen
Landera [?] was 5 meil verzerten wir 90 Real, von dann gen Schabarida
[?] in ein eintzlich Haus, was 3 meil, verzerten wir 125 Real, von dann
gen Munda mortnoua[225] was 4 meil, verzerten wir 38 Real, von dann gen
Ebrach[226] wz 5 meil, was die Küng. Mt. von Portugal dar, vnd namen ein
passaport vom König durch sein leut, kostet mich 1 Ducaten, vnd wir
sahen den König essen, vnd die Kunigin, vnd ich redet mit der Kunigin,
die fraget mich von wannen wir kemen, vnd sunst fraget sie mich von
jhres bruders vnsers H. Kaysser Karols wegen. Und wir besahen des Königs
seine pferd, vnd seine gärten, darinn was ein balsambaum, vnd besahen
sunst viel dings, da verzerten wir 2 Ducaten. Darnach ritten wir an sant
Catharina abent gen Estramos[227] was 6 [11a] meil, verzerten wir 126
Real, vnd an sant Catharina tag lies ich ein meß lessen, vnd ritten
darnach gen Elssis[228] was 6 meil, verzerten wir 76 [Pfennig], vnd wir
antworten den brieff vom König, vnd sie gaben mir ein andern, darfür gab
ich 4 [Pfennig] oder Real, vnd dem auff der wart gab ich ein
Wintden[229], von dann ritten wir gen Wagadoß[230], Hebt sich da
Castillia an, da lies ich vnsere pferd, vnd das golt, vnd die ring
beschreiben, wie daß ichs am Heraus raiten wolt verzollen. Darvon gab
ich 16 Marfadiß, darnach macht mir einer ein Zaichen darauf, darvon gab
ich 12 [Pfennig], da verzerten wir 38 [Pfennig]. Von dann gen
Dallabarela[231] was 3 meil, verzerten wir 94 [Pfennig], von dann gen
alarua[232] was 4 meil, verzerten wir 42 [Pfennig], von dann gen
mereyda[233] was 2 meil, da ist ein heidnische bruck ist bey 60 joch
lang, von dann gen Dorsilon [?] was 1 meil, verzerten wir 96 [Pfennig].
Von [11b] dann gen Myasogada[234] was 6 meil, verzerten wir 87
[Pfennig]. Von dann gen Grusan[235], was 7 meil, verzerten wir 53
[Pfennig]. Von dann gen Kananero[236] was 2 meil, verzerten wir 86
[Pfennig]. Von dann ritten wir gen Gardalub[237]. Da blieben wir ij tag,
was 2 meil. Da besahen wir das gantz Gotzhauß, vnd alle jhren vorrath,
den sie haben, gleich als wers in einer grossen Statt. Sie haben jhr
aigen Spital, vnd hohe schul, vnd schier die gantz statt gehört zum
closter. Da legt ich 2 Real in stock vnd gab ein Real, vnd lies meß
lessen. Darfür do verzerten wir 6 Real, von dann gen aspidal dekardedial
[?], was 3 meil. Da verzerten wir 78 d. Von dann gen Willa
petroysy[238], was 4 meil, verzerten wir 44 [Pfennig]. Von dann gen
alapunta arsabaschko[239], was 2 meil verzerten wir 65 [Pfennig]. Von
dann gen Dallabero[240], was 6 meil, verzerten wir 40 [Pfennig]. Von
dann gen Grussel[241], was 2 meil, verzerten wir 70 [Pfennig]. Von dann
den sant Silvester [?], was 5 meil [12a] verzerten wir 45 [Pfennig], von
dan gen Kassia Roy [?], was 4 meil, da verzerten wir 80 [Pfennig]. Von
dann gen Mulynes[242], was 3 meil, verzerten wir 50 [Pfennig], von dann
gen Matrill[243] was 4 meil, da verzerten wir 37 [Pfennig], von dann gen
Kallasfenodß[244], was 6 meil verzerten wir 28 [Pfennig]. Von dann gen
wott de lagerra[245] was 4 meil, verzerten wir 86 [Pfennig], Von dann
gen Hytda[246], was ein hohes schloß, was 4 meil, verzerten wir 40
[Pfennig]. Von dann gen Wurgesherres [?] was 2 meil, verzerten wir 52
[Pfennig]. Von dann gen Weydes[247], was 2 meil. Da hörten wir meß an
vnser lieben frawen tag [8. Dezember], verzerten wir 32 [Pfennig]. Von
dann gen Siganssa[248], was 2 meil, da ist ein fast hübsche kirchen, mit
eitel weis Merbelsteinen altar. Von dann gen Ißgossa [?] was 1 meil,
verzerten wir 63 [Pfennig], Von dann Modine delamunde[249] was 3 meil.
Da blieben wir den halben tag, vnd fragten darnach, wie wir vns halten
solten mit dem Zoll. Da verzerten wir hundert v siebentzig [Pfennig].
[12b] Von dann gen Arkiß[250] was 3 meil, da ist das endt des Castillia.
Da muß man die Roß, vnd gelt vnd ring verzollen. Gab ich von den 2
pferden 3 Ducaten, vnd von Ringen, vnd vom gelt 1 Ducaten, Da wurd mir
mein ring gestolen, Da verzerten wir 40 [Pfennig]. Von dann gen
Arrissa[251], do hebt sich Arrgon an, was dahin 4 meil verzerten wir 60
Arragonisch [Pfennig], von dan gen Wurbicka[252] was 4 meil, verzerten
wir 34 [Pfennig]. Von dan gen Kaladiff[253] was 3 meil, verzerten wir 80
[Pfennig]. Da liessen wir 10 Duckaten einschreiben, vnd 2 ringlein,
darvon must ich 1 Ducaten Zol geben, durch gantz Arragon. Von dann
ritten wir gen Rigla[254], was 5 meil, verzerten wir 32 [Pfennig]. Von
dann gen Molla[255], was 5 meil, da verzerten wir 68 d. Da regnets an
sant Luccia abent [12. Dezember] 5 stunt nach mittag. Von dan gen
Sarragossa was 4 meil, da blieben wir ij tag, vnd besahen die statt, vnd
die mutter Gotts de pillerin thutt auch grosse Zeichen. Und daselbst
macht man gar ein hübschen altar [13a] von eitel Allawassara, vnd der
Sebastian Scheperlein lud vns zu gast vnd leih mir 12 Ducaten, als ich
jhm ein schuldbrief gab, Zu Lion wider auszurichten. Da verzerten wir 8
Real. Von dan gen Otschery[256] was 3 meil, verzerten wir 28 [Pfennig]
Von dan gen Anfeda, was 3 meill. Verzerten wir 54 [Pfennig]. Von dann
gen Sandalusa [?] was 3 meil, verzerten wir 2 Real. Von dan gen
Pinalba[257], was 3 meil, verzerten wir 3 Real. Von dann gen fraga was 5
meil, verzerten wir 54 d. Von dann gen Durres[258] was 2 meil, verzerten
wir 64 [Pfennig]. Da namen wir ein brieff, daß wir durch kein sterben
waren geritten, darfür gaben wir 10 [Pfennig]. Von dann gen Gunada[259]
was 3 meil groß. Da verzerten wir 34 [Pfennig]. Von dann gen Malta [?]
was 2 meil, da verzerten wir 53. Da wolt man vns weder durch Gotts
willen, noch von gelts wegen nit beherbrigen. Da giengen wir zu dem
herrn ins schloß, vnd batten jhn daß er [13b] vns vnterhülff, da lies er
dem Richter gebieten, daß er vns einhülff. Von dann gen Gumara[260], was
3 meil verzerten wir 42 [Pfennig], da namen wir wider ein brief, daß wir
durch kein sterben waren geritten, kostet 10 [Pfennig]. Von dann gen
santa Kalana[261] was 2 meil, da verzerten wir 90 [Pfennig]. Von dann
gen Anguleda[262], was 3 meil, verzerten wir 60 [Pfennig]. Von dann gen
Munserat[263] was 3 meil, da blieben wir ij tag, vnd wir besahen auff
dem berg wol 10 armittes oder einsiedel, die wonen in den felssen, gar
wunderparlich ding, vnd wir besahen gar viel ding im Closter. Und die
Mutter Gotts thut gar grosse Zaichen, vnd sind da viel grosse wächsine
Kärtzen, die einer kaum vmbgreiffen kan, vnd wol 43 silberne lampen, die
tag vnd nacht brennen, vnd sonst wol bey 100 silberne lampen, die nit
brennen. Da leget ich 5 Real in den stock. Da gibt man einem jeglichen
Reich oder armen brot wein [14a] öll vnd essig bevor. Aber was man für
die Roß vnd essel bedarff, mus man bezallen. Da verzerten wir 8 Reall,
vnd lies mess lessen für 1 Real. Und daselbst wurd mir mein 2 pferdten
die schwentz abgeschnitten. Von dann ritten wir gen Sant Endres[264],
was 4 meil, verzerten wir 54 [Pfennig]. Von dann gen Spidelat [?] was 2
meil, verzerten wir 74 [Pfennig]. Von dann gen Warsalona[265], was 1
meil. Da liessen wir vnsere pferd beschlagen, vnd vnsere stiffel
flicken, kostet mich 6 Real, vnd blieben den Christabent vnd den tag
auch dar, vnd besahen viel ding. Da verzerten wir die 3 tag dar 2
Ducaten.
[Fußnote 142: Cerdon.]
[Fußnote 143: S. Denis.]
[Fußnote 144: Montluel.]
[Fußnote 145: Saint Just.]
[Fußnote 146: Yzeron.]
[Fußnote 147: Saint-Galmier.]
[Fußnote 148: Saint Bonnet-le-Château.]
[Fußnote 149: Pont Tempera.]
[Fußnote 150: Chavagnac.]
[Fußnote 151: St Flour.]
[Fußnote 152: Chaudesaigues.]
[Fußnote 153: Laguiole.]
[Fußnote 154: Rodez.]
[Fußnote 155: Almeirac.]
[Fußnote 156: Albi.]
[Fußnote 157: Gaillac.]
[Fußnote 158: Buzet.]
[Fußnote 159: Toulouse.]
[Fußnote 160: Sebald Rieter berichtet von Toulouse (Nürnberger
Stadtbibliothek, schwarzes Rieterbuch Bl. 395b): »... darnach fugt wyr
vns genn dolosa In langendöcken gelegen ist ein grose stat grösser dann
zwey Nürmberg vnd liegen Alda In der kirchen vntter dem köre dy lieben
Zwelffpotten sant philipp vnd sant Jacob In einem grab Sant Symon vnd
Judas auch In einem grab Sant barnabas Heroben In einer Mawr Sant Jorgen
des lieben Ritters Maysters leichnam Sant Seuerinus vnd ander vil
Heyligen vnd Heyltums Auch dy vber geschrifft von dem Heyligen Creucz.«
Noch ausführlicher ist Arnold von Harff (ed. Groote S. 223), der u. a.
auch, ähnlich wie Örtel, eines Evangelienbuches Erwähnung thut. »dat
gantz mit gulden litteren geschreuen was, dat man sait sent Johann
ewangelist mit sijner eygener hant greschreuen hatte.«]
[Fußnote 161: l'Isle-Jourdain.]
[Fußnote 162: Auch.]
[Fußnote 163: Vie-Fézensac.]
[Fußnote 164: Nogaro.]
[Fußnote 165: Cazères.]
[Fußnote 166: Grenade.]
[Fußnote 167: St. Sever.]
[Fußnote 168: Montfort.]
[Fußnote 169: St. Vincent-de-Tyrosse.]
[Fußnote 170: Bayonne.]
[Fußnote 171: St. Juan-de-Luz.]
[Fußnote 172: Irún.]
[Fußnote 173: Hernani.]
[Fußnote 174: Tolosa.]
[Fußnote 175: Segura.]
[Fußnote 176: Segoma.]
[Fußnote 177: P. de Arlaban.]
[Fußnote 178: Galerota.]
[Fußnote 179: Vitoria.]
[Fußnote 180: Bribiesca, älter Birbusca; bei Peter Rindfleisch (Röhricht
und Meisner S. 346): Vermeseck.]
[Fußnote 181: Monast. de Rodillas.]
[Fußnote 182: Burgos.]
[Fußnote 183: Bei Arnold von Harff (ed. Groote S. 230): Hornilus.]
[Fußnote 184: Castrogeriz.]
[Fußnote 185: Fromista.]
[Fußnote 186: Carrion d. I. Condes.]
[Fußnote 187: Calcadilla.]
[Fußnote 188: Sahagun.]
[Fußnote 189: Mansilla de las Mulas.]
[Fußnote 190: Leon.]
[Fußnote 191: Harff (ed. Groote S. 231): »... Ponte de orfigo eyn dorff,
lijcht zo beyden sijden vff deme wasser Ortigo oeuer eyn steynen
bruck.«]
[Fußnote 192: Astorga.]
[Fußnote 193: Harff (ed. Groote S. 231): »Item van Storgis zo Hospitale
eyn dorff ij lijge.«]
[Fußnote 194: Ravanella.]
[Fußnote 195: Luceno.]
[Fußnote 196: Pon-ferrada.]
[Fußnote 197: Villafranca.]
[Fußnote 198: Peter Rindfleisch: »Malefaber«. Nördlich von Sa del Oribio
[Röhricht u. Meisner S. 347 Anm. 6.]]
[Fußnote 199: Harff S. 232: »Item van Ala faba zo Marie de sebreo eyn
klein dorffgen vff deme berge Malefaber.«]
[Fußnote 200: Harff S. 232: »Trecastelle«, auf älteren Karten: »Tria
Castella«.]
[Fußnote 201: Sárria.]
[Fußnote 202: Harff, S. 232: »Ligundi eyn dorffgen.«]
[Fußnote 203: Mellid.]
[Fußnote 204: Harff S. 232: »Trykasa eyn dorff«: das »Dos Casas« der
älteren Karten (16.- 17. Jahrh.)?]
[Fußnote 205: Santiago de Compostella.]
[Fußnote 206: Padron.]
[Fußnote 207: Caldas d. Reyes.]
[Fußnote 208: Pontevedra.]
[Fußnote 209: Redondela.]
[Fußnote 210: Tuy.]
[Fußnote 211: Minho.]
[Fußnote 212: Valenca do Minho.]
[Fußnote 213: Ponte de Lima.]
[Fußnote 214: Barcellos.]
[Fußnote 215: Porto.]
[Fußnote 216: Leo von Rozmital (ed. Schmeller S. 93): »Portu Rifanam
quinque milliarium itinere pervenimus«.]
[Fußnote 217: Albergaria.]
[Fußnote 218: Coimbra.]
[Fußnote 219: Sernache.]
[Fußnote 220: Alvorge.]
[Fußnote 221: Thomar.]
[Fußnote 222: Santarem.]
[Fußnote 223: Lissabon.]
[Fußnote 224: Aldéa Gallega.]
[Fußnote 225: Montemor Novo.]
[Fußnote 226: Evora.]
[Fußnote 227: Estremoz.]
[Fußnote 228: Elvas.]
[Fußnote 229: So viel wie: eine Kleinigkeit.]
[Fußnote 230: Badajoz.]
[Fußnote 231: Talavera.]
[Fußnote 232: Arroyo.]
[Fußnote 233: Mérida.]
[Fußnote 234: Miajadas.]
[Fußnote 235: Logroson.]
[Fußnote 236: Cañamero.]
[Fußnote 237: Guadalupe.]
[Fußnote 238: Villar del pedroso.]
[Fußnote 239: Puente del Arzobispo.]
[Fußnote 240: Talavera de la Reina.]
[Fußnote 241: Sta. Cruz del Retamar?]
[Fußnote 242: Mostoles.]
[Fußnote 243: Madrid.]
[Fußnote 244: Alcaláde Henares?]
[Fußnote 245: Guadalajara.]
[Fußnote 246: Hita.]
[Fußnote 247: Baydes.]
[Fußnote 248: Sigüenza.]
[Fußnote 249: Medinaceli.]
[Fußnote 250: Arcos.]
[Fußnote 251: Ariza.]
[Fußnote 252: Leo von Rozmital (S. 102): »Monrealo Bubieream venimus
quatuor milliarium itinere. Is pagus, arci impendenti subjectus, inter
eosdem montes jacet, quem praeterfluit torrens nomine Schalun, primus ab
eo Aragoniae latere.«]
[Fußnote 253: Calatayud.]
[14b] Und an Sant Steffanstag [26. Dezember] ritten wir wider aus mit 4
Frantzosen, vnd ritten gen alla Rocka[266] was 4 meil, da verzerten wir
3 Real. Da wurd mir mein pferd das fuchslein kranck, da lies ich jhm die
feuffel reissen[267]. Von dann ritten wir gen Fanssaloner[268] was 3
meil, vnd da wolt mein fuchslein nimmer gehn. Ligt ein halbe meil vor
der statt Und alsbald ichs in stall zug, da fiel es nider vnd starb von
stund an. Da verzerten wir 5 Real. Darnach luden wir vnsere stiffel vnd
claider auff das Schimelein, vnd luffen neben jhm her gen Vecacopy[269]
was 3 meil. Da verzerten wir 3 Real. Von dann gen Girona[270] was 4
meil, verzerten wir 5 Real. Da namen wir 2 essel, biß gen Parpion[271],
darvon gab ich 2 Ducaten. Von dem ritten wir gen Sigires[272], was 3
meil, verzerten wir 4 Real, von dann gen Wollang[273] was 4 meil, da
verzerten wir 2 Real. Von dann gen Parpion was 3 meil, da kaufft ich ein
Schimele [15a] pferd vmb 7 Ducaten, vnd verzerten 16 ß. Und ich namb 2
essel bis gen Narbona[274], darvon gab ich 1 Ducaten. Von dann ritten
wir gen Palma[275], was 5 meil, da must ich von 2 pferden vnd 2 Esselen
4 ß Zol geben, vnd verzerten dar 12 ß. Von dann gen Willa falssa[276],
was 2 meil, da must ich von 1 pferdt 1 ß Zollen, vnd von eim Esel 8
[Pfennig]. Darnach ritten wir noch folgent gen Narbona, was 2 meil. Da
verzerten wir mit sambt den 2 esell 24 ß. Von dann gen sant Dobery[277]
was 3 meil, verzerten wir 14 ß. Von dann gen Lopia [?], was 3 meil,
verzerten wir 7 ß. Von dann gen Willa noffa[278] was 4 meil, da blieben
wir 1 tag, vnd giengen alla Magalona[279] an das meer, vnd fuhren
hinvber, vnd besahen das hailthumb, vnd die kirchen. Da waschen sie alle
tag den Jüngern, vnd den Jacobsbrüdern jhre füß. Da fuhren wir wider
vber, vnd verzerten dar 45 ß, vnd wir hatten einen man mit vns lauffen
von Pardalupa[280] biß [15b] gen Willa noffa, da wurd er mir krank, gab
ich jhm 2 Ducaten. Von dann gen Sanbegs[281] was 4 meil, da verzerten
wir 8 ß, von dann gen Wafer[282] was 4 meil, da verzerten wir 12 ß. Von
dann gen sant Gilg[283] was 4 meil da verzerten wir 8 ß. Und wir sahen
ein arm vnd das Haubt von sant Gilgen, vnd das ander Heilig gebain ligt
in eim sarch. Mer ein arm von sant Jorgen, vnd ein Finger von sant
Johans Wathisse [Johannis Baptista], vnd sunst viel Hailthumbs. Von dann
ritten wir gen sant Anthony Darles[284], was 3 meil, verzerten wir 12 ß,
vnd sahen den kopff vnd das gebain als von Sant Anthony biß ohn ein arm,
der ist A wino[285]. Von dann bis gen sant Marding de kraub[286] was 3
meil verzerten wir 8 ß. Von dann gen sallung[287], was 4 meil, verzerten
wir 12 ß, von dann gen Laspena [?], was 5 meil, verzerten [16a] wir 19
ß. Von dann gen Marsilia[288], was 3 meil. Da lagen wir ein tag still,
vnd besahen das hailthumb zu Predigern, Sant Endres bart. Und in der
Pfarr St. Lasarus Haubt, vnd ein gantze Hand, vnd ein arm von sant
Atrion[289], Und ein rören von Sant Victor, vnd sunst viel Hailthumbs,
vnd zu sant Victor im closter sant Endres ×, vnd sant Victors Haubt, vnd
sein gebain gar hübsch in silber eingefaßt. Und dann Pabst Urbanus, der
ligt noch vnerhaben, vnd sonst viel hübsch Hailthumbs als in silber
eingefast, Und ist mehr ein Capellen, da rast die Mutter Gotts innen,
vnd brint sunst nichts nit darvor dann wax. [16b] Und darff auch kein
fraw darein gehn sie sturbe von stund an. Darnach besahen wir die
grossen schiff vnd gallern, die erst vom Türcken waren kummen. Sie
hatten nicht viel ehr eingelegt, waren wol bey 460 all erschlagen. Und
wir sahen auch das Haus, wie man sie hinnein zeucht, da verzerten wir 35
ß. Und von dann gen Rißla [?] was 3 meil, verzerten wir 7 ß. Von dann
gen alla bama[290] da Maria Magdalena gebüst hat bey 34 Jar. Was da hin
4 meil, vnd wir sahen den felß, vnd die wonung, vnd das bett, darauff
sie gelegen ist ein felsstein, da haut man ein stain darvon, vnd wir
besahen auch jhren brunn, vnd tropfft dz wasser vber all Hindan In jhr
bett nit. Da habens die Engel alle tag zu 7 mal auff gefürt auff die
Höhe des bergs. Da sang sie allweg eine der sieben freud. Und wir
verzerten alla bama bey den München 14 ß, von dann ritten wir gen sant
Melymy[291] was 3 meil. Da blieben wir ein tag, vnd besahen Maria
Magdalena haubt, das Gott der Herr hatt angerürt im garten [17a] da er
sprach: Noli me tangere. Das ist 13 Hundert Jar vnter dem ertrich
gelegen, vnd ist noch vnversehrt, was die finger angerürt haben, vnd
mehr das Haar, damit sie vnserm Herrn Jesu Christo die heiligen füß mit
getrucknet hat, das ist als vnversehrt blieben. Vnd mehr ein arm, vnd
das grab, da Maria Magdalena innen gelegen ist, vnd mehr ein gläßlein,
darinnen ist ein blutstropff, den vnser Herr am stammen des Heiligen
Creutz hat lassen fallen, das hatt sie mit sand vnd stein aufgehaben,
das Zeugt man am Carfreytag, so wirds eben vol mit blut, bis man vnsern
Herrn in das grab legt, so verbürgt es sich wider. Das Zaigt man
jederman, vnd sonst fast viel Hailthumbs. Da gaben wir zu Hailhumb 6 ß,
vnd wir verzerten 25 ß. Von dann gen Rossat [?], was 3 meil, verzerten
wir 6 ß. Von dann gen Seyb [?] was 3 meil, Da besahen wir in einem
frawen closter König Scharlamany von Franckreich seinen leib vnverwesen,
vnd vnser frawen gürtel, ein [17b] fus von sant Endres, vnd ein fus von
sant Dobort[292], vnd ein spindel aus dem arm Maria Magdalena, vnd 3 Zan
von sant Johans, vnd sunst viel Hailthumb in silber eingefast. Da gab
ich 4 ß zum Heilthumb, da verzerten wir 12 ß. Von dann gen Kasiles[293],
was 3 meil, da verzerten wir 7 ß. Von dann gen Durgung[294] was 4 meil.
Da verzerten wir 12 ß, von dann gen Avinung[295] was 5 meil. Da wolt man
mich nit einlassen, da musten wir raiten gen pung de sorg[296], was 1
meil, verzerten wir 7 ß, von dann gen schatdea nofa de papa [?] was 1
meil, verzerten wir 2 ß. Vonn dann gen noderdame de plang [?] was 5
meil, da verzerten wir 9 ß. Thutt auch große Zaichen. Von dann gen Doßes
orres[297] was 3 meil, verzerten wir 12 ß. Von dann gen Munda
Linnart[298] was 2 meil verzerten wir 18 ß. Von dann gen Lonnion[299]
was 4 meil verzerten wir 7 ß. Von dann gen den Gwaß[300], 3 meil [18a]
verzerten wir 14 ß. Von dann gen sant Rambert[301], was 4 meil,
verzerten wir 14 ß. Von dann gen Wine[302], was 2 meil, da verzerten wir
8 ß. Da wurd mir mein pferd kranck. Da nam ich ein anders bis gen Lion.
Darvon gab ich ihm 12 ß, Und ritten gen Lion an sant Anthony tag [17.
Januar 1522] was 5 meil. Da kam mein bruder Florentius vnd der Marx von
Nurnperg. Und ich vnd mein knecht kamen all vnter der thur Zusammen vor
der Herbrig, vnd begerten als zu wissen. Gott hab Lob vnd Ehr.
[Fußnote 254: Ricla.]
[Fußnote 255: la Muela.]
[Fußnote 256: Osera.]
[Fußnote 257: Penalba.]
[Fußnote 258: Torres de Segre.]
[Fußnote 259: Juneda.]
[Fußnote 260: Guimera.]
[Fußnote 261: Sta. Coloma de Queralt.]
[Fußnote 262: Ignalada.]
[Fußnote 263: Olesa de Monserrat.]
[Fußnote 264: St. Andrés del Palomar.]
[Fußnote 265: Barcelona.]
[Fußnote 266: la Roca.]
[Fußnote 267: Die Speicheldrüsen ausschneiden oder zerquetschen. Grimms
Wb. III. Bd. Sp. 1433 unter Feibel, Feifel.]
[Fußnote 268: San Cetoni.]
[Fußnote 269: Bei Leo von Rozmital (S. 112) steht an dieser Stelle
»Castelricum« (heute: Hostalrich).]
[Fußnote 270: Gerona.]
[Fußnote 271: Perpignan.]
[Fußnote 272: Figueras.]
[Fußnote 273: Boulon.]
[Fußnote 274: Narbonne.]
[Fußnote 275: la Palme.]
[Fußnote 276: Auf älteren Karten: »Ville Falce«.]
[Fußnote 277: Leo von Rozmital (S. 113): »Narbona Santyberium septem
milliaribus distat«.]
[Fußnote 278: Villeneuve.]
[Fußnote 279: Maguelonne.]
[Fußnote 280: Guadalupe.]
[Fußnote 281: St. Brès.]
[Fußnote 282: Vauvert.]
[Fußnote 283: St. Gilles.]
[Fußnote 284: Arles.]
[Fußnote 285: Vienne.]
[Fußnote 286: St. Martin de Crau.]
[Fußnote 287: Salon.]
[Fußnote 288: Marseille.]
[Fußnote 289: St. Hadrian.]
[Fußnote 290: la Ste. Baume.]
[Fußnote 291: St. Maximin?]
[Fußnote 292: Dagobert oder St. Aubert?]
[Fußnote 293: Cadenet?]
[Fußnote 294: Orgon.]
[Fußnote 295: Avignon.]
[Fußnote 296: Sorgues.]
[Fußnote 297: Donzère.]
[Fußnote 298: Montélimar.]
[Fußnote 299: Loriol.]
[Fußnote 300: So anstatt »deng waß«; Tain ist gemeint.]
Item so blieb ich 14 tag zu Lion, vnd wartet auff mein bruder
Florentius. Und darnach ritten wir auff Sant Glado[303] zu. --
[18b] Und zu Genff kam mein Bruder wider zu mir, vnd ritten miteinander
gen Nurnperg, so verzerten wir bißher 15 fl., vnd wir kamen all beed
frisch vnd gesund aus vnd ein.
Gott hab lob vnd ehr.
Und behut uns vor aller schwerer kranckheit, Amen, Amen, Amen.
Item hernach steht der Weg kürtzlich aufgezaichnet wie ich geritten bin,
von einem halben Tag zu dem andern, wie viel meil von einander.
Item von Nürnperg aus gen[304].
Guntzenhaussen 6 M.
Ötting 3
Henerling 2
Genge 4
Aio 2
Ulm 2
Waltringen 3
Pibrach 1
Weingarten 4
Martdorff [Markdorf] 2gr.[305]
Merspurg 1
Uber den see 2
Von Koschnitz gen St. Anna 2 g.
Winterdurren 1 g.
Zürch 2 g.
Von Zürch fuhren wir den See ab 2 meil vber den berg gen 2 gr.
Einsiedel, Darnach fuhren wir wider gen Zürch, was
eben als weit, vnd darnach ritten wir von Zürch gen
Lentzspurg
Arburg 2 gr.
Dorringe 2 gr.
Purtdolff 2 gr.
[19a]
Pern 3 gr.
Lossana 4
Morssa [Morges] 2
Nyß 4
Jenff 4
Kolunge 4
Sengerman 3
Schardung 4
Sanmony 3
Mula 4
Lion 3
Isarung 3
Sengermy 4
Santbunet de Schadea 5
Pungdeperat 3
Saffangne 5
Alba bautha 3
Sant flor 5
Schades Egy 4
Alla giola 4
Spalion [Espalion] 3
Rodeß 4
Alla motda 5
Alleros 3
Albis 3
Galliack 4
Baussett 4
Dolosa 4
Lilla gordung 4
Lysigmen 3
Asch 4
Wick 4
Nagaro 4
Koseras 3
Garnada ij
Sant Seber ij
Munfort 3
Adax 3
Sant Winssang 3 g.
Weyana 4
Sant Jongdeluß 3
Dirreng 3
a Arnaby 3
Dolosada 3
Segura 4
Sagona 1
Vber den berg S. Atrian gen Galareda 2
Odikany 2
Witdoria 3
Alla punda Dorumeng ij
Panckarbo [Pancorbo] 2½
Mermiste 4
Mestir de Rodille 3
Wurgeß 5
Hornilles 3
Kasterferis 4
Formestein 5
Carion 4
Kalssadilla 4
Sagona 3
Gurgada 3
Lion in Spania 3
Moder dama de scheschinge 1
Alla punda dorby 5
Stergeß 3
Aspidal de wasche 2
[19b]
An den berg Rafanell 4
Uber den ben berg gen Lasebo 3
Apungferada 3
a Willafrancka 5
Uber den berg Malafab. gen sant Maria 7 M.
Troy Castell 5
Seyrge 4
Legunda 8
Nullisse 5
Cassa 4
Compostell gen St. Jacob auff Lissabona zu gen Patron 4
Goldaß 3
Pundafeder 3
A Rodundella 3
Duya 5
Egalunga 3
Punda de liny 3
Marselles 5
Passy 3
a Portu Portugall 4
Riffano 5
Wallans 4
Albagaria 4
Quimir 5
Sarnescka 2
Warges 4
Einzlich Haus 3
Von dann gen Domar 3
Walligany 4
St. Dorring 4
a Willa longa 4
a willa negra 5
a Lissabona 5
Uber das meer gen Aldega Lega 3
Landera 5
Schabarida 3
Munda mortnova 4
Ebrach 5
Estrames 6
Elssis 6
Abagadoß 4
Dalla barrla 3
[20 a]
Alarua 4
Mereyda 2
Derssiltung 1
Myasgada 6
Grusam 7
Kannanero 2
Gardaluba 2
gen spidal de kardenal 3
a willa petroasy 4
a la punda arsabisko 2
Dallaberos 6
Grussel 2
Silfester 5
Kasyo Royg 4
Mulmes 3
Mattrill 4
Kalasofanadaß 6
Wat de la gerra 4
Hitda 4
Wurgeß herreß 2
Waydeß 2
Siganssa 2
Isogossa 1
Modine de celis 3
Arckes 3
Arrissa 4
Wur wicka 4
Kaladiff 3
Rigla 5
Molla 5
Sergossa 4
Otschany 3
Anseda 3
Santelusa 3
a Pinn alba 3
Fraga 5
Durraß 2
Guneda 3 g.
Malda 2
Gunara 3
Santa kalona 2
Angulada 3
Muserat 3
Sant Endreß 4
Spidellat 2
Bersalone 1
Alla Rocka 4
[20 b]
Sanssalonie 3
Verraropy 3
Girona 4
Sigires 5
Wollang 4
Parpion 3
Willa falssa 2
Arbona 2
Wosir [Béziers] 4
Sant Dobery 3
Lopia 3
Willa noffa 4
Sanbreß 4
Waffer 4
Sant Gilg 4
Sant Anthoni darleß 3
Sant Martding de kraub 3
Sallung 4
Laspena 5
Marsillia 3
Risola 3
Alla boma 4
Sant Mapymy 3
Rosset 3
Seyß 3
Kasiles 3
Durgung 4
Avinung 4
Pung de sorg 1
Schatdea nova de papa 1
Moder dama de plang 5
Dosses orres 3
Mudalimart 2
Lorrior 4
Walansse [Valence] 4
Deng 3
Sant Rambert 4
Wine 2
Lion 5
[21 a]
Item der weg von Dolosa auß gen Sargossa zu zum ersten gen 2
Plasansse
Sant Veit 2
St. Matay 3
Punoy 3
Mangack [Magnoac] 4
Pondons ½
Petringß 1
Jarba [Tarbes] 4
Nag [Nay] 4
Ollerung [Oloron] 5
Sarrasansa 3
Zantt 3
Canfrang [Canfranc] 5
Jacke [Jaca] 3
Cansa 5
Juba 3
Gorrea [Gurrea] 5
Surra [Zuera] 4
Willanofa [Villanueva de Gallego] 2
Sargosse 3
Item den andern weg von Dolosa auf Sergosse zu vber den 4
portt da bonast [Benasque] zu von dann gen Barnossa
Alla fitte [Laffitte] 3
Matter [Martres] 2
à sant martire [St. Martory] 2
à Wallantine [Valentin] 3
à Wandire [Bagnères] 4
Uber den berg hat kein Herbrig biß gen Bonnast [Benasque] 6
Castellong 2
Silles 4
Para Roga 2
Grans [Graus] 2
Popla [la Puebla] 2
Barbasta [Barbastro] 2
Peratta [Peralta de Alfocéa] 4
Conbre [Alcubierre] 4
Perdigre [Perdiguera] 4
Cergosse [Zaragoza] 2
Der weg von Sargossa auff Wurges zu. Von dann gen Lugarda 5
[21 b]
Canryne 1
Lorsing 2
Gallore [Gallur] 2
Corttes [Córtes] 2
Riffa horrade [Ribaforada] 2
Dodella [Tudela] 2
Alfara [Alfaro] do man die roß verzollt 4
Hora [Calahorra] 4
alla Gronna [Logroño] 8
Nasyra [Najera] 5
Sant Dominico [Sto. Domingo] 4
Grang Jang [Grannon] 1
Ballorare [Belorade] 3
Willa francka 2
Waldafanies 5
Wurges 3
Item von Lion vber den Monssenir von dan gen
Sant Lorentz [St. Laurent de Mure]
Serpellire
Bergeng
da da pung
a pung da boana wesung [Le Pont-de-Beauvoisin]
Schanberie [Chambéry]
Egebelletta [Aiguebelle]
Monsenir
Der weg von Lion gen Mumpelgart zu Schallemang [Chalamont] 6
Crusaw 4
Chawane 4
Sant Jullian [St. Julien] 4
orgellot [Orgelet] 5
a Schattellung [Châtillon sur Lison] Schrittene [?] 5
a Werb 4
alla Wick 6
a anno 5
a Werst 3
a Landers 3
a Collombiek 4
a Mumpelgart [Mömpelgard, Monbeillard] 2
[22a]
Der Weg aus Nörnperg gen Lion, als hiemit verzeichnet
steht die tagreiß zu stunden.
Erstlich von Schwobach [Schwabach] stund 2
Wasser Monnau 3
No 1 Guntzenhaussen 14[306] 3
Knotza 1
Westa 1½
Osta ½
Ottingen 1
2 Nordlïngen d 2
Khessingen [Essingen] 13 1½
No 2 Walperßhoffen 1½
Genga d 3
Langenaw [Langenau] 1½
3 -- Ulm 12 3
Stetten 2½
Wadttringen d 2
Bibrach 1½
No 4 Esendorff 11 3
Walssee [Waldsee] 1½
Weingarten 2
Raffelsburg d
Buchhorn 10 3
No 5 Mersburg 3
Ubern See 1½
Costnitz d 1
Steckhparan [Steckborn] 3
Stain 9 2
No 6 Schaffhaußen d 3
Lottstetten [Lestetten] 1½
Raifitzerfeldt 1½
Kaisserstull 8 1
Zum Newnhaus 1½
No 7 Pada d 1½
Mollienga 1
Lentzburg 7 2
Aran 2
Arburg d 2
No 8 Morgental 2
Langendorff
Rittweil 6
Weiningran 1
Burttolff 1½
No 9 Bernd 2
An die Senssa 2
Freyburg 5 2½
[22 b]
No 10 Remandtt d 4
Lossanna 4 5½
Morsa 2½
No 11 Roll 2½
Nieß d 3
No 12 Jenff 3 4
Collonnge d 4
Seingermon 2 4
No 13 Manttua [Nantua] 3
Scherdung d 2
Sainct Jehan le vitu [St. Jean le vieux] 2
Sammoris [St. Denis] 1 2½
No 14 Mulluard [Montluel] d 4½
No 15 Lion 4
Sindt 15 Tag 130 stundt.
[Fußnote 301: St. Rambert.]
[Fußnote 302: Vienne.]
[Fußnote 303: St. Claude.]
[Fußnote 304: Im Folgenden sind nur bei den Hauptstationen, soweit sie
nicht schon in der vorstehenden Reisebeschreibung vorgekommen sind, die
heutigen Namen in [] hinzugefügt.]
[Fußnote 305: Bedeutet wohl »große Meilen«, wie g »gute Meilen« bezw.
»Meile«.]
[Fußnote 306: Die Zahlen 14, 13 u. s. w. sollen die Tagesstrecken des
Rückweges andeuten. Was die mehrfach hinzugefügten d bedeuten sollen,
ist nicht recht klar.]
_Nürnberg._
Dr. _Th. Hampe_.
Über ein Prosatraktätlein Hans Folzens von der Pestilenz.
Aus den Zeiten des ausgehenden Mittelalters ist uns eine ganze Reihe in
Deutschland entstandener Werkchen über die Pestilenz und die Art, wie
man sich in Pestzeiten zu verhalten habe, erhalten geblieben, von denen
bisher nur sehr Weniges neugedruckt oder sonst allgemeiner bekannt
geworden ist. So besitzen wir aus dem Jahre 1483 einen zu Augsburg
gedruckten »köstlichen und gründlichen Spruch von der pestilentz, wie
man sich mit allen sachen zu derselben zeyt halten sölle ... In reymen
weiß gesetzt«, aus Straßburg vom Jahre 1500 einen »tractat contra pestem
Preservative vnd regiment«, der 1519 zu Oppenheim in neuer Bearbeitung
erschien[307], u. s. f.
Andere Gedichte oder Schriften dieser Art weisen auf Nürnberg. So
zunächst ein 88 Verse umfassendes Spruchgedicht, das sich in der
Münchener Handschrift cod. germ. 714 auf Blatt 274a-276a findet und wohl
dem Kreise Rosenplüts angehört, zwischen dessen Gedichten es steht.
Jedenfalls dürfte es noch im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts
entstanden sein, denn weiter gegen das Ende des Jahrhunderts zu möchte
ich den Codex seiner Schrift nach nicht rücken. Es kann also als eines
der frühesten Gedichte über die Pestilenz aus dem gedachten Zeitraum
betrachtet werden. Das Gedicht ist überschrieben: »Dy Beßtilentz«, und
der Anfang lautet[308]:
»ICh hab mich des wol vermessen:
Ich wil meiner geselln nit vergessen,
Ich wil sy auß den püchern lern,
Wie sy sich vor der pestilenntz schüln ernern.
Darümb hör was ich dir sagen wil,
Wann sterben ist ain claines zil.
Des ersten hallt den rat, den ich main,
Wann der dünckt mich sicher clain,
Das man in der sach Ernstlich schol
Got an rüffen, das hilfft wol;
Das mainen all Mayster weis,
Dye da sein in der schul zu Pareis.«
Nachdem dann eine Reihe von Verhaltungsmaßregeln gegeben und allerlei
Mittel empfohlen worden sind, unter denen natürlich auch der allheilende
Theriak nicht fehlt -- ich kann darauf hier nicht näher eingehen --
folgt noch der wohlgemeinte, aber etwas naive Rat, bei Zeiten weit davon
zu zu fliehen; das sei das Sicherste:
[Fußnote 307: Vgl. Goedeke, Grundriß I, 393 Nr. IV, 3 und 4.]
[Fußnote 308: Ich benutzte eine Abschrift des Gedichtes, die mir Herr
Apotheker Peters in Nürnberg freundlichst zur Verfügung stellte und die
ich durch das liebenswürdige Entgegenkommen der königl. Hof- und
Staatsbibliothek in München selbst noch einmal mit dem Original
vergleichen konnte. Der Abdruck geschieht hier, wie bei den folgenden
Zitaten, buchstabengetreu, doch sind etwaige Abkürzungen überall
aufgelöst, die Interpunktion von mir hinzugefügt.]
»Noch einen rat dir ain Mayster geyt:
Fleuh verr dauon vnd auch pey zeyt,
Fliehen ist gar ain sicher ding.«
Endlich schließt der Verfasser, wie folgt:
»Das hat Maister Hanns Thomauro gelert,
Der manchs mit seiner kunst hat ernert,
Vnd Junger Bernhart Jordanus genant,
Des kunst yetzund laufft durch alle lant,
Vnd auch anderr Mayster vil,
Der ich yetzund nit nennen will.
Nu Helff vns got auß der not,
Der durch vns hat geliden den tot.«
[Illustration: Fig. 1.
Titelholzschnitt von dem »fast köstlichen spruch von der pestilencz« von
Hans Folz nach dem Münchener Exemplar.]
1482 verfaßte dann Hans Folz seinen in der Litteratur mehrfach zitierten
»fast köstlichen spruch von der pestilencz,« der uns in ein paar
gleichzeitigen Drucken, die zu Colmar und München bewahrt werden,
erhalten ist[309]. Das ganze Schriftchen umfaßt 12 Quartblätter. Bl. 1a
ist leer; Bl. 1b wird von einem prächtigen, alten Holzschnitt
eingenommen, auf dem in sehr realistischer Weise ein Arzt dargestellt
ist, wie er eben einen von der Beulenpest Befallenen kuriert. Wir geben
dieses interessante Blatt vorstehend in 2/3 der Originalgröße wieder
(Fig. 1).
[Fußnote 309: Hain, Repertorium Bibliographicum Nr. 7220. Vgl. Keller,
Fastnachtspiele aus dem 15. Jahrhundert III. Bd. (Bibliothek des
litterarischen Vereins in Stuttgart Bd. XXX) S. 1272.]
Bl. 2a folgt sodann ein kurzes Inhaltsverzeichnis, zugleich eine Art
Vorwort, in welchem es u. a. ähnlich wie am Schlusse des Gedichtes
heißt, daß der Autor seine Lehren deswegen »in reimen weis auf das alles
kurczest begriffen« habe, damit »sein dest leychter gedacht vnd
auswendig gelernt werd, dar durch die, welch nit erczt sint, yn vnd
andern tröstlich sein mügen«[310].
Die Einleitung auf Bl. 2b lautet:
»IN lob der heiligen trinitat,
zu er got jhesu, den vns hat
gepert die küngin aller trön,
von der man schreypt, sie sey gancz schön,
der sey besunder das ein eer
vnd allem himelischen heer,
die pit wir vns zu pey gestan[311],
auch well der heilg sebastian[312]
vns hilfflich sein mit seiner gunst,
ob zu vns neht der gifftig dunst
oder die pestilenczisch plag,
das wir vor sülcher nieder lag
durch sein gepet versünet werden,
alls er erworben hat auff erden,
wer in heilgt, fast feyert vnd ert,
das der werd vor der plag ernert.
des heb ich an in seinem namen
zu tröstung aller christen, amen.«
Im Verlauf der nun folgenden Unterweisungen kann er zwar auch nicht
umhin, der Ansicht, daß Fliehen das beste und sicherste Mittel gegen die
Pest sei, Ausdruck zu geben:
»fleuch pald, fleuch ferr, kum wider spot [_komm wieder spät_]
das sint drey krewter in der not,
für all apptecken vnd doctor«,
indessen mit der Überlegung »doch mag yder nit flihen zwor« geht er dann
alsbald dazu über, ausführlich und augenscheinlich mit nicht geringer
Sachkenntnis darzulegen, welche Verhütungsmaßregeln man anwenden müsse
und welche Mittel bei Ausbruch der Krankheit die wirksamsten seien. Eben
darin unterscheidet er sich sehr wesentlich von dem Verfasser des vorhin
behandelten, nur handschriftlich erhaltenen Gedichts, der, ohne Zweifel
selbst nur wenig oder gar nicht pharmazeutisch geschult, sich zumeist
damit begnügt, unter Berufung auf verschiedene »Meister« allgemeine
Verhaltungsmaßregeln zu geben und einige Hausmittel anzuführen, während
sich bei Hans Folz, dem Barbierer und Wundarzt, ganze Rezepte in Reime
gebracht finden. Aus diesem Grunde wäre gerade diesem Gedichte gegenüber
auch eine Würdigung vom pharmazeutischen Standpunkte aus wohl am Platze
und würde gewiß der Mühe verlohnen, da sich aus einem eingehenderen
Studium ohne Zweifel Manches ergeben würde, was unsere Kenntnis von dem
damaligen Stande der medizinischen Wissenschaft zu fördern geeignet und
insbesondere für die historische Heilmittelkunde von Interesse wäre. Mir
muß eine Ausdehnung auf dies Gebiet selbstverständlich ganz fern liegen;
ich werde bei dieser Arbeit lediglich von litteraturgeschichtlichen und
bibliographischen Gesichtspunkten geleitet, und vor Allem kommt es mir
darauf an, dem gleich zu besprechenden Büchlein seinen Platz in unserer
Litteratur anzuweisen. Zuvor aber will ich noch den Schluß des Gedichtes
mitteilen, wo sich Hans Folz bekanntlich[313] als Verfasser nennt. Er
lautet:
[Fußnote 310: Dieses und die folgenden Zitate nach dem Münchener
Exemplar.]
[Fußnote 311: Fehler im Satzgefüge, wie dieser, und andere
Nachlässigkeiten, die zum Teil auf Setzerversehen zu beruhen scheinen,
lassen vermuten, daß Hans Folz, wie verschiedene andere seiner Werke, so
auch diesen Spruch von der Pestilenz selbst gedruckt habe.]
[Fußnote 312: Der Schutzpatron der Schützen und Pestkranken.]
[Bl. 11b]
»also der siech geheylet wirt
vnd auch erledigt von der swer.
hie hat hans folcz barwirer
aus der capitel samenung
gesucht mit end vnd vrsprung
von diser plag vnd ir erczney,
vnd hat das durch sein fantasey
gedicht gar in ein kurczes werck
zu eren der stat nürmberck,
vnd das dar vmb zu vers gemacht,
das sein destleichter werd gedacht,
vnd das die ding equaliter
zu fassen seyen taliter,
das yder doch ein stücklein merck,
dar mit ein mensch das ander sterck.
vnd wem die ler zu hilffe kum,
den hofft der dichter also frum,
das er got auch pit für seyn sel.
got frey vns all vor helle quell
A · M · E · N ·«
Bl. 12a bietet dann wiederum zwei Holzschnitte, die offenbar aus
Wolgemuts Werkstatt stammen, mit dem oben mitgeteilten aber an
Genialität der Ausführung und Unmittelbarkeit der Wirkung nicht entfernt
verglichen werden können. Sie stellen, als Gegenstücke gedacht und
dementsprechend neben einander gestellt, die berühmten Ärzte Hypokrates
und Galenus in ganzer Figur, jeden in einfachster architektonischer
Umgebung und mit einer unbeschriebenen Bandrolle in den Händen, dar.
Über Hypokrates steht:
[Fußnote 313: Vgl. Hain a. a. O. Hain scheint aber die betreffende
Stelle mißverstanden zu haben, da er unrichtigerweise eine
Satzverbindung herstellt, aus der man schließen könnte, daß Hans Folz
selbst von der Pest befallen gewesen, aber mit dem Leben davon gekommen
sei. Das geht aus unserem Gedichte nicht hervor.]
»Es werden fil me leüt versert
von vbriger füll dan durch
das schwert. Ipocras«
über dem Bilde des Galenus liest man:
»Sich hüten vor der fülerei
ist die aller höchst ercznei.
Galienus Mcccclxxxjj«,
woraus wir also das Erscheinungsjahr des Gedichtes (1482) kennen lernen.