Drittes Kapitel

Vor Aufgang der Sonne erwachte Arnold. Als er gewaschen und angekleidet

war und in den Stall hinüberging, leuchtete schon der frühe Tag. Er

liebte diese Stunde, besonders jetzt, in der Oktoberklarheit und

-frische. Die Waldränder am Horizont waren rosig bemalt. Die Rinder

wurden zur Tränke geführt, und sie blökten freundlich.

Ehe Arnold nach Podolin ging, wo er mit dem Fleischer Uravar wegen einer

Kuh unterhandeln sollte, kehrte er ins Haus zurück, um zu frühstücken.

Er fand Elasser, einen Hausierer aus dem Dorf, bei Frau Ansorge. Der

Jude kam jeden Monat zwei- bis dreimal, um Stoffe und Wolle, auch

sonstige Gegenstände für den Haushalt zu verkaufen.

Elasser begrüßte Arnold knixend, während er Stirn und Glatze, die trotz

des kühlen Morgens schon schweißbedeckt waren, mit einem blauen Tuch

trocknete. Sein langhängender brauner Bart verhüllte fast den Ausdruck

eines ziemlich gutmütigen Gesichts. Er steckte das Geld, das er empfing,

mit liebevoller Sorgfalt in einen schmutzigen alten Lederbeutel, huckte

seinen ansehnlichen Pack auf den Rücken, grüßte ehrerbietig und ging.

Der Moloch · 第 6 / 84 题