Vor Aufgang der Sonne erwachte Arnold. Als er gewaschen und angekleidet
war und in den Stall hinüberging, leuchtete schon der frühe Tag. Er
liebte diese Stunde, besonders jetzt, in der Oktoberklarheit und
-frische. Die Waldränder am Horizont waren rosig bemalt. Die Rinder
wurden zur Tränke geführt, und sie blökten freundlich.
Ehe Arnold nach Podolin ging, wo er mit dem Fleischer Uravar wegen einer
Kuh unterhandeln sollte, kehrte er ins Haus zurück, um zu frühstücken.
Er fand Elasser, einen Hausierer aus dem Dorf, bei Frau Ansorge. Der
Jude kam jeden Monat zwei- bis dreimal, um Stoffe und Wolle, auch
sonstige Gegenstände für den Haushalt zu verkaufen.
Elasser begrüßte Arnold knixend, während er Stirn und Glatze, die trotz
des kühlen Morgens schon schweißbedeckt waren, mit einem blauen Tuch
trocknete. Sein langhängender brauner Bart verhüllte fast den Ausdruck
eines ziemlich gutmütigen Gesichts. Er steckte das Geld, das er empfing,
mit liebevoller Sorgfalt in einen schmutzigen alten Lederbeutel, huckte
seinen ansehnlichen Pack auf den Rücken, grüßte ehrerbietig und ging.