Eben besucht mich der Radfahrer meiner Kolonne, bringt ein Paketchen
Zigarren und Schokolade von K. und eine Karte von Tante J. und meldet,
daß _unsre Kolonne heute hier verladen wird, nach dem Norden_!!!
(näheres Ziel unbekannt.) Ich war ganz baff. Nun jedenfalls Ade Vogesen,
was wir dort erlebt haben, vergißt keiner, aber froh ist glaub ich
jeder, daß er von da wegkommt; man freut sich immer auf das Neue! Nun
sind es gerade 5 Wochen, seit dem Abmarsch in München! Die Reise wird
lustig, bis ich meine Truppe wieder finde. Das ist nämlich nicht so
einfach, als sich der Laie das vorstellt. Ich fühle mich heute im Magen
um vieles besser; ich glaube, die Krise ist überwunden und ich habe kein
chronisches Leiden zu befürchten, ein Gedanke, der mir gräßlich wäre.
Die Pulswärmer von Mutter sind leider bis jetzt nicht angekommen.
Also jedenfalls ist des großen Krieges erster Teil für mich abgelaufen
und ein neues Kapitel wird nach meiner Entlassung aus dem Lazarett
beginnen.