Seb. Wahrhaftig -- er sagt mir diesmal kein Wörtchen, wohin er gehen wolle
--
Nun kam Bengler dazu, Sebald grüßte ihn und verbarg seine Verlegenheit --
Lolly schlüpfte auf die Seite in unaussprechlicher Wallung, sie wußte
nicht, was das werden sollte, und verließ die Beiden, um dem gepreßten
Herzen durch lindernde Thränen im Nebenzimmer Luft zu machen.
Bengler und Sebald saßen auf einer Ottomanne.
Bengl. Das ist mir lieb -- dich, Salassins Freund kennen zu lernen. Welly
hat mir viel von dir erzählt. -- Was macht Salassin? Warum kommt er nicht
hieher? Was ist vorgefallen!
Seb. (faßte Benglers Hand voll Treuherzigkeit) Nimm es nicht übel -- ich
bin in einer schrecklichen Unruh -- Deine Tochter liebt Salassin!
Bengl. Das ist mir nicht unbekannt -- ich merkt es mit herzlicher Freude --
wenn wir Väter gesellschaftlich beisammen waren, scherzten wir oft vergnügt
über das Band, das unsre Kinder einmal verbinden kann -- Ihre Seelen sind
längst verlobt!
Seb. Das weiß ich als Salassins einziger Freund, und es ist mir darum recht
sehr lieb, daß ich mit dir reden kann -- deine Tochter verdient Schonung --
Bengl. Was heißt das? Erkläre -- du bringst Nachrichten ohne Zweifel, die
mir nicht angenehm --
Seb. Ich kann mich nicht einmal fassen, wenn ich an Salassin denke! Er ist
fort -- keine Seele weiß wohin?