=Schiller.=
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_Jena_ den 5. _8br._ 95.
Meinen Brief vom 14. _Sptbr_ haben Sie wie ich hoffe erhalten. Ich
vergaß in demselben bey Ihnen anzufragen, ob der Roman, zu welchem die
Zwey im Almanach abgedruckten Gedichte gehören, nicht ein Beytrag für
die Horen werden könnte? Wir könnten ihn in den Monathstücken des
nächsten Jahrs vertheilen, und biß auf wenige Bogen, welche die
Entwicklung betreffen, würde er ganz in diesem Journal stehen können.
Ein Jahr nach dem Abdruck des letzten Fragments aus demselben würde er
ohne Anstand besonders erscheinen können. Haben Sie die Güte mir diese
Anfrage zu beantworten.
Ihrem versprochenen Beytrage zu dem nächsten Stücke d. H. sehe ich mit
Verlangen entgegen.
Beyliegendes Neuntes Stück enthält einige Gedichte von mir, die Sie aus
den übrigen wohl herausfinden werden. Sie haben in Bürgers _Academie_ d.
Redekünste ein so geistreiches Urtheil über meine Künstler gefällt, dass
ich einem solchen Leser und Kunstrichter Genüge zu thun lebhaft
interessiert bin.
=Auf Apollos Geburt= ist von Göthen übersetzt. =Homer= &c. hat Herdern
zum Verfasser, von dem im nächsten Stück auch eine Abhandlung über
_Ossian_ folgt.
Wie gefielen Ihnen die Göthischen _Elegien_ im VI. Stück?
Ich bin begierig zu erfahren, wo diesen Winter Ihr Auffenthalt seyn
wird?