ASCHAFFENBURG hat mit Recht betont, daß eine der häufigsten anfallweise
auftretenden Erscheinungen bei Epileptischen eine krankhafte Verstimmung
und Gereiztheit ist, die ohne äußeren Anlaß eintritt und meist nach
einem Tage oder einigen Tagen verschwindet, seltener Wochen oder gar
Monate anhält. Die Kranken erscheinen dann plötzlich verändert, meist
finster, mißmutig, drohend, manchmal mehr ängstlich oder trübselig,
immer sehr reizbar und zu Gewalttätigkeit geneigt. Oft finden sich
daneben Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, schneller Puls, blasses oder
rotes Gesicht, weite und mangelhaft reagierende Pupillen, Muskel- und
Nervenschmerzen usw. Auch Funken- und Flammensehen, Ohrensausen und
dergleichen unbestimmte Sinnestäuschungen kommen vor, seltener
ausgeprägte Halluzinationen. Nach Ablauf ihrer Zeit geht die Störung
plötzlich und unvermittelt wieder in die normale über. Die Kranken
sprechen hinterher nicht gern davon und sind sich anscheinend nicht ganz
klar, wieweit die Erscheinungen krankhaft oder begründet waren.