[Fußnote 37: =Vers 614.=
+Offenbarung Joh.+ 5. Cap. 8. Vers.]
Samuel.
[Fußnote 1: =Vers 3.=
+Endor+ war ein unbedeutender Ort unweit Sunem, wo sich Saul gegen
die Philister gelagert hatte. (I. B. +Samuel+ 28. Cap. 7.
Vers.)]
[Fußnote 2: =Vers 18.=
Man pflegte Jehova in zweifelhaften Fällen durch die Priester und
Propheten, welchen er durch nächtliche Träume seinen Willen zu erkennen
gab, zu befragen. Von dem Hohenpriester geschah dieß in der Hütte des
Bundes durch das +Urim+ und +Thummim+. (+Siehe oben die
Anmerkung+ Nro. 26. +Moses+ III. Gesang.)]
[Fußnote 3: =Vers 28.=
Saul, der Sohn Kis, eines wohlhabenden Mannes aus dem Stamme Benjamin,
wurde von ihm ausgesandt, seine verlornen Eselinnen zu suchen. Jehova
zeigte dem Propheten Samuel an: dieser sey’s, den er zum König Israels
salben solle. Er that’s, nachdem er ihn vorher in der Gesellschaft
der angesehensten Männer durch ein Mahl geehrt hatte. (+Siehe I. B.
Samuel+ 9. und 10. Cap.)]
[Fußnote 4: =Vers 36.=
Aus Mangel an Vertrauen zu Gott maßte sich Saul einer Handlung, nämlich
des feierlichen Opferns an, welche nicht ihm, sondern nur den Priestern
und Propheten, zukam.]
[Fußnote 5: =Vers 45.=
Saul vernahm durch Samuel Jehova’s Befehl: die abergläubischen
Amalekiten mit allem ihrem Rind, und sonstiger Habe zu vertilgen.
Nachdem er aber, aus Gewinnsucht, den König Agag und den besten Theil
der Heerde verschont hatte, suchte er sich vor Samuel, der ihn zu
Rede stellte, dadurch zu rechtfertigen, daß er die Schuld auf sein
Kriegsheer wälzte, und der Handlung einen religiösen Anstrich gab.
(I. B. +Samuel+ 15. Cap.)]
[Fußnote 6: =Vers 64.=
Die Krankheit Sauls war eine periodische Melancholie, die er sich durch
seine verfehlten, ehrgeizigen Absichten zugezogen hatte. David, als ein
geschickter Harfenspieler bekannt, wurde an den Hof berufen, um ihm die
Stunden der Schwermuth zu erheitern, und Saul gewann ihn auch sogleich
so lieb, daß er ihn zu seinem Waffenträger ernannte. Später verwandelte
sich dieses Wohlwollen in Haß und Mißtrauen gegen ihn, nachdem er
den Riesen Goliath erschlug, und dem Kehrenden im Reigen die Frauen
zusangen: „Saul hat Tausend, und David zehn Tausende geschlagen.“ --
(I. +B. der Könige+ 16. und 18. Cap.)]
[Fußnote 7: =Vers 72.=
In der Felsenhöhle Engeddi, und später mitten im feindlichen Lager kam
David dem Könige Saul unbemerkt so nahe, daß er ihm dort die Quaste,
oder den Zipfel des Mantels, und hier seinen Spieß und Wasserbecher
heimlich entwandte, und darauf, als einen Beweis seiner Unschuld,
vorwies, indem es in seiner Macht stand, ihm das Leben zu rauben.
(I. B. +Samuel+ 21. und 26. Cap.)]
[Fußnote 8: =Vers 82.=
Gott selbst herrschte durch das mosaische Gesetz über das Volk Israel,
und schützte es, so lange es demselben treu blieb. Diese Theokratie war
sein Vorzug, welchen es mit keinem andern theilte, dessen es sich aber
nun töricht begab.]
[Fußnote 9: =Vers 166.=
Nicht die Nachricht, daß an diesem Tage in der Schlacht seine beiden
unwürdigen Söhne gefallen seyen, sondern jene, daß die Lade des Bundes
von dem Feinde erbeutet sey, brach dem unglücklichen Greise das Herz.
(I. B. +Samuel+ 4. Cap.)]
[Fußnote 10: =Vers 246.=
Von dem betriegerischen Handwerk des Todtenbeschwörens, auf welches
sich gewöhnlich alte Frauen verlegten, und welches durch diese
Erzählung von einem hohen Alterthum zeugt, finden wir auch bei den
heidnischen Schriftstellern sehr merkwürdige Stellen; ~+Lucan. Pharsal.+
Lib. VI. v. 592.~ -- ~+Ovid. Metamorph.+ Lib. VII. v. 199.~ und endlich
~+Horat.+ Lib. 1. +Satyr.+ VIII. 20.~ --]
Helias der Thesbite.
+Erster Gesang.+
[Fußnote 1: =Vers 2.=
Helias wird der Thesbite, oder Thisbite genannt, weil er von Thisbe,
einem Orte im Stamme Naphtali, in Ober-Galiläa, gebürtig war.]
[Fußnote 2: =Vers 4.=
In Palästinas Gebirgen gab es geräumige Höhlen, in welchen oft zur
Kriegszeit ganze Völkerschaften wohnten. Die Hebräer nannten sie צנקיס,
und die Griechen: τρωγλοδύτης. -- Siehe I. Buch +Mosis+ 14. Cap. 6.
Vers. -- Das B. +der Richter+ 6. Cap. 2. Vers.]
[Fußnote 3: =Vers 10.=
Unter dem Götzen +Baal+ wird oft die Sonne, und unter
+Astarte+ der Mond verstanden, welche beide Gestirne wohl einer
der frühesten Gegenstände der Abgötterei waren. +Baal+, von
welchem hier die Rede ist, und Astarte, von welcher sie weiter unten
seyn wird, waren ohne Zweifel phönikische Gottheiten, und jener
wahrscheinlich Herkules, der zu Tyrus einen Tempel hatte. -- Siehe
+Jahns Archäol.+ III. T. §. 129. und 131.]
[Fußnote 4: =Vers 47.=
Ungefähr 975 Jahre vor Christi Geburt geschah die Spaltung, wo das
mächtige Reich Salomons, nach seinem Tode, in zwei Theile getrennt
wurde. Rehabeam, sein Sohn, behielt nur die zwei Stämme Juda und
Benjamin; die übrigen Zehn erwählten Jeroboam, den Sohn Nebat, zu
ihrem Könige. Aus Furcht, seine Unterthanen möchten wieder zu dem
Hause Davids übertreten, wenn sie zu den Festtagen nach Jerusalem
wallfahrteten, stellte er zwei vergoldete Rinder, als Bilder Jehova’s,
zu Bethel und Dan auf; bauete ihnen Tempel und Altäre; bestellte
Priester; verlegte die Festtage um einen Monath später, und führte also
die Abgötterei in Israel ein, wegen welcher ihm der Untergang seines
Hauses verkündiget ward. Seine Residenz war zu Sichem und zu Thirzo. --
(Siehe 1. Buch +der Könige+, 12. und 14. Cap.)]
[Fußnote 5: =Vers 59.=
In den Prophetenschulen wurden junge Leute im Gesetze, in der Tonkunst
und anderen Wissenschaften unterrichtet. Sie sollten die künftigen
Lehrer des Volkes in der wahren Religion seyn.]
[Fußnote 6: =Vers 96.=
+Zarpath+, oder Sarepta, war eine phönikische Stadt an der Küste
des mittelländischen Meeres zwischen Tyrus und Sidon.]
[Fußnote 7: =Vers 111.=
Die Kleidung, derer sich die, durch strengere Lebensart auszeichnenden
Propheten bedienten, bestand aus einem langen Leibrock aus
Lämmerfellen, aus einem ledernen Gürtel und einem Mantel aus grobem
Tuche, dessen sich der Morgenländer im Freien auch statt einer
Bettdecke bedient. Das Kleid des Täufers im Neuen Testamente,
+Matth.+ III. Cap. wird eben so beschrieben.]
[Fußnote 8: =Vers 166.=
Die Morgenländer bedienen sich des Oehles, statt der Butter, bei allen
Arten Gebäckes.]
[Fußnote 9: =Vers 191.=
+Oberhaus+, Oberzimmer -- צלֹיח, ὑπενῷον -- ein Gebäude von
einem, oder ein Paar Gemächern, welches vom Dache hinauf, über der
Hausthüre, oder über dem Vorhofe, oft auch rückwärts von einem oder
dem anderen Ende des Hauses, empor ragt; zu welchem entweder von der
oberen Gallerie, oder mittelst einer heimlichen Treppe, die in den
Vorhof, oder auf die Straße führt, zu gelangen ist. Dasselbe dient zur
Beherbergung der Fremden, zu stillen Betrachtungen, und Uebung der
Andacht in ungestörter Einsamkeit. (Siehe +Shaw Reis.+ S. 188.
+Niebuhr’s Reis.+ I. Theil 380 S.)]
+Zweiter Gesang.+
[Fußnote 1: =Vers 257.=
Eine Art unsinniger Gottesverehrung der heidnischen Priester war die:
sich mit Messern, Spießen und Geißeln zu verwunden. Plutarch bezeugt
solches von den Priestern der +Bellona+ in seinem Buche von dem
+Aberglauben+ und +Lactanz+ in jenem von +der falschen Religion+. I. B.
21. Cap. -- +Tibull.+ I. B. 1. Eleg, von den Priesterinnen der Cybele
und +Lucian+ in jenem von der +syrischen Göttinn+.]
[Fußnote 2: =Vers 260.=
Das Abendopfer wurde um drei Uhr Nachmittags in dem Tempel zu Jerusalem
dargebracht.]
[Fußnote 3: =Vers 337.=
+Jesreel+, eine Stadt, wo Achab im Sommer wohnte, lag fünf Stunden
Weges von Samaria gegen Norden.]
[Fußnote 4: =Vers 349.=