[Fußnote 9: =Vers 138.=
+Pharao+ war der allgemeine Nahme der Könige von Aegypten. -- Der
Geschichtschreiber Appian nennt diesen insbesondere +Amasis+, und
Eusebius +Cenchris+. Usserus aber glaubt, er habe +Amenophis+
geheißen, und sey der Belus der Griechen, der Vater des Danaus und
Aegyptus gewesen.]
[Fußnote 10: =Vers 146.=
Nach dem Jos. Flavius hieß diese Tochter Pharao’s, +Thermuthis+.
Clemens von Alexandrien, der sie +Myrrhina+ nennt, berichtet: sie
sey lange verheiratet, doch kinderlos gewesen, deßwegen sie den Moses
an Kindes statt angenommen habe.]
[Fußnote 11: =Vers 153.=
In der Apostelgeschichte VII. Cap. 21. und 22. Vers heißt es:
(„den Ausgesetzten“) „nahm die Tochter Pharao’s zu sich, und ließ
ihn als ihren Sohn erziehen. Moses wurde in allen Wissenschaften der
Aegyptier unterrichtet, und war mächtig in Reden und Thaten.“]
[Fußnote 12: =Vers 193.=
Die räthselhafte Gestalt der Sphinxe gab zu verschiedenen Muthmaßungen
Veranlassung. Sowohl die griechische Mythologie wie es die Geschichte
des Oedipus beweiset, als auch die ägyptische hatte ihre Sphinxe. Diese
ist in Abbildungen gewöhnlich, wie eine Löwinn mit vorgestreckten
Vorderfüßen gelagert, und hat das Haupt einer weiblichen Figur, welche
mit einem in Falten gelegten Tuche bedeckt ist. Die in der Nähe von
Cairo im Sande versunken und aus einem einzigen Stein gehauene Gestalt
der Sphinx ist 148 Fuß lang, und mehr als 60 Fuß hoch, sie ragt aber
jetzt nur noch 27 Fuß hoch aus dem Sande. Die Aegyptier stellten
sie vor die Thore ihrer Tempel um anzudeuten, daß der Dienst der
Götter mystischen Sinn enthalte. (~Stat. I. Theb. -- Dapper. Descr.
Afr.~)]
[Fußnote 13: =Vers 197.=
+Die Obelisken+, oder Spitzsäulen, dienten bei den Aegyptier zur
Zierde der Plätze vor ihren Tempeln. Mehrere erheben sich über dem
Fußgestelle noch zu 150 Fuß Höhe in das Gevierte, spitz zulaufend,
sie sind gewöhnlich aus rothem Granit aus einem Steine gehauen und
die meisten mit Hieroglyphen versehen. Von August angefangen, haben
mehrere römische Kaiser sie nach Rom schaffen und erhöhen laßen, die
aber dann bei dem Einfall der Barbaren umgestürzt wurden. Erst von dem
unternehmenden Papste Sixtus V. 1588 und 1589 wurden zwei der
größten, einer auf dem Petersplatz, und der andere vor der Kirche S.
Giovanni di Laterano, wieder aufgerichtet (+Ueber die Obelisken+
siehe +Zoegas+ Werk ~+De origine et usu Obeliscorum, Romae+~
1797)]
[Fußnote 14: =Vers 199.=
+Die Pyramiden+, Denkmaale des Despotismus der alten Könige von
Aegypten, die diese, vierseitig spitz zulaufenden Massen aus Stein
oder Ziegeln sich zu Begräbnißplätzen haben erbauen lassen. Um Memphis
herum stehen noch beiläufig 40 solche Pyramiden, deren höchste, jene
des Cheops, über 600 Fuß Höhe, und eben so viel in der Basis mißt. Was
Herodot, Strabo und Diodor von den Pyramiden berichten, wurde durch die
Neuern, vorzüglich durch Savary, und durch Denon, während Napoleons
Züge nach Aegypten, großen Theils bestätiget. (Siehe ~+Grobert
Description des Pyramides de Gizè, Paris etc.+~)]
[Fußnote 15: =Vers 218.=
So verschieden diese Meinungen der Ausleger über die gewaltsame That
Moses sind, so ist (+Apostelgeschichte+ VII. Cap. 23. Vers
u. folg.) aus der Rede des Stephanus M. zu entnehmen: daß er sie aus
dem Antriebe Gottes, des Herrn über Leben und Tod, vollführt habe.
Die Folgen davon wirkten entscheidend auf Moses Schicksal, und die
Befreiung des Volks Israel.]
[Fußnote 16: =Vers 265.=