Bestand des ausgewirkten Kosmos kein einziges Atom rotieren kann, wie
überhaupt im Kosmos kein einziger Körper eine Achsenrotation besitzt.
Mit einziger Ausnahme des kosmischen Zentralkörpers, der, wie wir in
unserem früher gegebenen Verzeichnis sahen, rotieren muß, weil eine
kosmische Umlaufsbewegung besteht, die als nichts anderes erklärt
werden kann, als die Ausweitung einer zentralen Rotation!
Was nun aber diese Rotation des Zentralkörpers anbetrifft, so ist zu
berücksichtigen, daß der Zentralkörper ja entstanden ist, und ferner
ist zu beachten, _wie_ er entstanden ist.
Dieses Wie? werden wir sogleich kennen lernen. Und zwar werden wir
sehen, daß schlechterdings es sich bedingt durch eine einzige erste
minimalste Auslösung von Kraft und Polarität, und durch ein zentrales
Uratom und dessen Rotation. So daß also ganz streng genommen in allem
Bereich des Kosmos und des kosmischen Systems nur ein einziges
Atom und ein einziger Körper eine Rotation hat: nämlich das zuerst
ausgelöste zentrale Uratom, und daß im übrigen aller übrige kosmische
Bestand, auch die Substanzmasse des Zentralkörpers mit seinen
Schichtungen, lediglich einen _Umlauf_ um das rotierende Zentralatom
haben, der sich in der Richtung von dessen Rotation vollzieht, von ihr
bewirkt wurde, und in Gang erhalten wird.
Schlechterdings durch ein einziges zentrales Uratom und seine Rotation
bedingt sich aller kosmische Bestand deshalb, weil alle seine Atome,
ob in ihrem noch unsubstanziellen oder substanziellen Zustand, erst
durch Schneidung, bezw. Verknüpfung zweier Richtungen von Kraft
zustandekommen; wozu zunächst unbedingt das Zustandekommen eines Atoms
vonnöten war, und zwar eines rotierenden.
* * * * *
Erfolgte also aus dem einpolar neutralen Zustand ∞ hervor ein erster
Ruck, so konnte dieser sich nur als ein allerminimalster vollziehen.
Dennoch aber war er, aus momentaner absoluter Bewegungslosigkeit des
Ein-Pols hervor entstehend, die allerintensivste Äußerung von Kraft
und dermaßen ungeheuer, daß er mit der ersten zentralen Distanze
und Dimension zugleich auch schon, mit einer allseitig _vertikalen_
Ausweitung, die äußerste kosmische Peripherie auslöste; dergestalt
indessen, daß diese ganze ungeheuere Dimension zunächst noch nicht ein
einziges Atom hatte.
Was nun aber jene erste zentrale Distanze anbetrifft, die sich im
übrigen als die erste Spannung zwischen zwei Polen darstellt, so
konnte diese -- wir werden gleich nachher den Grund erkennen -- nicht
anders als _geradlinig_ erfolgen! Denn auf dem kürzesten und zugleich
intensivsten Wege erreichte der Pol seinen Gegenpol oder setzte er ihn
aus sich heraus. Da nun aber diese erste geradlinige Zentral_dimension_
vorhanden war und zugleich mit ihr der Bereich der allseitigen
vertikalen Kraftausweitung des Urruckes bis zur kosmischen Peripherie
hin, so hatte der Pol jetzt eine Möglichkeit, zu seinem Gegenpol auch
krummlinig überzuspringen. Übrigens nach strenger Maßgabe der ersten
geradlinigen Dimension und um deren Achse herum, die ein für allemal
statisch festgehalten wurde!
Der Pol vollzog jetzt ringsherum diese krummlinigen Auslösungen, eine
dicht an der anderen, und so rundete sich ein allererstes minimalstes
elliptisches Spannungsgebilde und eine solche unsubstanzielle
Körperlichkeit in Gestalt eines zentralen Atoms. Da die krummlinigen
Auslösungen aber statisch festgehalten wurden, auch in der Reihenfolge,
wie sie von Anfang an erfolgten -- immer eine Linie dichtest an der
anderen und eine immer mit Hilfe der vorherigen! --: so mußte diese
ganze Auslösungsbewegung eine Rotationsbewegung werden und mußte das
zentrale Uratom _rotieren_; an ein und derselben Stelle und ohne seine
Lage im geringsten zu verändern.
* * * * *
Jetzt aber gelangen wir zu dem Beweis, daß der Urruck sich unter
allen Umständen zunächst geradlinig vollziehen mußte und nicht einen
Augenblick anders sich vollziehen konnte.
Nämlich auch die Rotationsbewegung des zentralen Atoms hat, genau
so wie der erste geradlinige Urruck, eine Ausweitung. Die sich in
die vorhandene vertikale (zentrifugal = zentripetale) Ausweitung und
Kraftspannung hinein bis zur Peripherie fortsetzt.
Es bestehen also jetzt im Kosmos zwei Kraftrichtungen: eine _vertikale_
(zentrifugal = zentripetale) und eine _horizontale_, eine Rotations-,
bezw. Umlaufsrichtung. Sie bleiben ein für allemal die zwei
grundtypischen Richtungen einheitlicher Kraft, Bewegung und Polarität.
Was ist nun aber anders denkbar, als daß die horizontale Ausweitung
der zentralen Rotation sich erst einen Weg brechen mußte durch die
vertikale Ausweitung? Diese Durchbrechung aber brachte überall im
kosmischen Bereich zwiepolare Brechungs- oder Verknüpfungsgebilde
zustande: die Atome! -- Zu berücksichtigen ist hierbei aber sofort, daß
diese Brechungen und Verknüpfungen am _intensivsten_ erfolgen mußten,
je näher beim rotierenden Zentralatom; denn je weiter von ihm ab und
gegen die kosmische Peripherie hin, um so mehr muß ja die Ausweitung
der zentralen Rotation an den Kraftlinien der vertikalen Ausweitung
erlahmen; so daß es denn auch ausgeschlossen ist, daß die horizontale
Ausweitung bis _ganz_ an die kosmische Peripherie herangeht. Sie
begegnet ja hier außerdem einer absoluten Grenze, an welcher mit
ungeheuerster Gewalt der vertikale Kraftreflex des Urruckes sich in
zentripetale Richtung umbiegt und zurückstaut. So daß also die äußerste
Peripherie eine kosmische Zone bedeutet, in der nicht eine Spur von
Substanz oder auch nur von unsubstanziellen _Atomen_ mehr möglich und
vorhanden ist! --
* * * * *
Wir verfolgen den großkosmogonischen Prozeß jetzt weiter.
Schon oben, in unserem Verzeichnis, vergegenwärtigten wir uns, daß je
nach der Intensität der Ausweitung der zentralen Rotation sich dieselbe
in eine Stufenfolge von Umlaufszonen gliedert, die sich ihrerseits
wieder jede in eine Anzahl von Sphären einteilt.
Die erste kosmische Region ist naturgemäß der Raum, den der
Zentralkörper einnimmt. Dieser aber kann einzig auf folgende Weise
zustandekommen.
Am intensivsten müssen die Brechungen oder Verknüpfungen, welche die
horizontale Ausweitung mit der vertikalen einging, in unmittelbarster
Nähe des rotierenden Zentralatoms sein. Und zwar kann es sich nicht
anders verhalten, als daß die Atome eins so dicht am anderen liegen,
daß, wenn überhaupt ein Zwischenraum, so doch kein hinreichender
bleibt, daß die Atome eine Eigenbewegung vermöchten. Sie können sich
daher nicht nähern oder abstoßen und also auch noch nicht sich zu
Substanz aggregieren.
So daß also in unmittelbarster Nähe des rotierenden Zentralatoms ein
unsubstanzieller Atomenring mit der Richtung der zentralen Rotation
um das Zentralatom herumkreist. Hier haben wir die vor dem Urelement
bestehende reine Atomenformation. Sie ist offenbar auf diesen Ring
beschränkt und in ihm exakt lokalisiert. In irgend einer anderen Region
des Kosmos sind aber unsubstanzielle Atome deshalb nicht denkbar und
möglich, weil überall im übrigen Kosmos viel zu große Zwischenräume
zwischen den zustandekommenden Atomen vorhanden waren, die ihnen
vollständige individuelle Bewegungsfreiheit und also allenthalben
die Möglichkeit, und zwar die mannigfaltigste, gewährten, sich zu
substanziell-elementarer Bildung zu verbinden!
Im nächsten Ring nun aber ist offenbar die horizontale Ausweitung
bereits ein klein wenig schwächer, zugleich ist der Ring naturgemäß
schon bedeutend umfangreicher. Also bleibt schon ein Zwischenraum
zwischen den Atomen; sie können sich individuell bewegen, (diese
Bewegung bedeutet in allen Fällen lediglich eine seitlich schwankende,
vibrierende, oszillierende, weil ja die Atome in allen Fällen
Konduktoren der vertikalen und horizontalen Kraftlinien und in diese
gleichsam wie Maschen eingewebt sind!), und also können sie sich jetzt
auch verbinden.
Wir haben den Ring des Urelementes vor uns; und wir hätten jetzt also
auch das Urelement exakt lokalisiert. Doch ist zu berücksichtigen, daß
das Urelement nicht auf diese kosmische Region, auf diesen zweiten
Innenring des Zentralkörpers beschränkt sein wird. Es kann auch noch an
einer anderen Stelle des Kosmos vorkommen; wenn dort wohl auch nicht
ohne eine gewisse Modifikation. Offenbar nämlich in der äußersten
kosmischen Umlaufszone, ganz in der Nähe der kosmischen Peripherie und
der reinen, nichtatomistischen Kraftreflexzone, welche diese ihrer
ganzen Natur nach darstellt. Die ungeheuere Einwirkung derselben wird
der äußersten kosmischen Substanz eine Beschaffenheit verleihen, die
der des zentralen Urelementes zum mindesten ähnlich sein wird; so daß
nun allerdings nicht mit jeder Sicherheit zu behaupten wäre, daß diese
peripherische Substanz wirklich mit dem zentralen Urelement durchaus
identisch ist.
Im übrigen wird sich das zentrale Urelement seiner Beschaffenheit
nach in der Nähe des ersten Ringes noch kaum von der unsubstanziellen
Atomenformation unterscheiden; je mehr aber nach seiner äußersten
Grenze hin wird es eine Beschaffenheit annehmen, die wir ganz entfernt
etwa mit der eines leuchtenden Edelgases vergleichen könnten; obgleich
ein solches sicherlich seinerseits schon viel zu kompliziert ist, als
daß das Urelement bereits als ein solches durchaus angesprochen werden
könnte. Wir besitzen eben keine Möglichkeit, das Urelement als solches
jemals aufzufinden oder irgend ein äußerstes, ihm nächstes der uns
bekannten und zugänglichen Elemente auf das Urelement zu reduzieren.
Weder irgend ein dem Chemiker zu Gebote stehender Grad von Kälte
noch von Hitze vermöchte jemals diese Reduktion zu bewerkstelligen.
Wenn wir etwa den sogenannten »Weltäther« zum Vergleich heranziehen
wollten, so würde uns auch nicht geholfen sein. Denn auch ihn vermag
ja der Chemiker nicht darzustellen oder zu untersuchen. Um so weniger
übrigens, als er, wie wir später noch erkennen werden, überhaupt ganz
unmöglich existieren kann!
Wir besitzen also keinerlei Möglichkeit, uns vom Urelement seiner
Beschaffenheit nach eine direkte Vorstellung zu machen. Dennoch ist
seine Existenz und ihre Lokalisation eine gänzlich unausweichliche
und sichere. -- Da die Zwischenräume zwischen den Atomen in dem
Urelementring noch so sehr geringe sind, ist es übrigens vollständig
ausgeschlossen, daß in ihm bereits elektrische, gar explosive Kräfte
vorhanden und tätig sein könnten. Dazu ist der Urelementring noch viel
zu ungeheuer intensiv. Er kreist lediglich in engster Gemeinschaft mit
dem ersten Ring um das rotierende Zentralatom.
* * * * *
Im dritten Ring, in der dritten Schichtung des Zentralkörpers ist die
Intensität der horizontalen Kraftausweitung wieder um etwas geringer;
überdies aber ist diese Schichtung noch weit umfangreicher als die
des Urelementes. Infolgedessen bleibt auch wieder ein noch größerer
Zwischenraum zwischen den Atomen. Infolgedessen können die Atome sich
auch noch freier bewegen und bereits unterschiedliche elementare
Verbindungen bewerkstelligen.
Doch ist zu bedenken, daß auch hier die Zwischenräume noch nicht
besonders große sind! Deshalb bleibt die elementare Ausbildung noch
eine eingeschränkte, und vermögen auch noch keine nennenswerten
elektrischen, gar explosiven Kräfte sich zu entwickeln, welche die
entstandene Substanz erst noch recht zu walken und zu differenzieren
vermöchten!
Dem Urelement am nächsten wird die Substanz der dritten Schichtung
diesem auch noch am ähnlichsten sein. Alsdann wird sie in Ringe von
überaus dichten Edelgasen übergehen und gegen ihre äußerste Grenze hin,
wo dann sicherlich auch zum ersten Mal elektrische Kraftäußerungen
wenigstens einen gewissen Spielraum gewinnen, wird die elementare
Ausbildung am vielseitigsten seien. Hier wird die dritte Schichtung
bereits einen sehr intensiven und dichten weißglühenden Zustand haben.
Die dritte Schichtung kreist in engster organischer Gemeinschaft mit
den beiden ersten Schichtungen um das rotierende Zentralatom.
* * * * *
Die vierte Schichtung hat wieder größere und nun schon recht
ansehnliche Zwischenräume zwischen den Atomen, und zudem ist sie
bereits außerordentlich umfangreich. (Die Ausdehnung der Schichtungen,
Sphären und Zonen steigert sich je weiter vom rotierenden Zentralatom
ab mit zunehmender Proportion!)
Jetzt endlich ist die Möglichkeit zur erschöpfendsten Ausgestaltung
der Elemente gewonnen! Außerdem erwachen mit ungeheuerster Intensität
die elektrischen und magnetischen Kräfte, walken und komplizieren die
Substanz mit gewaltigen Explosionen. --
Der sehr dicht weißglühende Zustand des dritten Ringes geht hier
zunächst in eine weniger dichte und intensive Weißglut über, die je
mehr nach der äußersten Grenze der vierten Schichtung hin um so trüber
und weniger dicht wird.
Diese vierte ist die letzte und äußerste Schichtung des nun im rohsten
fertiggewordenen Zentralkörpers. Ihre Substanz wurde sicherlich durch
die ungeheueren explosiven Vorgänge, die hier statthatten, noch weit
in die nächste kosmische Umlaufssphäre hineingetrieben und in die
Substanzmassen hinein, welche die Umlaufsintensität dort zur Ausbildung
gebracht hatte. Indessen mit der Zeit mußte die gewaltig kontrahierende
Rotationsintensität des Zentralkörpers diese Explosionen stillen
und die Substanz des Zentralkörpers endgültig von der der nächsten
kosmischen Umlaufssphäre scheiden. Sie tat das in immer stärkerem
Grade, d. h. die Oberfläche des Zentralkörpers zog sich immer mehr
zusammen und wurde immer dichter und schließlich hart. So weit dies
die ungeheuere Dichtigkeit der innersten Schichtungen zuließ. (Von
unvorstellbarer Dichtigkeit ist aber ganz besonders die erste und die
zweite innere Schicht des Zentralkörpers. Auch die dritte Schichtung
wird noch überaus widerstandskräftig sein und selbst noch die ihr
nächsten Ringe der obersten Schichtung.
So mußte also der Zentralkörper eine harte Oberfläche erhalten. Auf
der dann die Elemente mit der Zeit Gelegenheit zu ihrer äußersten und
feinsten, will sagen organischen Ausbildung gewannen.
* * * * *
Die nächste kosmische Region -- gleich gesagt: sie enthält die
Umlaufssphären von Mond und Sonne (Venus und Merkur sind die »Monde«
der letzteren) -- war nun schon dermaßen umfangreich, daß die
Ausbildung der Substanz einen anderen, ungleich weniger intensiven und
komprimierten Charakter annehmen mußte, als in den vier Schichtungen
des Zentralkörpers!
Nämlich die Zwischenräume, nicht nur zwischen den einzelnen Atomen,
sondern besonders auch zwischen den einzelnen, sehr leichten
Atom_massen_, waren hier bereits so überaus große, daß die Atome
einer anderen, indirekteren, weniger intensiven und elementreichen
substanziellen Ausbildung unterlagen.
Diese erfolgte zunächst dergestalt, daß die Umlaufsintensität -- wir
fassen vorderhand die Mondsphäre und die Ausbildung des Mondes ins
Auge -- die Atommassen der Sphäre mehr und mehr zusammenzog und nach
einer Stelle der Sphäre hin zu einem zunächst amorphen, lockeren aber
zusammenhängenden Nebel zusammendrängte. Das ist ein Prozeß, der in
allen kosmischen Sphären und Zonen im wesentlichen der gleiche ist!
Je mehr nun aber diese Zusammendrängung vor sich schritt, um so mehr
suchten ihr die Atome, die an und für sich die Tendenz haben, ihren
jetzt so überaus großen Spielraum zu freiester individueller Bewegung
auszunützen, eine Repulsion entgegen! Da indessen die kontraktive
Umlaufsintensität der Sphäre -- die in diesem Falle überdies noch
eine ganz besonders kräftige ist! -- die Oberhand hat und behält, so
wird der Nebel immer dichter zusammengedrängt; der jetzt vorhandene
Wechselrhythmus einer Kontraktion von außen und einer Repulsion von
innen aber muß zu einer immer stärkeren Verdickung und Zusammenpressung
der Substanz in der Mitte des Nebels führen. Dadurch gewinnt die
Repulsion aber erst ihre ganze Kraft und Stetigkeit, und so geschieht
es, daß der Nebel die regelmäßige Gestaltung einer _Linse_ annimmt! --
Doch die zentrale Verdickung -- es kann übrigens nicht anders sein,
als daß angesichts des Kontraktions- und Repulsionsrhythmus ihre
Gestalt eine zunächst sehr ausgeprägt _elliptische_ ist! -- nimmt
immer mehr zu, rundet sich immer mehr und gewinnt an Kraft und Dichte.
So kommt es, daß jetzt innerhalb ihres Umfanges analoge elementare
Differenzierungen möglich werden, wie im Umfang des Zentralkörpers;
wenn auch bedeutend weniger komplizierte und feine, da ja doch der
ganze Ausbildungsprozeß hier ein so bedeutend anderer ist, und da im
Zentralkörper auch keinerlei Repulsion der Atome stören kann!
Weiter aber muß, je mehr die mittlere Verdickung Kugelform annimmt,
infolge auch des immer kräftiger werdenden kontraktiv-repulsiven
Rhythmus, die Linsenform des Nebels in eine Spindelform übergehen!
Die beiden langen, schmalen Spindelenden werden dann aber von der
Umlaufsintensität der Sphäre wieder spiralig um den Mittelkörper
herumgelegt. (So, daß die Bildung des Nebels äußerlich, da sicherlich
die einzelnen Windungen der Spirale durch feine Substanzübergänge
miteinander verbunden sein werden, wieder die Form einer Linse zu
haben scheint). Da nun in dem Falle, den wir hier im Auge haben,
die Umlaufsintensität noch eine sehr kräftige ist, so geschieht es,
daß die Spiralwindungen der Spindelenden noch ganz sich mit dem
Mittelkörper vereinen und von ihm absorbiert werden. So ist der Mond
zustandegekommen. Die weiterwirkende Intensität seiner Umlaufssphäre
vermochte ihn, den einstmals sehr intensiv feurigen -- unbedingt muß er
noch feuriger gewesen sein, als es heute noch die Sonne ist! -- noch
sehr scharf zu härten, obgleich die Mondoberfläche sicherlich nicht so
hart sein kann, wie die der Erde, des kosmischen Zentralkörpers!
* * * * *
Die Entstehung der Körper und Systeme ist in allem kosmischen Bereich
notwendigerweise im _wesentlichen_ die gleiche wie die, die wir
soeben beschrieben und festgestellt haben; indessen ereignen sich,
je mehr nach der kosmischen Peripherie hin, begreiflicherweise um so
mehr Modifikationen! Das erweist sich bereits an der Sonne und ihrer
Entstehung.
Die Intensität der Sonnensphäre ist wieder eine schwächere als die der
Mondsphäre; außerdem ist sie räumlich weit ausgedehnter. Also wurde
eine ganz besonders große Menge von Atomenmassen zusammengetrieben.
Die Ausbildung des Nebels erfolgte genau wie die des Mondnebels. Doch
bereits mit dem Unterschiede, daß der kontraktiv-repulsive Rhythmus
nicht alle Substanz zu _einem_ Körper zusammenzuziehen vermochte!
Sondern es konnten sich in den Spiralwindungen der Spindel zwei
Nebenzentren -- Venus und Merkur -- selbständig ausbilden. Und nicht
genug damit, vermochte die Sonne -- die übrigens auch ihrerseits
noch nicht völlig kontrahiert ist! -- den übrigen Rest des Nebels
nicht ganz sich anzugliedern. Er besteht noch heute in der Gestalt
des Zodiakallichtes mit seinem Gegenscheinring. Die Struktur des
Zodiakallichtes läßt noch hinreichend deutlich die Spiralen der beiden
Spindelenden erkennen. Die sogenannte »Korona« aber ist der Teil des
Nebels, mit dem er in den eigentlichen Sonnenkörper übergeht. Was sich
kennzeichnet durch die der Korona dem Zodiakallicht gegenüber eignende
größere Dichtigkeit und intensivere Leuchtkraft!
* * * * *
Je mehr nun nach der kosmischen Peripherie hin, um so mehr müssen
begreiflicherweise die Mittelkörper an Kraft verlieren, sich alle
ihre Substanz -- die übrigens immer leichter und kühler wird! --
einzugliedern. Es nimmt also die Ausbildung der Nebenzentren immer
mehr überhand. So hat z. B. Jupiter bereits 8 Trabanten, Saturn, vom
Ring abgesehen, gar zehn. Außerdem konnten sich selbständig die so
außerordentlich zahlreichen Planetoiden bilden, die je weiter gegen
Neptun hinauf immer zahlreicher werden!
Aber wir können hier auf das alles leider nicht weiter eingehen, weil
der sonstige Inhalt dieser Arbeit das verbietet.
Vergegenwärtigen wir uns übrigens, was wir gewonnen haben!
Offenbar, da nach Maßgabe der Entwicklungstatsache und der einer
einheitlichen zentralen Kraft und Polarität unsere Deduktion der
kosmischen Entwicklung vom Urzustand ∞ aus in einer unantastbar streng
geschlossenen Logik steht, endlich eine endgültig exakte kosmogonische
Anschauung!
Und zwar eine, die schlechterdings keinen einzigen ihrer Bestandteile
mehr unerklärt läßt!
Wir verstehen jetzt vollständig den kosmischen Zentralkörper; und
außerdem verstehen wir das Zustandekommen der Untersysteme bis ins
geringste hinein! Es bleibt hier auch keine fingerbreite Lücke mehr!
Wir haben das Zustandekommen der Mittelkörper sowohl wie der Trabanten
vollständig verstanden und restlos erklärt! Auch der Umlauf der
Trabanten ist restlos erklärt! Wir verstehen sofort, daß er in der
Mechanik der Bewegung erfolgt, mit welcher die kontraktive Wirkung
der jeweiligen sphärischen Umlaufsintensität die Spindelenden um
den Mittelkörper herum legte; und wir verstehen, daß der Umlauf
in Gang gehalten wird durch die weitere Andauer der sphärischen
Umlaufsintensität; während die vom Mittelkörper her erfolgende
Repulsion die Trabanten in Distanze, d. h. die sphärische Kontraktion
in Schach hält. (Übrigens setzen auch die Trabanten begreiflicherweise
der sphärischen Kontraktion eine Repulsion entgegen!)
Aber noch eins verdient hier Erwähnung! Daß nämlich erstlich das
Newtonsche Gravitationsgesetz auf die kosmischen Körper, mit einziger
Ausnahme des Zentralkörpers, keine Anwendung mehr finden kann! Es
eignet den Körpern ja lediglich eine _Repulsionskraft_, da ihre Atome
durchaus die Tendenz behalten, frei zu schweifen. Man könnte höchstens
von einer von _außen_, von der sphärischen Umlaufsintensität her
erfolgenden Gravitation sprechen. -- Dagegen besitzt der Zentralkörper,
die Erde, allerdings eine Gravitation. Wenn aber die Erscheinung der
Gravitation bisher bekanntermaßen wohl beschrieben, aber noch niemals
erklärt werden konnte, so sind wir sofort in der Lage jetzt diese
Erklärung zu leisten. Nämlich von der Rotation des Zentralkörpers und
ihrer gewaltigen kontraktiven Intensität aus!