Bäume in breiter Behandlung male man wie folgt:
Man lege die Localfarbe an und zwar ziemlich flüssig, übergehe damit
den ganzen Baum, sehe aber darauf, daß die zahlreichen Lichter zwischen
dem Laub, besonders in den äußeren Partien, möglichst ausgespart
bleiben. Man halte solche etwas größer, da sie sich später sehr leicht
verkleinern lassen, was mit hellen Tönen bewirkt sehr natürlich wirkt.
Ist dieser Auftrag trocken, so gibt man die Schatten mit einem weniger
flüssigen, entsprechenden Ton derselben Farben, welcher ebenfalls über
alle dunkleren Stellen gleichmäßig weggeführt wird und setzt dann mit
einem tieferen Ton und dickerer Farbe die dunkelsten Stellen ein. Ist
dies geschehen, so verbessert man, wo es nöthig erscheint, die äußere
Form durch etwas mehr Ausladung, hebt Lichter heraus, wo solche fehlen
oder verkleinert die zu groß gerathenen, worauf man das Astwerk etc. in
Behandlung nimmt. Kleine Aeste, welche sich +hell+ abheben, übergeht
man bei Anlage des Laubes und hebt sie später heraus.
Der Pinsel sei ein +flacher+, immer wohl gefüllt, ohne mit Farbe
überladen zu sein. Die äußere Form gibt man am besten scharf und
entschieden mit der Seite der Spitze desselben, besonders bei dünnem
Laub und ungewissen oder bewegten Formen, vermeide aber Farbenflecke.
Vor Anlage der Schatten kann man abwaschen, was jedoch in vielen Fällen
nicht nothwendig ist. Bei flüssiger Farbe hat man den Vortheil, daß die
Farbe nicht zu schnell trocknet und man sich an einer vielleicht etwas
schwierigeren Stelle nicht zu übereilen braucht, aus Furcht, daß die
Farbe an der Stelle wo man weiter zu malen hat, unterdessen auftrockne.