Er bettelte: »Geh, Modei, gib ihr's!«

»Na, Friedl! Dös geht net.«

»Schau, gar so kurz sollst mich net anlassen! Daß ich dir's gut mein',

dös weißt doch net erst seit gestern. Denk zruck an die alten Zeiten:

wie ich zu dir als a kleiner Bub schon allweil --«

»Sei stad!« fuhr Modei auf. »Es kommt wer!« Bleich werdend, lauschte sie

auf den Schritt, der sich der Hüttentür näherte.

»Dös is bloß der Herr Dokter, weißt, der junge Herr, der 's letztmal

dagwesen is mit mir. Ich hab ihm gsagt, er soll sich vom Almspitz d'

Aussicht anschaun. Hab denkt, er verhalt sich länger. Schad drum, daß er

schon kommt!«

»Oder besser -- wer weiß!« flüsterte Modei.

Benno trat ein. Mit herzlichem Gruß drückte er Modeis Hand und floß über

vom Lob der schönen Fernsicht, die er genossen hatte. Als er sich setzen

wollte, mahnte Friedl zum Aufbruch, weil die Dunkelheit käme, ehe sie

die Jagdhütte erreichen könnten. Benno hatte keine Lust zum

Weiterwandern; es gefiel ihm in der Hütte. Er stellte Gewehr und

Bergstock in die Ecke, warf den Rucksack ab, zog die Joppe aus und

machte sich's am Herd bequem.

»Wissen S' was, Herr Dokter«, sagte Friedl, »bleiben S' da über Nacht!

Morgen in der Fruh hol ich Ihnen nacher ab. Wir haben von da aus a

leichters Steigen zum Gamsberg auffi, und der Weg zur Jagdhütten und

zruck is Ihnen verspart.«

Der Jäger von Fall · 第 6 / 63 题