DIE WITZIGE BEGRIFFSBEZIEHUNG.

II. Die "_witzige Begriffsbeziehung_" stellt Beziehungen zwischen

Begriffen unrechtmässig oder scheinbar unrechtmässig her, Beziehungen der

Gleichheit oder Verschiedenheit, der Identität oder des Gegensatzes.

Beziehungen endlich der Zusammengehörigkeit dieser oder jener Art.

A. Betrachten wir auch hier zuerst die Fälle, in denen _äussere Momente_

den Witz begründen.

1. Wir haben dann, soweit das äussere Moment in Wortähnlichkeit besteht,

in erster Linie zu nennen die "_witzige Wortverwechselung_". Ein Wort

tritt an Stelle eines anderen, ihm ähnlichen Wortes, das seinen eigenen

und wohlbekannten Sinn hat. Der Witz entsteht, indem wir die

Verwechselung verstehen, d. h. sie, durch die Ähnlichkeit der Worte

verführt, in Gedanken mitmachen, und damit die entsprechenden Begriffe

und Gegenstände für einen Augenblick identifizieren. Jemand "insultiert"

etwa den Arzt statt ihn zu konsultieren und erweckt damit die

Vorstellung, als ob in der That das Konsultieren ein Insultieren wäre,

und nicht bloss ein Wort für ein anderes taschenspielerisch einträte.

Wie hier, so ist überhaupt bei der witzigen Begriffsbeziehung auf Grund

von Wortähnlichkeit, die hergestellte Beziehung die der Identität oder

wenigstens der Vergleichbarkeit. Eine weitere Art bezeichnen wir als

"_witzige Wortkarikatur_". Wenn ich den Perückenträger einen "Perückles"

nenne, so ersetze ich nicht ein Wort durch ein anderes, ebenso

sprachgebräuchliches, sondern ich verändere oder verdrehe ein Wort, ohne

es doch völlig unkenntlich werden zu lassen, künstlich in der Weise, dass

es an ein anderes bekanntes anklingt, oder in ein (illegitimes) neues,

mit selbständigem Sinn, sich verwandelt. Insofern das Wort trotz seiner

Veränderung verständlich bleibt, liegt zunächst eine einfache "witzige

Wortverdrehung" oder "Wortbildung", also ein blosser Wortwitz vor. Indem

wir aber zugleich den durch die Veränderung erschlichenen neuen Sinn mit

dem festgehaltenen alten identifizieren, entsteht die genannte neue, in

diesen Zusammenhang gehörige Witzart. Der "Perückles" erscheint als eine

Art Perikles, ebenso die als "Dichteritis" bezeichnete Dichterei im

Lichte einer der Diphtheritis vergleichbaren Krankheit u. s. w.

Wir können Dinge bezeichnen direkt und bildlich. Auch das Bild kann

derart verschoben werden, dass es kein legitimes Bild mehr ist, aber doch

noch erkannt wird und zugleich in der Verschiebung einen scherzhaften

Nebensinn ergiebt. Eine sehr geläufige derartige Bildkarikatur lasse ich

mir beispielsweise zu Schulden kommen, wenn ich sage, jemandem sei--nicht

ein Licht, sondern ein Nachtlicht, eine Thranlampe oder etwas dergleichen

aufgegangen. So wenig Witz in solchen Witzen stecken mag, so habe ich sie

doch hier mit zu erwähnen.

Alle möglichen Wortverdrehungen und Wortbildungen können in den Dienst

jener witzigen Wortkarikatur treten. Wir können aber aus der Menge der

möglichen Fälle diejenigen noch besonders hervorheben, in denen der mit

dem künstlichen Wortgebilde ursprünglich gemeinte Gegenstand nicht nur in

spielende, sachlich bedeutungslose Beziehung zu dem durch die Umbildung

neu entstehenden Begriffe gesetzt, sondern durch den Inhalt dieses

Begriffes charakterisiert, erklärt, illustriert werden soll. Derart sind

die _Fischart_'schen "_charakterisierenden Wortbildungen_"--"Jesuwider"

statt Jesuit oder Jesuiter, "Maulhenkolisch" statt Melancholisch und

unzählige andere. Der besondere Wert dieser Art leuchtet ein. Jene

Neubildung ist zugleich ein vernichtendes Urteil, diese wenigstens eine

drastische Veranschaulichung.

In allen diesen Fällen wird der mit dem gebrauchten Worte eigentlich

gemeinte Begriff oder Gegenstand erraten oder kann erraten werden. Es

genügt, dass ich sage, jemand habe die Dichteritis und man weiss, dass

seine Dichterei damit witzig charakterisiert werden soll. Dagegen werden

bei anderen Arten der witzigen Begriffsbeziehung beide Begriffe

ausdrücklich bezeichnet und auch äusserlich in Beziehung gesetzt.--Ein

analoger Gegensatz wird uns noch öfter begegnen.

Auch hierbei sind die beiden Möglichkeiten: die Träger der beiden

Begriffe sind gebräuchliche Worte, oder es findet eine Wortneubildnng

statt. Das Erstere ist der Fall bei den "_einfachen Klangwitzen_" der

_Schiller_'schen Kapuzinerrede: Krug--Krieg, Sabel--Schnabel,

Ochse--Oxenstirn; das Letztere bei den demselben Zusammenhange

angehörigen "karikierenden Klangwitzen": Abteien--Raubteien,

Bistümer--Wüsttümer. In beiden Fällen liegt eine Beziehung der Begriffe

bereits ausdrücklich vor. Wir verwandeln aber diese--bloss äusserlich

thatsächliche Beziehung, verführt durch den Gleichklang der Worte, in

eine Art innerer Wesensbeziehung. Jene thatsächliche Beziehung wird für

uns zu einer sozusagen selbstverständlichen, in der Natur der

Begriffsinhalte selbst liegenden. Eben darauf beruht bei beiden der Witz.

Als eine besondere Art des Klangwitzes kann noch der "_antithetische

Klangwitz_" bezeichnet werden, von der Art des recht bezeichnenden, der

mit Bezug auf eine Berliner Kunstausstellung gemacht wurde: es seien dort

viele eingerahmte Bilder, aber noch mehr eingebildete Rahmen zu sehen

gewesen. Entsprechend der Umkehrung der Worte scheinen auch die Begriffe

inhaltlich einer als blosse Umkehrung oder ergänzende Kehrseite des

anderen.--Zugleich gehört freilich die unlogische Begriffsverbindung

"eingebildete Rahmen" für sich allein noch einer andern und zwar einer

gleich zu besprechenden Witzart zu.

2. Auf der Grenze zwischen der witzigen Begriffsbeziehung auf Grund der

Wortähnlichkeit und derjenigen, bei der die gewohnheitsmässige

Festhaltung der logischen Bedeutung von äusseren Sprachformen den Witz

macht, steht die "_witzige Wortverschmelzung_". Zu jenen hier in Betracht

kommenden "äusseren Sprachformen" gehören alle erfahrungsgemässen Formen

der Wortverbindung. Eine derselben ist die Wortzusammensetzung. Als eine

karikierende Abart derselben kann die sprachlich unmögliche

Wortverschmelzung--Famillionär, Unterleibnizianer, Revolutionärrisch

etc.--betrachtet werden. Insofern gehört die witzige Wortverschmelzung in

_diesen_ Zusammenhang. Zugleich ist sie doch auch "witzige

Wortkarikatur". Entsprechend dieser Doppelnatur besteht der in ihr

entstehende "Nebensinn" je nach der Art der Verschmelzung bald im

Gedanken einer Identität, bald in der Vorstellung einer gewissen

Zusammengehörigkeit der Begriffsinhalte, nämlich der Inhalte der

Begriffe, die in der Wortverschmelzung vereinigt sind. Der

"Unterleibnizianer", d. h. der mit seiner Verdauung nicht recht zuwege

Kommende, erscheint ohne weiteres als eine Art Schüler oder

"Unterschüler" des grossen Philosophen, das "revolutionärrische" Gebaren

ist ein als närrisch charakterisiertes revolutionäres Gebaren, das

"famillionäre" ein familiäres mit dem Beigeschmack des Millionärtums.

Als Gegenbild der witzigen Wortverschmelzung nennen wir gleich die

"_witzige Wort_- oder _Begriffsteilung_", durch die der Schein einer

Teilung eines Begriffs in zwei selbständige erzeugt wird. So, wenn ich

von Demo-, Bureau- und anderen Kraten spreche. Der Schein, dass die

Wortteile, in unserem Falle insbesondere das "Kraten" selbständige

Begriffe darstellen, kann entstehen, weil wir es oft genug erfahren

haben, dass selbständige Worte mit anderen zu einem vereinigt sind. Der

Witz gehört zugleich zur Gattung der "einfachen Klangwitze", wenn die

Klangähnlichkeit oder -gleichheit des abgetrennten Wortteils mit einem

selbständigen Worte, das mit jenem Wortteil inhaltlich nichts zu thun

hat, benutzt wird, um den Schein der Inhaltsgleichheit beider zu

erzeugen. "Welcher Ring ist nicht rund?--Der Hering"; "Photo-, Litho- und

andere Grafen".--Die witzige Begriffsteilung ist zugleich "karikierender

Klangwitz", wenn der abgetrennte Begriffsteil erst karikiert werden muss,

ehe er mit dem ihm fremden Worte zu inhaltlicher Identität gebracht

werden kann. "Auch bei den Alten schon gab es allerlei Klösse; z. B.

Sophoklösse, Periklösse" u. s. w.

Von der witzigen Wortverschmelzung verschieden ist die "_witzige

Wortzusammensetzung_":--"Sprechruhr" u. dgl. Wieder anderer Art ist die

"witzige Aufzählung" nach der Art des _Heine_'schen "Studenten, Vieh,

Philister" etc.; mit dieser nächstverwandt die "_witzige Koordination_",

die ihrem Sinne nach bald Unterordnung unter denselben Begriff, bald

Unterscheidung, bald Entgegensetzung sein kann: "Mit einer Gabel und mit

Müh' zog ihn die Mutter aus der Brüh'"; "Der Löwe ist gelb aber

grossmütig"--als ob die Mühe ein Instrument wäre, wie die Gabel, die

Grossmut eine sichtbare Eigenschaft, die mit der Farbe verglichen werden

könnte;--"Nicht nur Gelehrte, sondern auch einige vernünftig denkende

Menschen"--als ob es unter den Gelehrten nicht auch mitunter vernünftig

denkende Menschen gäbe;--"Klein aber niedlich"--als ob dies nicht

vielmehr sehr nahe verwandte Begriffe wären.

Die attributive Verbindung wird witzig missbraucht im "_witzigen

Widersinn_" von der Art des hölzernen Schüreisens oder des

Lichtenberg'schen Messers ohne Klinge, an dem der Stiel fehlt.

Widersprechendes scheint verträglich, weil wir, von der äusseren

Verbindung der Worte überrascht, den Widerspruch nicht oder nicht

sogleich empfinden. Andere Beispiele, wie das "messingne Schlüsselloch",

der "lederne Handschuhmacher", der "doppelte Kinderlöffel für Zwillinge"

gehören, sofern bei ihnen dem Glauben an die Gültigkeit des Begriffes

zugleich ein erfahrungsgemässer sachlicher Zusammenhang zu Grunde liegt,

zugleich zu einer später zu besprechenden Gattung.--Dagegen verführt uns

die äussere Verschiedenheit von Gegenstand und Attribut zur Annahme einer

sachlichen Verschiedenheit in der "_witzigen Tautologie_". Eine solche

wäre die "reitende Artillerie zu Pferde", die man der bekannten

"reitenden Artillerie zu Fuss" konsequenterweise entgegenstellen müsste.

B. Von der witzigen Begriffsbeziehung, soweit sie auf inneren Momenten

und zwar

1. auf teilweiser sachlicher _Übereinstimmung_ beruht, gilt speciell, was

_Jean Paul_ vom Witze überhaupt sagt, nämlich, dass sie halbe,

Viertelsähnlichkeiten zu Gleichheiten mache und so den ästhetischen

Lichtschein eines neuen Verhältnisses erzeuge, indes unser

Wahrheitsbewusstsein das alte festhalte. Zur Bezeichnung von Personen,

Dingen, Eigenschaften werden Begriffe verwandt, die mit dem, was sie

bezeichnen, sich teilweise decken, zugleich aber ihm irgendwie

inkongruent, also zur Bezeichnung eigentlich nicht geeignet erscheinen.

Der Eindruck des Witzigen entsteht, indem wir uns die Bezeichnung

gefallen lassen, also die teilweise Übereinstimmung für eine ganze

nehmen, dann aber sogleich wiederum der Inkongruenz uns bewusst werden.

Insofern die witzige Bezeichnung jedesmal an die Stelle der unmittelbar

geeigneten tritt, lassen sich alle hierher gehörigen Fälle unter den

Begriff der "_witzigen Begriffssubstitution_" fassen. Dieselbe ist

a) "logische" Begriffssubstitution. Personen, Dinge, Eigenschaften,

Thätigkeiten werden bezeichnet statt durch den sachlich eigentlich

geforderten und nach einfach logischem Sprachgebrauch nächstliegenden

Begriff, durch einen ihm übergeordneten oder nebengeordneten oder

untergeordneten: die Begriffssubstitution ist verallgemeinernde oder

vergleichende oder individualisierende Bezeichnung. Dabei bleibt der

stellvertretende Begriff undeterminert oder er erhält eine nähere

Bestimmung, die die Bezeichnung erst verständlich macht.

Verallgemeinernde Bezeichnungen der ersteren Art wählen wir besonders, um

verblümt zu reden, oder zum Bewusstsein zu bringen, dass uns der

Gegenstand des specielleren Namens nicht wert scheine. Der im Gefängnis

Sitzende hat frei Quartier oder frei Kost und Logis, wird auf öffentliche

Kosten gespeist, hat sich der Einsamkeit ergeben, sich für eine Zeitlang

von der Öffentlichkeit zurückgezogen etc.; der Redner hat "es nicht

halten können", hat die Lnft erschüttert, sich in Bewegung seiner

Lungenmuskeln ergangen, sein Stimmband in tönende Schwingungen versetzt

u. dgl. Witzig vergleichende Bezeichnungen sind in vielen Fällen die

sprichwörtlichen Redensarten: Er hat geräuchertes Fleisch (Ausschlag) im

Gesicht; Den Teufel barfuss laufen hören; Etwas auf der unrechten Bank

finden (= stehlen). Die meisten dergleichen Wendungen sind zugleich

individualisierend: Die Laus um den Balg schinden; Aus einem .... einen

Donnerschlag machen; Den .... (nämlich die untere Fortsetzung des

Rückens) hinten tragen, d. h. sich betragen, wie man sich natürlicher

Weise beträgt u. dgl. Eine reine Individualisierung ist es, wenn ich

statt von den Malern einer Stadt von den dort lebenden Rafaels und

Tizians rede.

Tritt zum substituierten Begriff die nähere Bestimmung hinzu, so wird die

Substitution zur vollständigeren oder weniger vollständigen

"_witzigen_"--wenn nämlich witzigen--"_Umschreibung_", und zwar wiederum

zur--zunächst wenigstens--verallgemeinernden oder vergleichenden oder

individualisierenden, bezw. auch hier zur individualisierend

vergleichenden. Auch die "verallgemeinernde" _Umschreibung_ wird speciell

der verblümenden Bezeichnung dienen; die vergleichende und

individualisierende ihrerseits wird oft vergleichen, was im Grunde nicht

zu vergleichen ist und erst durch die einschränkende nähere Bestimmung

vergleichbar erscheint. So wenn ich, nach Heine, eine alte hässliche Frau

als eine zweite Venus von Milo bezeichne, nämlich was das Alter, die

Zahnlosigkeit und die gelben Flecken angehe.

Witze dieser Art sind billig, solange sie nur Dinge mehr oder weniger

künstlich bezeichnen. Ihr Interesse wächst, wenn sie "_karikierende

Bezeichnungen_" oder "_witzige Hyperbeln_" sind, und doch, was sie

eigentlich sagen wollen, deutlich zu verstehen geben. Im Grunde ist

freilich, da jeder Vergleich hinkt und jede Individualisierung neue

Momente hinzufügt, nämlich eben die individualisierenden, jede darauf

beruhende Bezeichnung irgendwie karikierend, das heisst die Sache

verschiebend. Und diese Verschiebung wird leicht, obgleich durchaus nicht

immer, zugleich eine Steigerung sein. Dass umgekehrt die

Steigerung--Kilometernase, Quadratmeilengesicht etc.--jederzeit eine

Verschiebung ist, braucht nicht gesagt zu werden.--Aber nicht jede

witzige Karikatur oder Hyperbel ist so drastisch, wie etwa die

hyperbolisch karikierenden Bezeichnungen, die Falstaff auf Bardolphs Nase

häuft.

Abgesehen davon besteht noch ein weiterer Unterschied. Die witzigen

Bezeichnungen sind entweder nur spielende Bezeichnungen, denen es nicht

darauf ankommt, ob das Wesen der Sache, so wie es wirklich ist, getroffen

wird, oder sie heben eine wesentliche Eigenschaft treffend hervor, sind

also charakterisierend, oder endlich sie sind ironisch gemeint. Dem

letzteren Zwecke dient insbesondere eine Art, die darum speciell den

Namen der "_ironischen Bezeichnung_" führen muss. Es liegt Ironie darin,

wenn ich meine bescheidene Wohnung als meinen Palast oder meine Residenz

bezeichne; insofern ich nämlich erwarte, der Hörer werde aus dem stolzen

Namen das ungefähre Gegenteil, die gar nicht stolze Wohnung, heraushören.

Zunächst aber will ich, wenn ich solche Ausdrücke gebrauche, einen

Gegenstand, durch den Namen für einen ähnlichen, spielend bezeichnen.

Wenn ich dagegen eine tadelnswerte Handlung, ohne weiteres, recht

lobenswert, ein abstossendes Benehmen recht liebenswürdig nenne, so setze

ich einen Begriff an die Stelle des direkt gegenteiligen und zwar in der

einzigen Absicht dies direkte Gegenteil des Gesagten recht eindringlich

zu machen. Die in sich nichtige Bezeichnung soll, indem sie wie eine

geltende sich gebärdet, ihre nicht bloss teilweise, sondern völlige

Nichtgeltung offenbaren und ihrem eigenen Gegenteil Geltung verschaffen;

und sie soll nur eben dies. In solcher Vernichtung des Nichtigen und

seinem Umschlag ins Gegenteil besteht aber, wie wir schon früher meinten,

das eigentliche Wesen der Ironie. Die Ironie ist subjektiv komische oder

witzige, sofern das mit _logischem_ Anspruch auftretende nichtige Wort

oder Zeichen das Umschlagende ist.--So besonders geartet die ironische

Bezeichnung ist, so lässt sie sich doch unter die vergleichenden

Begriffssubstitutionen unterordnen. Auch tadelnswert und lobenswert,

abstossend und liebenswündig sind ja einander nebengeordnete Begriffe.

Eine dritte Bemerkung betrifft die äussere Form der witzigen

Substitution. Wie bei der witzigen Begriffsbeziehung auf Grund äusserer

Ähnlichkeit das eine Mal der eine der beiden Begriffe, nämlich der im

Witze eigentlich gemeinte, aus dem anderen erraten werden musste, das

andere Mal beide, Begriffe ausdrücklich sich gegenüberstanden, so muss

auch hier der eine der beiden in die Beziehung eingehenden Begriffe oder

Gegenstände, nämlich der mit der Bezeichnung gemeinte, das eine Mal aus

der Bezeichnung erraten werden, während er das andere Mal ausdrücklich

genannt wird. Das Letztere wird speciell dann der Fall sein, wenn die

Bezeichnung nicht gelegentlich auftritt, als Teil eines Satzes, der

_irgend etwas_ aussagt, sondern als der eigentliche Gegenstand der

Aussage. Natürlich wird sie in diesem Falle im allgemeinen höheren

Anspruch erheben. Sie wird witzige Charakteristik oder etwas dergleichen

sein. Jenen Namen wollen wir ihr den auch a parte potiori allgemein

beilegen.

Darum ist doch diese geflissentliche "_witzige Charakteristik_" in ihrem

Wesen nichts anderes als die gelegentliche witzige Bezeichnung. Die ganze

oben gemachte Unterscheidung hat hier weit weniger zu bedeuten, als in

dem angeführten früheren Falle. Insbesondere ist die witzige

Charakteristik nicht, weil sie in Form eines vollständigen Urteils

auftritt, "witziges Urteil". Denn nicht darum handelt es sich dabei, eine

wirkliche oder scheinbare Wahrheit zum Bewusstsein zu bringen oder eine

Thatsache glaublich zu machen, durch Mittel, die dann doch wiederum die

ganze Aussage als nichtig erscheinen lassen, vielmehr will auch sie nur,

was als thatsächlich bestehend _vorausgesetzt_ ist, in treffender und

zugleich unzutreffender Form _bezeichnen_. So will die witzige

Charakteristik der Beine Bräsigs,--sie haben ausgesehen, als ob sie

verkehrt eingeschroben wären, oder die _Fallstaff_'sche Charakteristik

_Schaals_,--er war wie ein Männchen, nach Tisch aus einer Käserinde

verfertigt--nicht glaublich machen, _Bräsigs_ Beine oder _Schaals_ ganzes

Äussere sei wirklich der Art gewesen, um dann das Bewusstsein

wachzurufen, dass die Worte gar nicht als Träger irgend einer Wahrheit,

also in keiner Weise ernsthaft gemeint sein können, sondern die eine will

eine bestimmte Beschaffenheit der Beine _Bräsigs_, ebenso die andere eine

bestimmte Beschaffenheit des _Schaal_'schen Äusseren, an die sie glaubt

und an die wir glauben, in einer bestimmten Weise kenntlich machen und

charakterisieren. Nur unter jener Bedingung aber wären die Sätze, wie wir

sehen werden, "witzige Urteile"; sie könnten es, genauer gesagt, nur

sein, wenn sie als "witzige Übertreibungen" gemeint wären. Dagegen

gehören sie, so wie sie gemeint sind, trotz ihrer Form durchaus zu

unserer Gattung.

Endlich erweitert sich die witzige Charakteristik zur "_witzigen

Charakterzeichnung_", in der von einer Person oder Sache durch wenige

Züge, die von rechtswegen kein mögliches Bild geben können, dennoch eines

gegeben wird. So wenn _Heyse_ sagt: er sah gesund, satt und gütig aus.

Das Wesentliche der Witzart ist, dass mehrere Bezeichnungen in ihrer

Zusammenordnung das Bild gegen alle strenge Logik plötzlich

hervorspringen lassen, mögen im übrigen die Bezeichnungen, wie in dem

angeführten Beispiel, allgemein, oder vergleichend oder

individualisierend sein. Ein Musterbeispiel der vergleichenden Art ist

Falstaffs bekannte Beschreibung der von ihm angeworbenen Soldaten.

Hier ist auch der Ort, wo wir der "_witzig zeichnenden Darstellung_" zu

gedenken haben. Sie steht mit jener witzigen Charakterzeichnung auf einer

Linie. Einige Striche, scheinbar planlos hingeworfen, ergeben plötzlich

ein Gesicht und erscheinen doch wiederum dazu völlig ungenügend. Dabei

kann die Karikatur fehlen.

Es giebt aber daneben eine "_witzige Karikaturzeichnung_". Sie ist witzig

nicht als Karikatur, sondern sofern sie das Urteil erzeugt, die Zeichnung

sei diese oder jene Person oder bezeichne diesen oder jenen Charakter,

während doch zugleich das Bezeichnungsmittel gänzlich unzutreffend

erscheint. Auch wieweit die Karikatur objektiv komisch ist, kommt für den

Witz nur soweit in Frage, als die komischen Züge zugleich bezeichnend und

nicht bezeichnend erscheinen; an sich hat diese Komik mit dem Witze

nichts zu thun. Genauer steht die witzige Karikaturzeichnung mit der

witzig karikierenden Bezeichnung und, wenn sie ihr Objekt anderen

Gegenständen, etwa Menschen einem Tier oder einer geometrischen Figur

ähnlich macht, mit dem karikierenden Vergleich auf einer Stufe.--Jede

solche Zeichnung kann mehr oder weniger charakterisieren; sie kann auch

in den Dienst der Ironie treten.

b) Mit Vorstehendem sind wir bereits über die logische

Begriffssubstitution hinausgegangen. Zu ihr gesellt sich, wenn wir in das

Gebiet des sprachlichen Witzes zurückkehren, die bildliche Substitution

oder die "_witzig bildliche Bezeichnung_". Jedes Bild ist seiner Natur

nach Substitution; zur witzigen Bezeichnung wird es, wenn es

überraschend, unzutreffend, allzuweit hergeholt scheint und doch

verstanden wird. Wie weit dafür die obigen Bestimmungen gelten, habe ich

nicht nötig näher auszuführen. Nur daran erinnere ich, wie auch hier

gelegentliche Bezeichnung und ausdrückliche Charakteristik sich

entgegenstehen. In einem trefflichen Beispiel dieser "_witzig bildlichen

Charakteristik_" bezeichnet Jeau Paul den Witz selbst als den Priester,

der jedes Paar kopuliert. Der Witz und ein Priester, das scheinen denkbar

unvergleichbare Dinge und doch trifft die Definition.

c) Die dritte Art der witzigen Substitution ist die "_parodische

Bezeichnung_". Eine doppelte Art derselben lässt sich unterscheiden. Die

eine beruht auf dem Vorhandensein verschiedener Sprachen innerhalb einer

und derselben Sprache. Das Volk, der Dichter, der Gelehrte, der

Handwerker, der Künstler in seinem Beruf, jeder spricht seine eigene

Sprache. Von solchen eigenen Sprachen war schon früher die Rede. Aber

nicht um den witzigen Eindruck, den die Worte der Sprache auf den Fremden

machen, der sie versteht, und doch zugleich nicht als sinnvolle

Sprachzeichen anerkennen kann, handelt es sich hier, sondern in gewisser

Art um das volle Gegenteil davon. Nicht fremd müssen dem Hörer die Worte,

die Redewendungen und Redeformen sein, die ich _parodierend_ gebrauche,

sondern wohlbekannt, aber bekannt als einer Gedankenwelt angehörig, die

derjenigen fremd ist, in die ich sie verpflanze. Indem ich sie

verpflanze, nehme ich jene Gedankenwelt mit; die damit bezeichneten Dinge

erscheinen in der Beleuchtung derselben selbst fremdartig, verschoben,

verwandelt; zugleich sind sie doch dieselben geblieben; der fremdartige

Schein verschwindet; die parodierende Bezeichnung erscheint als Spiel,

das zur Sache nichts hinzugethan hat.

Die andere Art, die Parodie im engeren Sinn, verpflanzt nicht nur aus

einer Gedankenwelt, sondern aus einem speciellen Wort- und

Gedankenzusammenhang in einen anderen und fremdartigen. Vor allem sind es

dichterische Zusammenhänge, aus denen wir parodierend Worte entnehmen

können. Auch diesen speciellen Wort- und Gedankenzusammenhang nehmen wir

bei der Verpflanzung mit. Indem er bei der bezeichneten Sache als

sachwidrig sich in nichts auflöst, entsteht der Witz.--Wie Worte und

Redewendungen, so können schliesslich ganze Citate--Spät kommt ihr, doch

ihr kommt etc.--als parodische Bezeichnungen fungieren. Ich will ja, wenn

ich jemanden mit dem angeführten Citate begrüsse, trotz der Satzform nur

eben ein Faktum mit _Schiller_'schen Worten _bezeichnen_.

Hierbei dachte ich vorzugsweise an diejenige Parodie, die aus

_aussergewöhnlichem_ Zusammenhange Worte und Wendungen in den

Zusammenhang des _gewöhnlichen Lebens_ verpflanzt. Ihr steht aber mit dem

gleichen Anspruche auf jenen Namen diejenige entgegen, die umgekehrt

Alltägliches und Geläufiges aus seinem alltäglichen Gedankenzusammenhang

hineinversetzt in den ausserordentlichen. Der Unterschied der beiden

Arten ist derselbe, den wir immer wieder zu machen Veranlassung hatten

und haben werden. Während dort das aussergewöhnliche Wort das ihm von

Rechtswegen zukommende besondere Pathos verliert angesichts des von ihm

bezeichneten gewöhnlichen Gegenstandes, für welches das Pathos nun einmal

nicht passt, scheint _hier_ das _gewöhnliche_ Wort, indem es in dem

aussergewöhnlichen Zusammenhange verwandt wird, ein Pathos zu _gewinnen_,

zu dessen Träger es dann doch wiederum nach gewöhnlicher Anschauung nicht

dienen kann.--So sehr beide Arten sich gegenüberstehen, so ist doch der

psychologische Vorgang, soweit er für den Witz in Betracht kommt, im

wesentlichen derselbe.

Wiederum erwähne ich die karikierende und hyperbolische, die

charakterisierende und ironische Parodie nicht besonders, obgleich alle

diese Möglichkeiten bestehen. Dagegen ist mir die Beziehung der Parodie

zur objektiven Komik wichtig. Nichts hindert natürlich, das Wort Parodie

zugleich in einem allgemeineren Sinne zu nehmen und jede Einfügung in

einen neuen und fremdartigen Zusammenhang, wodurch das Eingefügte Träger

der Komik wird, so zu nennen. Dann giebt es neben der witzigen auch eine

objektiv komische oder kürzer objektive Parodie, beide sich entsprechend

und doch so unterschieden wie Witz und objektive Komik überhaupt

unterschieden sind. Insbesondere gehört zur objektiven Parodie die oben

besprochene _Darstellung_ des objektiv Komischen--einschliesslich der

mimischen "Nachahmung"--sofern sie das Komische aus dem Zusammenhange, in

dem es sich versteckt, heraushebt und in den Zusammenhang der Darstellung

und damit in das helle Tageslicht setzt, in dem es erst in seiner Komik

offenbar wird; dann freilich auch jene Afterparodie, die auch das

Erhabenste so mit dem Niedrigen zu verbinden weiss, dass es von seiner

Höhe herabstürzt und dem Lachen preisgegeben wird. Jene

charakterisierende Art dient, wie wir sahen, dem Humor, ich meine dem

echten Humor, von dem die Ästhetik redet. Diese, die schon _Goethe_ mit

Recht "gewissenlos" fand, ist ebendarum auch jedes ästhetischen Wertes

bar.

Es kann aber auch, abgesehen von dieser Korrespondenz, die objektiv

komische Parodie, vor allem die der Nachahmung--ebenso wie die objektiv

komische Karikatur--zur witzigen Parodie werden. Die parodierende

Nachahmung ist es immer, wenn ich durch sie nicht nur das Nachgeahmte

lächerlich erscheinen lasse, sondern zugleich etwas, das ich sagen will,

in spielender Weise ausdrücke. Hierher gehört die witzige Rache des

italienischen Malers, von der schon im zweiten Abschnitt die Rede war.

Der Maler stellt den Prior, indem er dem Judas seine Züge leiht, in den

Gedankenzusammenhang, der durch den Namen Judas bezeichnet ist. Dass der

Prior zum Judas wird, ist objektiv komisch. Dass aber der Maler ihn so

erscheinen lässt, also sein Urteil über den Prior zu erkennen giebt durch

dieses Quidproquo, diese unlogische Einfügung der Gestalt in den völlig

fremdartigen Zusammenhang, dies ist witzig. Es ist Bezeichnung durch ein

zur Bezeichnung von Rechtswegen untaugliches Mittel und insofern Witz von

der hier in Rede stehenden Art.

Etwas anders geartet, aber ebenso hierhergehörig ist die bekannte witzige

Selbstparodie aus den fliegenden Blättern: Ein X. pflegt sich in seiner

regelmässigen Gesellschaft nur dadurch bemerkbar zu machen, dass er in

allem, was vorkommt, einen "famosen Witz" findet. Einmal verabredet sich

die Gesellschaft ihm durch Schweigen die Gelegenheit dazu zu nehmen. X.

tritt ein, sieht sich um, und meint: "famoser Witz". Damit parodiert er

sich selbst, bezeichnet aber zugleich die Situation. Er thut es witzig,

eben weil er damit nur sich selbst zu parodieren scheint.

2. Mit der vorstehend erörterten Witzart hängt diejenige, bei der ein

erfahrungsgemässer sachlicher Zusammenhang von Begriffen der witzigen

Begriffsbeziehung zu Grunde liegt, eng zusammen. Dies gilt insbesondere,

insoweit auch diese Begriffsbeziehung als Beziehung zwischen einem

Gegenstande und seiner Bezeichnung sich darstellt. Ich kann bezeichnen

nicht nur, indem ich sage, was etwas ist, sondern auch durch die Angabe

sekundärer Momente, durch Kennzeichnung der Gründe oder Folgen einer

Sache, der Arten einer Person zu handeln sich zu gebaren etc., kurz durch

Momente, die mit dem zu Bezeichnenden erfahrungsgemäss zusammenhängen.

Diese Bezeichnung muss nur wieder, um witzig zu sein, überraschend,

fremdartig, ganz ungehörig, die angegebenen Umstände müssen weithergeholt

oder gänzlich unmöglich, trotzdem aber bezeichnend erscheinen. So ist es

weithergeholt, wenn der Italiener einen, wenn nicht nach italienischen,

so doch nach unseren Begriffen unentbehrlichen Teil der menschlichen

Wohnung als denjenigen bezeichnet, dove anche la regina va a piedi;

dagegen wird Unmögliches vorausgesetzt, wenn ich von einem Menschen sage,

er sei so fett, dass sein Anblick Sodbrennen errege, oder wenn ich eine

lange Nase--nach Haug--damit bezeichne, dass ich erzähle, sie sei für

einen Schlagbaum gehalten worden, oder--nach Jean Paul--damit, dass ich

angebe, ihr Eigentümer habe nicht sterben können, weil sein Geist, wenn

er ihn habe aufgeben wollen, immer wieder in die Nase zurückgefahren

sei.--Die letzteren Fälle könnten auch einer anderen Witzgattung

zugehörig scheinen. In der That ist es ein witziges Urteil, und speciell

eine Art "Münchhausiade", wenn ich jemand glauben machen will, der blosse

Anblick des Fetten könne die angegebene Wirkung auf den Magen haben. Aber

nicht um die Erzeugung dieses Glaubens handelt es sich hier, sondern um

seine Verwertung zu einem anderen Zweck, nämlich eben zum Zweck der

witzigen Bezeichnung. Dass eine Wirkung einen Augenblick für möglich

gehalten werden könne, dies ist die _Voraussetzung_ für die Möglichkeit,

die übermässige Fettigkeit in der angegebenen Weise zu bezeichnen. Indem

jener Gedanke in nichts zergeht, erscheint auch die Bezeichnung wiederum

nichtig. So verhalten sich also Möglichkeit und Unmöglichkeit der

behaupteten Wirkung, die das witzige _Urteil_ machen, zur zutreffenden

und zugleich nicht zutreffenden, kurz zur witzigen _Bezeichnung_, wie

Voraussetzung und Folge; jene witzige Bezeichnung ist so wenig ein

witziges Urteil, als die Voraussetzung die Folge ist.

Diese "_witzige Bezeichnung durch abgeleitete Momente_" kann wiederum,

wie die Beispiele zeigen, zugleich karikierend und speciell hyperbolisch

sein. Sie ist andererseits bald rein spielend bald charakterisierend oder

ironisierend. Auch sie wird zur witzigen Charakteristik und erweitert

sich zur witzigen Charakterzeichnung. Man denke etwa an die Art, wie

_Heinz Percy_'s Charakter aus seinen Worten und der Art sich zu gebaren

mit wenig Strichen zeichnet.

Neben dieser Art steht als zweite die eigentliche "_witzige

Begriffsverbindung_". Bei ihr sind dieselben beiden Möglichkeiten; die

Begriffsverbindung ist sachlich in Ordnung und scheint nur nichtig, weil

sie überraschend, fremdartig oder mit scheinbarem Widerspruch behaftet

ist, oder sie ist unmöglich, scheint aber möglich, weil ein sachlicher

Zusammenhang zu Grunde liegt, der nur gesteigert, ergänzt, verschoben,

kurz witzig ausgebeutet wird. Die erstere Möglichkeit verwirklicht sich

in der "_witzigen Scheintautologie_" und dem "_Oxymoron_" oder witzigen

Scheinwiderspruch:--Beides ist vereinigt, wenn ich von Waschweibern oder

alten Jungfern weiblichen und männlichen Geschlechtes rede--; sie

verwirklicht sich andererseits in allen möglichen dem gewöhnlichen

Sprachgebrauch zuwiderlaufenden, knappen, Mittelglieder auslassenden oder

nach sachlicher Analogie gebildeten Begriffsverbindungen, so wenn

_Falstaff_ sagt: ich kann "keinen Schritt weiter rauben" u. s. w.

Der zweiten Art sind zunächst die schon an anderer Stelle angeführten

Fälle des "_witzigen Widersinns_": Messingnes Schlüsselloch und

dergleichen. Der Zusammenhang zwischen Messing und Schlüsselloch leuchtet

ein, nur dass das Schlüsselloch nicht selbst aus Messing sein kann.

Ebendahin gehört der doppelte Kinderlöffel für Zwillinge, der lederne

Handschuhmacher und dergleichen. Sofern hier die sachlich zu Recht

bestehende Begriffsverbindung witzig verschoben ist, kann der Witz als

"_karikierende Begriffsverbindung_" bezeichnet werden. Eine Abart

wiederum ist das "_witzige Fallen aus dem Bilde_" und die "_witzige

Bilderverwechselung_"--Mitten im tiefsten Morpheus--Beim ersten Krähen

der rosenfingrigen Eos--; auch hier wird ja der Witz durch einen

sachlichen Zusammenhang ermöglicht.

Komik und Humor: Eine Psychologische-Ästhetische Untersuchung · 第 86 / 117 题