Vom Neugeborenen. 240mal vergrößert. Technik Nr. 125, S. 359.]

[Illustration: Fig. 220.

Aus einem Querschliff des Zahnschmelzes eines erwachsenen Menschen.

600mal vergr. Technik Nr. 125, S. 359.]

[Illustration: Fig. 221.

Sechs Odontoblasten in Zahnfasern ¡f¡ auslaufend; ¡p¡ Pulpafortsätze.

240mal vergrößert. Aus der Pulpa eines neugeborenen Knaben. Technik

Nr. 124, S. 359.]

[Illustration: Fig. 222.

Pulpa mit Odontoblasten und »Dentikeln« aus einem menschl. Eckzahn.

250mal vergrößert. Technik wie Nr. 92, S. 226.]

Die ~Zahnpulpa~ wird durch ein weiches, von elastischen Fasern freies

Bindegewebe hergestellt, dessen Grundsubstanz einen aus kollagenen

Einzelfibrillen bestehenden Faserfilz besitzt; die zahlreichen teils

rundlichen, teils sternförmigen Zellen bilden ein plasmodiales Gefüge,

das an der Oberfläche der Pulpa zu einer einheitlichen Schicht

länglicher Zellen, »~Odontoblasten~«, angeordnet ist; dieselben

schicken außer kleinen Fortsätzen, Pulpafortsätzen (Fig. 221¡p¡), die

mit anderen Elementen der Pulpa in Verbindung stehen, lange Ausläufer,

die ~Zahnfasern~, in die Zahnkanälchen hinein (Fig. 221¡f¡).

Die Arterien treten durch das Pulpaloch mit den Nerven ein und bilden

ein hauptsächlich an der Oberfläche liegendes Kapillarnetz; die Nerven

endigen in mehreren feinen marklosen Netzen dicht an den Odontoblasten

(s. a. oben S. 310). Lymphgefäße sind ebenfalls in der Pulpa vorhanden.

Die ~Wurzelhaut~ (Alveolarperiost) ist die derbe, an elastischen

Fasern arme Bindegewebshaut, welche den Raum zwischen Zahnwurzel und

Alveole ausfüllt. Sie ist reich an Nerven und wird durchsetzt von

~Sharpey~schen Fasern, die aus dem Knochen der Alveole in das Zement

eindringen und so beide verbinden. Ihr oberster Teil heißt Ligamentum

circulare dentis.

In dem blutgefäßreichen Bindegewebe finden sich neben weißen

Blutzellen nicht selten kleine Gruppen von Epithelzellen, die

als Überreste der Epithelscheide (s. S. 305) gedeutet und für

die gelegentliche Entstehung von epithelial ausgekleideten

Wurzelhautzysten verantwortlich gemacht werden.

Das ~Zahnfleisch~ (Gingiva) ist der den Alveolarrändern, zunächst dem

Zahnhals gelegene Teil der Mundschleimhaut, der dort nicht, wie sonst

auf den Proc. alveolares, vom Periost dieser deutlich getrennt ist,

sondern mit den derben Bindegewebsbündeln des Lig. circul. dentis sich

eng verbindet. Die Zahnfleischpapillen sind relativ hoch (7 mm) und

reich an Blutgefäßen; die Lymphgefäße bilden feinmaschige, zarte Netze.

Drüsen fehlen dem Zahnfleisch. Nächst dem Zahnhalse ist das

Bindegewebe nicht selten mit Lymphozyten infiltriert.

Lehrbuch der Histologie und der mikroskopischen Anatomie des Menschen, mit Einschluss der mikroskopischen Technik · 第 134 / 286 题