Schema der menschlichen Glandula parotis.]

Der Ausführungsgang, Duct. parotideus (Stenoni), besteht

außen aus Bindegewebe, das nahe dem Epithel starke elastische

Fasern enthält, ferner aus einem zweireihigen, hier und da mit

Becherzellen untermischtem Zylinderepithel, das in den feineren

Ästen allmählich einschichtig wird. Die hohen zylindrischen

Epithelzellen der Sekretröhren sind an den Basen deutlich

längs gestreift (nach neueren Forschungen sollen auch in den

feineren Verzweigungen der Ausführungsgänge, also mündungswärts

von den Sekretröhren, die Epithelzellen eine basale Streifung

aufweisen), die Schaltstücke (Fig. 199) mit langausgezogenen,

oft spindelförmigen Zellen ausgekleidet. Die Endstücke endlich

bestehen aus einer zarten Membrana propria mit sternförmigen

Zellen und aus kubischen Eiweißdrüsenzellen; diese sind im

sekretleeren Zustande klein, trübkörnig, im sekretgefüllten

Zustande größer und etwas heller (vgl. S. 84). Frei endende

einfache, Sekretkanälchen erstrecken sich vom axialen Lumen

zwischen die Drüsenzellen, ohne die Membrana propria zu erreichen.

Das interalveoläre Bindegewebe enthält oft Fettzellengruppen

(Fig. 198).

[Illustration: Fig. 198.

Stück eines Schnittes durch die Parotis eines 23jähr. Hingerichteten.

100mal vergrößert. Technik Nr. 121, S. 358. Es sind Teile dreier

Läppchen gezeichnet, die etwas auseinandergewichen sind; die nur von

spärlichem Bindegewebe ausgefüllten Spalten sind dadurch unnatürlich

verbreitert. Charakteristisch: Viele Sekretröhren, nur seröse

Drüsenzellen, reichlich Fettzellen.]

b) Rein muköse Mundhöhlendrüsen.

Die mukösen Drüsen sind verästelte, tubulöse Einzeldrüsen, welche ein

schleim-(muzin-)haltiges Sekret liefern. Diese reinen Schleimdrüsen

finden sich beim Menschen nur an der Vorderfläche des weichen Gaumens,

am harten Gaumen, entlang der Zungenränder und in größerer Menge an

der Zungenwurzel, wo ihre mit einem (zuweilen Flimmerhaare tragenden)

Zylinderepithel ausgekleideten Ausführungsgänge nicht selten in die

Balghöhle (S. 317) münden. Die Wandung der Tubuli besteht aus einer

strukturlosen Membrana propria und zylindrischen schleimbereitenden

Drüsenzellen, deren Aussehen nach ihrem jeweiligen Funktionszustande

verschieden ist; sie umfassen ein relativ weites Lumen (im Gegensatz

zu den serösen Drüsen), was wohl mit der Konsistenz des Sekretes in

Verbindung zu bringen ist.

[Illustration: Fig. 199.

Schnitt durch die Parotis eines erwachsenen Menschen. 252mal

vergrößert. Die sehr engen Lumina sind an diesem Präparat gar nicht

sichtbar. Technik Nr. 121, S. 358.]

[Illustration: Fig. 200.

Lehrbuch der Histologie und der mikroskopischen Anatomie des Menschen, mit Einschluss der mikroskopischen Technik · 第 130 / 286 题