2. Herzmuskelgewebe

ausgebildet.

Dies zeigt sich schon bei der ~Entstehung~ des Herzmuskelgewebes,

indem hier die ursprüngliche, plasmodiale Anlage dauernd

beibehalten wird; es kommt hier also nicht zur vollständigen

Abgrenzung von einzelnen Zellindividuen wie bei der glatten

Muskulatur.

Bei niederen Wirbeltieren (z. B. beim Frosch) lassen sich

allerdings durch Isolation noch spindelförmige, mit gestrecktem

Kerne versehene Gebilde aus der Herzmuskulatur isolieren, die man

als Zellen ansprechen kann; doch sind sie auch hier zumeist mit

seitlichen, zytoplasmatischen Abzweigungen versehen, die eine

Verbindung zu Nachbarfasern herstellen.

Bei Säugetieren erhält man durch Isolation immer nur Bruchstücke

des plasmodialen Gefüges (Fig. 74).

[Illustration: Fig. 74.

Lehrbuch der Histologie und der mikroskopischen Anatomie des Menschen, mit Einschluss der mikroskopischen Technik · 第 92 / 286 题