Stahlinstrumente dürfen nicht in die Goldlösung getaucht werden;
alle Manipulationen in der Goldlösung sind mit ~Glasnadeln oder
Holzstäbchen~ vorzunehmen.
Man erhitze in einem Reagenzgläschen 8 ccm der 1% Goldchloridlösung +
2 ccm Ameisensäure bis zum Sieden. Die Mischung muß dreimal aufwallen.
Sehr kleine Stückchen (von höchstens 5 mm Seite) kommen
a) in die erkaltete, im Dunkeln stehende Mischung 1 Stunde,
dann b) in 5 ccm dest. Wasser zum Abspülen 1/2 Minute,
dann c) in 10 ccm Ameisensäure + 40 ccm dest.
Wasser 12-48 Stunden.
In dieser Mischung werden die Stückchen dem Lichte (es bedarf nicht des
Sonnenlichtes) ausgesetzt. Die Reduktion (die Stückchen werden dabei
außen dunkelviolett) erfolgt sehr langsam, dann werden die Stücke nach
Härtung in allmählich verstärktem Alkohol (S. 17) in 90%igen Alkohol
übertragen, woselbst sie zur Verhinderung weiterer Reduktion im Dunkeln
mindestens 8 Tage bis zur definitiven Verarbeitung (~Freihand~schnitte)
verbleiben müssen.