[Sidenote: III 95]
[Sidenote: III 96]
[Sidenote: III 98]
Das _Stevenschip_ gleicht der «Dorstenschen Aak». Es hat
übereinandergreifende Planken wie diese letztere, besitzt dieselbe
Takelung und ist ebenso gebaut. Es unterscheidet sich von ihr nur
dadurch, dass die Beplankung nicht in der Nase oder Spitze des
Vorderteils endet, sondern in einem starken, etwas gekrümmten
Vordersteven zusammenläuft. Wir stossen auf die vorgenannten Type auch
in unserer Heimat, sowohl auf solche mit überlappender Beplankung wie
auf solche mit glatter Beplankung. Man nennt sie dann «Hollandsche Aak»
und «Stevenschip», während man früher neben diesen noch eine grosse
Zahl kleinerer Aken antraf, am Rhein, auf dem Waal, auf dem Lek, an der
IJssel und ihren Nebenflüssen. Diese «Aken» sind genaue Nachbildungen
der grossen Aken, haben aber elegantere Linien wegen ihrer geringeren
Länge. Die in der Sammlung der Tafeln befindlichen sind nach einigen
alten Mustern hergestellt, die wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert
stammen:
[Sidenote: III 100]
Die Nase der «Hollandschen Aak» ist etwas flacher als die der
«Dorstenschen Aak». Die «Bovenlanders» haben allmählich (ebenfalls)
vollere Formen angenommen, was sich schon erkennen lässt, wenn man die
Zeichnung einer «Dorstenschen Aak» mit der einer «Samoreus» vergleicht.
Manche kleine holländische Aken haben einen falschen, unterbrochenen
Vordersteven, daher ihr Name «Hollandsche Schlechtaak». Einige dieser
«Aakjes» findet man auch an der Merwede und der Yssel.