DAS KUFF (KOFF).

[Sidenote: II 218]

[Sidenote: III 22]

Das _Koff_, ist ein rein holländischer Typ, den weder ~Witsen~ noch

~Van Yk~ anführen. Es stammt wahrscheinlich aus dem Ende des 17.

Jahrhunderts und hat später in vielen Fällen die «Fluiten» und die

«Katschepen» (Katzenschiffe) ersetzt. (~Le Comte~, S. 10.)

Die Formen dieses Schiffs sind sehr rund und zeigen so ihre

Verwandtschaft mit den «Schmacken» und den «Tjalken». Sie haben einen

flachen Boden, viereckiges Vorderteil oder wie ~Van Loon~ sagt (Seite

64): «Stomp rond» (rund und stumpf). Später baute man spitzere.

Es sind feste Schiffe, die besonders Stürmen gut widerstehen, daher

das Sprichwort: «Koffen en Smakken zijn Waterbakken» (Die Kuffen

und die Schmacken sind Wasserbecken). Ich kann mich der Meinung des

Herrn ~Koenen~ nicht anschliessen, der behauptet, dass «Kof» von

«Kog» herkommt, denn das «Kof» erscheint viel später und stammt von

den kleinen Binnenschiffen her. Das sind im allgemeinen Schiffe mit

geringem Tiefgang. Ihre Ladefähigkeit schwankte von 100 bis 300 t.;

die Abmessungen waren z. B.: Länge 72 Fuss, Breite 17, Tiefe 8 Fuss 3

Zoll. Sie haben im allgemeinen zwei Masten; der grössere steht auf ⅓

der Länge. Ihr Deck ist unterbrochen ohne _Statie_. Die kleinen Kuffen

haben Schwerter, die grossen nicht.

Im 19. Jahrhundert beginnt man, ebenfalls das Vorderteil schlank zu

machen (~Van Loon~, S. 65), wodurch jedoch die alten Merkmale der

Schiffe verschwinden. Man wollte ihnen so grössere Richtungsfestigkeit

geben. Man baut noch diese Schiffe in der Provinz Groningen, aus der

sie stammen. Gegenwärtig gibt man ihnen allerdings wie den Tjalken ein

runderes Hinterteil. Früher fand man sie häufig auch in Holland, da

sie den Verkehr mit der Ostsee vermittelten; sie fuhren aber auch nach

Norwegen, England, Schottland, Irland, Frankreich, Portugal und dem

Mittelmeer, selbst nach Rio de Janeiro. (~Le Comte~, S. 11.)

Der Schiffbau seit seiner Entstehung, Band 1 · 第 44 / 142 题