DIE SCHMACK.

[Sidenote: II 216]

[Sidenote: III 23]

Die _Smak_ ist ein ebenso interessantes Schiff wie das Kof (Kuff), dem

sie sehr gleicht. Hier handelt es sich um einen rein holländischen Typ,

rund und flach und von grosser Standfestigkeit zu Wasser. ~Le Comte~

nennt sie die Schwester des Kof. Man findet in diesem Typ sehr wohl die

Form der «Tjalk» wieder. Die Schmacken laufen weder am Vorder- noch

am Hintersteven spitz zu und gleichen völlig den alten Abbildungen

der «Smalschepen», «Wijdschepen» und «Turfschepen» (Torfschiffe). Sie

bilden übrigens mit den letzteren ein und dieselbe Familie; sie sind

etwas fester im Bau, da sie für weitere Fahrten bestimmt sind. Die

«Smak» stellt den friesischen Schiffstyp dar. Sie trägt eine «Statie»

und Schwerter. Der grosse Mast steht auf ⅓ der Länge des Schiffes. Am

Hinterteil, in der «Statie» hat die «Smak» noch einen kleinen Mast. Die

Ladefähigkeit schwankt von 70 bis 140 t. Ihre Länge beträgt 80 Fuss,

ihre Breite 22 und ihre Tiefe 9. Die Schmacken besorgen den Verkehr

mit Frankreich, England und sogar mit Lissabon, offenbar auch mit der

Ostsee. Sie waren indessen besonders gebaut, wie ~Le Comte~, S. 12,

sagt, um durch die «Wadden» (Watten) nach Groningen, Friesland und

Ostfriesland segeln zu können. ~Witsen~ erwähnt die «Schmacken» nicht.

[Sidenote: II 210]

[Sidenote: II 209]

Wenn wir indessen die Abbildung der «Smak» mit der des «Wijdschips»

vergleichen, das ~Witsen~ anführt (S. 171), so sehen wir sogleich,

dass es sich hier nur um einen Namenwechsel handelt. Im Grunde gibt es

auch keinen Unterschied zwischen dem «Smal-» und dem «Wijdschip», ~Van

Yk~ sagt nämlich (S. 308), dass der Unterschied zwischen den beiden

Typen nur in folgendem besteht: das «Smalschip» war so schmal, dass

es die Stadt Gouda durchfahren konnte, während das «Wijdschip» um sie

herumfahren musste. Es sind also zwei ähnliche Schiffe, die sich nur

durch ihre Grösse unterscheiden. Wenn man nun die Abbildungen dieser

Schiffe mit denjenigen der «Turfschepen» (Torfschiffe) vergleicht,

so stellt man eine völlige Ähnlichkeit fest. Erst am Ende des 18.

Jahrhunderts gibt man allen diesen Schiffen den Gattungsnamen «Tjalk»,

in Anlehnung an Friesland.

Der Schiffbau seit seiner Entstehung, Band 1 · 第 45 / 142 题