DIE GALEASSE.

[Sidenote: II 239]

Die _Galeas_ (Galeasse) gehört, wie die «Galiot» zu den grösseren

Typen, die von der Kleinschiffahrt benutzt werden. Schon der Name zeigt

den ausländischen Ursprung, obwohl man sie viel in Holland findet.

Die Bauart verrät überdies denselben Ursprung. Die meisten werden in

Königsberg, Stettin, Stralsund u. s. w. gebaut, und fassen sogar 100

bis 260 t. (~Le Comte~, S. 35.)

Sie besorgen insbesondere den Verkehr mit Holland, England und

Frankreich. Ihr Tiefgang schwankt von 8 bis 14 Fuss. (2,26 bis 3,96

Meter.) Sie besitzen gewöhnlich, wie die Galiots, zwei Masten. Ihr Bau

gleicht sehr dem der Kotter (Kutter), und der «Sloep» (Schaluppe). Es

ist also ein exotischer Typ, von dem man noch einige Beispiele auf der

Ostsee findet. Dieser Schiffstyp ist später aufgetreten, wahrscheinlich

unter dem Einfluss des Schiffbaues der Völker des Südens. (Im

Mittelmeer findet man die Namen: Galeazza, Galeone, Galeota.)

Der Schiffbau seit seiner Entstehung, Band 1 · 第 43 / 142 题