Mit einem harten Griff schob er die Schwester zur Seite und trat
ein. Aus dem Lehnstuhl am Fenster streckte ihm die Mutter die Hände
entgegen. Freudentränen rannen über ihr welkes Gesicht. Er warf sich
vor ihr auf die Knie, barg sein Gesicht in ihrem Schoß und weinte lange
still vor sich hin.
Als er aufstand, war sein Gesicht ruhig, aber hart. „Mutter, weißt du,
daß nach dem Willen des Vaters der Hof mir gehören sollte?“
„Ja, mein Sohn, es war ja sein höchster Wunsch, daß du Landwirt werden
solltest, damit der Hof nicht in fremde Hände käme.“
„Es ist gut, Mutter, ich danke dir. Ich danke dir auch für alle Liebe,
die du meiner Liesel erwiesen hast.“
„Hast deinen Jungen schon gesehen?“