Seiner Exzellenz dem Reichskanzler Herrn von Bethmann Hollweg
gehorsamst vorgelegt.
Pera, den 9. November 1915.
Neurath.
Anlage 1.
Le Matin.
Les Allemands Assassins.
Londres, 30 Septembre. -- On mande du Caire au Times:
„Plusieurs consuls allemands ont dirigé ou encouragé les massacres des
Arméniens.
„On cite notamment M. Roessler, consul à Alep, qui s’est rendu à
Aintab pour diriger en personne des massacres, et le fameux baron
Oppenheim[94], qui a donné l’idée de transporter les femmes et les
enfants appartenant aux nations alliées à Ourfa, sachant bien que ces
malheureux ne pourraient éviter d’y voir les actes barbares commis par
les troupes dans les rues mêmes de la ville qui sont littéralement
inondées de sang.“ (Havas.)
Anlage 2.
(Reuter-Telegramm.)
Amsterdam, den 7. Oktober, 8 Uhr 44 Min. N.
Wie Reuter meldet, beschäftigte sich gestern englisches Oberhaus
mit böser Lage der Armenier. Lord Cromer sagte, daß nicht weniger
als 800000 getötet seien. Obschon er keine direkten Beweise für
Deutschlands Mitschuld habe, sei es doch infolge großen Einflusses
auf Türkei zweifellos dafür verantwortlich. Lord Crewe erklärte,
daß es nützlich sei, wenn Tatsachen der ganzen Welt bekanntgegeben
werden, soweit diese amtlich bestätigt seien, und hinzufügte, daß
Regierung keine amtliche Bestätigung von Deutschlands Mitschuld
erhalten könnte. Daß aber deutsche Konsularbeamte in Kleinasien nicht
nur zugesehen, sondern zu diesen Greueltaten kräftig aufgemuntert
haben, sei aus Berichten amerikanischer Augenzeugen ersichtlich, und
aus dem, was Deutsche an anderen Stellen getan haben, sei es nicht
unwahrscheinlich, daß ihre Mitschuld auch hier in Frage kommt. Lord
Crewe, der Vorsitzende des Ausschusses ist und Untersuchung leitet,
gab dann noch einige Greueltaten zur Kenntnis, so wurden z. B. in
Trapezunt gesamte Bevölkerung armenischer Abstammung in Booten auf See
geführt und ertränkt. Daß Gesamtzahl Opfer 800000 betrage, sei ihm sehr
wahrscheinlich.
Anlage 3.
March 31st 1915.
Dear Herr Blank,
Let me congratulate your Consul, through you on the success thus far
since coming to Marash. There is a distinct improvement in the general
condition, which we are very ready to attribute to his influence. We
hope he will be able to remain here long enough to secure that any
pledges given to him will be faithfully carried out. Kindly express our
gratitude to him.