»Das läßt allerlei Schlüsse zu,« entgegnete heiter der Prinz; »ja, ja,
an dieser Äußerung bin ich vielleicht gar nicht ganz unschuldig!«
Hans hielt noch immer seinen Strauß, obwohl er schon leichte Winke von
verschiedenen Seiten bekommen hatte. Die Dame, die hinter ihm stand,
merkte, daß sie deutlicher werden mußte. »Hans,« sagte sie, »du willst
ja deinen Strauß der Frau Prinzessin geben!«
»Oder vielleicht der Mama?« rief der Kleine und sprang lustig durchs
Zimmer auf seine Mutter zu, die sich ganz bescheiden hinter die älteren
Damen zurückgezogen hatte. So war denn richtig die Störung eingetreten.
Was tun? Eine Unterhandlung konnte Frau Römer nicht mit dem Kind
anfangen, so folgte sie einer raschen Eingebung, nahm den Strauß aus der
Kinderhand, trat mit Hänschen vor und sagte bittend zur Prinzessin:
»Wollen Sie die Blumen wohl von mir annehmen?«
»Ja gewiß, gern,« sagte die Prinzessin liebenswürdig, »was haben Sie für
einen prächtigen Jungen, er hat uns den größten Spaß gemacht, der kleine
geplagte Mann.«
Noch ein paar Minuten verweilten die Gäste, dann verließen sie die
Stube; der ganze Aufenthalt hatte vielleicht zehn Minuten gedauert und
wieviel Arbeit und Überlegung hatte die Herstellung der Bauernstube
gekostet!
Die Frauen blieben allein mit den Kindern zurück. Lebhaft wurde das
Vorgefallene besprochen. »Es hat sich alles ganz gut gemacht,« entschied
schließlich die ehemalige Erzieherin als Sachverständige, »nur das eine
war ein #faux pas,# liebe Frau Stadtschultheiß, Sie hätten sagen
müssen: 'Wollen Königliche Hoheit die Blumen annehmen'; wollen '_Sie_'
ist doch gar zu vertraulich. Aber die Prinzessin wird es Ihnen nicht
nachtragen,« setzte sie begütigend hinzu.
Der jungen Frau Römer war es beklommen zumute. Wie die prinzlichen
Hoheiten über sie dächten, das war es nicht, was sie bekümmerte, aber ob
ihr Mann über sie und das Kind ärgerlich war? Als sie mit ihrem kleinen
Bauernjungen in diesen Gedanken heimging, sagte sie sich, daß am Abend
die schöne Beleuchtung ihres Hauses alles wieder gut machen müsse. Ihr
Mann sollte es sehen, wenn er mit dem Prinzen vorbeifuhr, daß sie doch
ein Gefühl dafür hatte, was der richtigen Stadtschultheißin geziemte,
trotz des Holzstoßes vor dem Haus, trotz des Zwischenfalls in der
Bauernstube.
Dreihundert kleine irdene Schälchen hatte sie sich beim Seifensieder mit
Unschlitt füllen lassen und nun machte sie sich daran, jedem einzelnen
Döchtchen einen Tropfen Petroleum zu geben, denn vom Seifensieder hatte
sie gehört, daß sie auf diese Weise am leichtesten anzuzünden wären. Ja,
von ihr aus war alles bereit, wenn sich nur endlich der Schreiner
gezeigt hätte!
Der Nachmittag rückte vor, dreimal hatte sie Anne hinuntergeschickt und
jedesmal hatte diese die Antwort gebracht, Herr Wahl werde jetzt gleich
kommen.
Endlich ging sie selbst hinunter. »Aber Frau Wahl, was ist denn mit
Ihrem Mann? Warum kommt er denn nicht?«
Die Frau versicherte, daß sie ihn seit zwei Stunden erwarte. Sie wollte
sich jetzt aber selbst auf den Weg machen, ihren Mann zu suchen. Es
dauerte gewiß eine Stunde, bis sie ihn endlich brachte, aber er war in
schlimmer Verfassung. Mit schwerer Zunge versicherte er, daß er die
Sache gleich besorgen werde. Wieder verstrich eine Weile, da kam seine
Frau herauf und sagte beschämt: »Es ist meinem Mann nicht gut, er hat
sich aufs Bett gelegt; es wird auch besser sein, er schläft ein wenig.«
Unsere junge Frau war so entrüstet, daß sie kein Wort mehr für die
Hausfrau hatte; auf den Schreiner mußte sie ja doch verzichten. »Anne,«
sagte sie, »was tun wir jetzt, wer kann uns helfen?«
»Ich weiß, was wir tun,« sagte Anne. »Ich steige selbst auf die Leiter,
wenn's dunkel wird und die Leute es nicht so bemerken. Ich will nur erst
einmal nach der Leiter sehen, ob die wenigstens imstand ist.« Hinter dem
Haus, an dem Holzschuppen war sie aufbewahrt. Anne schleppte sie herbei,
Frau Römer sah vom Fenster aus zu. Nun lehnte die Leiter am Haus. »Sie
ist ja zu kurz!« rief Anne herauf.
»Freilich, das habe ich immer gefürchtet!«
»Was machen Sie denn da?« fragte der Bäcker, der gegenüber wohnte und
neugierig herbeikam. Frau Römer schöpfte Hoffnung. Der Mann konnte
vielleicht helfen. Sie von oben und Anne von unten legten ihm den Plan
dar. Die Lichter sollten an dem vorspringenden Sims, der die Front des
Hauses schmückte, angebracht werden. »Hat das der Herr Stadtschultheiß
angeordnet?« fragte er.
»Nein, ich möchte es ja zu seiner Überraschung tun.« Der Mann schüttelte
den Kopf und schwieg. Unsere junge Frau oben sah das, und wahrhaftig
stampfte sie ein wenig mit dem Fuß, -- ihre Ungeduld war _zu_ groß. »Die
Leute hier sind doch unausstehlich langweilig und schwerfällig,« dachte
sie, »hätte ich nur meine Hamburger hier!«
»Frau Stadtschultheiß,« rief von unten der Bäcker, »wenn ich etwas sagen
darf, dann rate ich Ihnen, lassen Sie das bleiben. Erstens hängen die
Fahnen über dem Sims und könnten Feuer fangen, und zweitens ist's auch
zugig an der Ecke, der Wind bläst doch alles aus.«
Was war dagegen vorzubringen? Frau Römer schwieg. Aber Anne ergab sich
nicht so schnell. »O Herr Breitling,« sagte sie, »Sie wollen nur nicht.
Die Fahnen könnte man einziehen, wenn's Nacht wird, und wie sollten denn
die Lichter auslöschen, da könnte ja kein Mensch beleuchten. Gehen Sie
zu, helfen Sie uns auch ein wenig, hole ich doch alle Tage die Wecken
bei Ihnen und am Sonntag die Brezeln!«
Der Mann sagte darauf gar nichts, zog sein Feuerzeug aus der Tasche und
zündete ein Streichhölzchen an -- im Nu war es vom Wind ausgeblasen.
»Glauben Sie's jetzt?« sagte er, »in der Fensternische, da geht's, da
sind die Lichter geschützt, aber, frei längs der Hausmauer, da löschen
alle aus. Helfen tät ich gern, daran fehlt's nicht.«
Einen Augenblick war es stille. »Anne, trage die Leiter an ihren Platz,«
ließ sich nun von oben eine bekümmerte Stimme vernehmen, und das Fenster
wurde geschlossen. Heute wollte doch auch gar nichts gelingen! Zum
Weinen war es der jungen Frau, als sie ihre dreihundert Lämpchen sah.
Sie hatte es sich etwas kosten lassen! Wie schön hatte sie es sich
ausgemalt!
Anne kam herein. »Das sind Leute,« sagte sie, »der Schreiner und der
Bäcker!«
»Gegen den Bäcker will ich nichts sagen, aber der Schreiner!«
Ja, der Schreiner, über den entlud sich nun der ganze Zorn, denn einen
Sündenbock will der Mensch haben.
Es wurde dunkel. Da und dort zündeten Leute schon Lämpchen an. Ein
kühler Abendwind erhob sich. »Wir haben wenigstens viele Fenster,« sagte
Frau Römer, »und Lichter für beide Stockwerke.« Und nun fing sie oben im
Dachstock an den Kammern an und stellte einstweilen die Lämpchen vor
die Fenster, eines dicht ans andere; es war ja keine Gefahr, daß sie
nicht reichten. Dann ebenso an allen Fenstern des ersten Stockwerks. In
der Ferne hörte man ein Knattern und Knallen von Raketen, und die großen
Felsen, die das Städtchen auf einer Seite umsäumten, erglänzten in
bengalischer Beleuchtung.
Jetzt war es Zeit zum Anzünden. Anne wurde hinaufgeschickt, es in der
Kammer zu besorgen; unten wollte es Frau Römer tun. Aber der Wind, der
Wind! Kaum brannten zwei, drei Flämmchen, so kam der starke Luftzug und
blies sie aus. Und gerade auf _der_ Seite des Eckhauses, die freistand
und die von weiter Ferne beim Hereinfahren von den Felsen den Gästen ins
Auge fallen mußte, gerade auf dieser Seite löschten beharrlich die
schwachen Flämmchen aus. Wie war es denn wohl in den andern Häusern? Die
junge Frau lehnte sich hinaus und sah an der Häuserreihe hinunter --
schön beleuchtet glänzte sie ihr entgegen, Licht an Licht. Sie meinte es
wenigstens, denn daß auch an den anderen Häusern viele Lichter wieder
verlöscht waren, konnte sie nicht erkennen; sie sah nur, was brannte,
und das war freilich mehr als an diesem ausgesetzten Punkt. Jetzt kam
auch Anne verzweifelt herunter. »Droben verlöschen sie alle! wie ist's
denn unten?«
»Ebenso!«
»Meines brennt,« rief vergnügt der kleine Hans, der vor einem
angezündeten Lämpchen stand, das auf dem Tisch hell brannte.
»Ja, im Zimmer, das glaube ich gern,« sagte Anne.
»Anne, ich weiß, wie wir es machen, wir stellen sie herein auf den
inneren Fenstersims!« rief jetzt Frau Römer; »schnell, geh hinunter vors
Haus und sieh, wie es sich ausnimmt,« und während das Mädchen
hinuntersprang, legte sie ein paar Bücher auf den inneren Sims des
geschlossenen Fensters und stellte die Lichter hoch. Anne kam wieder:
»Prächtig sieht's aus, kein Mensch bemerkt, daß die Lichter nicht außen
stehen, die Fenster sind ja alle frisch geputzt.«
Jetzt ging es ans Werk. »Hans, bring alle deine Bausteine herbei,
schnell, schnell!« und mit Bausteinen und Büchern wurden nun sämtliche
Fenstersimse so hoch belegt, daß die Lichter durch die Scheiben sichtbar
wurden. Und dann wurden sie angezündet. Ob es nun wohl ging? Unsere
junge Frau hätte sich ja nicht gewundert, wenn heute Lämpchen und
Zündhölzer ihren Dienst versagt hätten. Aber sie brannten so gutmütig
an, stellten sich ganz unschuldig. Einen Qualm gab das freilich in die
Zimmer! Im Eckzimmer mit seinen vier Fenstern allein vierzig
Unschlittlichtchen! und nirgends konnte man ein Fenster öffnen.
Einerlei, wenn man auch nicht mehr im Zimmer atmen konnte, wenn es nur
hell hinunterleuchtete! Und das tat es! Eine strahlende Helle war in
allen Zimmern, und Anne nahm Hänschen mit hinunter, daß er es von der
Straße aus sehen konnte. »Darf ich ein wenig mit ihm fortrennen zum
Feuerwerk?« rief sie herauf.
»Ja, ja, geht nur miteinander.«
Das kleine Mädelein war aus dem qualmenden Zimmer hinausgeflüchtet
worden in die Küche; da schlief sie ganz sanft, während ihre Mutter
unruhig im Haus herumging. Die ungewohnte Helle, die zunehmende Hitze
hatte etwas Beunruhigendes. Sie ging hinauf in die Kammer. Droben wurde
es so heiß, der weiße Lack an den Fenstern fing an zu riechen, alles
fühlte sich warm an. Wenn nur kein Brand entstand! Sie lief wieder ins
untere Stockwerk, waren doch alle Vorhänge fest zurückgesteckt? Es war
fast nicht auszuhalten, die Hitze, der Qualm und dabei die Angst! Eine
Kanne Wasser in der Hand ging sie unablässig von einem Zimmer ins
andere, wohl eine halbe Stunde lang. Endlich hörte man drunten auf der
Straße Wagengerassel. Sie eilte ans Fenster: der Prinz und die
Prinzessin, die Herren ihrer Begleitung, darunter der Stadtschultheiß,
fuhren am Haus vorüber in den Gasthof zurück; das Feuerwerk war aus, die
schaulustige Menge strömte ins Städtchen zurück. Gott Lob und Dank, die
Lichter durften ausgelöscht werden!
* * * * *
Es war neun Uhr abends, Ruhe herrschte im Haus, Frau Römer saß allein
auf ihrem kleinen Sofa am Tisch und ruhte aus. Die Kinder und Anne
schliefen schon. Ordnung war wiederhergestellt und frische Luft strömte
durch die Fenster. Da näherte sich durch die stille Straße ein lauter,
fester Tritt, ein Schlüssel wurde in die Haustüre gesteckt. »Mein Mann
kann es nicht sein, aber doch ist er's!« sagte sich die junge Frau und
eilte hinaus. Ja, er war es.
»Du kommst schon?« sagte sie erstaunt. »Ich hätte gedacht, heute wird es
spät!«
»Ja,« sagte er, »die andern sitzen auch noch fest beisammen!«
»Und du?«
»Ich habe mich in aller Stille davongemacht. Ich wollte auch einmal
wieder bei meiner Frau sein.« Dies Wort zerstreute alle Sorgen der
jungen Frau, sie fühlte es: alles war schön und gut zwischen ihnen und
nun wurde es gemütlich! Sie gingen miteinander ins Zimmer und setzten
sich behaglich zusammen.
»Ist das schön, wenn so ein Tag vorbei ist!« sagte Römer.
»Ist alles gut gelungen?«
»So ziemlich,« sagte er. »Die Beleuchtung der Häuser war ja durch den
Wind recht lückenhaft, nur unser Haus war glänzend. Schon von ferne
fragte mich die Prinzessin, wem dies strahlende Häuschen gehöre. Ich war
nicht wenig stolz, hätte fast gesagt: meiner Frau. Das Strahlen
wenigstens kam von dir, wie hast du es denn gemacht? Überall sonst waren
doch die meisten Lichter verlöscht.«
Sie erzählte all ihre Erlebnisse. »So, deshalb riecht es so merkwürdig
im ganzen Haus? Also hast auch du Angst ausgestanden während des
Feuerwerks, ich aber auch!«
»Wieso du?«
»Du hast doch heute morgen gehört, daß ein Pulverwagen hier durchkommen
wollte. Nun, der Eilbote, der das hintertreiben sollte, der geistreiche
Mann, hat den Fußweg eingeschlagen, auf dem er dem Pulverwagen natürlich
nicht begegnete! Wie wir nun abends hinausfahren nach den Felsen, die
beleuchtet wurden, und aussteigen, kommt der Ratsdiener auf mich zu. Ich
seh ihm gleich an, daß etwas nicht in Ordnung ist, ich nehme ihn
beiseite. 'Sehen Sie dort hinüber, Herr Stadtschultheiß,' sagt er. 'Auf
der alten Straße, an der andern Seite vom Fluß, fährt der Pulverwagen!'
Ich sehe hinüber: langsam bewegt sich dort der große, schwarze Wagen,
mit der vorgeschriebenen roten Laterne und dem roten Fähnchen,
unheimlich anzusehen. Und dabei steigen schon zischend die Raketen auf
und der Wind jagt die Funken nach allen Seiten hoch in die Luft. 'Was
ist zu tun?' fragte mich der Ratsdiener. 'Es ist nicht mehr zu ändern,'
sagte ich, 'lassen Sie sich nichts merken, daß kein Schrecken unter den
Leuten entsteht. Gehen Sie hinüber, sorgen Sie, daß der Wagen ohne
Aufenthalt weiterfährt, aber langsam und ruhig; wenn er nicht umwirft,
kann nichts geschehen. Durch den eisernen Deckel dringt kein Funke.' Er
ist ein wackerer Mann, der alte Ratsdiener, und hat sich heute wieder
bewährt, du könntest ihm morgen eine Flasche Wein schicken. Wie er von
mir weggeht, höre ich, wie ihn ein Mann anredet: 'Sagen Sie, ist denn
das da drüben nicht ein Pulverwagen?' 'Das macht doch nichts,' sagt der
Ratsdiener mit größter Seelenruhe; 'auf dem Wagen können Sie ein
Feuerwerk abbrennen und es dringt kein Funke hinein.' 'So, so,' sagt der
andere sofort beruhigt. Du kannst dir aber denken, wie es mir zumute
war, während das Feuerwerk so in der Luft herumschwärmte. So oft es
unbemerkt ging, mußte ich mich umwenden und hinübersehen nach dem
kleinen roten Licht, das allmählich weiterrückte auf der Straße. Langsam
kroch die Gefahr davon, bis sie endlich hinter dem Berg verschwand.«
»Und der Prinz hat nichts davon erfahren?«
»Nein, er war in fröhlicher Laune bis zuletzt und ebenso die Prinzessin,
die mir noch an der Bahn einen Gruß an Hans auftrug. Er ruht jetzt wohl
von seiner Plage?«
Ja, der Kleine ruhte und ebenso genoß der Vater den friedlichen Abend;
in der Wohnung des Stadtschultheißen gab es jetzt keinen geplagten Mann!
Helf, wer helfen kann!
Am heißen Herd in der Küche schaltete mit eifrigen Händen und glühenden
Wangen Frida, der liebliche Backfisch. Die Mutter war ausgegangen, um
vor Tisch noch einen dringenden Besuch zu machen, und Frida hatte
versprochen, ihre ungeteilte Aufmerksamkeit dem Braten zuzuwenden. Da
ertönte die Klingel. »Es wird der Vater sein,« dachte Frida und öffnete.
Es war aber nicht der Vater, sondern ein Freund desselben, der ihn auf
der Durchreise ein paar Stunden besuchen wollte. Frida geleitete ihn in
das Besuchszimmer und setzte sich zu dem Gast, der sich freundlich mit
ihr unterhielt. Bald aber wurde sie unruhig und hörte nur noch mit
halbem Ohr auf den Fremden. Sie dachte an den verlassenen Braten, an das
Feuer, das bald ausgehen mußte, und überlegte, ob es nicht unhöflich
wäre, wenn sie den Gast allein ließe. Inzwischen hatte der Herr weiter
mit ihr gesprochen, Frida hatte aber in ihrer Zerstreutheit nicht viel
davon gehört.
»Haben Sie auch Töchter?« fragte sie jetzt, um nur irgend etwas zu
sagen. Er sah sie erstaunt an. »Das sind eben meine Töchter, von denen
ich Ihnen erzählte.« Frida errötete.
Es fiel ihr ein, daß er von einer Marie und einer Elise gesprochen
hatte. »Ja, ich meine nur, ob Sie _viele_ Töchter haben?« sagte sie in
ihrer Verwirrung.