XXX

Wie anders Julie doch war!

Peter hatte sich darauf gefreut, sie zu pflegen, wenn das Kind käme,

bei ihr zu sein, so daß sie nach ihm greifen könnte, wenn sie ihn

brauchte. Er hatte auf die Stunden gemeinsamen Wartens gehofft, in

denen sie lauschen wollten, wie sich in ihrer Nähe das Geheimnis

schweigend vollziehe. Er hatte daran gedacht, daß sie an anderen Tagen

Pläne machen würden: wie sie mit dem Kinde spielen und tollen wollten

und selbst wieder zu Kindern werden würden.

Von dem allem geschah nichts. Julie wollte es anders.

Er konnte nicht traurig darüber sein; er mußte ihr recht geben.

Julie wollte nach Hause, um in dieser Zeit allein zu sein und nur dem

Kinde zu leben. Inmitten der ganzen heimatlichen Schönheit! Von dieser

wollte sie umgeben sein, wenn sie auf das Kind wartete, von dieser

wollte sie nehmen, soviel sie nur konnte, damit es dem Kinde zugute

käme, in dieser sollte das Kind zur Welt kommen.

Da hinaus konnte der Lärm der Welt nicht dringen, dort würde nicht

einmal Peter ihre Andacht stören. Auch würde sie nicht immer in Angst

zu sein brauchen, daß Peters Augen sich mit Nachsicht und Rührung von

ihrer Gestalt abwenden müßten.

Peter widersprach ihr nicht und ließ sie reisen.

Die Schwestern Hellwege · 第 40 / 47 题