Freitag, den 30. März

Bei Tagesanbruch fanden wir uns zwischen Ischia und Capri, ungefähr

von letzterem eine Meile. Die Sonne ging hinter den Gebirgen von

Capri und Capo Minerva herrlich auf. Kniep zeichnete fleißig die

Umrisse der Küsten und Inseln und ihre verschiedenen Ansichten; die

langsame Fahrt kam seiner Bemühung zustatten. Wir setzten mit

schwachem und halbem Winde unsern Weg fort. Der Vesuv verlor sich

gegen vier Uhr aus unsern Augen, als Capo Minerva und Ischia noch

gesehen wurden. Auch diese verloren sich gegen Abend. Die Sonne ging

unter ins Meer, begleitet von Wolken und einem langen, meilenweit

reichenden Streifen, alles purpurglänzende Lichter. Auch dieses

Phänomen zeichnete Kniep. Nun war kein Land mehr zu sehen, der

Horizont ringsum ein Wasserkreis, die Nacht hell und schöner

Mondschein.

Italienische Reise — Band 1 · 第 38 / 68 题