Seefahrt, Donnerstag, den 29. März.
Nicht wie bei dem letzten Abgange des Paketboots wehte diesmal ein
förderlicher frischer Nordost, sondern leider von der Gegenseite ein
lauer Südwest, der allerhinderlichste; und so erfuhren wir denn, wie
der Seefahrer vom Eigensinne des Wetters und Windes abhängt.
Ungeduldig verbrachten wir den Morgen bald am Ufer, bald im Kaffeehaus;
endlich bestiegen wir zu Mittag das Schiff und genossen beim
schönsten Wetter des herrlichsten Anblicks. Unfern vom Molo lag die
Korvette vor Anker. Bei klarer Sonne eine dunstreiche Atmosphäre,
daher die beschatteten Felsenwände von Sorrent vom schönsten Blau.
Das beleuchtete, lebendige Neapel glänzte von allen Farben. Erst mit
Sonnenuntergang bewegte sich das Schiff, jedoch nur langsam, von der
Stelle, der Widerwind schob uns nach dem Posilipo und dessen Spitze
hinüber. Die ganze Nacht ging das Schiff ruhig fort. Es war in
Amerika gebaut, schnellsegelnd, inwendig mit artigen Kämmerchen und
einzelnen Lagerstätten eingerichtet. Die Gesellschaft anständig
munter: Operisten und Tänzer, nach Palermo verschrieben.