Den 2. März

bestieg ich den Vesuv, obgleich bei trübem Wetter und umwölktem Gipfel.

Fahrend gelangt' ich nach Resina, sodann auf einem Maultiere den

Berg zwischen Weingärten hinauf; nun zu Fuß über die Lava vom Jahre

Einundsiebenzig, die schon feines, aber festes Moos auf sich erzeugt

hatte; dann an der Seite der Lava her. Die Hütte des Einsiedlers

blieb mir links auf der Höhe. Ferner den Aschenberg hinauf, welches

eine sauere Arbeit ist. Zwei Dritteile dieses Gipfels waren mit

Wolken bedeckt. Endlich erreichten wir den alten, nun ausgefüllten

Krater, fanden die neuen Laven von zwei Monaten vierzehn Tagen, ja,

eine schwache von fünf Tagen schon erkaltet. Wir stiegen über sie an

einem erst aufgeworfenen vulkanischen Hügel hinauf, er dampfte aus

allen Enden. Der Rauch zog von uns weg, und ich wollte nach dem

Krater gehn. Wir waren ungefähr funfzig Schritte in den Dampf hinein,

als er so stark wurde, daß ich kaum meine Schuhe sehen konnte. Das

Schnupftuch vorgehalten half nichts, der Führer war mir auch

verschwunden, die Tritte auf den ausgeworfenen Lavabröckchen unsicher,

ich fand für gut, umzukehren und mir den gewünschten Anblick auf einen

heitern Tag und verminderten Rauch zu sparen. Indes weiß ich doch

auch, wie schlecht es sich in solcher Atmosphäre Atem holt.

Italienische Reise — Band 1 · 第 30 / 68 题