[76] Nach der von dem Berner internationalen Postbureau für 1884

herausgegebenen „~Statistique générale du service postal dans les

pays de l’Union postale universelle~“ betrug die Zahl +sämtlicher+

Briefpostsendungen (der Briefe [ausschließlich der eingeschriebenen,

sowie der Wertbriefe], der Postkarten, Drucksachen, Warenproben und

Zeitungsnummern) rund in: Ägypten 8 Mill., Algier und Tunis 15 Mill.,

Argentinien 45 Mill., Brasilien 45 Mill., Canada 100 Mill., Brit.

Indien 205 Mill., Niederländ. Indien 8 Mill., Japan 111 Mill. -- Für

die +Vereinigten Staaten von Amerika+ enthält die erwähnte Statistik

nur Angaben über den +internationalen+ Briefpostverkehr. Nach dem

Berichte der Postverwaltung der Union betrug 1884/85 die Zahl der

verkauften Freimarken, Postkarten, Briefumschläge und Streifbänder

2142678900 Stück. (Archiv für Post und Telegraphie, 1886. Nr. 12.)

[77] In Frankreich, Österreich und Italien giebt es seit neuester

Zeit auch sogen. +Kartenbriefe+ oder +Postbillets+; sie bilden ein

Zwischenglied zwischen Postkarte und Brief und gewähren gegenüber der

Postkarte den Vorteil, daß der Inhalt geheim bleibt. Die Taxe für

solche Kartenbriefe ist in Frankreich und Italien höher als diejenige

für Postkarten und niedriger als jene für gewöhnliche Briefe; in

Österreich die gleiche wie für Briefe.

[78] Vgl. hiezu außer der „~Statistique générale etc.~“ für 1884 noch

besonders das Archiv für Post und Telegraphie, Jahrg. 1881 und Jahrg.

1883.

[79] +Veredarius+ a. a. O. S. 333. Die Berner Statistik für 1884

enthält für Italien keine Angabe.

[80] +Veredarius+ a. a. O. S. 337.

[81] Als Quelle diente vorzugsweise der Aufsatz +Paul Dehns+: „Zur

Einführung von Reichspostsparkassen“, in den „Annalen des Deutschen

Reiches“ 1883; dann auch das Archiv für Post und Telegr., die ~Union

postale~ und die Deutsche Verkehrs-Ztg.

[82] 1 Pfd. St. = 20 M.

[83] In Rußland und Spanien besteht das Postanweisungsverfahren nicht.

[84] Statistik der Reichspost- und Telegraphenverwaltung für das

Kalenderjahr 1884, S. 53.

[85] Auszugsweise bearbeitet nach +Löper+, Pakete im Weltpostverkehr

(Vom Fels zum Meer, Weihnachtsnummer 1883).

[86] +Veredarius+ a. a. O. S. 381.

[87] +Fischer+ a. a. O. S. 137.

[88] Archiv für Post und Telegraphie, 1879, 7. Jahrg.

[89] Deutsche Verkehrszeitung, 1883, No. 1.

[90] A. a. O. S. 130.

[91] Statistik der Reichspost- und Telegraphenverwaltung für das Jahr

1884.

[92] +Veredarius+ a. a. O. S. 339.

[93] Litteratur: +Fischer+ a. a. O. -- +Stephan+, Weltpost

und Luftschiffahrt. -- Verschiedene Jahrgänge der „Deutschen

Verkehrszeitung“. -- +Veredarius+ a. a. O. -- +~Hyde~+ a. a. O.

[94] Die Zahl der beim +Berliner Stadtpostamt+ mit +unvollständiger

Aufschrift+ einlaufenden Briefsendungen an Einwohner Berlins beträgt

per Tag rund 8000. (Deutsche Verkehrszeitung, 1886, Nr. 4.)

[95] +~Hyde~+ a. a. O. S. 264-266.

[96] Litteratur: +Veredarius+ a. a. O. S. 1-22. -- +Hennicke+, Das

Reichspostmuseum in Berlin, in +Westermanns+ Monatsheften, Juli 1884,

S. 514 ff. -- +Herrmann+, Die Korrespondenzkarte, Halle, Nebert, 1876,

S. 101 ff. -- +Deutsche Verkehrszeitung+, 3. Jahrg. Nr. 38 und 7.

Jahrg. S. 26 ff. -- +Stephan+, Das Verkehrsleben im Altertum, a. a.

O. -- „+Unsere Zeit+“, neue Folge, 8. Jahrg., 2. Hälfte, S. 208 (Zur

Geschichte des Briefschreibens). -- +Postamtsblatt+, 1872, Nr. 67 (Zur

Geschichte des Briefschreibens und der Briefgeheimnisse). -- +Löper+,

Der Brief, seine Arten und Abarten, im Postarchiv, 2. Jahrg., 1874.

[97] Die Herstellung des Schreibstoffes aus der Papyrusstaude ist

eine ägyptische Erfindung und geschah in der Weise, daß das aus dem

Schafte gewonnene Mark in schmale Längsteile zerschnitten wurde, die

man parallel nebeneinander ausbreitete. Dann legte man über Kreuz eine

zweite Schicht darauf, feuchtete dieselbe mit Nilwasser an und verband

nun durch Pressen oder Klopfen mit einem breiten Hammer die einzelnen

Streifen fest miteinander, so daß sich ein Bogen bildete, der nur noch

getrocknet und geglättet zu werden brauchte. Erst im 12. Jahrhundert n.

Chr. ging die Papyrusindustrie zu Grunde. Am längsten erhielt sich der

Gebrauch des Papyrus in Italien, wo die Kanzleibeamten der Päpste lange

an der hergebrachten Übung festhielten. Als Bezeichnung für diesen

Schreibstoff gebrauchte man, außer dem noch jetzt üblichen ~papyrus~,

hauptsächlich die (griechischen) Ausdrücke ~býblos~ oder ~bíblos~, auch

~chártes~, woher unser Wort „Karte“. -- Neben dem +Papyrus+ bediente

man sich im Altertum zu brieflichen Mitteilungen vorzugsweise auch

der sogen. +Diptychen+, d. i. übereinander gelegter +Täfelchen aus

Holz+ (auch aus Elfenbein), auf deren Wachsschicht die Schriftzüge

eingeritzt wurden. Der Gebrauch der Wachstafeln hat sich an manchen

Orten bis ins Mittelalter erhalten. Am längsten behaupteten sie sich in

Schwäbisch-Hall, wo die Salzsieder bis 1812 sich ihrer bedienten. Nach

diesen Täfelchen (~tabellae~) erhielten die Sklaven, deren vornehme

Römer sich als Briefboten zu bedienen pflegten, den Namen ~tabellarii~

(siehe S. 62). Andere Schreibstoffe des Altertums waren Felle,

Leinwand, Baumrinde, Metallplatten, Seide, Fischkiefern, Thonscherben,

Steine u. s. w. Die heiligen Schriften der Perser z. B. sollen auf 1200

Ochsenhäute geschrieben sein. Nach Livius diente zur Aufschreibung von

Roms ältesten Annalen Leinwand. Die Briefe des germanischen Nordens

wurden alten Liedern zufolge auf Fischkiefern eingegraben. Die Perser

schrieben auf Seide, für Hesiods erstes Werk „Werke und Tage“ wurden

Bleitafeln verwendet u. s. w.

[98] Um die Geheimhaltung von Nachrichten möglichst zu sichern, traf

man mitunter ganz sonderbare Vorkehrungen. Herodot erzählt z. B., daß

man manchmal einen Sklaven als Schreibmaterial benutzte, indem man

den Kopf desselben glatt abschor, die Kopfhaut mit Zeichen beschrieb,

hierauf die Haare wachsen ließ und den Boten sodann absandte. Der

Empfänger der Botschaft schor den Kopf von neuem, las die Schrift

und antwortete dann auf demselben freilich etwas ungewöhnlichen und

umständlichen Wege. Der persische Hofmann Harpagus soll sogar dem

Könige Cyrus einen Hasen übersendet haben, in dessen Fell unter

der Oberhaut ein Zettel stak. Auch sollen im Altertum geschriebene

Botschaften in Mumiensärge gegeben und mit denselben versendet worden

sein. (+Herrmann+ a. a. O.)

[99] Vgl. +Rich. Andree+, Ethnographische Parallelen und Vergleiche.

Stuttgart, Julius Maier, 1878, S. 184-197.

[100] Die Meinung, daß zur Bereitung des Pergaments Eselshaut gedient

habe und noch diene, ist irrig. Das Material der ältesten Pergamente

bilden lediglich Häute von Lämmern, Hämmeln und Ziegen. Später kam

hierzu noch die Verwendung von Kalbfellen. In Deutschland bürgerte sich

hauptsächlich die Benutzung von Kalbfellen ein, in Italien und Spanien

wurden vorzugsweise Ziegen- und Schaffelle verarbeitet.

[101] Lumpenpapier erwähnt zuerst ein Abt Petrus in Cluny, der in der

Mitte des zwölften Jahrhunderts lebte. Die früheste Bereitung des

Papiers überhaupt scheint die aus Baumwolle gewesen zu sein, welche bei

den Chinesen seit ältester Zeit bekannt war. Im achten Jahrhundert ging

die Kenntnis der Papierbereitung auf die Araber über, und von ihnen

erlernten sie zunächst die Spanier, dann die Italiener. In Deutschland

entstanden die ersten Papiermühlen 1320 zwischen Köln und Mainz. Der

arabische Ursprung der Papierbereitung zeigt sich noch heute in dem

deutschen Worte „Ries“, das von dem arabischen ~razma~, d. h. Bündel

(später im Spanischen ~resma~, im Italienischen ~risma~) stammt. Im

übrigen wurde der neue Schreibstoff lange und hartnäckig mißachtet. So

verbot Kaiser Friedrich II. 1231 ausdrücklich die Anwendung des Papiers

zu Urkunden, weil es zu vergänglich sei. Italienische Notare mußten

noch in späten Zeiten bei ihrem Amtsantritte versprechen, kein Papier

zu Urkunden zu verwenden. Ebenso wollte in Brügge der Kaufmannsstand

sich nicht herbeilassen, den Recessen „~uppe popyr~“ Glauben

beizumessen, und in England müssen die meisten Urkunden noch jetzt auf

Pergament geschrieben werden. Gegenwärtig freilich verbraucht Europa

allein an Papier jährlich 500 Mill. Pfund. (+Veredarius+ a. a. O. S. 9.)

[102] Der älteste Brief, welcher mit einer Oblate versiegelt erscheint,

ist aus dem Jahre 1624 und ward zu Speier geschrieben.

[103] In +Schönebergers+ „Börsen- und Handelsbericht“ wird die

+intellektuelle+ Urheberschaft an der Erfindung der modernen Stahlfeder

dem Chemiker ~Dr.~ +Joseph Priestley+, dem Entdecker des Sauerstoffs,

zugeschrieben. Die ersten Muster fertigte auf dessen Veranlassung sein

Freund +Harrison+; der eigentliche Begründer der Stahlfedern-Industrie

in Birmingham und Umgegend ist +Josiah Mason+, der vorerst in Harrisons

Diensten stand (Deutsche Verkehrszeitung, 1885, S. 134).

[104] Vgl. +Veredarius+ a. a. O. S. 23-28. -- +Hennicke+ a. a. O. S.

517. 518.

[105] +~Hyde~+ a. a. O. S. 117.

[106] Litteratur: +Hennicke+, Das Reichspostmuseum in Berlin, in

+Westermanns+ Illustrierten deutschen Monatsheften, Juliheft 1884, S.

518 und 519. -- Feuilletonistische Beilage der „+Täglichen Rundschau+“,

1884, Nr. 293. -- +Deutsche Verkehrszeitung+, 1883, S. 435.

[107] Philatelist vom griech. ~philein~ = lieben, sich gerne mit einer

Sache beschäftigen, und griech. ~ateleia~ = Freiheit von Leistungen an

den Staat; Philatelist ist demnach, wer sich gerne mit der Materie der

Freimachung von Briefen befaßt.

[108] Das Folgende nach +Unger+, „Geschichte der Postkarte mit

besonderer Berücksichtigung Deutschlands“, im Archiv für Post und

Telegraphie, 1881; vgl. auch „+Geschichte der Postkarte+“ in der

„Statistik der deutschen Reichspost- u. Telegraphenverwaltung für das

Kalenderjahr 1880“, und +Herrmann+ a. a. O. S. 73-97.

[109] Litteratur: +Biedermann+, Das Zeitungswesen sonst und jetzt.

Leipzig, Wilh. Friedrich, 1883. -- +Opel+, Die Anfänge der deutschen

Zeitungspresse. Leipzig, Verlag des Börsenvereins der deutschen

Buchhändler, 1879. -- +Zeitungskatalog+ der Annoncen-Expedition

von +Rudolf Mosse+. 20. Aufl. Berlin, Mosse, 1885. -- +Deutsche

Verkehrszeitung+, 1879, S. 82 und 83.

[110] Die „Frankfurter Meßrelationen“, begründet von +Michael von

Aitzing+, erschienen allerdings schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts,

indes nur +halbjährig+.

[111] Von dieser Münze erhielten die Zeitungen in Italien, wie später

in Frankreich, Spanien und England ihren Namen.

[112] a. a. O. S. 368.

[113] Mitteilung des Staatssekretärs ~Dr.~ von Stephan gelegentlich der

sechsten internationalen Telegraphenkonferenz zu Berlin im Jahre 1885.

[114] Nach der ~Statistique générale du service postal dans les pays de

l’Union postale universelle, publiée par le bureau international des

postes. Année 1884.~ Bern, Druckerei von Suter u. Lierow, 1886. -- In

die für Deutschland, Frankreich, Rumänien und Algier-Tunis angegebenen

Summen sind auch die finanziellen Ergebnisse des Telegraphenbetriebs

eingerechnet.

[115] Litteratur: +Thurston+, Die Dampfmaschine. 2 Teile. Leipzig,

Brockhaus, 1880. -- +Steiner+, Bilder aus der Geschichte des Verkehrs.

Prag, Dominicus, 1880. -- +Stürmer+, Geschichte der Eisenbahnen.

Bromberg, Mittler, 1872. -- +Schweiger-Lerchenfeld+, Das eiserne

Jahrhundert. Wien, Hartleben, 1883. -- +Deutsche Verkehrszeitung+,

1883, S. 146-147. -- +Weber-Koch+, Schule des Eisenbahnwesens. 4. Aufl.

Leipzig, J. Weber, 1885. -- +Hutzelmann+, Deutschlands erste Eisenbahn.

Nürnb., Kühl, 1885. -- +Marggraff+, Die Vorfahren der Eisenbahnen und

Dampfwagen. Berlin, Habel, 1884.

[116] Litteratur: +Haushofer+, Eisenbahngeographie. Stuttgart,

Julius Maier, 1875. -- +Paulitschke+, Leitfaden der geographischen

Verkehrslehre. Breslau, Hirt, 1881, u. a.

[117] Litteratur: +Schweiger-Lerchenfeld+, Das eiserne Jahrhundert.

Wien, Hartleben, 1884. -- +~Baclé~+, ~Les voies ferrées~. ~Paris~,

~Masson~, 1882. -- ~+Helène+~, ~Les nouvelles routes du globe~.

~Paris~, ~Masson~, 1882. -- +Kreuter+, „Über Eisenbahnen im Gebirge“,

in der Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins,

1884, S. 228 ff. -- +Europäische Wanderbilder+. Zürich, Orell, Füßli

& Co. Nr. 30, 31, 32, 36, 62, 63, 64, 71, 72, 111, 112, 113. --

+Berlepsch+, Die Gotthardbahn. Gotha, Justus Perthes.

[118] Der Berg +Glion+ wird häufig als der Waadtländer Rigi bezeichnet.

[119] Diese Bahn geht schon ihrer Vollendung entgegen.

[120] Vgl. hierzu: +Katscher+, Eine Eisenbahn unter dem Meere, in „Vom

Fels zum Meer“, Stuttgart, Spemann, 1882/83, 1. Bd., S. 511 ff. --

~+Helène+, Les nouvelles routes du globe~. ~Paris, Masson, 1882.~ --

+Schweiger-Lerchenfeld+ a. a. O.

[121] Litteratur: +Hochstetter+, Asien und seine Zukunftsbahnen.

Wien, Hölder, 1876. -- +Dehn+, Deutschland und Orient in ihren

wirtschaftspolitischen Beziehungen. 2 Bde. München, Franz, 1884. --

~+Elisée Reclus+, Nouvelle géographie universelle. T. VI et IX. Paris,

Hachette & Co.~ -- +Schweiger-Lerchenfeld+ a. a. O.

[122] Eben geht durch die Zeitungen die Nachricht, ein amerikanisches

Konsortium hätte um die Konzession zur Erbauung der transsibirischen

Eisenbahn nachgesucht.

[123] Litteratur: +Kupka+, Die Verkehrsmittel in den Vereinigten

Staaten von Amerika. Leipzig, Duncker und Humblot, 1882. -- +Leyen+,

Die nordamerikanischen Bahnen in ihren wirtschaftlichen und politischen

Beziehungen. Leipzig, Veit & Komp., 1885. -- +Geographisches Handbuch+

zu +Andrees+ Handatlas. Leipzig, Velhagen und Klasing, 1881. --

+Ratzel+, Amerika. 2 Bde. München, Oldenbourg, 1880. -- +Egli+, Neue

Handelsgeographie. Leipzig, Brandstetter, 1883. -- Außerdem das Archiv

für Post und Telegraphie.

[124] Vgl. hierzu +Robert Schlagintweit+, Die pacifischen Bahnen in

Nordamerika. Ergänzungsheft Nr. 82 zu +Petermanns+ Mitteilungen. Gotha,

Perthes, 1886.

[125] Vgl. besonders „+Allgemeine Zeitung+“, 1884, Nr. 31 u. 32. -- H.

W. +Vogel+, Die Nordpacificbahn, in „Unsere Zeit“, 1884. -- +Scobel+,

Die Pacificbahnen, in „Ausland“, 1884. -- +Mohr+, Ein Streifzug

durch den Nordwesten Amerikas. Berlin, 1884. -- +Mohr+, Mit einem

Retourbillete nach dem Stillen Ocean. Stuttgart, Spemann, 1884.

[126] Präsident der Bahngesellschaft war damals +Henri Villard+, ein

geborener Rheinpfälzer (sein früherer Name ist +Hilgard+).

[127] +Schlagintweit+, Die Atchison-Topeca- und Santa-Fe-Bahn. Köln,

Mayer, 1884.

[128] Vgl. +Oberländer+, Von Ocean zu Ocean. Leipzig, Spamer, 1885.

-- +Schlagintweit+, Die Eisenbahn zwischen den Städten New-York und

Mejico. Weimar, Geographisches Institut.

[129] Ein ähnliches Unternehmen ist die bereits ihrer Vollendung

sich nähernde +Schiffs-Eisenbahn+ über den +Isthmus von Chignecto+.

Die bezeichnete 27 km breite Landenge verbindet Neu-Braunschweig mit

der Halbinsel Neu-Schottland; sie wird im Süden von der Fundy-Bai,

im Norden von der einen Teil des St.-Lorenz-Golfs bildenden

Northumberlandstraße begrenzt.

Nach Fertigstellung der Schiffs-Eisenbahn über den Isthmus werden die

zwischen dem St.-Lorenz-Golf und der Fundy-Bai verkehrenden Seeschiffe

nicht mehr genötigt sein, zwischen Neu-Fundland und Cap Breton Island

hindurch und demnächst um die letztere Insel und die Halbinsel

Neu-Schottland herumzufahren, da sich ihnen alsdann der weit kürzere

Weg: St.-Lorenz-Golf-Northumberlandstraße-Chignectobahn-Fundy-Bai

bietet. Abgesehen von der dadurch zu erzielenden erheblichen Abkürzung

der Entfernungen zwischen den am St.-Lorenz-Golf gelegenen kanadischen

Handelsplätzen und den bedeutenden Hafenorten im Nordosten der

Vereinigten Staaten, fällt als ein wesentlicher Vorteil der neuen

Verbindung besonders ins Gewicht, daß durch dieselbe die Gefahren,

welche auf der bisherigen Verkehrsstraße zwischen dem St.-Lorenz-Golf

und der Fundy-Bai der Schiffahrt drohen, teils abgeschwächt, teils

beseitigt werden. Diese Gefahren bestehen einerseits in den Eismassen,

welche zur Winterszeit den St.-Lorenz-Golf anfüllen und in den

Monaten März, April und Mai aus dem nördlichen Teile des Golfs in

den Atlantischen Ocean getrieben werden, sowie in den ungeheuren

Eisfeldern, welche während dieser Monate von den nördlichen Küsten

des amerikanischen Festlandes nach Süden treiben und das Meer bei

Neu-Fundland in großer Ausdehnung bedecken, andererseits in den dichten

Nebeln, welche unter dem Einflusse des Golfstroms an der Ostküste von

Neu-Fundland gelagert sind.

Der Betrieb der kanadischen Schiffs-Eisenbahn wird in der Weise

stattfinden, daß die Schiffe vermöge hydraulischen Drucks aus dem

Wasser heraus und auf Wagengestelle gehoben und letztere mittels großer

Lokomotiven auf einer Geleisanlage über den Isthmus befördert werden.

[130] Litteratur: „+Vom Fels zum Meer+“, Stuttgart, Spemann (April

bis September 1882). -- ~+Helène+~, ~Les nouvelles routes du globe~.

~Paris~, ~Masson~, 1882. -- +Deutsche Revue+, Septemberheft 1885.

[131] +Archiv für Eisenbahnwesen+, 1885.

[132] Litteratur: +Jung+, Australien. 4 Teile. Leipzig, Tempsky,

1883/84.

[133] Spinifex, eine steife, stachlichte Grasart.

[134] +Allgemeine Zeitung.+ Beilage vom 9. Sept. 1883.

[135] Litteratur: ~+Baclé+, Les voies ferrées. Paris, Masson, 1882.~ --

+Jungwinkel+, Die unterirdischen Stadt-Eisenbahnen in London, im Archiv

für Eisenbahnwesen, 4. Jahrg., 1881. -- +Schweiger-Lerchenfeld+ a. a. O.

[136] ~+Baclé+ l. c. p. 298.~

[137] Litteratur: +v. d. Leyen+, Die New-Yorker Hochbahnen, im „Archiv

für Eisenbahnwesen“. -- +Oberländer+, Von Ocean zu Ocean. Leipzig,

Spamer, 1885, S. 32.

[138] Litteratur: +Illustrierte Zeitung+, 1882, S. 145. 343. 369. --

+Westermanns+ Illustrierte deutsche Monatshefte, 52. Bd., S. 368 ff. --

+Bode+, Die Berliner Stadt-Eisenbahn. Wien, Lehmann und Wentzel, 1881.

-- +Meyers+ Konversationslexikon, 3. Aufl., 19. Bd.

[139] Vgl. hierzu +van Muyden+, Die elektrische Eisenbahn, in

+Westermanns+ Monatsheften, 28. Jahrg. -- ~+Baclé+ l. c.~ --

Konversationslexikon von +Brockhaus+, 13. Aufl.

[140] Die bezüglichen Angaben entstammen dem „Arch. f. Eisenbahnw.“,

Jahrg. 1886.

[141] Archiv für Eisenbahnwesen, 1886.

[142] Diese und alle folgenden statistischen Angaben sind, soweit nicht

anders angegeben, teils +Neumann-Spallart+ a. a. O., teils ~+Mulhall+

l. c.~ entnommen.

[143] Die Kosten einer Lokomotive belaufen sich auf circa 40000 M.,

jene eines Personenwagens auf 4000 bis 8000 M. Das Betriebsmaterial

aller Bahnen der Erde repräsentiert einen Wert von 7200 Mill. M.

[144] Anlagekapital für alle am Schlusse des Jahres 1884 im Betrieb

gewesenen Eisenbahnen der Erde über 100 Milliarden Mark. (Archiv für

Eisenbahnwesen, 3. Heft, 1886.)

[145] Koch, Webers Schule des Eisenbahnwesens. 4. Aufl. Leipzig, Weber,

1885.

[146] Nach einer Juni-Nummer der +Weserzeitung+ vom Jahr 1882.

[147] +Reichs-Kursbuch.+ Berlin, Springer, September 1886.

[148] Das Folgende nach „+Das neue Universum+“, 1885 (Stuttgart,

Spemann), S. 69-73.

[149] 4. Aufl., 1885, Leipzig, J. Weber.

[150] Litteratur: +Weber+, „Die Geographie des Eisenbahnwesens“ und

„Die Physiognomieen der Eisenbahnsysteme bei den Hauptkulturvölkern“,

in +Webers+ „Vom rollenden Flügelrade“. Berlin, Hofmann & Komp., 1882.

[151] Der folgende Abschnitt ist größtenteils dem 11. Jahrgang (1883)

des +Archivs für Post und Telegraphie+ entnommen. Als Quellen haben

bei Bearbeitung desselben gedient: +Schlagintweit+, Die amerikanischen

Eisenbahn-Einrichtungen. Köln, Mayer, 1882. -- +Hesse-Wartegg+,

Nordamerika. Leipzig, Weigel, 1880. -- +Bartels+, Betriebseinrichtungen

auf amerikanischen Eisenbahnen. Berlin, 1879.

[152] Der Name ~cow-catcher~ (Kuhfänger) rührt daher, daß nicht selten

Viehherden, vornehmlich Büffelherden, von dem Geleise beseitigt werden

müssen.

[153] Neuerdings werden dieselben auf vielen Bahnen festgeschraubt.

[154] Die vielfach gehörte Behauptung, die amerikanischen Eisenbahnen

führten nur Wagen +einer+ Klasse, ist heute nicht mehr zutreffend. Bei

den meisten Zügen giebt es eine erste und zweite Klasse, bei vielen

sogar eine dritte (vgl. +Leyen+, Die nordamerikanischen Bahnen in ihren

wirtschaftlichen und politischen Beziehungen. Leipzig, Veit & Komp.,

1885).

[155] Anders urteilt über die Schaffner der vielgereiste +Semler+; nach

ihm sind 75% der Schaffner Grobiane und Flegel (+Semler+, Das Reisen in

und nach Nordamerika und den Tropenländern. Wismar, Hinstorff, 1884).

[156] Vgl. hierzu +Oberländer+, Von Ocean zu Ocean. Leipzig, Spamer,

1885.

[157] Nach +Tylor+, Einleitung in das Studium der Anthropologie und

Civilisation, übersetzt von +Siebert+. Braunschweig, Vieweg u. Sohn,

1883.

[158] griechisch ~skaptein~ = graben, aushöhlen.

[159] Vgl. +Peschel+, Völkerkunde. Leipzig, Duncker und Humblot, 1874,

S. 202 bis 216.

[160] Litteratur: +Henk+ und +Niethe+, Zur See. Berlin, Hofmann &

Komp., 1886. -- +Engelmann+, +Schück+ und +Zöllner+, Der Weltverkehr

und seine Mittel. 3. Aufl. Leipzig, Spamer, 1880. -- +Zeitschrift für

die gebildete Welt+. Bd. 3. Braunschweig, Vieweg u. Sohn. -- +Buch der

Erfindungen+. 8. Aufl. Leipzig, Spamer. -- +Schweiger-Lerchenfeld+,

Von Ocean zu Ocean. Wien, Hartleben, 1885. -- ~+Renard+, L’art

naval. 4^e éd. Paris, Hachette & Co., 1881.~ -- ~+Lindsay+, History

of the Merchant Shipping. London, 1874.~ -- +Gelcich+, Studien zur

Entwicklungsgeschichte der Schiffahrt. Laibach, Kleinmayer, 1882. --

+Breusing+, Die Nautik der Alten. Bremen, Schünemann, 1886.

[161] Das gebräuchlichste Maß zur Bestimmung der Größe eines

Schiffes ist die (von der Gewichtstonne [1000 kg] wohl zu

unterscheidende) +Registertonne+, d. i. 2,8 cbm Raumgehalt. Bei

+Handels+schiffen unterscheidet man in dieser Beziehung +Brutto-+ und

+Netto+tonnengehalt. Unter ersterem versteht man den Raumgehalt +aller+

geschlossenen Schiffsräume, gleichviel, ob sie zur Aufnahme von Ladung

oder als Mannschaftswohnung oder als Maschinen- und Kohlenräume dienen.

Der +Netto+tonnengehalt ist der Raumgehalt eines Schiffes abzüglich des

von den Maschinen und den Kohlenbunkern eingenommenen Raumes. -- Die

einfache Bezeichnung „Registertonnengehalt“ wird stets im Sinne von

„Nettotonnengehalt“ gebraucht.

[162] Litteratur: +Thurston+, Die Dampfmaschine. 2 Teile. Leipzig,

Brockhaus, 1880. -- +Henk+ und +Nielhe+, Zur See. Berlin, Hofmann &

Komp., 1886. -- +Deutsche Rundschau+. Berlin, Paetel. -- +Engelmann+,

+Schück+ und +Zöllner+, Der Weltverkehr und seine Mittel. 3. Aufl.

Leipzig, Spamer, 1880. -- +Buch der Erfindungen+. 8. Aufl. Leipzig,

Spamer. -- +Zeitschrift für die gebildete Welt+. Bd. 3. Braunschweig,

Vieweg und Sohn.

[163] Litteratur: +Boguslawski+, Handbuch der Oceanographie. 1. Bd.

Stuttgart, Engelhorn, 1884. -- +Attlmayr, Köttstorfer etc+., Handbuch

der Oceanographie und maritimen Meteorologie. 2 Bde. Wien, Hof-

und Staatsdruckerei, 1883. -- +Hann+, +Hochstetter+ und +Pokorny+,

Allgemeine Erdkunde. Prag, Tempsky, 1885. +Supan+, Grundzüge der

physischen Erdkunde. Leipzig, Veit & Komp., 1884. -- +Krümmel+, Der

Ocean. Prag, Tempsky, 1886.

[164] Vom griech. ~isos~, gleich, und ~hora~, die Zeit, Stunde.

[165] Litteratur: +Hann+, +Hochstetter+ und +Pokorny a.a.O.+ -- +Supan

a.a.O.+ -- +Lommel+, Wind und Wetter. München, Oldenbourg, 1880. --

+Mohn+, Grundzüge der Meteorologie. 3. Aufl. Berlin, Reimer, 1883. --

+Klein+, Allgemeine Witterungskunde. Leipzig, Freytag, 1882. -- +Hann+,

Handbuch der Klimatologie. Stuttgart, Engelhorn, 1883. -- +Klein+ und

+Thomé+, Die Erde und ihr organisches Leben. Stuttgart, Spemann, 1880.

-- +Reis+, Lehrbuch der Physik. 6. Aufl. Leipzig, Quandt und Händel,

1886.

[166] Litteratur: +Zeitschrift für die gebildete Welt+. Bd. 3.

Braunschweig, Vieweg und Sohn, S. 74-83. -- +Gelcich+, Studien zur

Entwicklungsgeschichte der Schiffahrt. Laibach, Kleinmayer, 1882. --

+Schweiger-Lerchenfeld+, Von Ocean zu Ocean. Wien, Hartleben, 1885. --

+Buch der Erfindungen+. 8. Aufl., Leipzig, Spamer. -- +Koldewey+, Die

Bedeutung des Kompasses im Weltverkehr, in „Verhandlungen des fünften

deutschen Geographentages“. Berlin, Reimer, 1885. -- +v. Henk+ und

+Niethe+, Zur See. Berlin, Hofmann.& Komp., 1886.

[167] vom griech. ~isos~ = gleich, und ~gonia~ = der Winkel.

[168] von ~isos~ und ~klinein~ = neigen.

[169] Vgl. +Zeitschrift für die gebildete Welt+. Bd. 3.

[170] Das Folgende nach dem Archiv für Post und Telegraphie, 1885,

Nr. 4: Der Wetterbeobachtungsdienst und das Sturmwarnungswesen in

Deutschland.

Der Weltverkehr Telegraphie und Post, Eisenbahnen und Schiffahrt, in ihrer Entwickelung dargestellt · 第 49 / 50 段