Adele wandte ihm den Blick zu. Sie zog die Augen zusammen und sagte:
»Bitte?«
In diesem Augenblick brach eine ungeheure Lachsalve auf Eisenhut ein. Er
hatte die Scheine wieder in die Tasche gesteckt. Ja, er müsse doch ein Narr
sein, ein vollständiger Narr müsse er sein! Hundert Mark für jedes Glas,
die Herren bezahlen eine Mark dafür. Er verlor die Fassung und stellte das
Glas so heftig auf den Tisch zurück, daß es zerbrach und der Wein über das
Tischtuch floß. Eisenhut erschrak, einen Augenblick lang war seine
Nasenspitze schneeweiß. Er bewegte die Lippen um etwas zu sagen, er blickte
verwirrt auf Adele. Adele lachte und alle, alle lachten und stampften mit
den Füßen und schrieen, was sie konnten.
Eisenhut bewegte heftig die Hände. »Bezahlt ihr!« schrie er. »Bezahlt ihr!
Ich bin kein solcher Narr! Ich habe bezahlt, hundert Mark. Bezahlt ihr,
bezahlt ihr!« wiederholte er lauter und wilder, um das Gelächter zu
überschreien. Er beugte sich mit einer verzweifelten Gebärde über den
Tisch, deutete auf das zerbrochene Glas, stotterte, aber er sagte nichts.
Er wandte sich rasch um und entfloh in seinem gelben Kostüm und mit seiner
gelben Mütze, gefolgt von lautem, wildem Gelächter. Er verschwand in der
treibenden Menge.
»Haha! Ein Prachtexemplar, dieser Eisenhut! Haha! Hoch Eisenhut, hurra!«
Im gleichen Augenblick war auch Grau verschwunden, und als Adele zu Baron
Kirchgang blickte, mit dem er zuletzt geplaudert hatte, sah sie seinen
Platz leer. Baron Kirchgang unterdrückte ein Gähnen.
Adele zog die Brauen zusammen und begann mit erneuter Ausgelassenheit zu
scherzen, zu lachen und Sektgläser zu füllen.