Wie Heuschreckenschwärme ... Ein schwarzes Flügelschlagen: so stürzt es
sich heraus aus dem goldenen Lichtloch der Ewigkeit ...
Und die Maitressen der Reichen und Uebersatten schweben vorüber, in der
neuesten Mode, pedikürt, manikürt, ein jedes Zeitalter, ein jedes Land
strömt seinen besonderen, gottlobpreisenden Wohlgeruch ... Tipptopp.
Totschick. Geschminkt, gesalbt, gepudert. Die Haare frisiert wie
Stukkatur. Fressen in die modrig duftenden Fratzen linienscharf
hineinziseliert ...
Maler aller Zeiten haben ihnen leuchtende Glorienkringel aufgemalt, auf
die Hinterbacken Sprüche tätowiert. Schenkel aus Brokat, fließende
Gebeine; Dicke wie zentnerschwere Fleischsäcke, Spindeldürre wie
Drahtfigürchen, bunte Kreuzchen statt der Brustwarzen ...
Da verstummen augenblicks die heiligen Reden und die Gespräche und die
Gesänge – alles strömt herab von den Tribünen und eilt nach den
Marmordampfbädern und Massagezellen, Knutsch-Dielen und Lustgemächern –
und der gesamte überirdische Chor ist ein einziges wollüstiges
Zungenschnalzen. Aller Nasenflügel schnuppern ...
Halleluja!
Andere Choräle tönen schon an, von Jazzband und Niggertrommeln
begleitet, mit absonderlichen Zynismen und Zoten vermischt ...