Max bekam einen Genickkrampf. Ein eiserner Knopf massierte ihm den
Halswirbel.
Einer umschlang einen Laternenpfahl. Barst mitten am Bauch entzwei. Die
Gedärme schütteten sich vor ihm hin nach allen Seiten. Andere schleiften
darüber hinweg, glitschten in eine schmierige Blutlache, krochen über
ein Häuflein verspritzten Gehirns weiter ...
Einer gestikulierte, hatte den Mund weit offen, sprach, aber in dem
allgemeinen Geschrei versackten die Worte. Einer gurgelte, ein anderer
stieß ganz kurze trockene Hustenlaute hervor.
Viele waren wie irrsinnig, hatten Lachkrämpfe, knieten mit entblößtem
Oberkörper, wackelten mit dem Kopf, ohne sich von der Stelle zu rühren,
und starrten mit brennenden Augen lang in den Tumult.
Es wurde dunkel.
Scheinwerferabteilungen waren auf den Dächern der angrenzenden
Häuserblocks postiert. Scharfe Stöße Lichts blendeten herab.
Eine dritte Tankkolonne knatterte an und begann die Räumung des Platzes
von Norden her. Es waren wieder drei Kampfwagen, durch straff gespannte
Stahltrossen miteinander verbunden: so rasierten sie langsam und schräg
dahin.
Der Platz war nun völlig eingepfercht. Auch der einzige Ausgang war
nicht mehr frei, er war längst von Schwerverwundeten und von
Leichenhaufen verstopft.
Max kauerte zum Sprung geduckt in Deckung hinter einer dürftigen, aus
drei Toten aufgeworfenen Menschenbarrikade.
An ein Durchkommen war jetzt nicht mehr zu denken.