Malte winkte. Natürlich! Seine Frage war töricht. Und doch! Als
Aufgabeort zeichnete ein schwedischer Hafen. Wie das? Die letzten
Berichte ließen Usadel in Amerika weilen.
Er las: »Treffe mit dem Schwedenzug heute nachmittag auf dem
Stadtbahnhof ein. Verspätung infolge des Eisganges wahrscheinlich.
Unterbreche die Fahrt dort auf kurze Zeit, um mit Ihnen Rücksprache
wegen der von Ihnen gewünschten Geschäftsverbindung zu nehmen. Da
ich wenig Zeit habe, ersuche um Bereitstellung alles Nötigen. Bitte,
Aufsehen zu vermeiden. Usadel.«
Malte las aufs neue und ein drittes Mal.
Er setzte sich im Pelz an seinen Schreibtisch, ein tiefes Aufatmen hob
seine Brust. War es die Entlastung von einer Sorge? Gewiß. Aber auch
das Auflehnen gegen eine neue beängstigende Spannung. Usadel kam. Die
Entscheidung war ganz nahe gerückt.
Die Entscheidung! Er fühlte sich plötzlich hilflos, entleert,
aufgesogen. Wie ärgerlich, daß Häberle nicht da war! Malte vergaß ganz,
wie oft ihn die besorgliche Vorsicht seines Prokuristen verdrossen
hatte. Jetzt empfand er den leeren Platz draußen als einen Mangel. Die
ruhige Sicherheit, die von dem Manne ausging, fehlte ihm.
Was bedeutete das: Bereitstellung alles Nötigen? Wollte Usadel Einblick
in die Bücher nehmen? Natürlich, er mußte sicher gehen.