DER REGENTAG

Tückische Wolken ballen sich rasch über der schwarzen Franse des Waldes.

O Kind, geh' nicht hinaus!

Die Palmenreihe am See schlägt ihre Häupter wider den schrecklichen

Himmel; die Krähen mit ihren schmutzigen Schwingen sitzen still auf den

Tamarindenzweigen, und das östliche Ufer des Flusses geistert in einem

verdunkelten Glühn.

* * * * *

Unsre Kuh muht laut, an den Zaun gebunden.

O Kind, wart' hier, bis ich sie in den Stall bringe.

Menschen drängen hinaus auf das überschwemmte Feld, um die Fische zu

fangen, die aus den überflutenden Teichen entkommen; das Regenwasser

rinnt in Rillen durch die engen Gassen, wie ein lachender Junge, der

seiner Mutter davongerannt ist, um sie zu necken.

* * * * *

Horch', irgendwer ruft nach dem Bootsmann an der Furt.

O Kind, des Tages Licht ist trüb' und die Arbeit an der Fähre ruht.

Der Himmel scheint rasch zu reiten auf dem wildstürzenden Regen; das

Wasser im Fluß ist laut und ungestüm; Frauen sind früh nach Haus geeilt

vom Ganges mit ihren gefüllten Krügen.

* * * * *

Die Abendlampen müssen fertiggemacht werden.

O Kind, geh' nicht hinaus!

Die Straße zum Markt ist einsam, die Gasse zum Fluß ist schlüpfrig. Der

Wind stöhnt und wütet in den Bambuszweigen wie ein wildes Tier, in einem

Netz verfangen.

Der zunehmende Mond · 第 28 / 63 题