Er sprach: „Führt mich zu ihm!“

Martha führte ihn in den Verschlag. Alle drängten nach durch die niedrige

Thür. Aber er hiess sie die Thüre schliessen.

So schloss sie die Thür. Draussen warteten die Andern. Nur die alte Frau

fuhr fort laut zu wehklagen, ihre Tage zu verfluchen, dass sie lieber ihm

nachfahren wollte in die Grube, der ihr Leben gewesen, der Trost ihres

hülflosen Alters.

Martha war mit hineingegangen. Sie beeilte sich die Vorhänge fortzuziehen:

„Sieh ihn Dir genau an und merke die Zeichen des Uebels, an dem er

gestorben ist.“ Sie beschrieb sie genau. „Nun ist es zu spät. Wenn Du bei

Zeiten gekommen wärst, lebte er jetzt. Aber vielleicht ist es auch nicht

zu spät? Du weisst sehr Vieles, und es ist Dir Macht gegeben über Kunst

der gewöhnlichen Sterblichen. Sieh Du selbst und urtheile!“

Das sagte sie ihn zu versuchen. Sie dachte in ihrem Herzen: „Wenn es doch

möglich wäre? Warum sollte es ganz unmöglich sein?“

Der Fremde: Ein Gleichniss · 第 21 / 46 题