und darunter noch mit dem Monogramm bezeichnet. Eine Wiederholung
desselben, in welcher der Ausdruck des Kopfes etwas abgeschwächt
und die Züge ruhiger und heiterer gehalten sind, befindet sich in
der Sammlung von Malerbildnissen in der Uffiziengalerie zu Florenz
(Abb. 15). Das folgende Jahr brachte Bestellungen aus den Kreisen der
Nürnberger Bürgerschaft. Drei Bildnisse aus der Familie Tucher tragen
die Jahreszahl 1499. Es sind Brustbilder in halber Lebensgröße. Zwei
derselben, Hans Tucher und seine Ehefrau Felicitas (Abb. 20 und 21)
befinden sich im Museum zu Weimar, das dritte, Frau Elsbeth Tucherin,
Gattin von Niklas Tucher -- dessen Bild zweifellos auch vorhanden
gewesen ist --, in der Gemäldegalerie zu Kassel. Alle drei Bilder sind
in ganz gleicher Weise ausgeführt. Die Gesichter sind mit einer harten
Bestimmtheit gezeichnet, zweifellos in schärfster Ähnlichkeit. Die
Hintergründe bestehen aus Damastteppichen und Ausblicken in das Freie,
wo Bäumchen und Wolken in einer eigentümlich kindlichen Weise angegeben
sind. Fast möchte man glauben, Dürer wäre bei der Aufgabe, Personen
aus einem so vornehmen Geschlecht zu malen, einigermaßen befangen
gewesen: die Malerei ist glatt und sauber, aber ohne lebendigen
Farbenreiz. Ungleich malerischer ist das in der Münchener Pinakothek
befindliche prächtig lebenswahre Bildnis des Oswald Krell aus dem
nämlichen Jahre. Schwarzer Sammt, brauner Pelz, eine rote Stoffwand
und das Blau und Grün eines reizvollen landschaftlichen Ausblickes
umgeben den von hellbraunen Locken umwallten Kopf des jungen Mannes
mit einem kräftigen Farbenklang (Abb. 19). Im Jahre 1500 malte Dürer
dann das bekannteste und schönste seiner Selbstbildnisse, das sich (in
leider nicht ganz unversehrtem Zustande) in der Pinakothek zu München
befindet: in gerader Vorderansicht, das edle Antlitz von einer noch
stärker gewordenen Fülle wohlgepflegter Locken umrahmt, mit ruhigem
Ausdruck und mit klar beobachtendem Blick aus den glänzenden, offenen
Augen (Abb. 22).
[Illustration: Abb. 19. +Bildnis des Oswald Krell.+ Ölgemälde von
1499 in der königl. Pinakothek zu München.
(Nach einer Originalphotographie von Franz Hanfstängl in München.)]
[Illustration: Abb. 20. +Hans Tucher.+ Ölgemälde von 1499, im
Großherzogl. Museum zu Weimar.
Aus dem ersten Jahresheft der Kunsthistorischen Gesellschaft für
photographische Publikationen.]
[Illustration: Abb. 21. +Felicitas Tucherin+, Gattin von Hans
Tucher. Ölgemälde von 1499, im Großherzogl. Museum zu Weimar.
Aus dem ersten Jahresheft der Kunsthistorischen Gesellschaft für
photographische Publikationen.]
[Illustration: Abb. 22. +Dürers Selbstbildnis+ vom Jahre 1500.
Ölgemälde in der königl. Pinakothek zu München.
Die Inschrift des Bildes lautet: „+Albertus Durerus Noricus ipsum me
propriis hic effingebam coloribus aetatis anno XXVIII+“ (Albrecht
Dürer aus Nürnberg habe mich selbst hier mit naturgetreuen Farben
abgemalt im 28. Lebensjahr).
(Nach einer Originalphotographie von Franz Hanfstängl in München.)]
[Illustration: Abb. 23. +Herkules bekämpft die stymphalischen
Vögel.+ Mit Wasserfarben ausgeführtes Gemälde von 1500, im
Germanischen Museum zu Nürnberg.]
[Illustration: Abb. 24. +Die Kreuzabnahme.+ Ölgemälde von 1500 in
der königlichen Pinakothek zu München.
(Nach einer Originalphotographie von Franz Hanfstängl in München.)]
Dasjenige aber, wodurch Albrecht Dürer schon in jungen Jahren zu einem
weltbekannten Manne wurde, waren weder seine Kirchengemälde noch
seine Bildnisse, sondern ein Holzschnittwerk. Gemälde hafteten an
ihren Plätzen auf den Altären der Kirchen oder in den Wohnungen der
Besteller. Es war immer nur ein mehr oder weniger eng begrenzter Kreis
von Menschen, der dieselben zu Gesicht bekam. Holzschnitte aber, die
dank der Billigkeit ihrer Druckherstellung zu einem äußerst niedrigen
Preise vertrieben werden konnten, gingen als „fliegende Blätter“
in alle Welt hinaus. Durch diese wurde in jener Zeit mehr noch als
durch das gedruckte Wort Tausenden und aber Tausenden eine begierig
aufgenommene geistige Nahrung zugeführt. Im Jahre 1498 gab Dürer die
Geheime Offenbarung des Evangelisten Johannes mit lateinischem und
deutschem Text und fünfzehn Holzschnitten von sehr großem Format (28
zu 39 Centimeter) heraus. Er kam mit der Wahl dieses Stoffes der
Stimmung der Zeit entgegen. Die erregten Gemüter des noch unklar nach
Neuem ringenden, mit sich selbst im Zwiespalt liegenden Zeitalters
vertieften sich mit besonderer Vorliebe in die geheimnisvollen und so
verschiedenartig ausgelegten Weissagungen der Apokalypse. Ihm aber,
dem von Schaffensdrang erfüllten Künstler, bot sich hier das reichste
Feld für seine unerschöpfliche Einbildungskraft. Der Zeichner wußte
den phantastischen Geschichten des Verfassers mit gleich kühnem Fluge
der Phantasie zu folgen. So schuf er eine Verbildlichung der dunklen
Seherworte des Evangelisten, wie sie so künstlerisch und gehaltreich
die Welt noch nicht gesehen und nicht geahnt hatte. Sein Werk war
etwas ganz Neues, eine Offenbarung der Kunst. Auch heute noch können
diese urwüchsigen, kraft- und geistvollen Bilder ihre Wirkung niemals
verfehlen. Derjenige müßte wahrlich ein ganzer Barbar sein, der bei
diesen Meisterwerken großartiger Erfindung Ungenauigkeiten und Härten
der Zeichnung kleinlich bemängeln wollte, anstatt sich hinreißen zu
lassen von der Wucht der urgewaltigen Kompositionen. Gewiß fehlt es
nicht an Härten und an Verstößen gegen die äußerliche sogenannte
Richtigkeit, und oberflächliche Schönheit der Gestalten war niemals
ein Endziel von Dürers künstlerischen Bestrebungen. Dürer bediente
sich, um auszusprechen, was er zu sagen hatte, der Formensprache, die
er erlernt hatte, der Formensprache seiner Zeit. Diese Formensprache
berührt den heutigen Menschen, der an eine andere künstlerische
Ausdrucksweise gewöhnt ist, anfangs befremdlich, ebenso wie die
Schriftsprache jener Zeit. Sie befremdet in den Holzschnittzeichnungen
in stärkerem Maße, da Dürer hier für die große Menge deutlich
verständlich sein wollte, und da er, damit das Charakteristische nicht
unter dem Messer des Holzschneiders verwischt werde, die kräftigste,
härteste Kennzeichnung anstreben mußte, während in seinen Gemälden das
Studium des Naturwirklichen seiner künstlerischen Sprache Wendungen
verleiht, die sie der heutigen, wieder auf die Natur zurückkehrenden
Ausdrucksweise näher bringt. Aber jedermann, der sich die Mühe gibt,
kann Dürers Formensprache erlernen. Namentlich für uns Deutsche ist es
nicht so schwer, wie es vielleicht anfangs manchem scheint; denn jeder
Strich, den Dürer gezeichnet hat, ist deutsch. Wer sich in die Blätter
der Apokalypse, die, wenn auch in Originaldrucken nicht mehr allzu
häufig, so doch in verschiedenen, durch die technischen Mittel der
Gegenwart mit vollkommener Treue wiedergegebenen Nachbildungen überall
zugänglich sind, ernstlich vertieft, der wird bei jeder Betrachtung
neue künstlerische Schönheiten entdecken und neuen Genuß aus denselben
ziehen. Überall sehen wir hier die tiefsten Gedanken mit packender
Kraft zum Ausdruck gebracht, mag nun die Darstellung nur aus wenigen
Figuren bestehen oder mögen zahllose Figuren die Bildfläche füllen;
mag der Jubel der Seligen geschildert sein oder grauser Schrecken. --
Das erste Blatt der Folge dient als Einleitung und beschäftigt sich
mit der Person des Verfassers der geheimen Offenbarung: es zeigt
den Evangelisten Johannes, wie er, nach der Erzählung einer Legende,
unter dem Kaiser Domitian mit siedendem Öl gepeinigt wird, ohne Schaden
zu nehmen. Dann beginnt die Reihe der apokalyptischen Bilder mit der
Erscheinung Gottes vor dem Evangelisten (Abb. 16). Wie großartig ist
hier allein schon die Entrückung aus aller Erdennähe angedeutet durch
einen Wolkenraum, der die Vorstellung des Unbegrenzten erweckt! In dem
Wolkenmeere thront der Herr, von sieben goldenen Leuchtern umgeben,
und Johannes ist bei seinem Anblick ihm zu Füßen niedergefallen
und vernimmt mit gefalteten Händen seine Worte. Die Erscheinung
Gottes ist im engsten Anschluß an die Worte des Textes dargestellt:
Sonnenstrahlen umgeben sein Haupt, Feuerflammen lohen aus den Augen,
ein Schwert geht von seinem Munde aus. Das alles wirkt so gewaltig, daß
das Befremdliche hinter dem Großartigen des Eindrucks verschwindet.
Dürers künstlerische Kraft hat auch das für die bildliche Wiedergabe
scheinbar ganz Unmögliche bewältigt: wie machtvoll blicken die Augen
zwischen den nach außen lodernden Flammen heraus, und welche erhabene
Größe liegt in der ausgestreckten Rechten, an der sieben flimmernde
Sterne haften. -- Im folgenden Bilde sehen wir über der Erde, die
durch eine formenreiche Landschaft angedeutet wird, das geöffnete
Himmelsthor. Im Wolkenringe, aus dem Blitzesflammen hervorbrechen,
zwischen denen blasende Köpfe die Stimmen des Donners verbildlichen,
sitzen die vierundzwanzig Ältesten mit Kronen und Harfen. Innerhalb
des von ihnen gebildeten Kreises erscheint in der Höhe der Herr auf
dem vom Regenbogen umzogenen Thron, umgeben von den sieben Lampen und
den vier lebenden Wesen. Ein Engel fliegt vor seinen Füßen herab, um
zu fragen, wer das Buch mit sieben Siegeln, das auf dem Schoße Gottes
liegt, zu öffnen würdig sei; und Johannes, der an der tiefsten Stelle
des Wolkenringes kniet, erhält von dem ihm zunächst befindlichen
Ältesten die Antwort auf diese Frage: schon hebt das Lamm Gottes
sich auf der Stufe des Thrones empor, um das Buch zu öffnen. -- Das
nächste Blatt, das zu allen Zeiten am meisten bewunderte der ganzen
Folge, verbildlicht, was bei der Eröffnung der vier ersten Siegel
sich dem Seher zeigt (Abb. 17). In sturmbewegten, von Feuerstrahlen
durchzuckten Wolkenmassen stürmen die verderbenbringenden Reiter
einher. Der gekrönte Reiter mit dem Bogen, der mit dem Schwerte und
der mit der Wage erscheinen wie sieggewohnte Krieger auf wilden,
mächtigen Rossen, unter deren Hufen die Menschen zu Haufen stürzen. Als
eine unheimliche gespenstische Erscheinung galoppiert der vierte auf
magerem Klepper in ihrer Reihe, der Tod. „Und das Totenreich folgte
ihm nach“; das ist angedeutet durch den geöffneten Höllenrachen,
der eben einen Gewaltigen der Erde verschlingt. Das Grauen des
Unabwendbaren ist in dieser Komposition mit einer Wucht zum Ausdruck
gebracht, der sich kaum etwas Ähnliches in der bildenden Kunst aller
Zeiten zur Seite stellen läßt. -- Es folgt die Öffnung des fünften
und sechsten Siegels. Oben in der Wolkenhöhe werden an einem Altar
die Blutzeugen durch Engel mit weißen Gewändern bekleidet. Darunter
sieht man Sonne und Mond, nach mittelalterlicher Weise mit Gesichtern;
diese Darstellungsweise entspricht sonst dem Wesen Dürers nicht, aber
hier hat sie ihre Bedeutung: die Himmelslichter blicken mit Grauen
und Entsetzen auf die Erde hinab. Der die Erde berührende Himmelssaum
rollt sich zusammen, daß die Wolkenränder wie ein Vorhang nach beiden
Seiten auseinander gehen. In dem Zwischenräume fallen die Sterne
flammend herab auf die Menschen. Verzweifelt schreien Männer und
Weiber; gekrönte Häupter und Geistliche jeden Ranges, vom Papst bis
zum Mönch, drängen sich in hilflosem Klumpen zusammen. Alle irdische
Macht und Kraft hört auf. Die Schluchten der Erde bieten keinen Schutz:
man sieht, wie die Felsen schwanken. -- Wieder eine Komposition von
außerordentlicher Größe ist das folgende Bild. In der Höhe fliegt ein
Engel, der ein Kreuz, „das Zeichen des lebendigen Gottes“ trägt, und
gibt den vier Engeln Befehl, die über die Winde Gewalt haben. Diese
vier Engel, starkknochige Männergestalten mit mächtigen Schwertern,
vernehmen das Gebot; sie wehren den Winden, die als blasende Köpfe von
wildem Aussehen in den Wolken umherbrausen. Eine Gruppe schlanker,
fruchtbeladener Bäume ragt unbewegt in die sturmdurchtobte Luft. Wie
Frieden und Sonnenschein liegt es seitwärts über der Landschaft, wo ein
lieblicher Engel einherschreitet, der mit einem Schreibrohr das Zeichen
des Kreuzes an die Stirnen der in dichter Schar am Boden knieenden
Auserwählten malt. -- Darauf kommt die Eröffnung des siebenten Siegels.
Die sieben Engel haben von Gott ihre sieben Posaunen empfangen, und
über die Erde brechen die Schrecken herein, die das Blasen der vier
ersten Posaunen begleitet. Hier ist es wieder staunenswürdig, wie der
Zeichner es verstanden hat, die verheerenden Ereignisse, welche der
Text schildert, in einer ganz unbefangenen, aber sprechend deutlichen
Ausdrucksweise zur Anschauung zu bringen. -- Es folgt die Darstellung
des sechsten Posaunenstoßes und seiner Wirkung. Von den vier Ecken
des goldenen Altars, der vor dem Angesicht Gottes steht, ertönt die
Stimme, und die vier Engel vom Euphrat, harte, grimmige Gestalten,
walten schonungslos ihres Amtes, den dritten Teil der Menschheit zu
töten; ihren wuchtigen Schwerthieben erliegen die Mächtigsten wie
die Geringen, der gewappnete Krieger wie das junge Weib. Über ihnen
saust in den Wolken das Reiterheer heran -- wiederum in wortgetreuer
Verbildlichung des Textes --, das mit Feuer, Rauch und Schwefel die
Menschen tötet (Abb. 18). -- Dann kommt ein Bild, das an unbefangener
Kühnheit der Darstellung das Äußerste bietet. Der Engel, der mit Wolken
bekleidet ist, dessen Gesicht, vom Regenbogen umkrönt, der Sonne
gleicht, und dessen Füße feurige Säulen sind, steht mit dem einen Fuß
auf dem Meer, mit dem anderen auf der Erde und reicht, während er
die Rechte zum Schwur über die Wolken emporhebt, mit der Linken dem
Johannes das offene Buch, das dieser auf Geheiß eines Himmelsboten
verschlingt. So befremdlich diese Darstellung erscheint, die seltsame
Riesengestalt des Engels ist mit solchem Ernst aufgefaßt, daß auch
hier Großartigkeit des Eindrucks erzielt wird. -- Das folgende Blatt
zeigt den Himmel in freudiger Stimmung. Denn der Sohn des Weibes, das,
mit der Sonne bekleidet und mit Sternen bekrönt, auf dem Monde steht,
wird von kleinen Engeln zu Gott emporgetragen. Die Sterne, wie ein
Blumenschmuck über den Himmel ausgebreitet, strahlen und funkeln in
festlicher Pracht. Dem Weibe gegenüber, dem Adlerflügel gegeben sind
zum Entfliehen, kriecht aus der Tiefe der Erde hervor der siebenköpfige
Drache, der mit dem Schweif in die Sterne schlägt und einen Wasserstrom
ausspeit gegen das Weib. Auch in der Gestalt dieses Drachens offenbart
sich Dürers merkwürdige schöpferische Kraft: das greuliche Ungeheuer
erscheint in einer, man möchte sagen glaubhaften, lebensvollen Bildung.
-- Hieran schließt sich die Darstellung, wie Michael und seine Engel
mit unwiderstehlicher Kraft den Satan und seine Genossen -- grauenvoll
phantastisch gestaltete Wesen -- hinabwerfen auf die Erde, deren
Gefilde ahnungslos in sonnigem Frieden daliegen. Dann erscheint das
siebenköpfige Tier auf der Erde, das die Menschen anbeten, und sein
Gehilfe, das Tier mit den Lammeshörnern, das Feuer vom Himmel fallen
macht. Aber darüber erscheint im Lichtglanz zwischen den Wolken, von
Engeln umgeben, der Herr mit der Sichel. -- Im Gegensatz zu der dem
Bösen dargebrachten Huldigung zeigt das folgende Bild die endlose
Menge der Auserwählten, die dem im Strahlenglanz zwischen den vier
lebenden Wesen erscheinenden Lamm lobsingen. -- Darauf sehen wir die
große Babel, die als geschmücktes Weib auf dem siebenköpfigen Tier
sitzt und Fürsten und Völkern den Becher der Verführung entgegenhält,
und zugleich das Hereinbrechen des Strafgerichts: neben dem mächtigen
Engel, der den Mühlstein ins Meer zu werfen sich anschickt, stürmen
himmlische Kriegerscharen aus den Wolken, und in der Ferne geht die
Stadt Babel in Rauch und Flammen auf. -- Das Schlußbild zeigt den
Engel, der den gefesselten Teufel in den Abgrund hinabzusteigen zwingt,
zu dessen Thür er den Schlüssel hält. Diese beiden großen Figuren
nehmen den Vordergrund des prächtigen Blattes ein. Weiter zurück steht
auf waldbekröntem Bergesgipfel Johannes, und ein Engel zeigt ihm das
neue Jerusalem, das sich reich und prächtig an einem baumreichen
Bergeshang ausdehnt.
[Illustration: Abb. 25. +Die Geburt Christi.+ Mitteltafel des
Paumgärtnerschen Altars in der königl. Pinakothek zu München.