3. Erste Erwähnungen der Chemie und ihres Namens.

Sobald die gegen Ende des 10. Jahrhunderts wieder aufgefundenen

Schriften der griechischen Alchemisten zunächst das Interesse der

Philologen und weiterhin das der Naturkundigen erregt hatten, begann

man über Alter und Herkunft der in ihnen vorgetragenen Lehren

Vermutungen aufzustellen; da es aber an zureichenden Unterlagen

für solche angesichts der dürftigen geschichtlichen Einsichten des

Zeitalters noch völlig fehlte, so kann es nicht wundernehmen, daß die

absonderlichsten Voraussetzungen auftauchten, einmal ausgesprochen auch

Boden faßten und nicht selten bis gegen Anfang des 19. Jahrhunderts, ja

noch über diesen hinaus, festgehalten wurden.

Auf die Hypothesen, die den Ursprung der Alchemie in Phönizien,

Babylonien, Persien, Indien oder China suchten, braucht an dieser

Stelle um so weniger eingegangen zu werden, als die richtige

Erkenntnis, daß Ägypten ihr Mutterland sei, niemals ganz zu verdunkeln

war, -- wozu jedenfalls die arabische Überlieferung das meiste beitrug.

Wie aber schon im 10. Jahrhundert ~Alnedim~ im „Fihrist“ meldet, „die

Pyramiden seien chemische Laboratorien gewesen und die hieroglyphischen

Inschriften alchemistische Texte“[3084], so erzählt noch im 15.

~Qalqaschandi~ (gest. 1418), „während der Regierung ~Nimrods~ im

Lande Babel zu Irak habe in Ägypten der [völlig mythische] koptische

König ~Kalkan~ die Alchemie, die bis dahin nur in geheimen Zeichen

aufgeschrieben war, zuerst allgemein bekannt gemacht“[3085]. Derlei

ein halbes Jahrtausend überdauernde Traditionen erklären es genügend,

daß man auf sie hin das Aufkommen dieser Kunst in eine weitaus zu

frühe Zeit verlegte und infolgedessen auch nicht daran zweifelte, daß

ihre Spuren schon in den ältesten bekannten Schriftwerken nachzuweisen

seien, u. a. in den biblischen Büchern sowie in den Epen ~Homers~.

In Wirklichkeit verrät aber, von ~Homer~ ganz zu geschweigen, kein

klassischer Schriftsteller griechischer oder lateinischer Zunge die

geringste Kenntnis der Alchemie, und alle Behauptungen dieser Art,

alte wie neue, beruhen ausschließlich auf vorgefaßten Meinungen,

irrtümlichen Deutungen oder willkürlichen Unterschiebungen, und

dies gilt insbesondere auch, unbeschadet aller entgegengesetzten

Versicherungen, betreff des ~Platon~, ~Aristoteles~ und

~Theophrastos~[3086]. Wenn z. B. ~Platon~ im Dialoge „Euthydemos“

sagt: „Und wüßten wir selbst alle Felsen in Gold zu verwandeln, so

hätte dies doch keinen Wert“, so wird kein Einsichtiger diese Worte

in alchemistischem Sinne auslegen wollen[3087], und wenn er, und

ihm nachsprechend mancher Spätere, der γῆ παρθενική, γῆ παρθενία,

παρθένος γῆ Erwähnung tut, so versteht er hierunter nicht die sog.

„Jungfernerde“ der Alchemisten, sondern einfach noch unberührte,

jungfräuliche Erde[3088], die z. B. ~Plinius~ mit einem Fachausdrucke

als „unverritztes Gestein“ bezeichnet[3089], ~Firmicus~ aber als

die „terra virginis“, die Gott zur Schöpfung ~Adams~ benützt haben

soll[3090]. Aus den Werken des ~Aristoteles~, soweit sie echt sind,

lassen sich selbst Andeutungen derartig verschwommener Art nicht

zutage fördern. Was endlich ~Theophrastos~ betrifft, so entwickelt

er in den Bruchstücken des Buches „Über die Steine“[3091] die zu

seiner Zeit herrschende Lehre, die Metalle bestünden (wie ihre

Schmelzbarkeit beweise) im wesentlichen aus Wasser, die Erden und

Gesteine aber aus einer reinen und einheitlichen Materie (ὕλη,

Hýle), und beschreibt als ein sehr bemerkenswertes Gestein u. a. den

Zinnober, der κιννάβαρι (Kinnábari) oder auch ἄνθραξ (Anthrax) heißt:

die „natürliche“ Art findet sich in Spanien und in Kolchis, wo die

Einwohner sie von unzugänglichen Felsklüften (κρημνῶν]) mit Pfeilen

herabschießen müssen[3092]; die „künstliche“ erhält, wer mit den

vielerlei nötigen Handgriffen genügend Bescheid weiß, durch Schlämmen

eines gewissen Sandes (ἄμμος), der an Farbe und Glanz dem κόκκος

(Kókkos, Kermes, Scharlach) gleicht, weshalb ihn auch ~Kallias~, ein

Athener des 5. Jahrhunderts, anfangs für goldhaltig hielt und Gold

aus ihm ausschmelzen wollte[3093]. Wie man sieht, kommt auch hier

kein alchemistisches Verfahren in Frage, sondern nichts weiter, als

einer jener so naheliegenden Versuche, die, unzählige Male unter den

verschiedensten Verhältnissen fruchtlos angestellt, Veranlassung zur

Entstehung des Sprichwortes gaben: „Es ist nicht alles Gold, was

glänzt.“

Nicht anders verhält es sich mit dem vielberufenen „Experiment des

Kaisers ~Caligula~“ (37-41 n. Chr.): wie ~Plinius~ berichtet[3094],

befahl dieser geldgierige Herrscher, eine große Menge der sehr

kostbaren Malerfarbe „Auripigment“ auszuschmelzen (excoquere), wobei er

zwar Gold von ganz vortrefflicher Beschaffenheit darstellte (fecit),

aber, „obwohl vierzehn Pfunde zur Umsetzung kamen (permutarentur)“, in

so geringer Menge, daß der Schaden äußerst empfindlich war. Von einem

„ersten Versuche der Transmutation“, von dem ~Berthelot~ spricht[3095],

kann also gar nicht die Rede sein; offenbar waren es die goldige Farbe

und der goldähnliche Glanz des gelben Schwefelarsens, die die Hoffnung

(spes), daß es auch wirklich Gold enthalte, beim Kaiser oder seinen

Ratgebern erregt hatte, und bei letzteren mag ihr die Erfahrung zur

Stütze gereicht haben, daß das Mineral tatsächlich zuweilen schwach

goldhaltig befunden wird[3096]. ~Caligula~ dachte indessen das Gold

einfach ausschmelzen (wörtlich: auskochen) zu lassen, und den Worten

„fecit“ und „permutarentur“ darf nicht willkürlich der Sinn unterlegt

werden, er hätte es aus dem Auripigment „machen“, oder dieses in Gold

„transmutieren“ wollen[3097]. Könnte an dieser Auffassung noch ein

Zweifel bestehen, so würde er durch die Überlegung beseitigt, daß

das umfangreiche, von magischen, astrologischen u. dgl. Anspielungen

wimmelnde Werk des ~Plinius~ auch an keiner anderen Stelle irgendwie

der Alchemie Erwähnung tut, und daß das Nämliche von der weltberühmten

und meist aus den nämlichen Quellen schöpfenden, ebenfalls gegen 75

n. Chr. vollendeten „Arzneikunde“ seines Zeitgenossen ~Dioskurides~

gilt; wenn dieser erwähnt[3098], daß man das Quecksilber „ἐν

μετάλλοις“ finde, so heißt dies nicht, wie einige Forscher, u. a.

anfangs auch ~Berthelot~[3099], annahmen, „in den Metallen“, sondern

„in den Bergwerken“, und jede alchemistische Bedeutung ist hierbei

ausgeschlossen[3100].

Noch unter der Regierung des ~Augustus~ scheint ~Manilius~ seine

schon wiederholt erwähnten „Astronomica“ gedichtet zu haben, in deren

4. Buche der Vers 248 heißt: „materiamque manu certa duplicaris et

arte“, worin ältere Philologen, z. B. ~Scaliger~, eine alchemistische

Andeutung erblicken und deshalb den Hexameter für untergeschoben

erklären wollten, während er nach ~Berthelot~ zwar alchemistische

Kenntnis bezeugt, trotzdem aber als echt angesehen werden muß[3101].

An der Echtheit zweifeln auch neuere Herausgeber nicht[3102],

das „duplicare“ ist aber, wie schon ~Kopp~ hervorhob[3103] und

~Riess~ bestätigt[3104], nicht als ein Fachausdruck der Alchemie

(etwa = Diplosis, Verdoppelung) aufzufassen, sondern als einer der

Goldschmiedekunst (= biegen, falten, treiben), so daß man nicht zu

übersetzen hat „mit sicherer Hand wirst du die Materie vermöge der

Kunst verdoppeln“, sondern mit „sicherer Hand wirst du das Material

kunstgemäß treiben“. Dies bestätigt auch der ganze Zusammenhang

der Stelle, denn sie besagt, daß das Sternbild des Steinbockes

(capricornus) Feuer-Arbeiter aller Art hervorbringe und ihnen die Gabe

der Metallbehandlung verleihe, z. B. den Goldschmieden, Goldschlägern,

Gold-, Silber-, Erz- und Eisen-Schmelzern[3105], ganz so, wie auch

das Sternbild des Wassermannes (aquarius) Goldschmiede, Gold- und

Silber-Gräber, Gold- und Silber-Händler und dergleichen Leute entstehen

lasse[3106].

In der zwischen 100 und 150 n. Chr. zu Alexandria verfaßten Astrologie,

dem „Tetrabiblos“ des ~Ptolemaios~, werden zwar gewisse Sternbilder

mit Bergwerken, Häuserbauten und Handelsgeschäften in Verbindung

gebracht, ferner auch die Planeten Venus und Mars mit Färbern, Kräuter-

und Salben-Verkäufern, Pharmazeuten, Ärzten, Gold-, Silber-, Zinn-

und Blei-Gießern oder -Bearbeitern, aber alchemistische Hinweise

fehlen gänzlich. Manche Forscher haben dies in Anbetracht der Zeit-

und Orts-Verhältnisse auffällig gefunden, doch kann man im Ziehen von

Schlüssen „ex silentio“ (aus dem Stillschweigen) niemals vorsichtig

genug sein, um so mehr als die Lebensumstände des ~Ptolemaios~ so gut

wie völlig unbekannt sind, und es durchaus fraglich bleibt, ob der

gelehrte Astronom überhaupt jemals Anlaß hatte und nahm, sich um das

mehr oder weniger verborgene Treiben gewisser dunkler Ehrenmänner und

ihres abergläubischen Anhanges des Näheren zu bekümmern. Nicht zu

vergessen ist auch, daß der eigentliche Aufschwung der in örtlichen

Verbänden heimischen Alchemie, und damit ihr Bekanntwerden in weiteren

Kreisen innig mit dem Aufkommen theoretischer Begründungen der in den

Tempelwerkstätten üblichen Arbeitsweisen zusammenhängt, daß aber die

maßgebenden Einflüsse der spätgriechischen Philosophie, der Hermetik

und Gnostik, des orientalischen Zauberwesens usf. erst um die Mitte des

2. Jahrhunderts ihrem Höhepunkte zuzustreben begannen; es ist daher

begreiflich, daß der Gegenstand damals zumeist noch ganz außerhalb des

Gesichtskreises sowohl der Autoren, als auch des Leserkreises lag, für

den sie schrieben, und deshalb nicht nur bei den Sammlern von Anekdoten

und Wundergeschichten wie ~Aulus Gellius~ (113-165), ~Aelian~ (um 200)

und Anderen unerwähnt bleibt, sondern z. B. auch bei ~Artemidoros~

(135-200?), dem Verfasser des großen „Traumbuches“, -- die im übrigen

sämtlich magischer, planetarischer und anderer abergläubischer

Einflüsse an zahllosen Stellen Erwähnung tun. Dieser im wesentlichen

örtliche Charakter der Alchemie macht auch die Tatsache erklärlich,

-- die ihm ihrerseits wieder zur Bestätigung gereicht --, daß die vom

Kaiser ~Justinian~ veranlaßten sehr umfangreichen Sammlungen römischer

Gesetze und Verordnungen kein Wort über Alchemie enthalten, obwohl

Anlässe, ihrer zu gedenken, nicht fehlen würden; in dieser Hinsicht

sei nur an das Cornelische Gesetz über Münzfälschung (Lex Cornelia de

falsis) erinnert, das schon im Jahre 81 v. Chr. verbietet, gemeine

Metalle zu „färben“ (tingere), durch Legierungen solcher Metalle edle

vorzutäuschen (fingere), und unedle unter Anwendung gewisser Zusätze zu

gießen (flare), kurz, durch Färbungen und Mischungen den Anschein des

Silbers oder Goldes hervorzubringen[3107].

Die Autoren des 3. und des beginnenden 4. Jahrhunderts, -- immer

von den eigentlichen Fachschriftstellern abgesehen --, schweigen

ebenfalls noch über Alchemie, und dies gilt namentlich auch von

~Firmicus Maternus~, dem man bis vor kurzem sogar die erste Nennung

ihres Namens zuschrieb (s. unten). Weder sein großes astrologisches

Werk „Mathesis“ (von 336 oder 337), noch die kleinere Schrift über die

„Irrlehre der heidnischen Religionen“ (von 342 oder 346)[3108] bieten

irgend Hierhergehöriges, und der Ausdruck „duplicatio“, dessen sich

die „Mathesis“ bedient, bedeutet auch in ihr keineswegs „Diplosis“,

sondern, wie ein Blick in den Text zeigt, eine einfache „Verdoppelung“,

und zwar eine solche von Zahlen und Tagen[3109]. Ganz unzutreffend

ist auch die Behauptung, ~Firmicus~ habe bei der Erörterung der

babylonischen und „ägyptischen“ Lehren über die Bedeutung von

Stellungen, Bahnen, Nachbarschaften und Konjunkturen der Planeten,

-- dem Vorbilde des mittelalterlichen Nativitäts-Stellens[3110] --,

deren alchemistische Beziehungen und Einflüsse genau geschildert. Nach

seiner ausführlichen und sehr merkwürdigen Darstellung der „Lehren

der Alten“ verhalten sich die Planeten vielmehr (je nach den äußeren

Umständen) wie folgt: ~Jupiter~ bringt u. a. Gold- und Silber-Schmiede

sowie Goldsticker hervor[3111]; ~Mars~ Rothaarige, Leute die mit

Feuer und Eisen zu tun haben[3112], Leute die Wunden durch Feuer und

Eisen erteilen und empfangen[3113] und die sich mit Farbstoffen,

Edelsteinen und Perlen befassen[3114]; ~Venus~ Goldschmiede, Vergolder,

Silber- und Gold-Arbeiter[3115], Färber, Erfinder von Farbstoffen und

Wohlgerüchen[3116]; ~Merkur~ Verschacherer von Edelsteinen, Perlen

und Aromen, Färber, Entdecker von Erzlagern[3117], Goldschmiede,

Goldgräber und Meister gewisser verborgener Künste (= Meister der

Künste, verborgene Schätze aufzufinden)[3118]; ~Saturn~, der ernste

und tiefsinnige Alte, der sein Domizil im männlichen Wassermann oder

weiblichen Steinbock hat[3119], Geizige, Gold- und Silber-Hütende,

Erbschaften Empfangende[3120], Kenner geheimer und verbotener Künste

(d. h. des Aufsuchens in der Erde und namentlich in den Gräbern

versteckter Kostbarkeiten)[3121], Magier, Philosophen, Astrologen,

Wahrsager usf., sowie in derlei Künsten bewanderte Priester[3122];

der ~Mond~ Erzschmelzer, Färber[3123], Fälscher insbesondere

Münzfälscher[3124], Probierer und Färber von Edelsteinen, „die diesen

mit allerlei Farbstoffen andere Färbungen erteilen (adpingunt;

wörtlich: anmalen)“[3125], endlich Kenner jener Künste (artes), die

Farbstoffe, Arome, Edelsteine und Perlen betreffen[3126]. Nirgends ist

also die Rede vom künstlichen „Machen“ des Silbers und Goldes, vom

Zusammenhange zwischen Planeten und Metallen usf., vielmehr nur vom

Nachahmen und Fälschen der Edelmetalle und sonstigen Kostbarkeiten,

sowie von den Schlichen und Betrügereien der Künstler, Vermittler und

Händler; offenbar ist ~Firmicus~, der von Beruf Rechtsgelehrter und

nur ein Liebhaber der Astrologie gewesen sein soll, in den von ihm

benützten Vorlagen der „Alten“ keinen anderen Angaben begegnet.

Erst von der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts an finden

sich Zeugnisse, die für das Bekanntsein mit der Metall-Verwandlung

sprechen; die Schriften des Rhetors ~Euphrades~ (um 360) gehören zwar,

entgegen ~Schmieders~ sehr bestimmter Versicherung[3127], +nicht+ zu

diesen[3128], hingegen bestreitet sein Zeitgenosse ~Themistios~ die

Möglichkeit solcher Vorgänge[3129], während der hl. ~Ephraim~, der

berühmte syrische Bibel-Kommentator des 4. Jahrhunderts, in einer

Hymne sagt, „daß die Schätze der Menschheit in gleicher Weise durch

Tugendhafte wie durch Goldmacher vermehrt werden“[3130]. Gegen 500

ist endlich der in Syrien und Palästina tätige christliche Rhetor und

Philosoph ~Aineias~ von ~Gaza~ anzuführen, der sich eifrig bemühte,

die Lehren des Christentums, der älteren griechischen Philosophie

und des Neuplatonismus miteinander zu verschmelzen[3131]; in seinem

Dialoge „Theophrastos“, der die Wiederbelebung der Toten und die

Unsterblichkeit der Seele behandelt, setzt er die Auferstehung der

Abgeschiedenen mit verklärtem Leibe in Parallele mit der Veredlung

gemeiner Metalle zu Gold und betrachtet es als bekannt, daß man

kraft eines besonderen Wissens Erz in Gold verwandeln könne, und

daß die mit der „Kunst der Metalle“ Vertrauten aus Silber oder Zinn

„unter Vernichten der Form und Färben“ vortreffliches Gold zu machen

verstehen, ähnlich wie man aus Sand und Natron das ganz andersartige

Glas darzustellen vermöge[3132].

——————————

Bei keinem der im vorstehenden erwähnten Schriftsteller findet sich

eine besondere +Bezeichnung+ für die „Kunst der Metalle“; zwar haben

bis vor kurzem sämtliche Geschichtsschreiber der Chemie angenommen,

daß der +Name+ dieser Wissenschaft zuerst, jedoch schon als ein

bekannter und daher keiner Erklärung mehr bedürftiger, bei ~Firmicus~

vorkomme, in dessen „Mathesis“[3133] es heiße: „Ist das Haus (in

dem der Mond steht) das des ~Merkur~, so verleiht er (der Mond)

Astronomie, ist es das der ~Venus~, Gesang und Fröhlichkeit, ist es

das des ~Mars~, Gebrauch der Waffen und Werkzeuge, ist es das des

~Jupiter~, Priesterweisheit und Rechtskunde, ist es das des ~Saturn~,

die Wissenschaft der Alchemie (scientiam alchimiae)“, -- die letzten

Herausgeber dieses Autors, ~Kroll~, ~Skutsch~ und ~Ziegler~ erbrachten

jedoch den Nachweis, daß hier eine Fälschung vorliege[3134], auf die

übrigens, soweit die Vatikanischen Handschriften in Frage kommen,

schon 1665 der gelehrte, in Rom tätige Polyhistor ~Athanasius Kircher~

hinwies[3135]. Der Schuldtragende ist der Magister der freien Künste

~Joh. Angelus~, der in seinem 1488 zu Augsburg erschienenen „Opus

Astrolabii“ zuerst einige Bücher der „Mathesis“ abdruckte, bei dieser

Gelegenheit eine größere Lücke im 3. Buche, die sämtliche Handschriften

mit Ausnahme einer einzigen aufweisen, völlig willkürlich ausfüllte,

und hierbei auch die (jedenfalls von guter Sachkenntnis zeugende)

Stelle über die seitens der Planeten verliehenen Begabungen einfügte.

Jene +einzige+ Handschrift, die sie +ebenfalls+ bietet, und zwar

mit dem Wortlaute „scientiam alkamie“ (= alkamiae), ist die der

Staatsbibliothek zu Neapel (um 1500), die neben zahlreichen anderen

Einschiebungen auch die dem „Opus Astrolabii“ entnommene aufweist;

wegen ihrer Schönheit und anscheinenden Vollständigkeit hielt man

sie auch für besonders zuverlässig, daher legten sie sowohl der

gewissenhafte (unbekannte) Herausgeber der venetianischen „Editio

princeps“ von 1497, als auch der ganz unzuverlässige Veranstalter

der Aldinischen Ausgabe (Venedig 1499) ihren Drucken zugrunde, und

so ging die Fälschung für Jahrhunderte in die Litteratur über. Daß

die genannten Erstdrucke nicht „scientiam chemiae“ oder „chimiae“

haben, sondern „alchimiae“, letzteres Wort also in der bei einem

Schriftsteller des 4. Jahrhunderts undenkbaren, mittelalterlichen, mit

dem arabischen Artikel al vereinigten Form bieten, fiel allerdings

schon ~Kirchers~ Zeitgenossen, dem berühmten und vielseitigen

niederländischen Gelehrten ~Voss~ (~Vossius~) auf, und er bemerkte

daher in seinem „Etymologicon linguae latinae“[3136]: „alchimiae druckt

auch ~Aldus~, aber die Handschriften haben chimiae“, -- ohne jedoch

genauer anzugeben, +welche+ Handschriften diese Lesart zeigen sollen.

-- Die angebliche Wissenschaft Alchimia oder Alkimia des ~Firmicus~

unternahmen einige ältere Philologen auch mit den Eigennamen ~Alkimos~

oder ~Alchimos~ in Verbindung zu bringen, um ihr einen Erfinder unter

deren im Altertum zahlreichen Trägern zu suchen, deren bekanntester

wohl der homerische ~Alkimos~ ist, der zusammen mit ~Automedon~ die

Rosse des ~Achilleus~ anschirrt[3137]; durch Aufdeckung der Fälschung

werden natürlich auch diese gelehrten Vermutungen hinfällig!

Gleich verschiedenen früheren Forschern ist auch ~Riess~ geneigt[3138],

als ältestes Zeugnis für das Vorkommen des Wortes „Chemie“ jenes in

einem Berichte über die Niederwerfung des alexandrinischen Aufstandes

durch Kaiser ~Diokletian~ im Jahre 296 anzuerkennen. Der byzantinische

Lexikograph ~Suidas~ erzählt hierüber in seinem Sammelwerke: „Chemie

(χημεία, Chemeía) ist die κατασκευή (Kataskeué, Verfertigung,

Darstellung) des Silbers und Goldes. ~Diokletian~ ließ diese Bücher

aufsuchen und verbrennen; weil sich die Ägypter empört hatten, verfuhr

er gegen sie hart und grausam; so ließ er auch die von ihren Vorfahren

(τοῖς παλαιοῖς; wörtlich: den Alten) über die Chemie (περὶ τῆς χημείας)

des Goldes und Silbers verfaßten Bücher aufsuchen und verbrennen, damit

die Ägypter aus dieser Kunst (έκ τῆς τέχνης) keine Reichtümer mehr

schöpfen und sich nicht mehr auf diese hin gegen die Römer empören

könnten[3139].“

Bereits ~Gibbon~, der 1776 sein großes Werk „Decline and Fall of the

Roman Empire“ vollendete, hob hervor[3140], und neuere Historiker,

bis zu gewissem Grade auch ~Kopp~[3141], stimmen ihm hierin zu, daß

~Suidas~ erst im 10. Jahrhundert schrieb und eine Bestätigung durch

Quellen aus diokletianischer Zeit fehlt, sowie daß die Begründung der

vom Kaiser befohlenen Maßregel wenig glaubhaft erscheine, weshalb

wohl die ganze Erzählung in das Reich der Fabel zu verweisen sei.

~Wiegleb~[3142], ~Schmieder~[3143] und auch wieder ~Berthelot~[3144]

nehmen an, es habe sich um Bücher metallurgischen Inhalts, etwa über

die ägyptischen Geheimverfahren zur Gewinnung und Aufbereitung des

Goldes und Silbers gehandelt (welches letztere aber in Ägypten niemals

bergmännisch gewonnen wurde!), und ~Kopp~ hält es ebenfalls nicht für

ausgeschlossen, daß κατασκευή als bergmännischer oder metallurgischer

Ausdruck anzusehen sei[3145], -- soferne man der so späten Darstellung

des ~Suidas~ überhaupt Vertrauen schenken wolle. In dieser Hinsicht

ist jedoch zu bemerken, -- und ~Kopp~ erörtert dies ausführlich[3146]

--, daß auch ~Johannes~ von ~Antiochia~, um 700, in seiner „Chronik“,

die zum Teil auf jener des ~Panodoros~ (um 400) fußen soll und von

der uns ~Constantin Porphyrogennetes~ (10. Jahrhundert) einen Auszug

erhalten hat, der Verbrennung der ägyptischen Bücher περὶ χημείας

ἀργύρου καὶ χρυσοῦ (über die Chemie des Silbers und Goldes) Erwähnung

tut; dieser Autor verwirft ferner die Deutung des goldenen Vließes

auf ein Fell, in dessen Zotten die Kolcher nach ~Strabon~ das feine

Flußgold auffingen, hält es vielmehr (wie nachher auch ~Suidas~ und

Andere) für eine Tierhaut, ein Pergament, mit der Anweisung „Gold

zu machen mittels der Chemie“ (διὰ χημείας), für ein verderbliches,

mit Fluch behaftetes Geschenk des ~Hermes~, gleich dem goldenen

Lamme des ~Atreus~ und ~Thyestes~ und dem goldenen Halsbande der

~Hermione~[3147]. Endlich gedenken des diokletianischen Befehles aber

auch die Akten des hl. ~Prokop~, die zwar in der heute vorliegenden

Gestalt dem 10. Jahrhundert entstammen, aller Wahrscheinlichkeit nach

aber bereits gegen 400 abgefaßt sind[3148]. Mangeln also auch ganz

bestimmte Beweise, so sprechen doch äußere Gründe nicht +gegen+ die

geschichtliche Wahrheit des Ereignisses, innere aber entschieden +für+

sie. Daß dabei an Bücher über geheime bergmännische oder metallurgische

Verfahren zu denken sei, ist allerdings nicht anzunehmen, denn über

solche durfte überhaupt nicht geschrieben werden, und es fehlt jeder

Anhalt dafür, daß gegen dieses Verbot jemals gesündigt worden sei und

daß es Schriften solchen Inhaltes überhaupt gegeben habe. Dagegen

bestand um 300 tatsächlich bereits eine von den „Alten“ überkommene,

ausgedehnte alchemistische Litteratur, -- verfaßte doch um diese

Zeit ~Zosimos~ sein umfangreiches Werk, wie er ausdrücklich angibt,

unter Benützung aller seiner zahlreichen Vorgänger --, und daß deren

Gegenstand, also eben die „Chemie“, damals noch keinen Namen gehabt

hätte, ist nicht nur an sich äußerst unwahrscheinlich, sondern wird

dadurch widerlegt, daß die obengenannten Autoren und auch ~Zosimos~

selbst (dieser allerdings an einer bestrittenen Stelle, s. weiter

unten) χημεία als bereits wohlbekannten Fachausdruck gebrauchen. Gerade

die Schriften des ~Zosimos~ bestätigen indessen, falls dies überhaupt

noch eines Beweises bedürfte, in welchem innigen Zusammenhange die

Chemie mit Mystik und Aberglauben, Magie und Astrologie stand[3149],

und schon ~Kopp~[3150] sowie ~Burckhardt~[3151] vermuteten daher, daß

~Diokletian~, der grausame Verfolger und Ausrotter aller ketzerischen

Irrlehren, der z. B. in der ganzen Provinz Afrika die Verbreiter des

Manichäismus aufgreifen und samt ihren Schriften verbrennen ließ[3152],

auch die +chemischen+ Bücher den magischen und abergläubischen

zugezählt und sie daraufhin gleichfalls der Vernichtung preisgegeben

habe.

Indessen ist in dieser Hinsicht noch ein Umstand in Betracht zu

ziehen, dessen Bedeutung bisher anscheinend niemand genügend gewürdigt

hat, nämlich die Beziehung ~Diokletians~ zum römischen Münzwesen.

Nachdem dieses während der Bürgerkriege, gegen Ende der Republik,

nicht selten im argen gelegen hatte (s. z. B. die oben erwähnte „Lex

Cornelia de falsis“ von 81 v. Chr.), ließ die beginnende Kaiserzeit

ihm große Sorgfalt angedeihen, und ihre sämtlichen Goldstücke zeichnen

sich daher durch genaues Gewicht und hohe gleichmäßige Reinheit

aus[3153]; aber schon ~Nero~ (54-68) begann u. a. den silbernen

Denaren einen Zusatz von Kupfer zu geben[3154], und die Versuchung,

diesen zu erhöhen und bei anderen Münzen in ähnlicher Weise zu

verfahren, machte sich allmählich desto verführerischer geltend,

je weiter die politische und finanzielle Kraft des Reiches und die

Zuverlässigkeit seiner Verwaltung sank, und in je stärkerem Maße, als

Folge einer zuletzt fast wahnwitzigen Verschwendung, das Abströmen

des Gold- und Silber-Geldes nach dem Osten fortdauerte, hauptsächlich

nach den arabischen und indischen Stapelplätzen der orientalischen

Luxuswaren[3155]. Bereits zur Zeit ~Trajans~ (98-117) und ~Marc Aurels~

(161-180) enthielten die Silbermünzen bedenkliche Mengen an Kupfer,

die Bronzemünzen an Zinn, Zink (10-15%, in Gestalt von Messing?) und

Blei, die Messingmünzen an Zinn und Blei[3156], und dieser Zustand

verschlechterte sich im Laufe des 2. Jahrhunderts immer weiter, wenn

auch nicht in regelmäßiger Weise[3157]. Im 3. Jahrhundert endlich

führte der Verfall der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse

zunächst zu einer schweren Bedrängnis der Staatsfinanzen, und

schließlich „zum völligen Zusammenbruche“, „zu einer Art Bankerott“,

äußerlich hervortretend in einer raschen, bis dahin unerhörten

Verschlechterung der Legierungen und im fast gänzlichen Verschwinden

des guten Silbergeldes[3158]. Der ehemalige Silberdenar von etwa 99%

Silbergehalt und 50 Pfg. Geldwert enthielt schon unter ~Severus~

(222-235) nur mehr etwa 50% und unter ~Aurelian~ (270-275) gar nur

mehr 4% Silber, so daß die Kaufkraft dieses sog. „Weißkupfers“, das

schon nach ganz kurzem Umlaufe seinen flüchtigen Silberglanz verlor

und nicht mehr vom Kupfer zu unterscheiden war, unter ~Severus~ auf

30, und unter ~Aurelian~ auf 1¼ Pfg. herabsank, also auf die des

Kupfers[3159]. Aber auch das Kupfergeld war infolge Bleizusatzes meist

entwertet, und die ohnehin schon immer seltener werdenden Goldstücke

wiesen derartige Mindergehalte (bis zu 50%) und so erhebliche und

unregelmäßige Untergewichte auf, daß selbst die öffentlichen Kassen

sie nicht mehr in Zahlung nahmen, vielmehr wie in ältester Zeit das

Silber und Gold +zugewogen+ verlangten[3160]. Eine wichtige Rolle bei

diesen Vorgängen, den Kennzeichen „wachsender allgemeiner Verarmung

und Verrohung“[3161], spielten zweifellos die Betrügereien und

Unterschleife der „monetarii“, des Münzstätten-Personals, das z. B. in

Rom den Versuch ~Aurelians~ zu einer mindestens teilweisen Reform durch

Erregung eines gefährlichen Aufstandes beantwortete, dessen blutige

Unterdrückung (274?) dem Kaiser nur mit großer Mühe gelang[3162].

Erst ~Diokletian~ (284-305) erkannte in vollem Umfange die ungeheure

politische und wirtschaftliche Gefahr der Münzverschlechterung, und

zweifellos sollte sein Maximaltarif, der sichtlich allein den Vorteil

des Verbrauchers im Auge hat, in erster Linie das weitere Sinken des

Wertes der Silber-Scheidemünze verhindern und dadurch dem Soldaten

und Beamten wieder die Gewißheit sichern, für seinen Gehalt das zum

Leben Nötige an Ware und Handwerkerarbeit beschaffen und eine Familie

erhalten zu können[3163]. Zwecks schleunigster Herbeiführung geordneter

Zustände zog der Herrscher die schlechten Goldstücke aus dem Verkehr,

ließ Silber und Gold nach bestimmten und festen Gewichtseinheiten

ausprägen, schritt in schärfster Weise gegen die von ~Aurelian~

fruchtlos bekämpfte Falschmünzerei ein und untersagte schließlich jede

Ausmünzung von Weißkupfer-Denaren[3164]. Diese Maßregeln, die der

Kaiser als höchst dringliche und unaufschiebbare mit allem Nachdruck

betrieb, verursachten in Alexandria, dessen Wohlstand ohnehin durch

die endlosen Kriege im Osten und durch andauernde Handelsstörungen

auf das schwerste gelitten hatte[3165], außerordentliche Erregung,

die nicht wenig zum Ausbruchs des gefährlichen Aufruhres von 296

beitrug[3166]. Seit jeher nahm nämlich der weitaus größte Teil des nach

dem Orient abfließenden guten Silber- und Gold-Geldes seinen Weg über

Alexandria[3167], das eine solche Gelegenheit nicht ungenützt ließ,

ferner war die Stadt Sitz eines der größten Münzämter des römisches

Reiches, das von Anfang an kein Gold und in späterer Zeit auch kein

Kupfer mehr ausprägte, wohl aber große Massen silberner Scheidemünze,

namentlich 4-Drachmen-Stücke (στατήρ = Statér; Schekel), deren

Silbergehalt allmählich von 25 bis auf 4, ja bis auf 1,8% gesunken

war[3168]. Das Verbot, diese weiter in Umlauf zu setzen, und das

Einschreiten gegen die im ganzen römischen Reiche, vor allem aber in

Ägypten weitverbreitete private Falschmünzerei[3169] bedeutete also

für die Alexandriner einen gefährlichen Angriff auf Erwerbsquellen,

die sie unter ihre lohnendsten zählten, und dieser Umstand erklärt

zu einem guten Teile die Leidenschaft, mit der sich ein seit langem

unzufriedener und verhetzter Pöbel dem großen Aufstande von 296

hingab; er macht aber auch die furchtbare Härte begreiflich, mit der

der Kaiser, gestört in der Ausführung eines seiner wichtigsten Pläne,

gerade in diesem Falle verfuhr, und wenn er die noch von ~Aurelian~

geduldete ägyptische Münzstätte sofort völlig aufhob[3170] und

gleich den ketzerischen Büchern der Manichäer auch die chemischen

der Alexandriner aufsuchen und verbrennen ließ, so läßt sich ohne

weiteres vermuten, was er von der chemischen „Kunst“ und den durch sie

zu gewinnenden „Reichtümern“ hielt: in den von den „Alten“ verfaßten

Büchern erblickte er Anleitungen zur Falschmünzerei, und daß diese

tatsächlich, wie stets und allerorten so auch in Alexandria, mit

alchemistischen Bestrebungen enge verbunden war, beweist der „Papyrus

~Kenyon~“ des 3. Jahrhunderts[3171], der dem ~Demokritos~ ein bewährtes

Rezept zur Münzfälschung zuschreibt). Auch die oben angeführte Stelle

des ~Rufinus~ (245-310)[3172] über die heimliche Tätigkeit der nach

Kanopos geflüchteten alexandrinischen Zauberpriester erweckt ähnlichen

Verdacht, um so mehr, als schon unter ~Constantin dem Grossen~

wiederum Weißkupfer-Geld (auch untergewichtiges) in Umlauf kam,

das seine Söhne für wertlos erklären, einziehen und durch besseres

ersetzen mußten[3173]; und doch war schon seit dem 3. Jahrhundert

die Verbrennung, die als schwerste Todesstrafe „ohne Unterschied des

Standes“ Hochverrat, Gotteslästerung, Blutschande, widernatürliche

Unzucht und Zauberei traf, auch auf Münzfälschung ausgedehnt

worden[3174]!

Allem Dargelegten zufolge liegt also kein Grund vor, zu bezweifeln, daß

die von ~Suidas~ übermittelte, vielumstrittene Erzählung ihrem Kerne

nach richtig ist, und daß ~Diokletian~ in der χημεία (Chemie) das sah,

als was sie demgemäß auch ~Suidas~ noch definiert, eine seiner Meinung

nach den verwerflichsten Zwecken dienende Kunst der „Verfertigung

von Silber und Gold“. Aber diese Definition ist keine erschöpfende;

sie zeigt zwar, in welchem Lichte dem von einer ganz bestimmten

Anschauungsweise Erfüllten die Chemie +erschien+, was diese aber +war+,

und wie ihr Name, der in den Worten „Bücher über die Chemie des Goldes

und Silbers“ als ein schon ganz geläufiger vorausgesetzt wird, zu

erklären sei, darüber besagt sie nichts. Die tunliche Aufhellung dieser

Frage erfordert daher weitere Untersuchungen.

Entstehung und Ausbreitung der Alchemie, mit einem Anhange · 第 92 / 127 题