[_Caermarthen von dem Complot unterrichtet._] Alles war jetzt zu

Preston's Abreise bereit. Aber in dem Eigenthümer des »Jakob und

Elisabeth« war der Verdacht aufgestiegen, daß die Expedition, zu deren

Behufe seine Schmacke gemiethet worden, mehr politischer als

commercieller Natur sein könne. Es fiel ihm ein, daß er durch

Denuncirung seiner Passagiere vielleicht mehr verdienen werde als durch

sichere Beförderung derselben. In Folge dessen benachrichtigte er den

Lordpräsidenten von dem Vorgange. Keine Nachricht konnte diesem

willkommener sein. Er sah zu seiner großen Freude, daß es in seiner

Macht stand, einen glänzenden Beweis von seiner Anhänglichkeit an die

Regierung zu geben, welche zu verrathen seine Feinde ihn beschuldigten.

Mit gewohnter Energie und Umsicht traf er seine Maßregeln. Sein ältester

Sohn, der Earl von Danby, ein verwegener, sorgloser und etwas

excentrischer junger Mann, der ein großer Freund des Seelebens war und

viel mit Seeleuten umging, besaß eine kleine Yacht von außerordentlicher

Schnelligkeit. Dieses Fahrzeug wurde, wohl bemannt, unter das Commando

eines zuverlässigen Offiziers, Namens Billop gestellt und stromabwärts

gesandt, wie um Matrosen zu pressen.

[_Verhaftung Preston's und seiner Begleiter._] Mitten in der Nacht, der

letzten Nacht des Jahres 1690, begaben sich Preston, Ashton und Elliot

unweit des Tower an Bord ihrer Schmacke. Sie waren in großer Angst, daß

sie entweder von einer vor Woolwich liegenden Fregatte oder von der beim

Blockhause von Gravesend postirten Wache angehalten und durchsucht

werden möchten; als sie aber die Fregatte und das Blockhaus hinter sich

hatten, ohne angerufen worden zu sein, faßten sie wieder Muth; sie

bekamen starken Appetit, packten einen mit Roastbeef, Fleischpasteten

und Weinflaschen wohlgefüllten Korb aus und hatten sich eben zur

Sylvestermahlzeit niedergesetzt, als ihnen gemeldet wurde, daß ein von

Tilbury her kommendes Schiff sie verfolge. Sie hatten kaum Zeit gehabt,

sich in einer dunklen Höhlung unter dem Kies, den ihr Schiff als Ballast

mit sich führte, zu verbergen, als die Jagd schon vorüber war und Billop

an der Spitze eines Militärpikets an Bord kam. Die Luken wurden

geöffnet, die Verschwörer festgenommen und ihre Kleider genau

untersucht. Preston hatte in der Bestürzung sein Amtssiegel und das ihm

anvertraute Packet auf den Kies fallen lassen. Das Siegel wurde da

gefunden wohin es gefallen war. Ashton, der die Wichtigkeit der Papiere

kannte, hob sie auf und versuchte sie zu verbergen; aber sie wurden bald

auf seiner Brust entdeckt.

Die Gefangenen versuchten nun, Billop für sich zu gewinnen und zu

bestechen. Sie ließen Wein bringen, stießen mit ihm an, lobten sein

cavaliermäßiges Benehmen und versicherten ihm, daß, wenn er sie

begleiten oder ihnen nur gestatten wolle, eine kleine Papierrolle über

Bord in die Themse zu werfen, sein Glück gemacht sei. Die politische

Fluth, sagten sie, sei im Fallen begriffen, die Dinge könnten nicht so

fortgehen wie bisher und es stehe in der Macht des Kapitains so hoch zu

steigen und so reich zu werden als er es nur wünschen könne. Billop aber

blieb, obwohl sehr artig, unbeugsam. Die Verschwörer begannen nun

einzusehen, daß ihre Hälse in großer Gefahr schwebten. Der Drang der

Noth brachte den wahren Character aller Drei, der unter anderen

Umständen vielleicht für immer unbekannt geblieben wäre, ans Tageslicht.

Preston hatte jederzeit für einen muthigen und tapferen Cavalier

gegolten; aber die nahe Aussicht auf Kerker und Galgen raubte ihm alle

Energie; Elliot tobte und lästerte, schwur hoch und theuer, daß, wenn er

je wieder frei würde, er sich rächen wolle, und rief unter entsetzlichen

Flüchen den Donner des Himmels an, daß er die Yacht treffen, und die

Londonbrücke, daß sie einstürzen und das Fahrzeug zerschmettern möge.

Ashton allein benahm sich wie ein Mann.

Spät am Abend erreichte die Yacht die Treppe von Whitehall, und die

Gefangenen wurden unter starker Bedeckung in das Staatssekretariat

gebracht. Nottingham und Caermarthen untersuchten noch diese Nacht die

auf Ashton's Brust gefundenen Papiere und Caermarthen händigte dieselben

am folgenden Morgen dem Könige ein.

Bald war es in ganz London bekannt, daß ein Complot entdeckt, daß die

Boten, welche Jakob's Anhänger abgesandt, um den Beistand einer

Invasionsarmee von Frankreich zu erbitten, durch die Agenten des

wachsamen und energischen Lordpräsidenten verhaftet worden seien und daß

die Regierung schriftliche Beweise in Händen habe, die das Leben einiger

hochgestellten Männer in Gefahr bringen könnten. Die Jakobiten waren in

Todesangst; das Geschrei der Whigs gegen Caermarthen verstummte

plötzlich und die Session endete in vollkommener Eintracht. Am 5. Januar

dankte der König den beiden Häusern für ihre Unterstützung und

versicherte ihnen, daß er kein verfallenes Eigenthum in Irland

anderweitig vergeben werde, bis sie wieder zusammentreten würden. Er

spielte auf das so eben entdeckte Complot an und sprach die Hoffnung

aus, daß die Freunde England's in einem solchen Augenblicke nicht minder

thätig und nicht minder eng verbunden sein würden als seine Feinde. Dann

bedeutete er ihnen, daß es sein Wunsch sei, das Parlament zu vertagen.

Am folgenden Tage reiste er, von einem glänzenden Gefolge von Edelleuten

begleitet, zum Congresse im Haag ab.[138]

Fußnoten.

[1] +London Gazette, June 19. 1690; History of the Wars in Ireland by

an Officer in the Royal Army 1690; Villare Hibernicum, 1690; Story's

Impartial History, 1691; Historical Collections relating to the town

of Belfast, 1817.+ Dieses Werk enthält interessante Auszüge aus

Handschriften des 17. Jahrhunderts. Im Britischen Museum befindet sich

ein Plan von Belfast vom Jahre 1685, der so genau ist, daß man die

Häuser zählen kann.

[2] Lauzun an Louvois, 16. (26.) Juni. Der Bote welcher Lauzun die

Nachricht brachte, hatte die Kanonenschüsse gehört und die Freudenfeuer

gesehen. +History of the Wars in Ireland, by an Officer of the Royal

Army, 1690; Life of James II. 392. Orig. Mem.; Burnet II. 47.+ Burnet

irrt sich gewaltig, indem er sagt, Wilhelm sei bereits sechs Tage in

Irland gewesen, ehe Jakob seine Ankunft erfahren habe.

[3] +A True and Perfect Journal of the Affairs of Ireland by a Person

of Quality, 1690; King III. 18.+ Luttrell's Proklamation findet man im

Anhange zu King.

[4] +Villare Hibernicum, 1690.+

[5] Der Befehl an den Zolleinnehmer findet sich in Dr. Reid's +History

of the Presbyterian Church in Ireland.+

[6] +»La gayeté peinte sur son visage,«+ sagt Dumont, der ihn in

Belfast sah, +»nous fit tous espérer pour les heureux succès de la

campagne.«+

[7] +Story's Impartial Account; MS. Journal of Colonel Bellingham; The

Royal Diary.+

[8] +Story's Impartial Account.+

[9] Lauzun an Louvois, 23. Juni (3. Juli) 1690; +Life of James, II.

393. Orig. Mem.+

[10] +Story's Impartial Account; Dumont MS.+

[11] Viele interessante Mittheilungen über das Schlachtfeld und dessen

Umgebung findet man in Mr. Wilde's trefflichem Werke, betitelt: +The

Beauties of the Boyne and Blackwater.+

[12] Memorandum von der Hand Alexander's, Earl von Marchmont. Die

Quelle seiner Mittheilungen war Lord Selkirk, der in Wilhelm's Armee

diente.

[13] Jakob sagt (+Life of James II. 393. Orig. Mem.+) daß die ganze

Gegend keine bessere Stellung dargeboten habe. King erzählte in

einer Danksagungsrede, die er nach Beendigung des Feldzugs in Dublin

hielt, seinen Zuhörern, daß »der Vortheil der Position der Irländer

sich nach der Ansicht aller Sachkundigen, zu der der Engländer wie

Drei zu Eins verhalten habe.« Siehe King's Danksagungsrede, gehalten

am 16. Nov. 1690 vor den Lords Justices. Dies ist ohne Zweifel eine

absurde Uebertreibung. Aber Herr de la Hoguette, einer der vornehmsten

französischen Offiziere, welche der Schlacht am Boyne beiwohnten,

berichtete an Louvois, daß die irische Armee eine gute Defensivstellung

einnehme. -- Brief von La Hoguette aus Limerick vom 31. Juli (10. Aug.)

1690.

[14] +Narcissus Luttrell's Diary, March 1690.+

[15] Siehe die +Historical Records+ von den Regimentern der britischen

Armee, und Story's Liste der Armee Wilhelm's, wie sie acht Tage vor der

Schlacht bei Finglas die Revue passirte.

[16] Siehe seine Gedächtnißpredigt, gehalten am 24. Juni 1690 in der

Kirche von Saint Mary Aldermary.

[17] +Story's Impartial History; History of the Wars in Ireland by

an Officer of the Royal Army;+ Hop an die Generalstaaten, 30. Juni

(10. Juli) 1690.

[18] +London Gazette, July 7. 1690; Story's Impartial History; History

of the Wars in Ireland by an Officer of the Royal Army; Narcissus

Luttrell's Diary;+ Lord Marchmont's Memorandum; Burnet II. 50, und

Danksagungspredigt; Dumont Manuscript.

[19] La Hoguette an Louvois, 31. Juli (10. Aug.) 1690.

[20] Daß ich der irischen Infanterie nicht unrecht thue, ergiebt

sich aus den Berichten, welche die bei der Armee Jakob's am Boyne

stehenden französischen Offiziere an ihre Regierung und an ihre

Familien einsandten. La Hoguette sagt in einem am 4. (14.) Juli

eilig geschriebenen Briefe an Louvois: +»Je vous diray seulement,

Monseigneur, que nous n'avons pas esté battus, mais que les ennemys ont

chaussés devant eux les troupes Irlandoises comme des moutons, sans

avoir essayé un seul coup de mousquet.«+

In einem mehrere Wochen später aus Limerick geschriebenen

ausführlicheren Briefe sagt er: +»J'en meurs de honte.«+ Er giebt zu,

daß es im glücklichsten Falle nicht leicht gewesen sein würde, die

Schlacht zu gewinnen. +»Mais il est vray aussi,«+ setzt er hinzu, +»que

les Irlandois ne firent pas la moindre resistance, et plièrent sans

tirer un seul coup.«+ Zurlauben, Oberst eines der schönsten Regimenter

in französischen Diensten, schrieb in gleichem Sinne, ließ aber dem

Muthe der irischen Reiterei Gerechtigkeit widerfahren, welche La

Hoguette gar nicht erwähnt.

Im französischen Kriegsministerium befindet sich ein Brief, den

Boisseleau, der Zweite im Commando nach Lauzun, nach der Schlacht

hastig an seine Gattin schrieb. Er sagt: +»Je me porte bien, ma chère

feme. Ne t'inquieste pas de moy. Nos Irlandois n'ont rien fait qui

vaille. Ils ont tous laché le pié.«+

Desgrigny, der unterm 10. (20.) Juli schrieb, giebt mehrere Gründe

für die Niederlage an. +»La première et la plus forte est la fuite

des Irlandois qui sont en vérité des gens sur lesquels il ne faut pas

compter du tout.«+ In dem nämlichen Briefe schreibt er: +»Il n'est

pas naturel de croire qu'une armée de vingt cinq mille hommes qui

paroissoit de la meilleure vollonté du monde, et qui à la veue des

ennemis faisoit des cris de joye, dût être entièrement défaite sans

avoir tiré l'épée et un seul coup de mousquet. Il y a eu tel regiment

tout entier qui a laissé ses habits, ses armes, et ses drapeaux sur le

champ de bataille, et a gagné les montagnes avec ses officiers.«+

Ich habe mich vergebens nach der Depesche umgesehen, in welcher Lauzun

einen ausführlichen Rapport über die Schlacht an Louvois erstattet

haben muß.

[21] Lauzun schrieb unterm 16. (26.) Juli 1690 an Seignelay: +»Richard

Amilton a été fait prisonnier, faisant fort bien son devoir.«+

[22] Meine Hauptmaterialien für die Geschichte dieser Schlacht

sind +Story's Impartial Account+ und Fortsetzung dazu; +History

of the War in Ireland by an Officer of the Royal Army+; die

Depeschen im französischen Kriegsministerium; +Life of James,

Orig. Mem.+; Burnet II. 50. 60; +Narcissus Luttrell's Diary;+ die

London Gazette vom 10. Juli 1690; die Depeschen Hop's und Baden's;

eine Erzählung, wahrscheinlich von Portland, welche Wilhelm den

Generalstaaten übersandte; Portland's Privatbrief an Melville; Capitain

Richardson's Erzählung und Plan der Schlacht; das Dumont- und das

Bellingham-Manuscript. Auch habe ich einen Bericht von der Schlacht

in einem Tagebuche gelesen, das in schlechtem Latein und in kaum

zu entziffernder Schrift von einem Offizier der geschlagenen Armee

abgefaßt war, der ein verdorbener Schulmeister gewesen zu sein scheint.

Dieses Tagebuch wurde mir von Mr. Walker, dem es gehört, freundlichst

geliehen. Der Verfasser erzählt das Mißgeschick seines Vaterlandes in

einem Style von dem eine kleine Probe genügen mag. »1. Juli 1690. +O

diem illum infandum, cum inimici potiti sunt pass apud Oldbridge et nos

circumdederunt et fregerunt prope Plottin. Hinc omnes fugimus Dublin

versus. Ego mecum tuli Cap Moore et Georgium Ogle, et venimus hac nocte

Dub.«+

[23] Siehe +Pepys's Diary, June 4. 1664.+ »Er erzählt mir vor Allem vom

Herzoge von York, daß er inmitten eines verzweifelten Unternehmens mehr

er selbst und urtheilsfähiger ist als zu andern Zeiten.« Clarendon sagt

zu wiederholten Malen das Nämliche. Swift schrieb an den Rand seines

Exemplars von Clarendon an einer Stelle: »Wie alt war er (Jakob) als er

ein Papist und ein Feigling wurde?« An einer andren: »Er erwies sich

als ein feiger papistischer König.«

[24] Der Pater Orléans erwähnt, daß Sarsfield Jakob begleitete. Die

Schlacht am Boyne war kaum geschlagen, als sie auch schon den Stoff

zu einem Drama hergeben mußte, betitelt: +The Royal Flight, or the

Conquest of Ireland, a Farce, 1690.+ Etwas Erbärmlicheres ist nie

geschrieben worden. Es verdient aber bemerkt zu werden, daß, obgleich

die Irländer allgemein als Feiglinge dargestellt werden, in diesem

elenden Stücke zu Gunsten Sarsfield's eine Ausnahme gemacht ist.

»Dieser Bursche,« sagt Jakob für sich, »wird mich am Ende wider meinen

Willen noch tapfer machen.« -- »Fluch meinem Unsterne,« sagt Sarsfield

nach der Schlacht, »daß ich detachirt werden mußte! Ich würde den

Händen der ketzerischen Fortuna den Sieg noch entrissen haben.«

[25] Sowohl La Hoguette als auch Zurlauben berichteten ihrer Regierung,

daß es nothwendig gewesen sei, auf die irischen Ausreißer zu feuern, da

sie sonst die französischen Reihen in Verwirrung gebracht haben würden.

[26] Baden an Van Citters, 8. (18.) Juli 1690.

[27] +New and Perfect Journal, 1690; Narcissus Luttrell's Diary.+

[28] Story; London Gazette vom 10. Juli 1690.

[29] +True and Perfect Journal; Villare Hibernicum; Story's Impartial

History.+

[30] Story; +True and Perfect Journal;+ London Gazette vom 10. Juli

1690; Burnet II. 51; +Leslie's Answer to King+.

[31] +Life of James II. 404. Orig. Mem.; Monthly Mercury, August 1690.+

[32] +True and Perfect Journal; London Gazette, July 10. 14. 1690;

Narcissus Luttrell's Diary.+ In dem +Life of James Bonnell, Accountant

General of Ireland, 1703+, kommt eine interessante religiöse

Betrachtung vor, aus der ich eine kurze Stelle anführen will. »Wir

sahen, wie die Protestanten an dem großen Tage unsrer Revolution,

Donnerstag den 3. Juli, einem Tage, dessen wir uns ewig mit der größten

Dankbarkeit erinnern werden, einander beglückwünschten und umarmten,

wenn sie sich begegneten, wie Leute, die vom Tode erstanden waren, wie

Brüder und Schwestern, die nach langer Trennung wieder vereinigt werden

und von Haus zu Haus gehen, um sich über Gottes große Gnade zu freuen

und einander zu fragen, wie sie die vergangenen Tage der Noth und des

Schreckens verlebt, welche Befürchtungen sie gehabt, welche Angst und

Gefahren sie bestanden; Die, welche im Gefängniß gesessen, wie sie ihre

Freiheit wiedererlangt hatten, wie sie behandelt worden waren und was

sie dann und wann von dem Stande der Dinge gedacht hatten.«

[33] +London Gazette, July 14. 1690; Story; True and Perfect Journal;+

Dumont-Manuscript. Dumont ist der Einzige, der die Krone erwähnt. Da

er anwesend war, konnte er sich nicht irren. Es war wahrscheinlich die

Krone, welche Jakob zu tragen pflegte, wenn er auf dem Throne in King's

Inns erschien.

[34] Monthly Mercury, August 1690; Burnet, II. 50; Dangeau, 2. August

1690, und Saint Simon's Note; +The Follies of France, or a true

Relation of the extravagant Rejoicings etc.+ datirt Paris, 8. Aug. 1690.

[35] +»Me tiene,«+ sagt der Marquis von Cogolludo, spanischer Minister

in Rom, über diese Nachricht, +»en sumo cuidado y desconsuelo, pues

esta seria la ultima ruina de la causa comun.«+ Cogolludo an Ronquillo,

Rom, 2. Aug. 1690.

[36] +Original Letters, published by Sir Henry Ellis.+

[37] »+Del sucesso de Irlanda doy a v. Exca la enorabuena, y le

aseguro no ha bastado casi la gente que tengo en la Secretaria para

repartir copias dello, pues le he enbiado a todo el lugar, y la primera

el Papa.+« Cogolludo an Ronquillo, Nachschrift zu dem Briefe vom

2. August. Cogolludo bedient sich natürlich des neuen Styls. Daher

hatte die Nachricht von der Schlacht drei Wochen Zeit gebraucht, ehe

sie nach Rom gelangte.

[38] Evelyn nennt es (25. Febr. 1689/90) »eine reizende Villa.«

[39] Marie an Wilhelm, 5. Juli 1690.

[40] Marie an Wilhelm, 6. und 7. Juli 1690; Burnet II. 55.

[41] Baden an Van Citters, 8. (18.) Juli 1690.

[42] Siehe zwei Briefe, welche den Memoiren des Intendanten Foucault

angehängt und in dem Werke des Herrn von Sirtema des Grovestins

abgedruckt sind. Im französischen Kriegsministerium befindet sich ein

Schreiben des Grafen von Bouridal aus Brest vom 11. (21.) Juli 1690,

worin der Graf sagt: +»Par la relation du combat que j'ay entendu faire

au Roy d'Angleterre et à plusieurs de sa suite en particulier, il ne

me paroit pas qu'il soit bien informé de tout ce qui s'est passé dans

cette action, et qu'il ne sçait que la déroute de ses troupes.«+

[43] Jakob führte diese Sprache nicht bei dieser Gelegenheit allein.

Aus einem der in der vorigen Anmerkung erwähnten Briefe geht hervor,

daß er auf seiner Reise von Brest nach Paris Jedermann sagte, die

Engländer erwarteten ihn mit Ungeduld. +»Ce pauvre prince croit que ses

sujets l'aiment encore.«+

[44] +Life of James, II. 411, 412.+ Burnet II. 57 und Dartmouth's Note.

[45] Siehe die Artikel +Galère+ und +Galérien+ in der +Encyclopédie+,

und die Abbildungen; +A True Relation of the Cruelties and Barbarities

of the French upon the English Prisoners of War, by R. Hutton, licensed

June 27, 1690.+

[46] Siehe die Sammlung von Denkmünzen Ludwig's XIV.

[47] Diese Anekdote, mag sie wahr oder erdichtet sein, circulirte

damals oder bald nachher. Im Jahre 1745 wurde sie als eine Geschichte

erwähnt, die alte Leute in ihrer Jugend gehört. Im Gentleman's Magazine

des genannten Jahres wird sie aus einer periodischen Schrift citirt.

[48] London Gazette vom 7. Juli 1690.

[49] +Narcissus Luttrell's Diary.+

[50] Ich gebe diese interessante Stelle in Van Citters' eigenen Worten:

+»Door geheel het zyk alles te voet en te paarde in de wapenen op was;

en't gene een seer groote gerustheyt gaf was dat alle en een yder even

seer tegen de Franse door de laatste voorgevallen bataille verbittert

en geanimeert waren. Gelyk door de troupes, dewelke ik op de weg alomme

gepasseert ben, niet anders heb konnen hooren als een eenparig en

general geluydt van God bless King William en Queen Mary.«+ 25. Juli

(4. Aug.) 1690.

[51] Ueber diese Expedition habe ich zu Rathe gezogen: Die Londoner

Gazette vom 24., 28., 31. Juli und 4. Aug. 1690; +Narcissus Luttrell's

Diary; Welwood's Mercurius Reformatus+ vom 5. Sept.; die Gazette de

Paris; einen Brief von Mr. Duke, einem Vicestatthalter von Devonshire,

an Hampden vom 25. Juli; einen Brief von Mr. Fulford von Fulford an

Lord Nottingham, vom 26. Juli; einen Brief vom nämlichen Datum von den

Vicestatthaltern von Devonshire an den Earl von Bath; einen Brief vom

nämlichen Datum von Lord Lansdowne an den Earl von Bath. Diese vier

Briefe befinden sich unter den Handschriften der Royal Irish Academy.

Auszüge aus der Fürbitte sind in Lyson's +Britannia+ enthalten.

Dangeau schrieb unterm 16. Aug. eine Reihe extravaganter Unwahrheiten

in sein Tagebuch. Tourville sollte die Miliz geschlagen, ihre Kanonen

und Fahnen erobert, Kriegsfahrzeuge verbrannt, reich befrachtete

Kauffahrteischiffe weggenommen haben und im Begriff stehen, Plymouth zu

zerstören. Es ist dies ein hübsches Pröbchen von Dangeau's englischen

Nachrichten. Er beklagt sich aber auch, daß es kaum möglich sei,

Zuverlässiges aus England zu erfahren.

[52] Widmung zu »Arthur.«

[53] Siehe die Berichte über Anderson's Prozeß, 1693; den Postman vom

12. März 1695/96; die Flying Post vom 7. März 1700; +Some Discourses

upon Dr. Burnet and Dr. Tillotson, by Hickes, 1695.+ Der Anhang zu

diesen Reden enthält einen interessanten Aufsatz über die Haussuchung

in den Druckereien unter dem Censurgesetz.

[54] Dies war die gewöhnliche Phrase der Jakobiten. Ein whiggistischer

Schriftsteller hatte im vorhergehenden Jahre sehr richtig gesagt:

»Sie nennen albernerweise unsren David einen Blutmenschen, obgleich

er bis diesen Augenblick noch nicht einen Tropfen vergossen hat.« --

+Mephibosheth and Ziba, licensed Aug. 30. 1689.+

[55] »Gieb uns die öffentliche Verehrung Deines Namens, die

ehrerbietige Darreichung Deiner Sacramente wieder. Stelle das frühere

Regiment in Kirche und Staat wieder her, damit wir nicht länger ohne

König, ohne Priester und ohne Gott in der Welt stehen.«

[56] +A Form of Prayer and Humiliation for God's Blessing upon His

Majesty, and for Removing and Avorting of God's Judgements from this

Church and State, 1690.+

[57] Anspielung auf das Schicksal der Gebrüder De Witt. -- Der Uebers.

[58] Brief von Lloyd, Bischof von Norwich, an Sancroft in den

Tanner'schen Handschriften.

[59] +Narcissus Luttrell's Diary+.

[60] +A Modest Inquiry into the Causes of the present Disasters in

England, and who they are that brought the French into the English

Channel described, 1690; Reflections upon a Form of Prayer lately

set out for the Jacobites, 1690; A Midnight Touch at an Unlicensed

Pamphlet, 1690.+ Die von den eidverweigernden Bischöfen veröffentlichte

Schrift ist oft neugedruckt worden.

[61] Wilhelm an Heinsius, 4. (14.) Juli 1690.

[62] Story; London Gazette vom 4. Aug. 1690; Dumont-Manuscript.

[63] Story; Wilhelm an Heinsius, 31. Juli (10. Aug.) 1690; London

Gazette vom 11. August.

[64] Marie an Wilhelm, 7. (17.) Aug., 22. Aug. (1. Sept.), 26. Aug.

(5. Sept.) 1690.

[65] +Macariae Excidium; Mac Geoghegan; Life of James, II. 420; London

Gazette, Aug. 14. 1690.+

[66] Die Ungeduld Lauzun's und seiner Landsleute, aus Irland

fortzukommen, wird in einem in den Memoiren Jakob's, II. 421

angeführten Briefe vom 21. Oct. 1690 erwähnt. +»Asimo,«+ sagt Oberst

Kelley, der Verfasser des +Macariae Excidium+, +»diuturnam absentiam

tam aegre molesteque ferebat ut bellum in Cypro protrahi continuarique

ipso ei auditu acerbissimum esset. Nec incredibile est ducum in illius

exercitu nonnullos, potissimum qui patrii coeli dulcedinem impatientius

suspirabant, sibi persuasisse desperatas Cypri res nulla humana ope

defendi sustentarique posse.«+ Asimo ist Lauzun und Cyprus Irland.

[67] +»Pauci illi ex Cilicibus aulicis, qui cum regina in Syria

commorante, remanserant, ... non cessabant universam nationem foede

traducere, et ingestis insuper convitiis lacerare, pavidos et malefidos

proditores ac mortalium consceleratissimos publice appellando.«+ --

+Macariae Excidium.+ Die Cilicier sind die Engländer. Syrien ist

Frankreich.

[68] +»Tanta infamia tam operoso artificio et subtili commento in

vulgus sparsa, tam constantibus de Cypriorum perfidia atque opprobrio

rumoribus, totam, qua lata est, Syriam ita pervasit, ut mercatores

Cyprii, ... propter inustum genti dedecus, intra domorum septa clausi

nunquam prodire auderent; tanto eorum odio populus in universum

exarserat.+« -- +Macariae Excidium.+

[69] Ich habe diese Behauptung in einer gleichzeitigen Flugschrift

gelesen, deren Titel mir entfallen ist.

[70] Story; Dumont-Manuscript.

[71] +Macariae Excidium.+ Boisseleau bemerkte die Ebbe und Fluth der

Tapferkeit unter den Irländern. Ich habe bereits einen seiner Briefe an

seine Gattin angeführt. Es ist nicht mehr als billig auch einen andren

anzuführen. +»Nos Irlandois n'avoient jamais vu le feu; et cela les

a surpris. Presentement, ils sont si fâchés de n'avoir pas fait leur

devoir que je suis bien persuadé qu'ils feront mieux pour l'avenir.«+

Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Achter Band: enthaltend Kapitel 15 und 16. · 第 21 / 22 段