daher, daß sich die große Masse des Volks für einen Augenblick fest
zusammenschaarte. Die nationale Abneigung gegen die Holländer schien
suspendirt zu sein. Ihr tapferes Benehmen bei Beachy Head fand lauten
Beifall und Torrington's Unthätigkeit wurde laut getadelt. London ging
mit dem Beispiele der Einigkeit und Kraftäußerung voran, die durch die
letzte Wahl hervorgerufene Gereiztheit legte sich plötzlich, alle
Parteiunterschiede schwanden. Der Lordmayor wurde zur Königin
beschieden. Sie ersuchte ihn so bald als möglich zu ermitteln, was die
Hauptstadt thun würde, wenn der Feind es wagen sollte, eine Landung zu
unternehmen. Er rief die Vertreter der Stadtviertel zusammen, besprach
sich mit ihnen und kehrte nach Whitehall zurück, um zu berichten, daß
sie sich einmüthig verpflichtet hätten, mit Gut und Blut der Regierung
beizustehen, daß hunderttausend Pfund bereit lägen, um in die
Schatzkammer eingezahlt zu werden, daß zehntausend wohlbewaffnete und
ausgerüstete Londoner bereit seien, jeden Augenblick zu marschiren und
daß ein Verstärkungsheer von sechs Infanterieregimentern, einem starken
Reiterregiment und tausend Dragonern augenblicklich ausgehoben werden
würde, ohne daß es der Krone einen Farthing kosten sollte. Von Ihrer
Majestät verlange die Stadt nichts weiter, als daß sie geruhen möge,
diese Truppen unter die Befehle von Offizieren zu stellen, auf die sie
sich verlassen könne. Der nämliche Geist zeigte sich in allen anderen
Theilen des Landes. Obgleich in den südlichen Grafschaften die Ernte
bevorstand, eilten die Landleute mit ungewöhnlicher Freudigkeit zu den
Sammelplätzen der Miliz. Die jakobitischen Landgentlemen, welche seit
mehreren Monaten Vorbereitungen zu der allgemeinen Erhebung trafen,
welche stattfinden sollte, sobald Wilhelm abgereist und Beistand aus
Frankreich angelangt sein würde, verbrannten jetzt, da Wilhelm gegangen
war und eine französische Invasion stündlich erwartet wurde, ihre von
Jakob unterzeichneten Offizierspatente und versteckten ihre Waffen in
verborgenen Wandschränken oder in Heuschobern. Die Jakobiten in den
Städten wurden insultirt wo sie sich blicken ließen und mußten sich vor
dem erbitterten Pöbel in ihre Häuser einschließen.[157]
[_Verhalten Shrewsbury's._] Nichts ist für Diejenigen, welche gern die
Falten des menschlichen Herzens studiren, interessanter als die Wirkung,
welche die öffentliche Gefahr auf Shrewsbury hervorbrachte. Einen
Augenblick war er wieder der Shrewsbury von 1688. Sein Character war,
obwohl beklagenswerth unbeständig, doch nicht unedel, und der Gedanke,
daß er durch entschlossenes Vorangehen in der Vertheidigung seines
Vaterlandes in so gefahrvoller Krisis seinen großen Fehler wieder gut
machen und sich wieder Achtung erwerben könne, verlieh seinem Körper und
seinem Geiste neue Energie. Er hatte sich nach Epsom zurückgezogen, in
der Hoffnung daß Ruhe und reine Luft einen heilsamen Einfluß auf seine
erschütterte Gesundheit und auf seinen geschwächten Geist ausüben werde.
Aber wenige Stunden nach dem Eintreffen der Nachricht von der Schlacht
bei Beachy Head war er in Whitehall und bot der Königin seine Börse und
seinen Degen an. Man hatte die Idee gehabt, die Flotte unter den
Oberbefehl eines vornehmen Edelmanns zu stellen, dem zwei erfahrene
Seeoffiziere als Rathgeber beigegeben werden sollten. Shrewsbury bat
darum, daß er ernannt werden möchte, wenn ein solches Arrangement zu
Stande käme. Das Interesse und die Ehre jedes Bewohners des Königreichs,
sagte er, sei dabei betheiligt, den Feind nicht siegreich im Kanale
umherfahren zu lassen, und er werde freudig sein Leben wagen, um den
verlornen Ruhm der englischen Flagge wiederherzustellen.[158]
Sein Anerbieten wurde nicht angenommen. Ueberhaupt wurde der Plan, das
Commando der Seemacht zwischen einem vornehmen Manne, der die Striche
des Compasses nicht kannte, und zwei wettergebräunten alten Seeleuten,
die vom Kajütenjungen bis zum Admiralsrange emporgestiegen waren,
wohlweislich bei Seite gelegt. Dagegen wurden energische Anstrengungen
gemacht, um die verbündeten Geschwader zum Dienste auszurüsten, und
nichts unterlassen, was den natürlichen Groll der Holländer besänftigen
konnte. Die Königin schickte ein Mitglied des Geheimen Raths mit einer
speciellen Mission an die Generalstaaten ab. Er war der Ueberbringer
eines Schreibens, in welchem sie den Muth von Evertsen's tapferem
Geschwader lobte. Sie versicherte ihnen, daß ihre Schiffe auf den
englischen Werften ausgebessert und daß die verwundeten Holländer eben
so sorgsam verpflegt werden sollten wie verwundete Engländer. Es wurde
angekündigt, daß eine strenge Untersuchung der Ursachen der letzten
Niederlage eingeleitet werden solle, und Torrington, der sich in der
That damals nicht öffentlich hätte zeigen dürfen, wenn er sich nicht der
Gefahr aussetzen wollte, in Stücken zerrissen zu werden, wurde in den
Tower geschickt.[159]
Während der ersten drei Tage nach dem Eintreffen der Unglücksbotschaften
von Beachy Head hatte London ein unheimliches und aufgeregtes Aussehen.
Am vierten Tage aber war Alles verändert. Die Glocken läuteten, Flaggen
wurden aufgezogen, in die Fenster wurden Lichter zu einer Illumination
bereit gestellt, und die Leute in den Straßen schüttelten einander
freudig die Hände. Es war an diesem Morgen ein Courier mit wichtigen
Nachrichten aus Irland angekommen.
Fußnoten.
[1] +»Halifax a eu une reprimande sévère publiquement dans le conseil
par le Prince d'Orange pour avoir trop balancé.«+ -- Avaux an De
Croissy, Dublin, 16. (26.) Juni 1689. »Sein quecksilberartiger Geist,«
sagt Burnet, II. 4., »vertrug sich nicht gut mit dem Phlegma des
Königs.«
[2] +Clarendon's Diary, Oct. 10. 1689; Lords' Journals, Oct. 19. 1689.+
[3] +Commons' Journals, Oct. 24. 1689.+
[4] +Commons' Journals, Nov. 2. 1689.+
[5] +Commons' Journals Nov. 7. 19., Dec. 30. 1689.+ Es war damals
Regel des Hauses, daß keine Petition gegen die Auflegung einer Steuer
angenommen werden durfte. Diese Regel wurde nach einem sehr harten
Kampf im Jahre 1842 aufgehoben. Die Petition der Juden wurde nicht
angenommen und ist in den Protokollen nicht erwähnt. Etwas aber erfährt
man darüber in N. Luttrell's +Diary+ und in Grey's +Debates+ unterm
19. Nov. 1689.
[6] Jakob sagt in der nämlichen Schrift, in der er zu beweisen
versuchte, daß der Papst der Antichrist sei: »Ich für meine Person
würde, wenn dies jetzt noch ein fraglicher Punkt wäre, von ganzem
Herzen darein willigen, daß der Bischof von Rom den ersten Sitz habe.«
Jakob schrieb einen interessanten Brief über diesen Gegenstand an Karl
und Buckingham, als sie in Spanien waren. Heylyn sagt, als er von
Laud's Unterhandlung mit Rom spricht: »So daß also der Papst sich bei
uns in England mit einer Priorität anstatt einer Superiorität über die
Bischöfe, und mit einem Primat anstatt einem Supremat in denjenigen
Theilen des Christenthums begnügen sollte, welche meiner Ansicht nach
kein Mann von Bildung und Mäßigung ihm zuzugestehen sich gesträubt
haben würde.«
[7] +Stat. 1 W. & M. sess. 2. c. 2.+
[8] +Treasury Minute Book, Nov. 3. 1689.+
[9] +Commons' Journals+ und +Grey's Debates, Nov. 13. 14. 18. 19. 23.
28. 1689.+
[10] +Commons' Journals+ und +Grey's Debates, Nov. 26. 27. 1689.+
[11] +Commons' Journals, Nov. 28., Dec. 2. 1689.+
[12] +Commons' Journals+ und +Grey's Debates, Nov. 30., Dec. 2. 1689.+
[13] +London Gazette, Sept. 2. 1689.; Observations upon Mr. Walker's
Account of the Siege of Londonderry, licensed Oct. 4. 1689; Narcissus
Luttrell's Diary; Mr. J. Mackenzie's Narrative a False Libel, a Defence
of Mr. G. Walker written by his Friend in his Absence, 1690.+
[14] +Walker's True Account, 1689; An Apology for the Failures charged
on the True Account, 1689; Reflections on the Apology, 1689; A
Vindication of the True Account by Walker, 1689; Mackenzie's Narrative,
1690; Mr. Mackenzie's Narrative a False Libel, 1690; Dr. Walker's
Invisible Champion foyled by Mackenzie, 1690; Welwood's Mercurius
Reformatus, Dec. 4. 11. 1689.+ Der oxforder Herausgeber von Burnet's
Geschichte äußert sein Erstaunen über das Stillschweigen, das der
Bischof in Bezug auf Walker beobachtet. In dem Burnet'schen Manuscript,
Harl. 6584. befindet sich eine warme Lobrede auf Walker. Warum diese
nicht in der Geschichte vorkommt, vermag ich nicht zu sagen.
[15] +Commons' Journals Nov. 18. 19. 1689+ und +Grey's Debates.+
[16] +Wade's Confession, Harl. MS. 6845.+
[17] Siehe die Vorrede zur ersten Ausgabe seiner Memoiren, Vevay, 1698.
[18] »Oberst Ludlow, ein alter Oliverianer und einer von den Richtern
Karl's I., ist kürzlich aus der Schweiz in diesem Königreiche
angelangt.« +Narcissus Luttrell's Diary, Septbr. 1689.+
[19] +Third Caveat against the Whigs, 1702.+
[20] +Commons' Journals Nov. 6. 8. 1689.; Grey's Debates; London
Gazette, Nov. 18.+
[21] +»Omnia solum forti patria, quia patris.«+ Siehe Addison's
+Travels+. Es ist ein bemerkenswerther Umstand, daß Addison, obgleich
ein Whig, von Ludlow in einem Tone spricht, der sich besser für einen
Tory geziemt haben würde, und über die Inschrift als scheinheiliges
Geschwätz spottet.
[22] +Commons' Journals, Nov. 1. 7. 1689.+
[23] +Roger North's Life of Dudley North.+
[24] +Commons' Journals, Oct. 26. 1689.+
[25] +Lords' Journals, Oct. 26, 27. 1689.+
[26] +Commons' Journals Oct. 26. 1689.+
[27] +Commons' Journals, Oct. 26. 1689; Wood's Athenae Oxonienses;
Dodd's Church History VIII. II. 3.+
[28] +Commons' Journals, Oct 28. 1689+; die Prozeßverhandlungen findet
man in der +Collection of State Trials+.
[29] +Lords Journals, Nov. 2. 6. 1689.+
[30] +Lords' Journals, Dec. 20. 1689; Life of Dudley North.+
[31] Der Bericht befindet sich in den Protokollen der Lords vom
20. Dec. 1689. Hampden's Vernehmung fand am 18. Nov. statt.
[32] Dies geht meiner Ansicht nach klar hervor aus einem Briefe von
Lady Montague an Lady Russell, datirt vom 23. Dec. 1689, drei Tage nach
der Berichterstattung des Mordausschusses.
[33] +Commons' Journals, Dec. 14. 1689; Grey's Debates; Boyer's Life of
William.+
[34] +Commons' Journals, Dec. 21; Grey's Debates; Oldmixon.+
[35] +Commons' Journals, Jan. 2. 1689/90.+
[36] So müssen, wie ich glaube, einige bedeutsame Worte in einem Briefe
verstanden werden, den Wilhelm den Tag nach Sacheverell's kühnem und
unerwarteten Antrage an Portland schrieb. Wilhelm berechnet die Summe
der Geldbewilligungen und sagt dann: +»S'il n'y mettent des conditions
que vous savez, c'est une bonne affaire: mais les Wigges sont si
glorieux d'avoir vaincu qu'ils entreprendront tout.«+
[37] »Da die Autorität des Präsidentenstuhls, die Achtung und
Ehrfurcht vor der Ordnung und das geziemende Verfahren bei der Debatte
durch das ordnungswidrige und tumultuarische Benehmen des Hauses
unwiederbringlich verloren sind.« Sir J. Trevor an den König, im
Anhange zu Dalrymple's Memoiren, II. Thl. 4. Buch.
[38] +Commons' Journals, Jan. 18. 1689/90.+ Ich habe mein Möglichstes
gethan, um aus sehr lückenhaften Materialien einen Bericht über diesen
Kampf zusammenzustellen. Burnet's Erzählung enthält mehr Irrthümer als
Seiten. Er verließ sich offenbar auf sein Gedächtniß, und dieses war
ihm völlig untreu. Meine Hauptautoritäten sind die Protokolle; Grey's
Debatten; Wilhelm's Briefe an Portland; die Depeschen Van Citters';
+A Letter concerning the Disabling Clauses, lately offered to the
House of Commons, for regulating Corporations, 1690; The True Friends
to Corporations vindicated, in an answer to a letter concerning the
Disabling Clauses, 1690+; und +Some Queries concerning the Election
of Members for the ensuing Parliament 1690+. Letzterem Pamphlet ist
eine Liste Derer angehängt, welche für Sacheverell's Klausel stimmten.
Siehe auch +Clarendon's Diary, Jan. 10. 1689/90+, und den dritten Theil
des +Caveat against the Whigs, 1712+. Wilhelm's Brief vom 10. Januar
schließt folgendermaßen. (Es war erst die Nachricht von der ersten
Abstimmung nach Kensington gelangt.) +»Il est à présent onze eures de
nuit, et à dix eures la Chambre Basse estoit encore ensemble. Ainsi
je ne vous puis escrire par cette ordinaire l'issue de l'affaire. Les
previos questions les Tories l'ont emporté de cinq vois. Ainsi vous
pouvez voir que la chose est bien disputée. J'ay si grand somiel, et
mon toux m'incomode que je ne vous en saurez dire davantage. Jusques à
mourir à vous.«+
In der nämlichen Nacht schrieb Van Citters an die Generalstaaten. Er
sagt die Debatte sei sehr heiß gewesen. Die Absicht der Whigs, die
er die Presbyterianer nennt, habe in nichts Geringerem bestanden,
als ihre Gegner von allen Aemtern auszuschließen und sich in den
ausschließlichen Besitz der Macht zu bringen.
[39] +Commons' Journals, Jan. 11. 1689/90.+
[40] +Narcissus Luttrell's Diary, Jan. 16. 1690;+ Van Citters an die
Generalstaaten, 21. (31.) Januar.
[41] +Commons' Journals, Jan. 16. 1689/90.+
[42] +Roger North's Life of Guildford.+
[43] Siehe den Bericht über den Prozeß in der +Collection of State
Trials.+
[44] +Commons' Journals, Jan. 20. 1689/90; Grey's Debates, Jan. 18. 20.+
[45] +Commons' Journals, Jan. 21. 1689/90.+ An dem nämlichen Tage
schrieb Wilhelm von Kensington an Portland: +»C'est aujourd'hui le
grand jour à l'éguard du Bill of Indemnité. Selon tout ce que je puis
aprendre, il y aura beaucoup de chaleur, et rien déterminer; et de
la manière que la chose est entourré, il n'y a point d'aparence que
cette affaire viene à aucune conclusion. Et ainsi il se pouroit que
la cession fast fort courte; n'ayant plus d'argent à espérer; et les
esprits s'aigrissent l'un contre l'autre de plus en plus.«+ Drei Tage
später schrieb Van Citters an die Generalstaaten, daß die Aufregung
wegen der Indemnitätsbill sehr groß sei.
[46] Burnet II. 39; Handschriftliches Memoir von dem ersten Lord
Lonsdale unter den +Mackintosh Papers+.
[47] +Burnet II. 40.+
[48] +Narcissus Luttrell's Diary+, Januar, Februar.
[49] Wilhelm an Portland, 10. (20.) Jan. 1690. +»Les Wiges ont peur
de me perdre trop tost, avant qu'ils n'ayent fait avec moi ce qu'ils
veulent: car, pour leur amitié, vous savez ce qu'il y a à compter
là-dessus en ce pays icy.«+
+14. (24.) Jan. -- »Me voilà le plus embarassé du monde, ne sachant
quel parti prendre, estant toujours persuadé que, sans que j'aille
en Irlande, l'on n'y faira rien qui vaille. Pour avoir du conseil en
cette affaire, je n'en ay point à attendre, personne n'ausant dire ses
sentimens. Et l'on commence déjà à dire ouvertement que ce sont des
traitres qui m'ont conseillé de prendre cette résolution.«+
+21. (31.) Jan. »Je n'ay encore rien dit,«+ -- dem Parlamente, meint
er, -- +»de mon voyage pour l'Irlande. Et je ne suis point encore
déterminé si j'en parlerez, mais je crains que nonobstant j'aurez une
adresse pour n'y point aller; ce qui m'embarasserez beaucoup, puis que
c'est une nécessité absolue que j'y aille.«+
[50] Wilhelm an Portland, 28. Jan. (7. Febr.) 1690. Van Citters an
die Generalstaaten von dem nämlichen Tage; +Evelyn's Diary; Lords'
Journals, Jan. 27.+ Ich will Wilhelm's eigene Worte anführen: +»Vous
voirez mon harangue imprimée: ainsi je ne vous en direz rien. Et pour
les raisons qui m'y ont obligé je les reserverez à vous les dire
jusques à vostre retour. Il semble que les Tories en sont bien aise,
mais point les Wiggs. Ils estoient tous fort surpris quand je leur
parlois, n'ayant communiqué mon dessin qu'à une seule personne. Je vis
de visages long comme une aune, changé de couleur vingt fois pendant
que je parlois. Tous ces particularités jusques à vostre heureux
retour.«+
[51] +Evelyn's Diary; Clarendon's Diary, Feb. 9. 1690+; Van Citters an
die Generalstaaten 31. Jan. (10. Febr.); Lonsdale-Manuscript, citirt
von Dalrymple.
[52] +Narcissus Luttrell's Diary.+
[53] +Clarendon's Diary, Febr. 11. 1690.+
[54] Van Citters an die Generalstaaten, 14. (24.) Febr. 1690; +Evelyn's
Diary+.
[55] Wilhelm an Portland, 28. Febr. (10. März) 1690; Van Citters an die
Generalstaaten, 4. (14.) März; +Narcissus Luttrell's Diary.+
[56] Van Citters, 11. (21.) März; 1689/90; +Narcissus Luttrell's Diary.+
[57] Van Citters an die Generalstaaten 11. (21.) März 1689/90.
[58] Die Stimmen waren: für Sawyer 165, für Finch 141, für Bennet, von
dem ich vermuthe, daß er ein Whig war, 87. An der Universität giebt
jeder Abstimmende sein Votum schriftlich ab. Eines der bei dieser
Gelegenheit abgegebenen Voten lautete: +»Henricus Jenkes, ex amore
justitiae, eligit virum consultissimum Robertum Sawyer.«+
[59] Van Citters an die Generalstaaten, 18. (28.) März 1690.
[60] Es ist ergötzlich, wie ausländische Tagesschriftsteller, welche
den wirklichen Zustand der Dinge in England nicht kannten, die
Wichtigkeit Johann Hampden's, dessen Namen sie nicht einmal richtig
schreiben konnten, übertrieben. In einem französischen Gespräch
zwischen Wilhelm und dem Schatten Monmouth's sagt Wilhelm: +»Entre ces
membres de la Chambre Basse étoit con certain homme hardy, opiniâtre
et zélé à l'excès pour sa créance; on l'appelle Embden également
dangereux par son esprit et par son crédit ... Je ne trouvay point de
chemin plus court pour me délivrer de cette traverse que de casser le
parlement, en convoquer un autre, et empescher que cet homme, qui me
faisoit tant d'ombrages, ne fust nommé pour un des deputez au nouvel
parlement.«+ -- +»Ainsi,«+ sagt hierauf der Geist, +»cette cassation de
Parlament qui a fait tant de bruit et a produit tant de raisonnemens
et de spéculations, n'estoit que pour exclure Embden. Mais s'il estoit
si adroit et si zélé, comment as-tu pu trouver le moyen de le faire
exclure du nombre des deputez?«+ Auf diese sehr verständige Frage
antwortet der König: +»Il m'a fallu faire d'étranges manoeuvres pour en
venir à bout.«+ -- +L'Ombre de Monmouth, 1690.+
[61] +»A présent tout dépendra d'un bon succès en Irlande, et à quoy
il faut que je m'aplique entièrement pour régler le mieux que je puis
toutte chose ... Je vous asseure que je n'ay pas peu sur les bras,
estant aussi mal assisté que je suis.«+ Wilhelm an Portland, 28. Jan.
(7. Febr.) 1690.
[62] Van Citters, 14. (24.) Febr. 1689/90, +Memoir of the Earl
of Chesterfield, by himself+; Halifax an Chesterfield, 6. Febr.;
Chesterfield an Halifax, 8. Febr. Der Herausgeber der Briefe des
zweiten Earls von Chesterfield hat sich im Datum dieser Correspondenz
um ein Jahr geirrt, weil er die Veränderung der Zeitrechnung nicht
beachtete.
[63] Van Citters an die Generalstaaten, 11. (21.) Febr. 1690.
[64] Eine sonderbare Eigenthümlichkeit seiner Constitution wird in
einer wenige Monate nach seinem Tode erschienenen Schilderung von ihm
erwähnt. Siehe das Werk betitelt: +»Lives and Characters of the most
Illustrious Persons, British and Foreign, who died in the year 1712.«+
[65] Monmouth's Pension und das gute Einvernehmen zwischen ihm und dem
Hofe werden in einem Briefe von einem jakobitischen Agenten in England
erwähnt, der sich in den Archiven des französischen Kriegsministeriums
befindet. Er ist datirt vom 8. (18.) April 1690.
[66] Die Schenkungen von Grundeigenthum, welche Delamere erhielt,
werden von Narcissus Luttrell erwähnt. Aus dem Briefbuche des
Schatzamts geht hervor, daß Delamere auch nach seinem Rücktritt noch
beständig die Regierung um Geld anging. Bezüglich seines allgemeinen
Characters darf man sich nicht auf die Schilderungen der Satyriker
verlassen. Seine eigenen Schriften aber sowie die Eingeständnisse des
Geistlichen, der seine Grabrede hielt, beweisen, daß sein Character
nicht der sanfteste war. Clarendon bemerkt (17. Dec. 1688), daß eine
Kleinigkeit hinreichte, um Lord Delamere aufzubringen. In einem
Gedicht, betitelt: +The King of Hearts+, wird Delamere geschildert als
»Nie zufrieden, selbst wenn Andren vorgezogen.«
Sein Gedicht bot der Satyre Stoff:
»Sein Blick verräth ein schwaches Hirn,
Es thront der blasse Neid auf seiner Stirn.«
[67] Ich habe mein Urtheil über Lowther hauptsächlich nach zwei von
ihm verfaßten Abhandlungen gebildet, von denen die eine zwar gedruckt,
meines Wissens aber nicht in den Buchhandel gekommen ist. Eine Copie
der andren befindet sich unter den Mackintosh-Handschriften. Einiges
habe ich auch gleichzeitigen Satyren entlehnt. Daß Lowther nur zu
bereitwillig war, sein Leben in Zweikämpfen aufs Spiel zu setzen, wird
durch die Thatsache genügend bewiesen, daß er, als er erster Lord des
Schatzes war, die Herausforderung eines Zollbeamten annahm, den er
abgesetzt hatte. Es fand ein Zweikampf statt und Lowther wurde schwer
verwundet. Der Vorfall ist in Luttrell's Tagebuche vom April 1690
erwähnt.
[68] Burnet II. 76.
[69] +Roger North's Life of Guildford.+
[70] Bis einige Jahre nach dieser Zeit war immer das vornehmste
Mitglied des Staatsraths erster Lord des Schatzes. So nahmen Monmouth,
Delamere und Godolphin ihre Stellen nach der Rangordnung ein, in der
sie als Peers standen.
[71] Die Dedication wurde jedoch für zu überschwenglich gehalten. »Das
Einzige,« pflegte Pope zu sagen, »was er seinem philosophischen Meister
nie vergeben konnte, war die Widmung zu dem Essay.« -- +Ruffhead's Life
of Pope+.
[72] Van Citters an die Generalstaaten, 23. April (5. Mai) 1690;
+Narcissus Luttrell's Diary; Treasury Letter Book, Feb. 4. 1689/90.+
[73] Dieser +Dialogue between a Lord Lieutenant and his Deputies+
findet sich nicht in der Sammlung von Warrington's Schriften, welche im
Jahre 1694 wie es scheint mit Genehmigung seiner Familie erschien.
[74] Van Citters an die Generalstaaten 18. (28.) März, 4. (14.) April
1690; +Narcissus Luttrell's Diary; Burnet II. 72.; The Triennial Mayor,
or the Rapparees, a Poem, 1691+. Der Dichter sagt von einem der neuen
Civilbeamten:
Sein Anspruch auf Gewissen muß wohl schwinden,
Da seinen Namen wir in einer blut'gen Jury finden
Die einen Publius erwürgt wie einen Schurken.
[75] +Treasury Minute Book, Feb. 5. 1689/90.+
[76] Van Citters, 11. (21.) Febr., 14. (24.) März, 18. (28.) März 1690.
[77] Van Citters, 14. (24.) März; 1690. Die Predigt ist noch vorhanden.
Sie wurde in der Bowkirche vor dem Collegium der Aldermen gehalten.
[78] +Welwood's Mercurius Reformatus, Febr. 12. 1690.+
[79] +Commons Journals', March 20, 21, 22. 1689/90.+
[80] +Commons Journals', March 28. 1690, March 1, 20. 1688/89.+
[81] +Grey's Debates, March 27, 28. 1690.+
[82] +Commons' Journals, March 28. 1690.+ Einen sehr klaren und genauen
Bericht über die Art und Weise, wie das Einkommen festgestellt wurde,
übersandte Van Citters unterm 7, (17.) April 1690 den Generalstaaten.
[83] Burnet II. 43.
[84] In einem damaligen Spottgedicht kommen folgende Zeilen vor:
O glücklich Paar, in ihrem Leben
Wird's keine Spur von Zwietracht geben;
Ihr Seelenheil verkaufen sie zur Stelle,
Lohnt Geldgewinn dafür, der Hölle.
+The Female Nine, 1690.+
[85] Swift erwähnt den Mangel an Gastfreundschaft und Prunk in ihrem
Haushalte. +Journal to Stella, Aug. 8. 1711.+
[86] +The Duchess of Marlborough's Vindication.+ Die Herzogin war
jedoch eine so freche Lügnerin, daß man ihr nicht glauben darf, außer
wenn sie sich selbst anklagt.
[87] Siehe +The Female Nine.+
[88] +The Duchess of Marlborough's Vindication.+ Mit der
gewohnheitsmäßigen Ungenauigkeit, die es selbst da wo sie gar keinen
Grund zu lügen hat, nothwendig macht, jedes von ihr geschriebene Wort
mit Argwohn zu lesen, creirt sie Shrewsbury zum Herzog und titulirt ihn
»Ew. Gnaden.« Er wurde erst 1694 zum Herzog ernannt.
[89] +Commons' Journals, Dec. 17. 18. 1689.+
[90] +Duchess of Marlborough's Vindication.+
[91] Van Citters, 8. (18.) April 1690.
[92] Van Citters, 8. (18.) April; +Narcissus Luttrell's Diary.+
[93] +Lord's Journals, April 8. 10. 1690; Burnet II. 41.+
[94] Van Citters, 25. April (5. Mai) 1690.
[95] +Commons' Journals, April 8. 9. 1690; Grey's Debates; Burnet II.
42.+ Van Citters erwähnt in einem Briefe vom 8., daß man einen heißen
Kampf im Unterhause erwarte.
[96] +Commons' Journals, April 24. 1690; Grey's Debates.+