»Du grober Ding du ...«, jammerte sie, »die Pepi suzelt mich an der

Brust und deshalb hab' ich so hupfen müssen ...«

»Hör zu suzeln auf ...«, befahl er mir, und zu seiner Frau gewendet

schimpfte er weiter: »Das sind Ausreden ..., immer probierst du, ob du

mit dem Albert nicht pudern kannst ..., ich weiß schon ...«

»Laß mich gehen ...«, schalt sie, »es ist kein Wunder, daß man sich

rührt, wenn einem so ein dicker Schweif angesetzt wird ...«

»Na, na ...«, meinte er, »du wirst's erwarten können ..., ich mach'

dir's dann gleich.«

Damit verschwand er hinter seinem Tuch. Eins, zwei, und er war fertig.

»So«, meinte er, »ich muß in die Dunkelkammer ..., aber das sag' ich

dir ..., wenn du dich unterstehst und machst was ..., derschlag ich

dich ...«

Er ging in einen Nebenraum.

»Jesus ...«, seufzte Melanie, »das ist mir eine Marter immer ...«

Albert meinte lächelnd: »Ich hätt' auch nichts dagegen, wenn ich mir's

schon kommen lassen könnt.«

»Mein lieber, süßer Albert ...«, flüsterte sie, »möchst du mich nicht

einmal pudern?«

»O ja ...«, antwortete er, »sehr gern möcht' ich's ..., aber es geht

nicht ...«

»O Gott, o Gott«, jammerte sie zu mir, »du glaubst gar nicht, wie gern

ich den Burschen hab' ..., du glaubst gar nicht, wie ich mir das

wünsche, daß er mich einmal, ein einzigesmal vögeln möcht' ...«

»Na, warum tun Sie's denn nicht?« fragte ich erstaunt.

»Es geht ja nicht ...«, klagte sie.

»Jetzt«, schlug ich vor, »machen Sie's g'schwind jetzt ...«

»O je ...«, sie schüttelte den Kopf, »das möcht' er ja gleich sehen ...«

»Wieso?«

Sie deutete auf die Tür, durch die Capuzzi verschwunden war.

»Durch das gelbe Glas durch, da sieht er alles ...«

Ich bemerkte jetzt erst die kleine dunkle Scheibe, die in die Tür

eingelassen war.

»Das ist es ja«, sagte sie tief bedauernd, »zwei Monate arbeiten wir

schon so ..., was Albertl ...? Seit zwei Monaten spür' ich seinen

Schweif ..., hab' ihn in der Hand und im Mund und zwischen der Brust,

und in der Fut, und im Arsch ..., und überall ..., immer nur das

Spitzel ..., immer nur den Anfang ..., man möcht' verrückt werden ...«

Albert pflichtete ihr bei: »Dös ist nicht recht ..., wenn er nicht will,

daß ich seiner Frau was mach', soll er mir's nicht herlegen ...«

»Natürlich«, stimmte ich zu, »das ist gemein ...«

»Nicht wahr ...«, meinte er. »Nackend laßt er mich's anschauen. Und bei

den Duteln laßt er mich's nehmen ..., und die Fut kenn' ich schon so,

als hätt' ich's sechzigmal gefickt ..., und nie hab' ich was machen

dürfen ..., das gibt's ja nicht ...«

»Wie hast du dir's denn kommen lassen?« erkundigte ich mich.

Er wurde rot und schwieg.

»G'wiß hast dir's selber herunterg'rissen ...?«

»Ah nein ...«, sagte er verlegen.

»Na, wie denn?« forschte ich weiter.

»Auf italienisch ...«, sagte Melanie lachend.

»Wie ist das?« fragte ich neugierig.

»Wirst es schon sehen ...«, sagte sie, »vielleicht photographiert ihn

mein Mann wieder einmal dabei ...«

Capuzzi kam heraus: »Die eine Stellung ist verpatzt«, sagte er, »die muß

noch einmal gemacht werden ...«

»Welche denn?«

»Die letzte ..., da bist du schuld ...«, knurrte er seine Frau an, »weil

du gewackelt hast ...«

Sie legte sich noch einmal hin. Albert steckte ihr nochmals seine

Schwanzspitze hinein. Ich nahm sie nochmals bei der Brust. Als er

»Fertig« rief, begann er ungeniert zu remmeln. Nur drei, vier Stöße,

aber sie waren so heftig, daß Melanie aufschrie: »Jesus, Maria ...«

Capuzzi schleuderte ihn mit einem Griff weg, daß er beinahe umgefallen

wäre. Aber Albert lachte verschmitzt. »Ich vögel' sie doch einmal ...«,

sagte er dabei.

»Nie«, schrie Capuzzi wütend.

Melanie aber kreischte: »So komm doch du wenigstens her ..., ich halt's

ja nicht aus.«

Capuzzi schäumte: »Da soll man arbeiten ..., und was

zusammenbringen ..., erst recht nicht ..., wart ...«

Melanie griff sich mit den Fingern an der Spalte herum: »Komm her ...,

komm her, oder ich ruf' den Albert ...«

»Schaut's, daß ihr hinauskommt's ...«, herrschte Capuzzi mir und Albert

zu.

Wir ließen uns das nicht zweimal sagen, und schlüpften ins

Ankleidezimmer, wo wir uns gleich auf die Erde warfen.

»Ah ...«, sagte Albert, »ich bin froh, daß du da bist ..., ich bin

froh ..., da kann ich wenigstens einmal ordentlich pudern ..., ah ...,

gib's her ..., da brauch' ich's mir nicht so kommen lassen ..., wie

sonst ..., ah ..., eine gute kleine Fotz hast du ..., so ist's gut ...,

rühr' dich nur ..., wart ..., wart ..., die Dutel ..., so ..., ich küss'

dir die Dutelwarzeln ..., fest ..., ja ...«

»Ich wart' auch schon die ganze Zeit darauf ...«, rief ich, »das macht

mich so geil ..., das probieren ..., fester ..., ah ..., gut is dein

Schweif ..., so lang ..., und so warm ..., fester, ja ... spritz ...,

spritz nur ..., ah ..., wie wohl ..., noch? Ah ..., zweimal ist mir's

gekommen.«

Wie wir fertig waren, hörten wir noch drinnen Capuzzi und Frau einander

bearbeiten. »Nein ..., nein ...«, flüsterte sie, »... noch nicht

spritzen ..., noch nicht ..., ich hab' noch nicht genug ..., noch

mehr ..., gib mir mehr ...«

Er brummte: »Was ..., du möchst aber doch lieber den Albert ..., was?«

-- »Ich scheiß' auf ihn ...«, quakte sie deutlich genug, »du bist mir

der liebste ..., fick nur ..., gib mir deinen Mund ..., deine Zunge,

ach, ach ...« Das andere war nur ein Geröchel.

Dann fragte Herr Capuzzi wieder: »Darf ich jetzt spritzen ...? Du machst

mich so hin ..., ach ..., deine Brüste ..., kann ich jetzt?«

Und sie: »Ja ..., spritz nur ..., jetzt ..., so ..., und jetzt kann der

Albert herumwetzen, wie viel er will ..., jetzt reizt er mich nicht

mehr ..., ah ..., ah ..., das ist süß ...«

»Warum reizt er dich denn?« fragte Capuzzi eifersüchtig.

Sie waren beide fertig und plauschten noch.

»Aber er reizt mich doch nicht«, beschwichtigte ihn seine Frau, »wenn er

mit seiner Nudel da ist, oder wenn ich ihn in den Mund nehm, oder wenn

er mich schleckt, dann denk' ich ja nur an dich ..., der Albert ist mir

wurscht ...«

Albert lachte: »Schmarn«, sagte er, »sie lügt ihm ja was vor ..., du

hast ja genau gehört, wie sie auf mich geil ist ..., sie hat uns es ja

selbst gesagt ...«

»Freilich«, bestätigte ich ihm. »Aber warum hast du sie nicht schon

längst einmal gepudert ..., das müßte doch möglich sein?«

»Es ist unmöglich ...«, erklärte Albert.

»Warum ...?«

»Weil der Kerl zu viel aufpaßt ...«

»Aber wenn er nicht zu Haus ist ...?« meinte ich.

»Ah was ...«, Albert schüttelte den Kopf. »Der ist schlau, man weiß ja

nie, wo er ist ..., und jeden Augenblick kann er da sein.«

»Na, und wenn schon ...«, lachte ich.

Albert wurde ernst: »Das ist nicht so ..., der derschlagt mich und

sie ..., das ist er imstand ..., der Katzelmacher, der! Der hat mehr

Kraft als ich ...«

»Aber geh«, meinte ich zweifelnd.

»Wart nur ...«, sagte Albert, »bis du den einmal nackend siehst ...«

»Wieso?«

»Na«, erklärte er mir, »manchmal laßt er sich von der Frau

photographieren.«

»So ...? Das sollt' er jetzt mit mir tun ...«, wünschte ich.

»Weißt du ...«, fragte Albert, »wie oft der seine Frau vögelt alle Tag?«

»Na, wie oft denn?«

»So sieben- bis achtmal, meine Liebe ...«

»Da könnt' sie wohl genug haben ...«, entschied ich.

»Freilich«, meinte Albert, »aber er ist ihr schon zu fad ...«

Wir wurden wieder hereingerufen.

»Eine neue Gruppe ...«, sagte Capuzzi. Er war im Hemd und in Unterhosen

und hatte ein erhitztes Gesicht. Melanie hatte rote Flecken auf der

Brust, rote Ohren, aber sie lachte befriedigt und ihre Augen glänzten.

»O je«, lachte sie, »die zwei haben's auch gemacht.« Und sie ergriff

Alberts herabhängenden Wedel, und zeigte ihn ihrem Mann.

Dann kam sie zu mir und flüsterte mir zu: »War's gut?«

»Wunderbar«, gab ich zurück, um ihr Lust zu machen, »der kann's.«

»Ja, was tun wir denn?« meinte Capuzzi, »wenn er dem Albert nicht mehr

steht ...?«

»Produzier halt du dich ...«, riet ihm Melanie, »werd' ich dich

photographieren.«

Capuzzi streifte die Kleider ab, und ich verschaute mich in eine riesige

Brust, die ganz dicht behaart war, in seine fabelhaften Arme, und in die

kolossale Rübe, die schwankend und ganz dunkelfarbig unter seinem Bauch

aufwuchs.

Er kam auf mich zu, aber Melanie rief: »Halt ..., das gibt es nicht ...,

mach die Buserantenstellungen mit dem Albert, aber laß das Mädel

gehn ...«

»Die Buseranteng'schichten haben wir schon ...«, sagte er, »da wär's

schad um die Platte.«

»Ich will nicht, daß du mit dem Mädel da ...«, keifte sie.

»Lächerlich«, meinte Capuzzi, »wenn ich dich mit dem Albert markieren

lass' ..., werd' ich doch mit der Pepi markieren dürfen ...«

»Nein«, rief Melanie eigensinnig, »du wirst geil auf sie.«

»Keine Spur ...«, verteidigte er sich, »höchstens ...«, fügte er hinzu,

»höchstens ..., mach' ich's dir noch einmal ...«

Das paßte ihr: »Aber nur markieren ...«, gebot sie.

Ich legte mich auf das Bänkchen und mußte die Füße sehr weit spreizen,

damit er dazwischen könne.

»Ah nein«, sagte Capuzzi, »das machen wir so!« Und er hob meine Beine

hoch in die Höhe, daß die Knöchelgelenke auf seinen Schultern lagen.

»Jetzt«, rief er seiner Frau zu, und schob mir seinen Riesenklöppel bis

über die Eichel hinein.

»Nicht so tief ...«, schrie Melanie, »nicht so tief.«

Ihr Verbot war überflüssig, denn was ich bei mir hatte, füllte mich

ohnehin beinahe aus. Dazu kam noch, daß Capuzzis Schweif nicht ganz

steif war, als er ihn bei mir einführte. Erst in meiner Höhle erholte er

sich von der eben absolvierten ehelichen Strapaze wieder, und ich hatte

den Genuß zu spüren, wie er größer und größer wurde. Das ersetzte mir

die Bewegungslosigkeit, die vom Markieren herkam.

»Fertig«, meldete Frau Melanie.

Er ließ mich los und arrangierte eine andere Gruppe. Das heißt, er

setzte sich in einen Stuhl, nahm mich auf seinen Schoß, aber so, daß ich

mit dem Rücken an seiner Brust lehnte, und mit dem Gesicht in den

Apparat schaute. Mit den Händen fuhr er mir unter den Achseln durch und

umpreßte meine Duteln, und seine Rübe pflanzte er in meinen Garten. Ich

wollte auf- und niederwetzen, aber er flüsterte mir zu: »Nicht

jetzt ...«

»Fertig«, rief die Frau aus dem Apparat hervor.

Eine dritte Gruppe sollte gebildet werden, aber da man dazu den Albert

gebraucht hätte, und seine Stange absolut nicht aufzurichten war, so

wurde die Sache auf ein anderesmal verschoben. Capuzzi bestellte mich

auf den übernächsten Tag, gab mir fünf Gulden und entließ mich.

Ich ging in die Stadt. Am Graben traf ich die Zenzi und ging mit ihr ihn

die Schönlaterngasse, um ihr das verdiente Geld zu zeigen und die Sache

mit dem Photographen zu erzählen. Sie hatte inzwischen niemanden gehabt.

Meine Schilderung von den verschiedenen Gruppen und Stellungen regte sie

sichtlich auf.

»Fix Laudon ...«, rief Zenzi, sich auf das Sofa werfend, »Fix

Laudon ..., von dem Reden bin ich so viel aufgeregt ..., wenn ich nur

jetzt pudern könnt' ...«

Und in diesem Punkt war ich ihrer Ansicht. Ich kroch zu ihr aufs Sofa.

Zenzi lag da und hatte glänzende Augen und ihre Brüste bebten. Sie kam

mir heute überhaupt anders vor als gewöhnlich. Lang nicht so willenlos

und so gefügig, wie zu Hause. Ich legte mich zu ihr und wir spielten uns

gegenseitig mit unseren Duteln eine Zeitlang. Ich wollte mich schon auf

sie hinaufschwingen, als sie mich mit dem Ausruf: »Äh ..., das ist ja

nix ...«, fortstieß und in die Küche hinausrief: »Sagen S' Frau

Böck ..., ist der Karl nicht da?«

Die Alte öffnete die Tür: »Ja, der Karl ist da ..., was wollen S' denn

von ihm?«

»Rufen S' ihn nur herein ...«, sagte Zenzi.

»Was wollen S' denn?« beharrte die Alte.

»Fragen S' nicht«, sagte Zenzi so befehlhaberisch, wie ich sie noch nie

gehört hatte. Ich lernte überhaupt neue Seiten an ihr kennen. »Fragen S'

nicht, sondern rufen S' ihn!«

Die Alte verschwand.

»Wer ist denn der Karl ...?« fragte ich.

»Na derer Alten ihr Enkel ist er«, erklärte mir Zenzi, indem sie aus

ihrem Kleid was herausnahm, und sich wieder auf das Sofa legte.

»Und was willst du von ihm ...?«

»Vögeln soll er ...«, sagte sie glühend.

Die Türe ging auf und ein junger Mensch von sechzehn oder siebzehn

Jahren kam herein. Er war sehr hübsch, hatte feine Züge, aber sie waren

von der Magerkeit verschärft und gespitzt, und der ganze Bursch sah

verkommen aus. Er rauchte eine Zigarette, grinste, als er uns sah, und

ich mußte an die saubere Gesellschaft denken, die immer mit der

Burgmusik läuft.

»Servus Karl ...«, sagte Zenzi, »da hast einen Gulden ..., mach mir's

einmal.« Karl kam zum Sofa herangeschlendert, nahm den Gulden, besah ihn

von allen Seiten, steckte ihn ein, und begann nachlässig mit der Brust

von Zenzi zu spielen. Dabei schaute er mich prüfend an.

»Besinn dich nicht so lang ...«, rief Zenzi.

Er knöpfte die Hose auf, und Zenzi stieß mich an: »Schau dir die Nudel

an, die der Bursch hat ..., so was gibt's nicht ...«

Karl grinste mir zu, und ich richtete mich auf, um seinen Nothelfer zu

begutachten. Aber Gott steh mir bei, so was hatte ich wirklich noch

nicht gesehen. Bis auf den Nabel und höher hinauf noch reichte dieser

Balken, und hatte eine Dicke, die ihn beängstigend machte. Der Kopf

allein war größer, als bei anderen der ganze Stempel.

»Na«, meinte Zenzi, »der ist doch einen Gulden wert ...?«

Karl warf die Zigarette weg, und legte sich auf Zenzi.

»In Gottes Namen ...«, sagte er.

Zenzi rutschte hin und her unter ihm und bat: »So komm doch ..., komm!«

»Steck dir'n selber hinein ...«, brummte er grob.

Zenzi fuhr mit den Händen hin, und brach gleich darauf in wollüstiges

Kreischen aus: »Ach ..., ach, fickerl mich ..., nicht so fest ...,

ach ..., mir kommt's ..., ach ..., mein lieber Karl ..., dich hab' ich

gern ..., bei dir möcht' ich bleiben ..., Bester ...«

»Ich pfeif' auf dich ...«, zischte er, während er seine Kanone rasch

hin- und herschob. Zenzi bäumte sich unter ihm: »Was fickst mich denn

dann?« keuchte sie. Er stieß zu und antwortete: »Weilst ein Gulden

gibst ..., wenn mir die Großmutter ein' Gulden gibt, vögel ich sie

auch ...«

Zenzi arbeitete mit ihrem ganzen Aufgebot und Karl stieß in sie hinein,

als sei er beleidigt worden. Mich regte die Sache so auf, daß ich mir es

auch zu überlegen anfing, ob ich einen Gulden zahlen solle.

Aber Karl machte dem Dilemma ein Ende, indem er sich sofort empfahl,

nachdem seine Aufgabe erledigt war.

»Bleib da ...«, bat ihn Zenzi.

»Laß mich aus ...«, sagte er grob.

»Warum willst denn nicht noch ein bissel bei mir bleiben?«

»Weil du mir zu fad bist ...«, antwortete er. »Servus ...«, und er

verschwand.

Zenzi nahm ein Glas vom Tisch und schleuderte es hinter ihm her:

»Strizzi ..., elender ...«, schrie sie. Das Glas sprang am Türfutter in

Scherben. Zenzi weinte.

Ich hatte sie nie vorher so gesehen. »Das ist der einzige ..., der

einzige ..., den ich gern hab' ..., den Lumpen den ...«, schluchzte sie,

»und ich lass' mich auch nimmer von ihm vögeln ..., was hab' ich denn

davon ...?«

Ganz erstaunt fragte ich sie: »Und der Rudolf ...?«

»Ah was, der Rudolf«, zuckte sie die Achsel.

Ich: »Du hast doch den Rudolf so gern ..., du machst doch alles was er

will ...«

Zenzi: »Mit dem Rudolf ist das was anderes ..., der könnt' mein Vater

sein ..., verliebt bin ich nicht ...«

Ich: »Ja, aber ..., du sagst doch immer zu ihm, daß es dir nur immer bei

ihm kommt ..., daß er es am besten macht ...«

Zenzi: »Was sagt man nicht alles, wenn man die Eichel drin hat ..., ich

hab' doch von dir auch gehört, was du zu deinem Vater sprichst, wenn er

auf dir liegt, und es kommt dir grad ...«

Ich: »Das ist freilich wahr.«

Zenzi: »Ich bitt' dich, mit Rudolf bin ich jetzt acht Jahr beisammen ...«

Ich: »Was? Du bist ja im ganzen erst fünfzehn Jahr alt ...«

Zenzi: »Ja ..., das macht's. Meine Mutter war die Geliebte von

Rudolf ..., und wie sie an der Auszehrung gestorben ist, war ich allein,

und der Rudolf hat mich zu sich genommen ...«

Ich: »Als Geliebte ...?«

Zenzi: »Nein ..., im Anfang hab' ich in seinem Kabinett auf dem Erdboden

geschlafen ..., und war noch froh ..., ich hab' mich vor dem Waisenhaus

gefürchtet.«

Ich: »Warum denn?«

Zenzi: »Was weiß ich ..., die Mutter hat immer geweint, wie's im Spital

war, und hat gesagt: `Wenn ich stirb', kommt das arme Kind ins

Waisenhaus ...´«

Ich: »Wo warst du denn, wie die Mutter im Spital war ...?«

Zenzi: »Beim Rudolf. Die Mutter war ja früher auch bei ihm. Sie hat ja

mit ihm gelebt ...«

Ich: »Und dein Vater ...?«

Zenzi: »An den kann ich mich gar nicht mehr erinnern ..., der ist

gestorben ..., wie ich zwei Jahre alt war.«

Ich: »Na und weiter?«

Wir saßen noch immer nackt auf dem Sofa, und streichelten uns unsere

Brüste. Zenzi hatte sich ein wenig beruhigt, und es war ihr offenbar

angenehm, sich mir völlig anzuvertrauen. Sie berichtete: »Der Rudolf hat

dann der Mutter versprochen, er nimmt sich meiner an, und ich darf bei

ihm bleiben ..., immer. Da ist dann die Mutter leichter gestorben.«

Ich: »Das glaub' ich.«

Zenzi: »Na, und so bin ich halt ein paar Monat auf der Erd gelegen, und

der Rudolf hat im Bett geschlafen.«

Ich: »Und dann ist's losgegangen, was?«

Zenzi: »Nicht sogleich. Erst hat er mich ins Bett gerufen ..., ich

brauch' nicht auf der Erden liegen, hat er gesagt.«

Ich: »Hat er dich zuerst nicht angerührt?«

Zenzi: »O ja. Wie ich mich zu ihm gelegt hab', hat er mir gleich das

Hemd aufgehoben, und hat seinen Finger in meine Spalte gelegt, und hat

mich überall gestreichelt ...«

Ich: »Was hast du dir denn dabei gedacht?«

Zenzi: »Nichts.«

Ich: »War's dir angenehm ...?«

Zenzi: »O ja ... weißt du ..., er hat so ganz leise ..., so ganz stad

gestreichelt ..., das war schon gut ...«

Ich: »Aber verstanden hast du nicht, was das ist, was?«

Zenzi: »Wieso denn nicht? Ich hab' sehr gut gewußt, was das bedeutet,

denn ich hab' ja oft in der Nacht gehört, wenn der Rudolf über der

Mutter war.«

Ich: »So? Und was hat er dann noch getan ...?«

Zenzi: »Die ersten Nächte nichts ... da hat er mich nur gestreichelt ...«

Ich: »Aber davon kommt's ihm ja doch nicht ...?«

Zenzi: »Dann hat er mir seinen Schweif in die Hand gegeben ...«

Ich: »Und du ...?«

Zenzi: »Der Rudolf hat damals gleich zu mir gesagt: `Zenzi´, hat er

gesagt, `jetzt bist du meine Geliebte. Du darfst niemandem was sagen,

und du wirst sehen, es wird dir gutgehen.´«

Ich: »War dir das recht?«

Zenzi: »O ja. Das war mir schon recht, und dann war ich auch stolz

darauf, daß ich schon so einen Geliebten hab'. Und dann hab' ich mich

gefreut, daß es mir gutgehen wird; denn ich hab' als Kind so oft nichts

zu essen gehabt.«

Ich: »Dann begreif' ich, daß dir das gepaßt hat.«

Zenzi: »Auch sonst. Ich hab' mich in der Nacht gefürchtet allein zu

liegen, wie die Mutter tot war, und wenn ich beim Rudolf im Bett war,

hab' ich keine Angst mehr gehabt. Übrigens hätt' ich auch so alles

getan, was er von mir wollen hat ...«

Ich: »Auch wenn es dir unangenehm gewesen wäre ..., warum denn?«

Zenzi: »Aber freilich. Weil ich geglaubt hab', er jagt mich auf die

Straßen, wenn ich ihm nicht folge.«

Ich: »Hat er denn damit gedroht ...?«

Zenzi: »O ja. Er hat immer gesagt, wenn ich was ausplausch', so schmeißt

er mich heraus. Dann wird mich die Polizei zusammenklauben, dann komm'

ich ins Waisenhaus, und dort werden die Kinder den ganzen Tag gehaut,

müssen auf Erbsen knien und immerfort nur beten.«

Ich: »Da ist es freilich besser, wenn man in einem warmen Bett liegt und

eine heiße Nudel in die Hand bekommt.«

Zenzi: »Oder in den Bauch ..., hahaha.«

Ich: »Na, in den Bauch wirst du sie auch nicht gleich gekriegt haben.«

Zenzi: »Nein ..., nicht gleich. Der Rudolf hat mir das ganze Werkel erst

in die Hand gegeben. `Siehst du´, hat er zu mir gesagt, `das da -- das

steckt der Mann der Frau hinein.´ Wo hinein? frug ich. `Da hinein´, sagt

er und zeigt mit dem Finger, wo bei mir der himmlische Zimmermann das

Loch gemacht hat.«

Ich: »Da hast du ja einen guten Lehrer gehabt.«

Zenzi: »O ja. Ein guter Lehrer ist der Rudolf schon gewesen. `Das sind

die Eier´, hat er mir erklärt und hat mir seinen Beutel in die Hand

gegeben. `Und da spritzt man den Samen heraus, der kommt in den Bauch

der Frau, und davon kriegt sie dann ein Kind.´«

Ich: »So genau hab' ich es im Anfang nicht gewußt. Ich bin erst viel

später drauf gekommen.«

Zenzi: »Er hat mir alles beschrieben.«

Ich: »Und weiter habt's ihr nichts gemacht?«

Zenzi: »O ja ..., alles.«

Ich: »Was denn ..., alles?«

Zenzi: »Na, wie er mir das Vögeln erklärt hat, hat er sich doch

draufgelegt und hat mich gewetzt.«

Ich: »Ist ja nicht wahr, das gibt's ja nicht.«

Zenzi: »Aber nein ..., er hat ihn ja nur auswendig angerieben. Er hat

mir ja erklärt, daß der Schwanz jetzt noch nicht hineingeht, sondern

erst später, bis ich größer bin. Aber er hat mir nur zeigen wollen, wie

man's macht.«

Ich: »Ja ..., und dabei selber spritzen.«

Zenzi: »O nein ..., er hat so nicht gespritzt, immer nur, wenn er mir's

von hinten gemacht hat ...«

Ich: »Im Popo ..., ich weiß.«

Zenzi: »Im Popo? Das geht doch nicht.«

Ich: »So? Das geht nicht? Vor drei Jahren schon hat mich der Herr von

Horak in den Popo gefickt und hat mir dort hineingespritzt, weil's von

vorn damals noch nicht gegangen ist, bei mir.«

Zenzi: »Da hör' ich einmal was Neues. Das hab' ich noch nie gemacht. Ist

denn das gut?«

Ich: »O, sehr gut ist es, es kommt einem sofort.«

Zenzi: »Ja, tut's denn nicht furchtbar weh?«

Ich: »Zuerst schon ..., aber wenn der Schwanz naß genug ist, gar nicht

mehr.«

Zenzi: »Schad -- das muß ich einmal probieren.«

Ich: »Jetzt hast du's ja gar nicht mehr notwendig, jetzt geht's ja von

vorn ...«

Zenzi: »Ja, der Rudolf hat mir damals den Schweif nur so von rückwärts

durchgesteckt ...«

Ich: »Das kenn' ich. Man gibt die Füß zusammen, und er reibt einem den

Schwanz unter den Arschbacken nach vorn ..., was?«

Zenzi: »Ja ..., genau so.«

Ich: »Und so hat er gespritzt?«

Zenzi: »Ja ..., oder auch, wenn ich ihn in den Mund genommen hab'.«

Ich: »Was? Das habt ihr auch getan?«

Zenzi: »Ja. Zuerst war's mir schwer, und ich hab' auch ein paarmal

gebrochen. Aber dann ist's schon gegangen.«

Ich: »Und hast du's geschluckt?«

Zenzi: »Manchesmal ..., ein bissel schluckt man ja überhaupt immer.«

Ich: »Und er ..., hat er nicht ...?«

Zenzi: »Aber natürlich. Stundenlang ist er mir auf der Fut gelegen und

hat sie mir ausgeschleckt und hat mir den Kitzler herausgesutzelt, denn

er hat gesagt: `Wart, das tu' ich dir, damit du auch davon was hast.´«

Ich: »Na ..., und hast du was gehabt davon?«

Zenzi: »Sei so gut ..., das nimmt einen genug her, so wohl tut das.«

Ich: »Ja ..., ich kenn' es ..., es ist süß ..., ich wollt', es wär'

jetzt jemand da, und möcht's uns machen.«

Zenzi: »Ja ..., das wollt' ich auch.«

Wir quälten uns schon die ganze Zeit an unseren Muscheln. Zenzi an der

meinigen und ich an ihrer. Jetzt konnten wir uns nicht mehr zurückhalten

und legten uns nebeneinander hin und fingerten uns, daß uns bald wieder

der Quell zu fließen begann. Dann waren wir wieder beruhigt, setzten uns

auf, und ich verlangte, Zenzi solle weitererzählen.

Sie tat es: »Schau meine Duteln an ...«, fuhr sie fort, »wie groß sie

sind ..., der Rudolf sagt, daß ich sie vom vielen Schlecken und Vögeln

so zeitig bekommen hab'. Schon mit neun Jahren hat's angefangen, und

Haare hab' ich damals schon zwischen den Füßen bekommen ...«

Ich: »Und hast du immer nur mit dem Rudolf gevögelt ...?«

Zenzi: »O nein ..., der Rudolf hat mir g'sagt, wenn mich wer angreift,

oder wohin lockt, soll ich nur aufpassen, daß mir nichts geschieht, und

daß mich niemand sieht ...«

Ich: »Was? Er hat's dir damals schon erlaubt ...?«

Zenzi: »Aber ja. Er hat gesagt, ich soll nur ihn immer gern haben,

deswegen aber kann ich mir's schon von andern Männern machen lassen. Nur

kleine Buben nicht. Wenn er das sieht, hat er g'sagt, schlagt er mich

tot.«

Ich: »Das ist aber komisch. Warum denn gerade kleine Buben nicht?«

Zenzi: »Na, wegen des Geldes ...«

Ich: »Das versteh' ich nicht ...«

Zenzi: »Also, der Rudolf hat gesagt: `Du kannst es schon hergeben, aber

du mußt immer was davon haben. Wenn dir einer auch nur die Fut angreift,

soll er dir was dafür zahlen. Umsonst ist der Tod.´«

Ich: »Und der Rest das Leben. Jö ..., da hätt' ich viel Geld verdienen

können, wenn ich gescheit gewesen wäre.«

Zenzi: »Na siehst du ..., deswegen bin ich immer beim Rudolf am

liebsten, weil er so viel gescheit ist, und man ihn um alles fragen

kann.«

Ich: »Warum hat er dann aber erlaubt, daß du dich von meinem Vater

pudern laßt?«

Zenzi: »Das ist doch sehr einfach. Wir zahlen doch seit damals keinen

Zins mehr bei euch.«

Ich: »So ..., das ist aber gemein ..., und er vögelt mich ganz

umsonst ...«

Zenzi: »Na ..., dafür verrät er doch nicht, daß du mit deinem Vater

zusammensteckst ...«

Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt · 第 15 / 16 段