Zenzi: »Mach was du willst, mir ist es ganz gleich.«
Ich: »Lassen wir das jetzt gut sein, was haben wir denn davon, was?
Erzähl lieber weiter. Hast du damals schon Geld verdient?«
Zenzi: »O ja. Zuerst war's der Kaufmann am Eck. Der hat mich immer so
angeschaut, und hat mich am Kinn gestreichelt, wenn ich drin war, was
kaufen. Und das hab' ich dem Rudolf erzählt.«
Ich: »Na und was war weiter?«
Zenzi: »Der Rudolf hat gesagt, ich soll alles mit ihm tun, was er will,
ich soll aber ein Geld von ihm verlangen.«
Ich: »Und hast du was gekriegt ...?«
Zenzi: »Das erstemal nur ein paar Sechserln.«
Ich: »Was war denn mit ihm?«
Zenzi: »Wie meinst du das?«
Ich: »Na, du weißt doch ..., ich meine, was er mit dir gemacht hat ...?«
Zenzi: »Er ist vor dem Laden gestanden, wie ich vorbeigegangen bin.«
Ich: »Na, und du ...?«
Zenzi: »Ich hab' gelacht auf ihn ...«
Ich: »Und er ...?«
Zenzi: »Er hat mich hineingerufen ...«
Ich: »Weiter ..., weiter ...«
Zenzi: »Na, und da hat er mich ins Magazin geführt.«
Ich: »Was hat er denn gesagt ...?«
Zenzi: »Er hat mir gesagt, er will mir gedörrte Zwetschgen schenken,
oder Feigen, oder so was.«
Ich: »Ja ..., und ...?«
Zenzi: »Und wie wir im Magazin waren, hat er gesagt, ich hab' so eine
Feigen, die uns nur angenehm ist ...«
Ich: »Da hat er die Fut gemeint?«
Zenzi: »Ja.«
Ich: »Und was hast du gesagt ...?«
Zenzi: »Nichts.«
Ich: »So erzähl doch, laß dich nicht immer fragen.«
Zenzi: »Ich erzähl' ja ..., er hat gesagt, ich soll ihn die Feigen
ansehen lassen, die ich zwischen den Füßen hab' ...«
Ich: »Das ist gut ..., der macht's fein ...«
Zenzi: »Wenn ich das tu' ..., hat er gesagt, schenkt er mir so viel
Feigen, wie ich will.«
Ich: »Das hast du doch getan ...?«
Zenzi: »Nein.«
Ich: »Nein ... Ich iß Feigen sehr gern.«
Zenzi: »Ich auch.«
Ich: »Na und warum dann ...?«
Zenzi: »Ich hab' an den Rudolf gedacht, und hab' gesagt: Ich brauch'
keine Feigen, ich will was anderes. `Was denn?´ fragt er. Geld, sag'
ich.«
Ich: »Hat er dir was gegeben?«
Zenzi: »Zuerst hat er mir den Rock aufgehoben und hat herumgespielt.
Dann hat er seinen Kaufmannshäring aus der Hosen genommen und ist mir
damit zwischen die Füße und am Bauch hin- und hergefahren, bis er
gespritzt hat.«
Ich: »Na, und dann?«
Zenzi: »Dann hat er mir dreißig Kreuzer geschenkt und hat gemeint, ich
soll niemanden was sagen.«
Ich: »Hast du ihm gefolgt?«
Zenzi: »Nein, ich hab' das Geld dem Rudolf gegeben.«
Ich: »Und warst du oft beim Kaufmann?«
Zenzi: »O ja ..., oft. Ich hab' alles eingekauft, um was mich Rudolf
geschickt hat, und hab' nichts gezahlt dafür ...«
Ich: »Das heißt, du bist dafür ins Magazin gegangen.«
Zenzi: »Ja.«
Ich: »Wen hast du noch gehabt?«
Zenzi: »Meinen Schullehrer.«
Ich: »Den Lehrer ...?«
Zenzi: »Ja ..., wie ich in der vierten Klasse war.«
Ich: »Aber der hat doch nichts bezahlt?«
Zenzi: »Hör nur. Bei uns war ein Mädel, die hat schon damals dicke
Duteln gehabt, und der Lehrer hat sie immer dabei angegriffen, und sie
hat sich einen Haufen darauf eingebildet.«
Ich: »Die Gans, die blöde.«
Zenzi: »Ja, eine Gans war sie.«
Ich: »Erzähl doch, das ist lustig ..., mich hat auch der Katechet
gevögelt.«
Zenzi: »Ich weiß.«
Ich: »Also erzähl ...«
Zenzi: »Wenn Turnen war, und der Lehrer hat uns geholfen, bei die Ringe,
oder beim Klettern, da hat er eine andere immer beim Arm oder beim
Rücken gepackt, dieses Mädel aber hat er immer bei ihren Duteln
erwischt, oder wenn Klettern war, hat er sie immer beim Arsch
genommen ..., und sie war dann ganz rot im Gesicht ...«
Ich: »Das glaub' ich.«
Zenzi: »Und ich hab' mich immer hingestellt, und hab' dem Lehrer ins
Gesicht gelacht.«
Ich: »Und er?«
Zenzi: »Er ist auch rot geworden.«
Ich: »Weiter ..., ich bin schon gespannt.«
Zenzi: »Und einmal hat das Mädel nicht auf den Barren können. Der Lehrer
hat sie vorn gehalten und hinten, und endlich hat er gesagt, sie soll
nach der Schule hierbleiben, und nachturnen.«
Ich: »Aha ..., ich merke schon, was kommt.«
Zenzi: »Ja, das hab' ich auch gemerkt, und bin auch dageblieben.«
Ich: »Im Turnsaal?«
Zenzi: »Ah nein ..., ich hab' vor der Schule gewartet, bis das Mädel
fortgeht ...«
Ich: »Na, hat das lang gedauert?«
Zenzi: »Eine halbe Stunde ... Ich hab' sie begleitet und ausgefragt.«
Ich: »Hat sie dir alles gesagt?«
Zenzi: »Zuerst nicht. Erst wie ich ihr gesagt habe: Hör du, warum packt
dich denn der Lehrer immer bei den Duteln und beim Popo ...? Da ist sie
dann mit der Sprache heraus.«
Ich: »Na ..., erzähl doch schneller.«
Zenzi: »Warum denn? Wir haben ja Zeit ... Also, sie hat mir gesagt ...,
haha ..., ich muß heute noch lachen, was das für eine Gans war ...«
Ich: »Er hat sie gevögelt ...?«
Zenzi: »`Hör nur ..., der Lehrer hat was´, sagte sie ... Was denn? frug
ich. `Aber du darfst es niemanden sagen´, meint sie, na ich versprach
es ihr ..., `der Lehrer hat zwischen den Füßen einen Stöpsel´, meint sie
darauf.«
Ich: »Nein, so eine Gans ..., ein schönes Geheimnis ...«
Zenzi: »Hat er dich ihn anschauen lassen? frug ich sie. `Ja´, sagt sie.
Sie hat gar nicht gewußt, was das bedeutet. Und sie hat mir gesagt, der
Lehrer hat ihr den Stöpsel zwischen ihre Füße gerieben und zwischen ihre
Duteln gesteckt, und dann hat er ihr lauter Einser versprochen, und dann
ist so viel Wasser aus seinem Stöpsel herausgelaufen.«
Ich: »Nein ..., so ein Ganserl ..., so ein dummes.«
Zenzi: »Na, ich hab' ihr aber alles erklärt, und da ist sie gescheiter
geworden.«
Ich: »Wieso ...?«
Zenzi: »Weil sie gemeint hat: Ihr sei das Wurst, wie das Ding heiße, und
wenn sie nichts mehr lernen brauche, dann werde sie sich vom Lehrer
vögeln lassen, sooft er nur will.«
Ich: »Na, und du?«
Zenzi: »Ich hab' mir gedacht, das kann ich auch brauchen.«
Ich: »Und wie war's denn mit dir?«
Zenzi: »Na ich hab' doch auch schon damals Brüste gehabt, wenn auch nur
ganz kleine ...«
Ich: »Und die hast du ihm gezeigt.«
Zenzi: »Ja ..., wie er mir wieder hat helfen wollen, und mir untern Arm
greift, sag' ich ihm, ich bitt' Herr Lehrer, ich bin kitzlig ..., und da
nimmt er mich um die Brust ...«
Ich: »Na, das wird er doch gewußt haben, was das ist.«
Zenzi: »Das glaub' ich. Er hat mich gleich so angeschaut ..., und ich
hab' gelacht, und da sagt er mir: `Du mußt nachturnen, wenn die Schule
aus ist.´«
Ich: »Das hab' ich mir gleich gedacht ...«
Zenzi: »Wie dann alle fort sind, bin ich im finstern Ankleidezimmer
geblieben, und da kommt er zu mir und packt mich so langsam bei den
beiden Brüsten und fragt mich: `Turnst du gern?´ Ja, Herr Lehrer, sag'
ich, und drückte seine Hände an mich.«
Ich: »Da hat er doch gewußt, was Neues ist ...«
Zenzi: »Ja. Er ist mir gleich unter den Kittel, hat mich bei der Muschel
erwischt, und sagt: `Wem gehört denn das?´«
Ich: »Und was hast du gesagt?«
Zenzi: »Ich hab' mich noch dumm gestellt, und hab' gesagt: Ich weiß
nicht ...«
Ich: »Da hat er sich halt bedient.«
Zenzi: »Darauf nimmt er meine Hand und steckt sie sich ins
Hosentürl ..., und ich erwisch' seinen Notizstift, der kerzengrad parat
war. Da fragt er mich, `was ist denn das´?«
Ich: »Eine nette Prüfung. Du hast sie doch bestanden?«
Zenzi: »Ja, denn ich hab' gesagt, das ist dem Herrn Lehrer sein
Schweif.«
Ich: »Bravo. Das verdient einen Einser.«
Zenzi: »Fragt er weiter: `Zu was gehört denn das?´«
Ich: »Du hast ihm's doch gesagt?«
Zenzi: »Aber natürlich, zum brunzen und zum vögeln gehört es, hab' ich
gesagt, und da ist er ganz närrisch geworden.«
Ich: »Das glaub' ich. Das war halt anders wie bei dem dummen Ganserl.«
Zenzi: »`Na´, meint er, `willst du lauter Einser haben, dann laß mich
vögeln ..., willst du ...?´ O ja, ich will schon, gab ich zur Antwort,
aber ich brauch' nicht lauter Einser. `Was denn?´ fragt er ganz erstaunt
... ein Geld, sag' ich drauf, ein Geld! Er war ganz paff. `Ich soll dir
ein Geld geben ...?´ Ja. Ich hab' ihm ins Gesicht gelacht. `Wofür denn?´
fragt er und laßt mich los. Aber ich hab' meinen Kittel in die Höhe
gehalten, wie er von ihm aus hersah, und hab' alles hergezeigt, und
dabei sag' ich ganz keck: Wofür? Na, dafür, daß mich der Herr Lehrer
vögeln darf, und daß ich niemandem was sag'.«
Ich: »Das hat ihm eingeleuchtet?«
Zenzi: »Ja ..., und er hat gleich zum remmeln angefangen. Aber er hat
probiert, ob er mir ihn nicht hineinstecken kann. Aber das ist noch
nicht gegangen.«
Ich: »Warst du dann noch oft im Turnsaal?«
Zenzi: »Aber ja ..., und in den Mund genommen hab' ich's ihm, und er hat
mir nur fünfzig Kreuzer gegeben.«
Ich: »Und wie bist du denn da in die Stadt herein gekommen?«
Zenzi: »Nur durch den Rudolf.«
Ich: »Der kennt aber auch alles.«
Zenzi: »Ja, er hat gesagt, draußen bei uns ist ja doch kein Geschäft,
und er hat mich hergeführt.«
Ich: »Und ich bin auch da.«
Zenzi: »Ja ..., er hat immer gesagt ..., die Peperl ..., die kann was
verdienen, wenn sie gescheit ist ...«
Ich: »Das möcht' mir schon passen.«
Zenzi: »Na, du siehst ja, es geht.«
Ich: »Na, und ob das geht.«
Zenzi: »Was hast denn verdient?«
Ich: »Wart! Zwei Gulden im Haustor, fünf Gulden der Alte ..., zehn
Gulden jetzt ..., zwei Gulden muß ich der Alten geben, bleiben fünfzehn
Gulden. Na, der Vater der wird schöne Augen machen, wenn ich so viel z'
Haus bring'.«
Zenzi: »Was dir nicht einfällt, da wärst aber schön dumm ...«
Ich: »Wieso?«
Zenzi: »Du wirst doch nicht alles hergeben?«
Ich: »Nicht?«
Zenzi: »Gott bewahre. Vielleicht verdienst du morgen gar nix ..., was
machst denn dann?«
Ich: »Dann sag' ich halt, ich hab' nix verdient.«
Zenzi: »So? Und laßt dich vielleicht zusammenschimpfen ... Ah nein,
schau mich an ..., wie ich's mach. Ich geb' einmal drei Gulden, einmal
fünf, einmal sechs her, und der Rudolf freut sich, weil ich jeden Tag
was bring', und außerdem, sie möchten ja ohnedies alles gleich
versaufen.«
Ich: »Ja ..., ja ..., da hast du recht ...«
Zenzi: »Und dann, du kannst doch selber ein Geld brauchen. Hast du eins,
mußt du keins verlangen, und wenn's dich freut, kauf dir was.«
Ich: »Ja, und dann ahnt es der Vater, und weiß gleich, daß ich
geschummelt hab'.«
Zenzi: »O, du Tschapperl du ..., wenn er was sieht, dann sagst du, du
hast es von einem Herrn geschenkt gekriegt ..., immer geschenkt ..., das
ist das Beste. Und übrigens mußt du halt lieb sein zum Vater ..., immer
nur lieb sein ..., dann laßt er dir alles zu.«
Ich: »Aha! Also deswegen schmeichelst du dem Rudolf so?«
Zenzi: »Natürlich. Damit ich keinen Verdruß mit ihm hab', und machen
kann, was ich will.«
Wir kleideten uns an, beschlossen, obwohl es kaum noch dämmerte, heute
schon nach Hause zu gehen. Wir hatten beide genug, durften eines
freundlichen Empfanges sicher sein, und wollten keinen Herrn mehr
suchen. Wir fuhren mit dem Stellwagen in die Vorstadt.
Ich gab dem Vater fünf Gulden. Er sagte nichts, aber er nahm das Geld
und holte Wein. Zenzi mußte Rudolf beichten, wie ich mich angestellt
hätte. Er lobte mich. Dann begann das übliche Saufgelage, und ich lag in
dieser Nacht wieder unter meinem Vater.
So endete der erste Tag meines Hurenlebens. Ich war nun käuflich, war
ein Ding für jedermann.
Ich ging nun täglich in den ersten Nachmittagsstunden mit Zenzi oder
auch allein in die Stadt. Und das Geld, das ich verdiente, lieferte ich
prompt meinem Vater ab, der jetzt gar nicht mehr daran dachte, sich eine
Arbeit zu suchen, sondern es vorzog, auf meine Kosten zu leben und
meinen Verdienst zu vertrinken. Meine Brüder sah ich gar nicht mehr.
Franz war in Simmering, weit draußen, am entgegengesetzten Ende der
Stadt in der Lehre, und Lorenz, der die Wirtschaft, die bei uns war, von
Anfang an durchschaute, und der auch Rudolf nicht leiden mochte, ließ
sich gar nicht mehr blicken.
Von dem Geld, das ich mir behielt, kaufte ich mir heimlich hie und da
ein Stück zum anziehen oder auch zum putzen. Aber Rudolf erlaubte es
weder Zenzi noch mir, mit den guten Sachen angekleidet auf den Strich zu
gehen. Er meinte, wenn wir aufgeputzt dahergingen, werde die Polizei
aufmerksam auf uns werden und außerdem werden die Herren, die uns
nachliefen, wegbleiben, weil sie uns für konzessionierte Huren halten
würden, und weil nur die Heimlichkeit unseres Gewerbes reize.
Ich wußte nun alles, war in allen Schlichen und Pfiffen meines Metiers
bewandert, verstand mich darauf, den Wachmännern auszuweichen und sie zu
täuschen, und verstand mich auch darauf, den Leuten, mit denen ich mich
abgab, so viel Geld als möglich abzuluchsen.
Auch vor der Franzosenkrankheit war ich gewarnt und völlig darüber
aufgeklärt, wie man sie erkenne. Ich unterzog jeden Menschen, dem ich
mich hingab, einer genauen Visitation und bin heute noch froh darüber.
Denn wenn ich auch manche Erkrankung nicht ganz vermeiden konnte, so bin
ich auch davor bewahrt geblieben, die Syphilis zu erleiden. Eigentlich
wie durch ein Wunder bewahrt geblieben, wenn ich's recht bedenke, denn
ich kam schließlich in Situationen, in denen mir meine ganze Vorsicht
nichts geholfen hätte, und in denen ich hundertfach angesteckt hätte
werden können.
Rudolf habe ich in diesen Dingen viel zu danken gehabt. Er hat mich
gelehrt, auf die Männer achtzugeben, daß sie mir mit keiner Waffe nahen,
mich nicht am Halse würgen, oder mir den Mund zuhalten. Er war es, der
mir einschärfte, wenn ich mit jemandem ins Hotel oder in die Wohnung
gehe, das Geld vorher zu verlangen, und er war es, der mich davor
warnte, jemals eine Kaserne zu betreten, es sei denn zu einem Offizier.
Ich kann nicht alles aufschreiben, was ich in diesen Jahren, was ich als
Hure überhaupt erlebt habe. Meine Kindheitserinnerungen, so wechselvoll
und bewegt sie sein mögen, sie sind mir haften geblieben, und ich habe
von ihnen berichtet. Schließlich sind es Kindheitserinnerungen, wenn
auch freilich sehr geschlechtlich und sehr wenig kindlich. Aber sie
bleiben auf alle Fälle viel tiefer und dauernder in unser Gedächtnis
eingegraben wie alles, was wir später erleben.
Wenn man bedenkt, daß das Jahr 365 Tage hat, und wenn man nur, gering
gerechnet, den Tag mit drei Männern einschätzt, so macht das an
elfhundert Männer im Jahr, macht in drei Jahrzehnten wohl
dreiunddreißigtausend Männer. Es ist eine Armee. Und man wird es weder
anraten noch wünschen, daß ich von jedem dieser dreiunddreißigtausend
Schweife, die mich im Laufe der Zeit bewedelt haben, einzeln
Rechenschaft ablege.
Es ist auch gar nicht notwendig, daß ich es tu! Weder für mich, die ich
diese Blätter nur aufschreibe, um mein Leben in seinen Hauptzügen an mir
vorbeigleiten zu lassen, noch für diejenigen, die in diesen
Aufzeichnungen vielleicht nach meinem Tode blättern werden. Denn im
Ganzen ist die Liebe unsinnig. Das Weib gleicht so einer alten
Rohrpfeife, die auch nur ein paar Löcher hat und auf der man eben auch
nur ein paar Töne spielen kann. Die Männer tun alle dasselbe. Sie liegen
oben, wir liegen unten. Sie stoßen und wir werden gestoßen. Das ist der
ganze Unterschied.
[ Im folgenden werden alle geänderten Textzeilen angeführt, wobei
jeweils zuerst die Zeile wie im Original, danach die geänderte Zeile
steht.
daß ich keine Dutln habe. Dann kam eine Erklärung vom Kindermachen. Wir
daß ich keine Duteln habe. Dann kam eine Erklärung vom Kindermachen. Wir
mir wirklich helfen, den schweren Korb am Boden tragen. So bin ich halt
mir wirklich helfen, den schweren Korb am Boden tragen.´ So bin ich halt
mit ihr auffi gangen, und wie wir droben sein, fragt sie mich, was
mit ihr auffi gangen, und wie wir droben sein, fragt sie mich, `was
seine Stiefmutter auch schon von hinten gevögelt, und ich bemerkte, daß
seine Stiefmutter auch schon von hinten gevögelt, und ich bemerkte, das
Ist's gut ...?« fragte er weiter. -- »Ja, sehr gut ...« In diesem
»Ist's gut ...?« fragte er weiter. -- »Ja, sehr gut ...« In diesem
nicht begriff, warum ich mich geweigert hatte, ihn vögeln zu lassen.
ich nicht begriff, warum ich mich geweigert hatte, ihn vögeln zu lassen.
gut ..., Gehn S' Herr Horak ..., einmal müssen wir aber als nackender
gut ..., gehn S' Herr Horak ..., einmal müssen wir aber als nackender
Wonne, denn das Seufzen, Keuchen und Sprechen der Frau Reinthaler, ihr
Wonne, denn das Seufzen, Keuchen und Sprechen der Frau Reinthaler, ihre
erregt flüsterte ich: ... nur weiter vögeln ..., ah ..., so ..., so ...«
erregt flüsterte ich: »... nur weiter vögeln ..., ah ..., so ..., so ...«
«Ich kann jetzt nicht ...«
»Ich kann jetzt nicht ...«
sagte sie schwach: »Mir tut schon die Hand weh ...», und gleich darauf:
sagte sie schwach: »Mir tut schon die Hand weh ...«, und gleich darauf:
aller Kraft darn, daß es schmatzte, und jedesmal zuckte Klementine mit
aller Kraft dran, daß es schmatzte, und jedesmal zuckte Klementine mit
langam und weiß aus den roten Lippen Klementinens herausglitt bis zur
langsam und weiß aus den roten Lippen Klementinens herausglitt bis zur
gespielt sei, deshalb bat ich ihn: »Gehn 'S Herr Ekhard, tummeln Sie
gespielt sei, deshalb bat ich ihn: »Gehn S' Herr Ekhard, tummeln Sie
lebhafter und meinte: »Aber nein, wo wird er denn ganz hereingehen ...«
lebhafter und meinte: »Aber nein, wo wird er denn ganz hereingehen ...
»Laß dir nur Zeit», meinte Ekhard, der sich wie ein Drescher auf und
»Laß dir nur Zeit«, meinte Ekhard, der sich wie ein Drescher auf und
Meine Mutter sagte: Mir ist's schon gekommen ...«
Meine Mutter sagte: »Mir ist's schon gekommen ...«
»Die ...?» Ekhard lächelte. »Bist du eifersüchtig ...?«
»Die ...?« Ekhard lächelte. »Bist du eifersüchtig ...?«
Ekhard lachte: »Nein, nein, mich erwischen S' nicht. Und du wirst
Ekhard lachte: »Nein, nein, mich erwischen s' nicht. Und du wirst
Namensschilde und klopfte an die Türe, auf der »Kooperator Mayer«
Namensschilder und klopfte an die Türe, auf der »Kooperator Mayer«
Er gibt mir keine Anwort und laßt das Pferd stehen, und fahrt mir in
Er gibt mir keine Antwort und laßt das Pferd stehen, und fahrt mir in
nicht so ganz tief hineingegangen wie jetzt.
nicht so ganz tief hineingegangen wie jetzt.«
»Du hast mit der Hand dann gespielt ...?«
»Du hast mit der Hand dran gespielt ...?«
aufschreiben, und eine war immer am Katheter oben, die Fragen zu
aufschreiben, und eine war immer am Katheder oben, die Fragen zu
Sie trat auf's Katheder, und ich paßte von meinem Sitz auf, verstohlen,
Sie trat auf's Katheder, und ich paßte von meinem Sitz verstohlen,
»Es sind ja so viele draußen im Vorzimmer ..., erwiderte ich.
»Es sind ja so viele draußen im Vorzimmer ...«, erwiderte ich.
auseinander. Ich ließ es willenlos geschehen. als er mir aber mit der
auseinander. Ich ließ es willenlos geschehen. Als er mir aber mit der
eigenen Vater vögelt.
eigenen Vater vögelt.«
»So ...? grinste er, »jetzt möchst du dich von mir vögeln lassen ...?«
»So ...?« grinste er, »jetzt möchst du dich von mir vögeln lassen ...?«
Ach ..., grad heut ist's so gut ...«, keuchte er.
»Ach ..., grad heut ist's so gut ...«, keuchte er.
schöne sogar ..., grad so schön wie die Zenzi ...;« er nahm ungeniert
schöne sogar ..., grad so schön wie die Zenzi ...«; er nahm ungeniert
»Ah was«, sagte er, »da werden wir uns auch nicht genieren.
»Ah was«, sagte er, »da werden wir uns auch nicht genieren.«
Der Mann stieg aus dem Bett, und Zenzi sagte: »da bist du ja gleich
Der Mann stieg aus dem Bett, und Zenzi sagte: »Da bist du ja gleich
»Aber nicht ...«, wehrte Zenzi ab, wenn er doch schlaft und besoffen
»Aber nicht ...«, wehrte Zenzi ab, »wenn er doch schlaft und besoffen
weil das jetzt öfters vorkam, wurde er eines Tages entlasssen.
weil das jetzt öfters vorkam, wurde er eines Tages entlassen.
»Ja, da haben S' ganz recht ...» pflichtete mein Vater bei.
»Ja, da haben S' ganz recht ...« pflichtete mein Vater bei.
»Ich erkannte sie nicht wieder. Ihr ewig lächelndes Gesicht war ganz
Ich erkannte sie nicht wieder. Ihr ewig lächelndes Gesicht war ganz
»Ach ..., seufzte sie dabei ..., ach ..., die Quälerei geht schon
»Ach ...«, seufzte sie dabei ..., »ach ..., die Quälerei geht schon
zurück und sagte: »Meintwegen ..., aber ich glaube, so wär's auch ganz
zurück und sagte: »Meinetwegen ..., aber ich glaube, so wär's auch ganz
»Nein«, ereiferte er sich, wie oft habe ich dir das schon erklärt ...,
»Nein«, ereiferte er sich, »wie oft habe ich dir das schon erklärt ...,
Gleich darauf hieß es wieder: Eins ..., zwei ...«, usw., dann: »Fertig!«
Gleich darauf hieß es wieder: »Eins ..., zwei ...«, usw., dann: »Fertig!«
»Aber nein ...», gurgelte Albert unter seiner Last hervor.
»Aber nein ...«, gurgelte Albert unter seiner Last hervor.
»Wirst es schon sehen ...«, sagte sie, vielleicht photographiert ihn
»Wirst es schon sehen ...«, sagte sie, »vielleicht photographiert ihn
bearbeiten. »Nein ..., nein ...«, flüsterte sie, ... noch nicht
bearbeiten. »Nein ..., nein ...«, flüsterte sie, »... noch nicht
Zenzi« »Ich bitt' dich, mit Rudolf bin ich jetzt acht Jahr beisammen ...«
Zenzi: »Ich bitt' dich, mit Rudolf bin ich jetzt acht Jahr beisammen ...«
Loch gemacht hat.»
Loch gemacht hat.«
Ich: »Ja ..., ich kenn' es ..., es ist süß ...«, ich wollt', es wär'
Ich: »Ja ..., ich kenn' es ..., es ist süß ..., ich wollt', es wär'
Zenzi: »Ja, das hab' ich auch gemerkt, und bin auch dageblieben.
Zenzi: »Ja, das hab' ich auch gemerkt, und bin auch dageblieben.«
Ich: »Das glaub' ich. Das war halt anders wie bei dem dummen Ganserl«.
Ich: »Das glaub' ich. Das war halt anders wie bei dem dummen Ganserl.«
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